Erleuchtung!

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Irfan schrieb:
Hier wirds langsam schwierig... Gedanken entstehen halt, eine Ursache kann ich bislang nicht erkennen.

Schwierig? = Be-Wertung!

Dann schaust Du an der falschen Stelle! Wo schaust Du denn nach und WIE?

Liebe Grüße
Qia :daisy:
 
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Wyrm schrieb:
Wenn er wirklich eine Behinderung hat, kann er nicht aufstehen. Ändert es daran etwas, wenn er weiß, warum er es nicht kann?

QIA S.O.L schrieb:
Dann schaust Du an der falschen Stelle! Wo schaust Du denn nach und WIE?
"Nachschauen" ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich mache öfters Achtsamkeits-Meditation, bei der lediglich wahrgenommen wird, was geschieht. Dabei nehme ich Gedanken wahr, aber kann keine Ursache für sie erkennen.
 
Wyrm, ich glaube, du denkst zu rasch, es ist schwierig, diese Gedanken nachzuvollziehen.

Also:
Wyrm schrieb:
so weiss der rollstuhlfahrer, dass er nicht aufstehen kann
Ok. Er weiss aus "Erfahrung", dass dies unmöglich ist.
und er weiss, warum er nicht aufstehen kann.
Ok. Er kennt die Gründe, warum er nicht aufstehen kann.

Wenn er also die Hinderungsgründe kennt, dann müsste er doch auch wissen (also auf dieselbe Art "kennen"), was zu tun wäre, um diese Hinderungsgründe zu beseitigen. Angenommen er wüsste, was (theoretisch) zu tun wäre, dann wüsste er aber womöglich nicht, wie das zu bewerkstelligen sei.

Wenn er aber nun nicht weiss, wie das zu bewerkstelligen sei - warum kann er dann überhaupt sicher sein, dass es unmöglich ist, nicht einfach so aus seinem Rollstuhl aufzustehen und wegzugehen? So lange niemand in dieser Welt das Wie kennt, so lange weiss auch niemand mit Sicherheit das Gegenteil. Niemand weiss mit Sicherheit, wie das Wie-Nicht auszusehen hat. Wenn niemand weiss, wie eine Sache gemacht werden muss, dann weiss auch niemand mit Sicherheit, dass das Gegenteil oder eine beliebige Alternative mit Garantie nicht funktioniert. Vielleicht würde der Mann ja gehen können, wenn er in einen roten Luftballon bläst? Wer weiss das denn schon? Niemand kennt das Wie - also kennt auch niemand, wie die Sache nicht sein kann.*

Vielleicht gibt es aber durchaus ein Rezept, also ein Wie, nur kennt das niemand. Es gäbe irgendeine interessante Therapie, die der Mann machen könnte, oder eine Pflanze mit Heilstoffen, bloss hat die noch niemand gefunden. Nur weiss das niemand mit Sicherheit. So lange das niemand mit Sicherheit weiss, weiss aber auch niemand mit Sicherheit, dass es ganz und gar unmöglich ist, eine Sache zu bewerkstelligen.

Wenn aber niemand weiss, dass es ganz und gar unmöglich ist, dass der Mann wieder laufen wird - warum weiss der Rollstuhlfahrer trotzdem, dass er nicht gehen kann? Müsste man streng genommen nicht bloss sagen, dass er glaubt, nicht gehen zu können? Er kann sich nicht sicher sein. Es ist letztlich eine pure Annahme seines Denkapparates. Wir haben mit konsequenter Logik bewiesen, dass der Mann sich seiner Sache nicht sicher sein kann.

Was bedeutet das alles? Wir haben damit die Annahme am Anfang widerlegt: "Der Mann weiss, dass er nicht gehen kann." Wir haben durch strenge Logik bewiesen, dass der Mann es nicht wissen kann.

Dadurch haben wir aber das Beispiel unbrauchbar gemacht. Jeder einzelne unserer Gedanken basierte auf dem vorhergehenden. Am Ende haben wir aber den ersten Gedanken widerlegt, ohne dass wir das wollten. Dadurch macht aber das Beispiel überhaupt keinen Sinn mehr! Es widerlegt sich selbst durch Anwendung konsequenter Logik!

Wir hätten auch anders verfahren können, dann wären wir in einem logischen Regress, also einem Zirkelschluss geendet, in welchem wir hätten Annahmen treffen müssen, welche wir am Anfang bereits vorausgesetzt hatten. Auch in diesem Falle hätte sich das Beispiel ad absurdum geführt - und zwar durch Anwendung konsequenter Logik.

Das "Wissen" des Mannes, nicht gehen zu können, widerlegt sich selbst!

Mit Erleuchtung verhält es sich adäquat.

Uff, ich hoffe, ich habe hier nirgendwo einen logischen Fehler gemacht. Sonst bitte korrigieren.



*Bezüglich Logik:
(Wenn alle Gegenstände der Welt immer zu Boden fallen, dann ist damit keineswegs streng logisch bewiesen, dass jeder Gegenstand in jedem Fall immer zu Boden fallen muss. Es könnte sein, dass irgendwann in 1000 Jahren plötzlich ein Gegenstand in die Luft schwebt. Damit ist keineswegs bewiesen, dass ein Gegenstand immer zu Boden fällt - es ist eine pure Annahme. Genau das gleiche mit dem Rollstuhlfahrer. Es ist eine pure Annahme, basierend auf Beobachtung und viel Erfahrung, dass ein solcher nicht einfach plötzlich aufstehen und gehen kann. Dass das unmöglich ist, ist aber nicht bewiesen.)

ps: Das Beispiel mag etwas zynisch daherkommen, man möge es den Forumsteilnehmen vergeben. Es geht nur um die Logik hinter der Sache.
 
Wenn er wirklich eine Behinderung hat, kann er nicht aufstehen. Ändert es daran etwas, wenn er weiß, warum er es nicht kann?

ich habe vor ein paar wochen einen beitrag im fernsehen gehesen.
da war ein junge, der hatte einen autounfall und konnte nicht mehr laufen, sprechen, etc. , die ärzte sagten, er würde immer im rollstuhl sitzen.

er machte akkupunktur und konnte wieder gehen.

er "wußte" auch, dass er nicht mehr aufstehen kann.
 
Irfan schrieb:
"Nachschauen" ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Ich mache öfters Achtsamkeits-Meditation, bei der lediglich wahrgenommen wird, was geschieht. Dabei nehme ich Gedanken wahr, aber kann keine Ursache für sie erkennen.

Naja...ich finde "Nachschauen" schon auch adäquat...allerdings ist es eine Frage, ob DIr das Schauen liegt.

Dennoch denke ich, es ist ja die Frage, WORAUF und WIE man seine Beobachtung lenkt um das herauszufinden!

Liebe Grüße
Qia :daisy:
 
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Was ist mit jemandem der keine Beine mehr hat?
Muss derjenidge also einräumen dass es irgendetwas auf der Welt geben könnte was er noch nicht eingenommen oder gemacht hat was seine Beine nachwachsen lassen würde?

Was bringt diese Theorie nun demjenigen der keine Beine mehr hat?
Auf Erleuchtung bezogen: Wir haben alle keine Beine, was bringt uns also die Theorie?
 
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