Erdogan gegen den Rest der Welt

Der IS tötet jeden, der nicht fundamentalistischen sunnitischen Glaubens ist.
Da würden in der Türkei nicht viele übrig bleiben.


Dass Erdogan ein Islamist ist wird schon seit 2010 gemutmasst.

Auf die diesbezüglichen Vorwürfe gibt es seitens der Türkeiregierung kein klares Dementi, sondern die Aufforderung, kühlen Kopf zu bewahren, und sich erst einmal die Geheimdokumente anzusehen bzw. den Inhalt derer ansehen, bevor es zur Stellungnahme kommt.

Wikileaks-Enthüllungen"Erdogan ist ein machtgieriger Islamist"
Zur Veröffentlichung der geheimen Dokumente hat der türkische Premierminister Erdogan schon erste Stellung bezogen – und bleibt kühl dabei.

VON THOMAS SEIBERT UND ATILA ALTUN

Der türkische Premier äußerte sich zwischenzeitlich zu den Veröffentlichungen ganz selbstbewusst. Die türkische Tageszeitung Hürriyet zitiert ihn am Montagmorgen: "Lasst uns erst mal schauen, was Wikileaks überhaupt verbirgt und zu berichten hat. Erst danach werden wir erfahren, was davon ernst zu nehmen ist und was nicht. Wikileaks Wahrheitsgehalt ist zweifelhaft. Wir warten erstmal auf die Veröffentlichung aller Unterlagen. Anschließend werden wir die Berichte auswerten und die notwendige Stellung beziehen."



http://www.tagesspiegel.de/politik/...n-ist-ein-machtgieriger-islamist/3499672.html

als Merkel den Islamisten-Terror erwähnt heisst es:

Erdogans verbale Ohrfeige für Kanzlerin Merkel
Von Boris Kálnoky | Veröffentlicht am 02.02.2017


Und so kam es zum Schlagabtausch auf offener Bühne, als Merkel vom „islamistischen Terror“ des IS sprach, den es gemeinsam zu bekämpfen gelte. Gemeinsam war da gar nichts mehr, als Erdogan sofort konterte, es gebe keinen islamistischen Terror, der Islam sei eine Religion des Friedens und er verbitte sich solche Ausdrücke.

Verbale Ohrfeige für die Kanzlerin
Da war sie, die Ohrfeige für Merkel vor dem Wahlvolk. Erdogan warf ihr vor, sie verletze mit ihrer Wortwahl alle Muslime. Sie versuchte Erdogan über den Unterschied zwischen „islamisch“ und „islamistisch“ aufzuklären (letzteres ist ein Islam mit politischem Machtanspruch).

https://www.welt.de/politik/ausland...s-verbale-Ohrfeige-fuer-Kanzlerin-Merkel.html


Aha, es gibt also keinen islamistischen Terror tönt der erst kürzlich noch in die Welt hinaus...

Wem erzählt er das denn? Den liberalen Türken? Einer Deutschen Kanzlerin, die als Christdemokratin sich gemeinsam mit dem Islam gegen islamistischen Terror stellen will?

Oder ist das nicht eher ein nettes Augenzwinkern allen islamistischen Fundis gegenüber?
 
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Wie bitte? "Demnächst"? Erdogan selbst hältst du nicht für radikal? Dieser Irre, der sein Land seit gut einem Jahr in permanentem Ausnahmezustand hält und vermeintliche und reale Gegner zu Zehntausenden in den Kerker werfen läßt?

Und wie es in Erdogans Foltergefängnissen zugeht, hier bitte entlang:

https://www.amnesty.org/en/latest/n...to-access-detainees-amid-torture-allegations/

Erdogan hat angekündigt, seinen Gegnern den "Kopf abzureißen".

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-07/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-putschversuch-jahrestag

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi sieht folgende Behandlung für Regimegegner vor:

"Wir werden sie so hart bestrafen, dass sie flehen werden: ,Lasst uns sterben, damit wir erlöst werden!' Wir werden sie zwingen, uns anzuflehen. Wir werden sie in so tiefe Löcher werfen, dass sie kein Sonnenlicht mehr sehen, solange sie atmen. ,Tötet uns', werden sie uns anflehen. Selbst wenn wir sie hinrichteten, fände mein Herz keinen Frieden. Sie werden in zwei Quadratmeter großen Löchern sterben wie Kanalratten."

http://www.sueddeutsche.de/kultur/t...-sie-werden-sterben-wie-kanalratten-1.3102899

Diese Grausamkeitsphantasien gehen weit über das Maß "radikaler" Äußerungen hinaus, sie gehen in den Bereich behandlungsbedürftiger Geistesstörungen. Die faschistische Rhetorik ist also schon einmal vollumfänglich da, bleibt abzuwarten, wie weit Erdogan den faschistischen Weg gehen wird, bis hin zur Errichtung von KZs für seine Gegner.

Im M0ment sitzen 10 Deutsche ohne Anklageschrift im türkischen Knast. Über die bisherige Wegduckerei und das Merkelsche *man sei besorgt*, lacht Erdogan nur. Er braucht was, das richtig weh tut, und das sind knallharte Sanktionen.

Und wenn ich recht sehe, teilt die EU die neue deutsche Haltung gegen Erdogan.

EU unterstützt deutsche Türkei-Politik

Die Rhetorik der Machthaber im nahen Osten ist oft sehr brutal und klingt in unseren Ohren krass.
Auch Israel spuckt gegenüber der arabischen Welt solche Töne und umgekehrt, amerikanische Kriegspropaganda, Trumps Allmachtsphantasien, Putins Drohgebärden und Reiterfotos.....

Die Rhetorik mag variieren, die große Klappe ist überall gleich. Aufgeblähte Egos, die sich im verbalen Schlagabtausch messen und Gegner einschüchtern wollen.
 


Die deutschen Unternehmen seien aufgefallen, weil sie geschäftliche Beziehungen mit türkischen Firmen unterhalten hätten, gegen die in der Türkei ermittelt werde. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf hochrangige Vertreter türkischer Sicherheitsbehörden, es seien 140 türkische Unternehmen von den Ermittlungen betroffen.


:ROFLMAO:

unglaublich....

Der verschleppt/verdächtigt die Hälfte der Türkischen Unternehmen und stellt nun alle unter Terrorverdacht, die vom Ausland in geschäftlichen Beziehungen mit diesen Unternehmen stehen/standen...
 
Das soll wohl ein Scherz sein?
Der Zug ist nicht nur abgefahren, er ist niemals im Bahnhof eingerollt.
Seit langem Jahren hält man die Türkei am langen Gängelband, ohne Absicht, das je zu verwirklichen
Na ja, auch wenns von politischer Seite nie ausgesprochen wurde, der Zug ist inzwischen tatsächlich abgefahren und ich denke, das ist der Türkei auch bewußt, bei so einer forcierten Rückentwicklung.
Ich sehe es auch so, dass die Türkei jahrelang hingehalten wurde- auf der anderen Seite hat sie viele Forderungen für einen EU-Beitritt nicht erfüllt. Im nachhinein können wir froh, dass sie nicht in die EU gekommen sind, sonst wäre das Drama noch spürbarer.
Irgendwie scheint es nicht in die Köpfe zu gehen, dass man nicht auf irgendeiner Seite stehen muss, wenn man Zusammenhänge darstellt und kritisiert.
Im Zeifelsfall bin ich auf Seite der Menschenrechte und verteidige nicht irgendeine menschrechtsverletzende Staatsmacht. Und du brauchst jetzt nicht mit den USA oder Saudi Arabien zu kommen, ganz davon abgesehen sind die USA vom Grundsatz her eine funktionierende Demokratie, während das türkische System sich davon wegentwickelt. Hier gehts doch um die Türkei, was sie mal war und wohin sie sich jetzt entwickelt.
Mir tut die westlich orientierte, intellektuelle Jugend leid, die all diese Rückschritte hinnehmen müssen und nicht mal aufbegehren dürfen,weil sie sonst im Knast verschwinden.
 
Die Rhetorik der Machthaber im nahen Osten ist oft sehr brutal und klingt in unseren Ohren krass.
Auch Israel spuckt gegenüber der arabischen Welt solche Töne und umgekehrt, amerikanische Kriegspropaganda, Trumps Allmachtsphantasien, Putins Drohgebärden und Reiterfotos.....

Die Rhetorik mag variieren, die große Klappe ist überall gleich. Aufgeblähte Egos, die sich im verbalen Schlagabtausch messen und Gegner einschüchtern wollen.

Ach SO! Na dann, schön, dass wir mal darüber geredet haben. Und schön auch, dass wir jetzt endlich geklärt haben, wieso Erdo gut für die Türkei ist, jedenfalls besser als irgendein anderer dieser bösen anderen da drüben irgendwo.
 
Niemand auf der Welt weiß, was das Richtige ist.
Ich warne nur vor emotionalisiertem Aktionismus.
Wer laut nach Sanktionen und Regimechange brüllt, sollte vielleicht auch vorher mal über die möglichen Folgen nachdenken.
Was würdest du denn tun?
Ich denke, was hier übersehen wird ist der recht große Rückhalt den Erdoğan sowohl in der türkischen, aber mehr noch in der auslandstürkischen Bevölkerung hat.
Präsident Erdoğan startete vor vielen Jahren als Reformer in die türkische Regierung und hat für die Bevölkerung einiges erreicht. Dieses Bild des aufrechten Kämpfers für eine bessere Türkei hallt noch in vielen Wählern nach.
Zudem sind sowohl das Einkommens- als auch das Bildungsgefälle (und damit auch die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche an die Regierung) zwischen den Großstädtern und der Landbevölkerung enorm.
Dass er auf dem Weg zum despotischen Sultansersatz mit Allmachtswahn ist, wird von den zahlreichen Anhängern kaum wahrgenommen. Zumal, ähnlich wie einige ÖsterreicherInnen der einstmaligen monarchischen Größe und Bedeutung nachweinen, der Verlust an Macht und internationalem Einfluss noch an vielen TürkInnen nagt und jeder Form von Nationalismus Tür und Tor öffnet.
Was aus meiner Sicht für einen Veränderungsprozess problematisch ist, ist die persönliche Dämonisierung Erdoğans, diese Darstellung als das personifizierte Böse.
Er ist nach wie vor demokratisch gewählter Präsident und hat eine breite Unterstützungsfront. Das macht seine Vorhaben um keinen Deut besser, es macht es nur um Einiges unwahrscheinlicher, dass er im eigenen Land und bei den AuslandstürkInnen unter Druck kommt und zu Kursänderungen bereit wird.
Interessant für mich war z.B. die Reaktion der in Ö und D lebenden TürkInnen auf die Zeit vor dem Referendum bezüglich des Präsidialsystems. Kaum ein europäischer Politiker hat sich medienwirksam über das abzustimmende System detailliert und verständlich bzw. mit verständlicher konstruktiver Kritik geäußert, allesamt haben den Protagonisten massiv angegriffen. Und es kam, wie es kommen musste. Es wurde eine JETZT ERST RECHT Wahl, bei der der Anteil der Zustimmung von im Ausland lebender TürkInnen deutlich höher war als der InländerInnen. Nichts vereint so sehr, wie ein gemeinsamer Feind bzw. vermeintliche Schmach.
Das erinnert mich mit Schrecken an die seinerzeitigen verbalen Auswüchse und Wahlparolen bei der Waldheim-for-Präsident-Kampagne und seine anschließende Wahl in Österreich und an die jüngste Präsidenten-Wahl in Ö, bei der wir nur knapp einem rechten Burschenschafter mit Kornblume im Revers und Staatsleugnern á la Marko-Germania im Gepäck als Bundespräsident entgangen sind.
Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekçi sieht folgende Behandlung für Regimegegner vor:
"Wir werden sie so hart bestrafen, dass sie flehen werden: ,Lasst uns sterben, damit wir erlöst werden!' Wir werden sie zwingen, uns anzuflehen. Wir werden sie in so tiefe Löcher werfen, dass sie kein Sonnenlicht mehr sehen, solange sie atmen. ,Tötet uns', werden sie uns anflehen. Selbst wenn wir sie hinrichteten, fände mein Herz keinen Frieden. Sie werden in zwei Quadratmeter großen Löchern sterben wie Kanalratten."
Der Wirtschaftsminister bedient damit Klischees. Diese fürchterliche Rhetorik soll den (vermeintlichen?) Volkszorn widerspiegeln. Wenn sich hier innertürkisch eine kritische Haltung gegen solche Äußerungen etablieren soll dann nützt es nix, einfach nur den Minister oder den Präsidenten als das ultimativ Böse hinzustellen. Solange das dahinterstehende Unrecht und die Menschenverachtung dieser Worte nicht klar wird, solange werden Menschen solchen Äußerungen zujubeln.
In einem anderen Thread hat z.B. User @Zaubermaus89 explizit für die Todesstrafe von Tierquälern, Kinderschändern und Mördern ausgesprochen und Selbstjustiz als nachvollziehbare Tat dargestellt. Aus meiner Sicht ist der Ablauf hier ähnlich, auch hier liegt möglicherweise das Problem im fehlenden Unrechtsbewusstsein bzw. völlig anderen Wertmaßstäben. Hier ist kein Konsens möglich. Vielleicht irgendwann eine allmähliche Veränderung der Einstellung bei konsistenten Argumenten.
Im M0ment sitzen 10 Deutsche ohne Anklageschrift im türkischen Knast. Über die bisherige Wegduckerei und das Merkelsche *man sei besorgt*, lacht Erdogan nur. Er braucht was, das richtig weh tut, und das sind knallharte Sanktionen.
Und wenn ich recht sehe, teilt die EU die neue deutsche Haltung gegen Erdogan.
Ich persönlich glaube, dass eine klare Haltung gegenüber klaren Sachverhalten notwendig ist und konsequent und verständlich kommuniziert werden sollte.
Wenn eine Aufforderung in D ausgesprochen würde, die Türkei als Urlaubsland zu meiden, dann WEIL deutsche Staatsbürger ohne konkrete Anklageschrift und damit widerrechtlich in türkischen Gefängnissen festgehalten werden, bzw. WEIL Gefangenen dort Folter droht (siehe Zeybekci) und nicht wegen dem "irren Erdogan".
Undifferenzierte Dämonisierung spaltet auch Deutsch-Türken, wer lässt sich schon gerne unter die Nase reiben, dass er aus Sicht der anderen einen "irren Despoten" gewählt hat.
 
Dass Erdogan ein Islamist ist wird schon seit 2010 gemutmasst.

Auf die diesbezüglichen Vorwürfe gibt es seitens der Türkeiregierung kein klares Dementi, sondern die Aufforderung, kühlen Kopf zu bewahren, und sich erst einmal die Geheimdokumente anzusehen bzw. den Inhalt derer ansehen, bevor es zur Stellungnahme kommt.

Wikileaks-Enthüllungen"Erdogan ist ein machtgieriger Islamist"
Zur Veröffentlichung der geheimen Dokumente hat der türkische Premierminister Erdogan schon erste Stellung bezogen – und bleibt kühl dabei.

VON THOMAS SEIBERT UND ATILA ALTUN

Der türkische Premier äußerte sich zwischenzeitlich zu den Veröffentlichungen ganz selbstbewusst. Die türkische Tageszeitung Hürriyet zitiert ihn am Montagmorgen: "Lasst uns erst mal schauen, was Wikileaks überhaupt verbirgt und zu berichten hat. Erst danach werden wir erfahren, was davon ernst zu nehmen ist und was nicht. Wikileaks Wahrheitsgehalt ist zweifelhaft. Wir warten erstmal auf die Veröffentlichung aller Unterlagen. Anschließend werden wir die Berichte auswerten und die notwendige Stellung beziehen."



http://www.tagesspiegel.de/politik/...n-ist-ein-machtgieriger-islamist/3499672.html

als Merkel den Islamisten-Terror erwähnt heisst es:

Erdogans verbale Ohrfeige für Kanzlerin Merkel
Von Boris Kálnoky | Veröffentlicht am 02.02.2017


Und so kam es zum Schlagabtausch auf offener Bühne, als Merkel vom „islamistischen Terror“ des IS sprach, den es gemeinsam zu bekämpfen gelte. Gemeinsam war da gar nichts mehr, als Erdogan sofort konterte, es gebe keinen islamistischen Terror, der Islam sei eine Religion des Friedens und er verbitte sich solche Ausdrücke.

Verbale Ohrfeige für die Kanzlerin
Da war sie, die Ohrfeige für Merkel vor dem Wahlvolk. Erdogan warf ihr vor, sie verletze mit ihrer Wortwahl alle Muslime. Sie versuchte Erdogan über den Unterschied zwischen „islamisch“ und „islamistisch“ aufzuklären (letzteres ist ein Islam mit politischem Machtanspruch).

https://www.welt.de/politik/ausland...s-verbale-Ohrfeige-fuer-Kanzlerin-Merkel.html


Aha, es gibt also keinen islamistischen Terror tönt der erst kürzlich noch in die Welt hinaus...

Wem erzählt er das denn? Den liberalen Türken? Einer Deutschen Kanzlerin, die als Christdemokratin sich gemeinsam mit dem Islam gegen islamistischen Terror stellen will?

Oder ist das nicht eher ein nettes Augenzwinkern allen islamistischen Fundis gegenüber?

Michael Lüders erklärt diese Dinge sehr gut in dem Vortrag bei den Linken, den ich reingestellt habe.
Die Türkei ist ein laizistischer Staat, und die AKP war lange Zeit ein Vorbild dafür, wie ein muslimischer Staat funktionieren kann, auch als Demokratie.
Wie sich das entwickelte, dass Erdogan mit der Muslimbrüderschaft z.b. zusammenarbeitete, warum sich nun zunehmend Religion und Staat vermischen, wird dort erwähnt.
Noch ist der Islam keine Staatsreligion in der Türkei.
Die Erfahrung zeigt aber, dass in Krisen die Menschen allgemein zu Radikalität neigen. Das ist doch auch hier in Europa zu sehen. Und im nahen Osten eben in religiöser Radikalität.
Auf diese Gefahr weise ich ja dauernd hin, wenn davon die Rede ist, die Türkei wirtschaftlich und politisch still zu legen.
 
Dass Erdogan ein Islamist ist wird schon seit 2010 gemutmasst.

Auf die diesbezüglichen Vorwürfe gibt es seitens der Türkeiregierung kein klares Dementi, sondern die Aufforderung, kühlen Kopf zu bewahren, und sich erst einmal die Geheimdokumente anzusehen bzw. den Inhalt derer ansehen, bevor es zur Stellungnahme kommt.

Wikileaks-Enthüllungen"Erdogan ist ein machtgieriger Islamist"
Zur Veröffentlichung der geheimen Dokumente hat der türkische Premierminister Erdogan schon erste Stellung bezogen – und bleibt kühl dabei.

VON THOMAS SEIBERT UND ATILA ALTUN

Der türkische Premier äußerte sich zwischenzeitlich zu den Veröffentlichungen ganz selbstbewusst. Die türkische Tageszeitung Hürriyet zitiert ihn am Montagmorgen: "Lasst uns erst mal schauen, was Wikileaks überhaupt verbirgt und zu berichten hat. Erst danach werden wir erfahren, was davon ernst zu nehmen ist und was nicht. Wikileaks Wahrheitsgehalt ist zweifelhaft. Wir warten erstmal auf die Veröffentlichung aller Unterlagen. Anschließend werden wir die Berichte auswerten und die notwendige Stellung beziehen."



http://www.tagesspiegel.de/politik/...n-ist-ein-machtgieriger-islamist/3499672.html

als Merkel den Islamisten-Terror erwähnt heisst es:

Erdogans verbale Ohrfeige für Kanzlerin Merkel
Von Boris Kálnoky | Veröffentlicht am 02.02.2017


Und so kam es zum Schlagabtausch auf offener Bühne, als Merkel vom „islamistischen Terror“ des IS sprach, den es gemeinsam zu bekämpfen gelte. Gemeinsam war da gar nichts mehr, als Erdogan sofort konterte, es gebe keinen islamistischen Terror, der Islam sei eine Religion des Friedens und er verbitte sich solche Ausdrücke.

Verbale Ohrfeige für die Kanzlerin
Da war sie, die Ohrfeige für Merkel vor dem Wahlvolk. Erdogan warf ihr vor, sie verletze mit ihrer Wortwahl alle Muslime. Sie versuchte Erdogan über den Unterschied zwischen „islamisch“ und „islamistisch“ aufzuklären (letzteres ist ein Islam mit politischem Machtanspruch).

https://www.welt.de/politik/ausland...s-verbale-Ohrfeige-fuer-Kanzlerin-Merkel.html


Aha, es gibt also keinen islamistischen Terror tönt der erst kürzlich noch in die Welt hinaus...

Wem erzählt er das denn? Den liberalen Türken? Einer Deutschen Kanzlerin, die als Christdemokratin sich gemeinsam mit dem Islam gegen islamistischen Terror stellen will?

Oder ist das nicht eher ein nettes Augenzwinkern allen islamistischen Fundis gegenüber?

Was hier fehlt ist die Selbstkritik. Es gibt immer 2 Seiten.

Du schreibst selbst, dass das schon seit mindestens 2010 bekannt ist. Und dabei lässt du völlig unter den Tisch fallen, wie darauf von deutscher Seite aus reagiert worden ist.

Montag, 19. Oktober 2015
Flüchtlings-Deal mit der TürkeiMerkel verschachert europäische Werte
Ein Kommentar von Issio Ehrich, Istanbul

Als Bittstellerin ist Angela Merkel in die Türkei gereist. Die regierende AKP kann den Besuch für den Wahlkampf ausschlachten. Die Kanzlerin hat dagegen noch sehr wenig erreicht. ..]

[...Politische Tiefschläge gegen die kurdische Partei
Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren eher von europäischen Werten weg als hin bewegt. Die Regierung unterdrückte brutal die Gezi-Proteste, unterwanderte die Justiz und nutzte den Vorwand, den IS zu bekämpfen, um die kurdische PKK zu bombadieren. Die friedliche politische Vertretung der Kurden, die HDP, deren Erfolg bei der Wahl im Juni der AKP die absolute Mehrheit gekostet hat, versucht sie so in die Nähe des Terrors zu rücken. Bei der Lösung des Konflikts in Syrien spielt die Türkei eine fragwürdige Rolle.

Merkel versprach Ankara trotzdem nicht nur, die Sache mit dem Foto zu regeln, sondern auch schnelle Erleichterungen bei der Visavergabe. Sie stellte zudem in Aussicht, den erlahmten EU-Beitrittsprozess der Türkei wieder anzutreiben. Merkel erneuert zwar vor allem, was die EU der Türkei bereits in Aussicht gestellt hat. Nichtsdestotrotz wertet sie die Türkei mit ihren Angeboten weiter auf. Sie verkauft europäische Werte aus blanker Not. Und das zu einem fragwürdigem Preis. ...]
http://www.n-tv.de/politik/politik_...chert-europaeische-Werte-article16162771.html

Das war tatsächlich alles bekannt.War das nicht der größte Fehler? Das was folgen sollte, war doch absehbar.

Wäre es da nicht besser, wieder zur Sachlichkeit zurück zu kehren? Und darüber zu sprechen, was nun der beste Weg wäre?

Und was ist jetzt mit diesem Beitrag deine Intention? Das ist für mich gerade nicht ersichtlich.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich denke, was hier übersehen wird ist der recht große Rückhalt den Erdoğan sowohl in der türkischen, aber mehr noch in der auslandstürkischen Bevölkerung hat.
Das wurde bereits gesagt, aber es wird nicht in seiner Tragweite erkannt.
Im Iran ist es ähnlich, auch in Syrien.
Auch dort hält das Volk an der Regierung fest, wenn auch aus anderen Gründen.
Aber man lernt nicht aus seinen Fehlern und denkt, man hätte leichtes Spiel.
 
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