Die Sache mit der Erleuchtung ist deshalb so schwierig hier überhaupt zu diskutieren, weil kaum einer überhaupt weiss was das sein soll.
In der Tradition aus der ich komme (Anthroposophie) ist es einfach ein technischer Ausdruck für das "Sehend-Werden". Da gibt es, grob gesagt, drei Stufen: 1. Die Vorbereitung. Diese bildet die Chakren aus. 2. Die Erleuchtung. Diese drückt die ausgebildeten Chakren im Ätherleib ab, sodass geistig-seelische Wahrnehmungen nicht nur erfolgen, sondern uns auch zum Bewusstsein kommen. 3. Die Einweihung. Diese eröffnet den Verkehr mit den geistigen Wesen, die Interaktion und Kommunikation mit ihnen und ermöglicht uns die selbstständige Orientierung in der geistigen Welt.
Ich habe keinen Grund anzunehmen, dass diese Definitionen in anderen spirituellen Traditionen grundlegend verschieden sind.
Also, die Erleuchtung ist diese 2. Stufe (Diese Stufen müssen übrigens nicht immer notwendigerweise zeitlich aufeinander folgen)
Und es ist das innere Licht-Werden, das Auftreten wirklicher geistiger Wahrnehmungen.
Es ist nicht gleichbedeutend damit, dass ein Erleuchteter jetzt etwa keine Fehler mehr machen würde/dürfte.
Es ist nicht gleichbedeutend damit, dass der Mensch jetzt Grund hätte anzunehmen er sei Gott oder Engel oder Meister.
Es ist auch keineswegs damit gemeint, dass der Mensch nach der Erleuchtung jetzt ganz anders wird als vorher. Sondern es ist ganz schlicht, aber ergreifend, eine wesentliche Erweiterung des Wahrnehmungshorizontes.