Folgen der Gottlosigkeit

ich würde es mal so ausdrücken:
kein Mensch kann leben, ohne an irgendetwas zu glauben, und sei es nur, dass am andern Morgen wieder die Sonne aufgeht.
Freiwilliger Glaube kann viel bewirken und kann sich zu hellem Licht entwickeln, aber aufgezwungener Glaube wirkt dumpf und Farblos.
Es ist als ob du ein Kind in eine Kiste steckst, und es daran hinderst zu wachsen und sich zu entwickeln.
 
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Das halte ich für selbstgefälliges Gerede. Aber klar, man wurde ja selbst auch nicht als Frühchen geboren, welches wochenlang um sein Leben kämpfte und schließlich an einer Lungenentzündung starb.

Oder starb in einer Gaskammer von Auschwitz.

(...)
Keine Ahnung, was das mit Selbstgefälligkeit zu tun haben soll.

Ganz kurze Erdenleben, ob Frühchen oder sonst nur wenige Stunden oder Tage, sind nur unter dem Aspekt der Wiedergeburt als sinnvoll zu verstehen. Dann war/ist es für die betreffende Seele das Beste für ihre Entwicklung und unter Umständen auch für die Eltern ein Hinweis, darüber nachzudenken.

Verbrechen jeglicher Art sind von der jenseitigen Welt nie vorgesehen und entspringen ausschliesslich dem freien Willen einzelner Menschen - allenfalls noch animiert durch satanische Wesen. Die Verbrecher müssen somit zum Mord noch die unterdrückte Entwicklungsmöglichkeit verantworten!
 
Hast du Angst, dass das schlecht für dich ausgehen könnte?
Wieso reden wir jetzt von mir? Was soll diese Frage und was genau so wohin schlecht ausgehen?

Du hättest zumindest noch die Möglichkeit der Beichte ...
Wie kommst du darauf, reden wir von Gott oder von der Kirche? Ich spreche von Gott.

Und gehe wohl recht in der Annahme, dass du keine Idee hast, worum es hier eigentlich geht.
 
Ganz kurze Erdenleben, ob Frühchen oder sonst nur wenige Stunden oder Tage, sind nur unter dem Aspekt der Wiedergeburt als sinnvoll zu verstehen. Dann war/ist es für die betreffende Seele das Beste für ihre Entwicklung und unter Umständen auch für die Eltern ein Hinweis, darüber nachzudenken.

Geht es noch selbstgefälliger?
 
ich würde es mal so ausdrücken:
kein Mensch kann leben, ohne an irgendetwas zu glauben, und sei es nur, dass am andern Morgen wieder die Sonne aufgeht.
Freiwilliger Glaube kann viel bewirken und kann sich zu hellem Licht entwickeln, aber aufgezwungener Glaube wirkt dumpf und Farblos.
Es ist als ob du ein Kind in eine Kiste steckst, und es daran hinderst zu wachsen und sich zu entwickeln.

Naja, dass die Sonne morgens aufgeht, das ist kein Glaube. Das ist ein Fakt und wir wissen Dank der Wissenschaft auch, warum das so ist.
 
Das stimmt, bei vielen jedenfalls. Wer allerdings gar keine Beziehung zu Gott hat, der hat im Katastrophenfall mit großer Wahrscheinlichkeit ein größeres Problem als Menschen, die sich ihm zuwenden. Neulich hörte ich ein interessantes Interview mit einem Pastor, der sagte etwas über die Reaktionen von Angehörigen im Falle des Todes eines nahen Anverwandten o.ä..
Das stimmt natürlich. Menschen, die den Tod und alles danach möglichst negieren und jedes Weiterleben verneienen, haben in der Regen Angst - je näher sie kommen, desto grösser ist dann die Angst.

Und wer sein Denken ein Leben lang dahingehend konditioniert hat, zu glauben, dass mit dem Tod alles aus ist, der bemerkt in sehr vielen Fällen gar nicht, dass er gestorben ist - sein Denken schliesst diese Möglichkeit völlig aus.

Carl Wickland beschreibt viele solcher Fälle, einer davon 28 Jahre - er behauptete doch allen Ernstes, er lebe noch, und meinte damit natürlich als Mensch.
Er berichtete, dass der Umgang mit dem Verlust und dem Tod von nahestehenden Angehörigen oder Partnern, Freunden bei Menschen, die Gott zugewandt sind, bei weitem gefasster und resilienter war, als bei denen, die da gar nichts erwarten.
Der Glaube an Gott und das Weiterleben im Jenseits geben dem Erdenleben letztlich einen Sinn und die Geborgenheit in Gottes Hand ist sehr tröstlich.
Das denke ich nicht zwingend, denn wenn Bildung mit einem stärker ausgeprägten Ego einher geht, dann ist die Gottferne häufig weit näher. Oft sind es die schlichten und einfachen Menschen, die zu Demut in der Lage sind.
Ja, leider hast Du recht - schon bei den Juden und den Katholiken waren die wenigen Gebildeten die Priester und die achteten sehr darauf, den Wissensvorsprung als Mittel zur Macht zu verwenden.

Heute, wie Heisenberg schrieb, ist der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft der Atheismus - aber auf dem Boden des Bechers wartet Gott! Leider aber trinken nur die wenigsten Wissenschaftler den Becher leer!!
 
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Nachsatz:

Dasselbe gilt für den Umgang mit schweren und unheilbaren Krankheiten. Vieles lässt sich etwas einfacher tragen und ertragen, wenn da ein Anker ist. Wenn der nicht vorhanden ist, dann wird´s schwerer, das Leid nimmt zu. (Berichte von überlebenden KZ-Inhaftierten sind sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang).

Lebenswille vs. Verbitterung.
So schwere Krankheiten sind sicher besser zu ertragen, wenn das Wissen um die Wiedergeburt vorhanden ist - es könnte sich um ein Karma handeln. Wobei niemand mit dem Finger auf jene zeigen soll, denn niemand ist ohne Schuld hier auf Erden - restlos alle haben ihre Aufgaben zu erfüllen. Die einen mehr, die andern weniger.

Ab Besten lösen jene ihre Aufgabe, die ihr Schicksal in Demut tragen und nicht mit Gott zu hadern beginnen.

Aber auch die Mitmenschen können zeigen, wie würdig sie im Umgang mit den Kranken sind - das ist oft sehr schwer.
 
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