Ich dachte, du redest von dir und deinen Erfahrungen aus dem echten Leben ...
So recht mag ich mir nicht vorstellen, dass du so bist oder nur so tust als ob. Es war ein Pastor, von dem ich aus dem echten Leben berichtete. Ich selbst stehe hier nicht zur Diskussion, kann zwar das eine oder andere dazu sagen, aber wir reden hier über eine Thematik, nicht von Erfahrungen mit dieser Thematik, das wäre wohl etwas zu viel erwartet und nicht wirklich angemessen bzw. nicht der entsprechende Boden dafür.
So schwere Krankheiten sind sicher besser zu ertragen, wenn das Wissen um die Wiedergeburt vorhanden ist - es könnte sich um ein Karma handeln. Wobei niemand mit dem Finger auf jene zeigen soll, denn niemand ist ohne Schuld hier auf Erden - restlos alle haben ihre Aufgaben zu erfüllen. Die einen mehr, die andern weniger.
Dein kleiner Warnhinweis "mit dem Finger auf jene zeigen", da weiß ich grad nicht, mit wem genau du sprichst, mich kannst du jedenfalls nicht meinen. Mit einer Krankheit hat man keinen Freifahrtschein für schlechtes Benehmen erworben, Punkt. Mir ist klar, dass andauernde Schmerzen einen wirklich zermürben können, aber das rechtfertigt nicht, die Veranwortung für sich abzugeben und andere im Umfeld wiederum unter dem eigenen Verhalten leiden zu lassen. Da bin ich und da sind wir tatsächlich mal bei mir,
@Frl.Zizipe, da bin ich sehr klar und wertschätzend, aber auch sehr deutlich. Übrigens auch und gerade im "richtigen Leben".
Und weiter:
An Karma dachte ich dabei nicht in erster Linie, sondern an den Satz, der gleich unten folgt.
Ab Besten lösen jene ihre Aufgabe, die ihr Schicksal in Demut tragen und nicht mit Gott zu hadern beginnen.
Da greife ich nur mal das Wort "Demut" heraus, welches ich ja bereits zuvor in einem Beitrag erwähnte. Ob Demut nur im Rahmen von Schicksalsschlägen vorkommen sollte, das würde wohl etwas kurz greifen und das meinte ich auch nicht primär. Natürlich hast du recht bzgl. des Haderns mit Gott und kurios ist ja, dass im Falle von Schicksalsschlägen oder Krankheit bei vielen dann plötzlich Gott doch in den Fokus kommt. Vielleicht ein bißchen spät, kommt allerdings drauf an, wie man sich dem nähert, ist es echte Annäherung oder nur ein "Geschäft", ein versuchter Trick (*lach). Oft ist es nun so, dass in derartigen Situationen das Ego doch erheblich geschmälert wird, was einige bis immense Vorteile beinhaltet, oft ist das so, nicht immer. Sich ergehen im eigenen Leid und verbittern ist natürlich auch eine Option.
Also, was will ich sagen: Wenn man soweit weg ist von Gott, dass die Frage aufkommt, ob man sich austricksen sollte, um dadurch Vorteile zu erfahren, der ist halt sehr weit weg von allem. Und da gibt es auch keine "Vernunftgründe" die ihn oder sie zu Gott führen sollten oder könnten, da bin ich ganz beim Fräulein. Da ist einfach Hopfen und Malz - für den Moment jedenfalls - verloren. Das ist im biblisch hebräischen Verständnis
Chet = "das Ziel verfehlen" im Kontext von Sünde.
Die Definition von Sünde als „das Ziel verfehlen“ trifft den Kern des biblisch-hebräischen Verständnisses sehr genau. Im Gegensatz zum westlich-juristischen Sündenbegriff (Schuld/Verbrechen) geht es im Hebräischen eher um eine
Fehlbannung der Energie oder einen
Irrtum im Weg. [
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Das primäre hebräische Wort für Sünde lautet
Chet (חֵטְא). Es leitet sich vom Verb
chata (חָטָא) ab, das im profanen Kontext tatsächlich im Bogenschießen oder Steinschleudern für „vorbeischießen“ oder „das Ziel verfehlen“ verwendet wird (siehe Richter 20,16). [
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Chet (ח) – Der Zaun oder die Mauer
- Bedeutung: Der Buchstabe Chet symbolisiert im alten Bildersystem einen Zaun, eine Trennwand oder ein schützendes Gehege.
- Bezug zum Ziel: Auf der Kehrseite steht der Zaun für Abtrennung und Isolation. Wenn du das Ziel verfehlst, baust du unbewusst eine Mauer zwischen dir und deiner Quelle (Gott) auf. Du befindest dich auf der falschen Seite des Zauns.
Ich habe das schon einmal wo anders hier geschrieben, aber es schadet nicht, das zu wiederholen. Wenn also jemand eine Mauer, eine Trennwand um sich herum gebildet oder gebaut hat, dann fungiert diese Wand erst einmal als schützendes Gehege, im weiteren führt sie bei Aufrechterhaltung zur
Isolation von Gott. Diese Mauer kann man bewusst ziehen oder unbewusst, mit unterschiedlichen Auswirkungen. Es ist eine Entscheidung oder auch keine.
Der Tag der Erkenntnis wird kommen, immer und bei jedem.
