Lieber Blacky und alle,
ist ja alles richtig, was Du sagst, aber Enttäuschung ist wichtig. Diesen "absolut perfekten" Zustand (den es nicht gibt bzw. den man nicht sein ganzes Leben aufrecht erhalten kann) erreicht man durch Enttäuschung.
Und wenn man das dann verstanden hat, die Theorie, dann kommt die Praxis, dann heißt es "am Leben teilnehmen" und das umsetzen, was man theoretisch so wunderbar beherrscht.
Hallo Martina
das hast du wirklich wunderbar ausgedrückt.
Blutleere Theorie ist das Eine, die Umsetzung das Andere. Es gibt keinen Menschen, der nicht projeziert, denn nur dadurch haben wir die Möglichkeit, uns selbst zu erkennen.
Wichtig finde ich, ist das begreifen, welche Mechanismen ablaufen, wenn eine "Enttäuschung" gelebt werden muss und sich die Frage zu stellen, welche Rolle man in diesem Stück spielt. Sich der Dinge bewußt werden ist schon ein ganzes Stück arbeit.
Enttäuschungen sind notwendig. Verletzungen sind notwendig. Nicht in dem Sinne, dass wir sie aktiv suchen und uns darin aalen, nein, in dem Sinne, dass sie kommen, weil sie kommen müssen.
Genau, ich denke das Unterbewußtsein hat diese regulierende Funktion. Astrologisch wird sich immer dann, wenn eine Korrektur des Lebenswegs nötig ist, ein schwieriger Neptuntransit finden, der das bewußte Denken erstmal aufweicht. Enttäuschungen stellen sich dann aufgrund der verwirrten Gefühls- und Verhaltenslage ein. Wenn das nicht reicht, wird unsere Unterbewußtes härtere Geschütze auffahren. Da kann es dann durchaus sein, dass man dermaßen verträumt und verpeilt, gegen einen Laternenpfahl rennt und durch dieses Ereignis sozusagen schicksalsmäßig dazu gebracht wird, sich mit bestimmten Verhaltensweisen auseinanderzusetzen.
Da sucht sich jeder individuell die zu ihm passende Krise oder Ereignis.
Weißt Du, gestern wären beinahe meine Lichter ausgegangen. Mein Saturn steht noch in 8. hätte ja sein können, dass das Auto tatsächlich in mich reinfährt und Ende Gelände. In Hunderstelsekunden rauscht das Leben an Dir vorbei (das war die 3. Situation der Art in meinem Leben) und ich erinnerte mich an die Enttäuschungen, weil sie am Ende Licht brachten und ich erinnerte mich an die Verletzungen, weil sie mir das Menschsein näher gebracht haben.
Komisch, genau so ist es mir letzten Sonntag ergangen. Da hatte ich einen ziemlich schweren Autounfall mit Totalschaden. Mir ist außer Prellungen und Stauchungen nichts passiert. Als der Transporter in meinen Kleinwagen fuhr, dachte ich auch mein letztes Stündlein hätte geschlagen.
Obwohl ich nicht "Schuld" war, ist mir schon klar, dass hier sicher auch ein unbewußer "Ereigniswunsch" vorlag. Entschlüsselt habe ich das Geschehen allerdings noch nicht.
Perfektion ist das Ende der Bereitschaft am Leben teilzunehmen.
Ein wahrer Satz!
Nur sehr wenige Menschen, sind bereits jetzt "Simi-gleich" erleuchtet.
Liebe Grüße
Gabi