du hörst Stimmen? Das nennt sich paranoide Schizophrenie...

Ein Wissenschaftler beobachtet, misst - und glaubt: Ah, so ist das. :D

Da eine veraltete Generation Wissenschaftler erst aussterben muss, weil neue Ideen und die Belege dafür, solange sie was zu sagen haben, keine Anerkennung finden dürfen (es darf nur sein, woran wir glauben, das es so ist) finde ich, hat Wissenschaft sehr viel mehr mit Glauben denn mit Wissen zu tun.

Zudem sind wissenschaftliche Methoden in sich beschränkt, Placebo, Spontanheilung, Zufall - schafft sie nicht zu erfassen. Ihr System Wissen zu schaffen ist dafür schlicht nicht geeignet.

LG
Any

:confused:

Meinst Du, jetzt, daß Dinge wie der Placebo-Effekt, Spontanheilung und Zufall nicht erfoscht sind? Sind sie, z.T. sehr gut, z.T. im Ansatz - aber das sind zentrale Dinge, mt denen sich Wissenschaft beschäftigt.

Oder meinst Du, daß diese Effekte in wissenschaftlichen Studien nicht extrahiert/ erfasst werden können?
Können sie weitgehend durch ein entsprechendes Versuchsdesign und entsprechend statistische Methoden.

So kann man mit einer Wahrscheinlichkeit von ... das und das vorhersagen. Je höher dieser Wert (stellvertretend die Pünktchen) ist, desto relevanter die Studie.
Da es stets Gegenrichtungen gibt, die die Studie einer speziellen Richtung verreißen möchten, muß sich das ganze auf einem hohen Niveau bewegen und das ist gut so.

Hier ein Beispiel einer Studie, ihre Interpretationen und die Deutlichkeit, daß da noch weiter geschaut werden muß (wenn man die Originalstudie hinzuzieht und Statistik versteht kann man sich selbst ein Bild machen, was allerdings noch nicht ganz vollständig sein kann):
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/akupunktur-aerzte-streiten-ueber-wirksamkeit-a-854858.html

Oder würdest Du Wissenschaft prinzipiell ablehen, generell auf "ein Wissen von innen heraus" vertrauen?
Dann gings mit großen Schritten zurück ins Mittelalter und ggfs. Schlimmeres ... .
Im Mittelalter war Wissenschaft sehr störend, selbst die (wissenschaftlichen) Erkenntnisse der alten Römer gerieten in Vergessenheit mit fatalen Folgen und das ging immerhin 800 Jahre so.
 
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Der Ort wohin sich die Esoterik begibt, das ist etwa das Basic- oder Grundprogramm des Lebens. Das kann willentlich so geschehen, oder wird als Hinwendung in eine glückliche Zukunft verstanden nach dem Leben, und gelegentlich ergibt es sich einfach, wenn die Begleitumstände eines niederen körperlichen Levels solche Erfahrungen begünstigen. Bedingt oder auch herbeigeführt durch enthaltsames Leben, beispielsweise in der Person einer Anna Katharina Emmerick. Sie wird geehrt als Visionärin, die nicht vor Ort gewesen ist, sondern allein durch Beschreibungen die Umgebung benannte wie man sie in der Türkei finden konnte: bei Ephesos, auf dem Nachtigallberg, Bülbül Dagi, soll sich der letzte irdische Aufenthaltsort von Maria befinden.

Freilich, von einem Ritter erwartet man ganz andere Dinge.
Er muss Reiten und recht manierlich mit dem Schwert umgehen können.

So ähnlich hat sich auch die Vorgabe für die Propheten entwickelt.
Denn es galt als positives Kriterium ein paar Heilungen an Personen zur Hand zu haben.
Genau so wie die Vorführung eines oder mehrer Wunder als Vorteil in der positiven Bewertung sich auswirkte.
Damit jemand als Prophet Anerkennung finden konnte.

Wobei die schwierigste Aktivität eines „Sehers“ oder „Propheten“ zweifellos diese Prophetie selbst ist.
Meist ist es so, dass er von Dingen und Ereignissen spricht,
die erst nach seinem eigenen Tod passieren werden,
und nach dem Dahinscheiden seiner Klientel.

Fast immer fürchtet man sich jedoch bei einem Propheten.
Weniger wegen seiner Zauberkünste,
sondern wegen der Aufdeckungsgefahr,
betreffend der eigenen sexuellen Gewohnheiten,
oder der vorgenommenen materiellen Bereicherungen,
für die man jeweils zur Verantwortung gezogen werden könnte.

Das kann man dann noch strategisch ausreizen, etwa so:

„Ihr Pharisäer, Heuchler seid Ihr, eine Schlangenbrut, … „

~ und so weiter, und so fort.


und ein :weihna1
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Ireland,

ich bewerte wissenschaftliche Ergebnisse nicht über. Mehr nicht. Dann nämlich entsteht Glauben, Hörigkeit.

In vielen Studien werden die Ausreißer einfach unberücksichtigt gelassen. Das gibt es dann nicht. Popp wurde so Opfer und der Uni verwiesen, ist aber inzwischen rehabilitiert worden.

Die gängige Lehrmeinung des jeweiligen Fachgebiets, das eigentlich nur temporäres Wissen sein kann (da bin ich bei Pragma), dominiert gemeinhin. Anderes darf nicht sein, ist unseriös, falsch oder krank. Nicht immer, aber ganz oft ist es so.

Ich kann damit leben, es einordnen. Und würde ich Stimmen hören, wäre ich sicherlich nicht sofort beim Neurologen, mir Pillen andrehen zu lassen, weil ich weiß, das kann auch andere Hintergründe haben.

Und besonders im Bereich der Psychologie, in unserer Gesellschaft, wird viel zu schnell mit dem Prädikat krank und behandlungsbedürftig agiert, wenn bestimmte Symptome sich zeigen und der Patient vielelicht noch etwas unbedarft ist, sich angemessen auszudrücken. Und dann falsch interpretiert wird.

Es ist auch das, was Pragma sagt: ja, ich erkenne ja einfach an, mein Patient nimmt soundso wahr. Sokrates-Methode... was aber auch nur dazu hinführen soll, einen Heilerfolg zu ermöglichen. Und dieser Heilerfolg schließt esoterische Erklärungen fast immer per se aus, wenn Möglichkeiten von vornherein ausgeschlossen werden, weil sie nicht ins Konzept passen.

So entsteht eine Lücke, die von jemandem wie der Frau Segal (aus dem Buch "Kollision mit der Unendlichkeit") auf einen jahrelangen Spießrutenlauf durch die Psychiatrie schickte, obwohl sie nicht psychisch krank war.

Und Du weißt selbst, dass wenn auch ein gesunder Mensch erst einmal mit Psychopharmaka behandelt wird, dies alleine krankmachend sein kann, wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Es gab auch Versuche, wo gesunde Patienten Symptome vortäuschten und massiv Probleme hatten, wieder als gesund entlassen zu werden.

Diese Risiken sollten meiner Ansicht nach ruhig genannt werden dürfen. Ich lehne Wissenschaft und auch Psychologie nicht ab, aber erkenne ihre Lücken, die Risiken, die Fehler in diesem System. Ebenso, wie ich sie bei manchen esoterischen Wegen sehen kann. Und Glaube, auch Wissenschaftsglaube, kennzeichnet sich selbst durch eine gewisse "Blindheit".

LG
Any
 
Oder würdest Du Wissenschaft prinzipiell ablehen, generell auf "ein Wissen von innen heraus" vertrauen?
Dann gings mit großen Schritten zurück ins Mittelalter und ggfs. Schlimmeres ... .

Ich unterstelle den Menschen, die im Mittelalter gelebt haben, einfach mal, dass sie überhaupt nicht auf ihre innere Stimme gehört haben... gar nicht hören konnten, durften, da sie das sofort als Ketzer gekennzeichnet hätte. Die Verfolgung von *damals* Mutter Kirche wäre ihnen sicher gewesen.
Als Unterstützung für meine These folgendes: jemand rief aus, die Erde sei rund. Haben die Leute ihm das geglaubt oder was passierte?
 
So was Ähnliches ist mir bei dem hier

>>



vorhin auch durch den Kopf gegangen.

Ironischerweise versteht sich.

Feinfühliger geht's ja kaum noch. :umarmen:

Zerbrich dir noch bitte nicht -wenn auch so liebevoll- Valhallas Herz. Da weiss ich ja gar nicht, mit wem ich mehr Mitleid haben soll. :D

Und der da :umarmen: für Valhalla war durchaus ernst und keineswegs ironisch gemeint.
 
Tut mir leid, ich verstehe Dich nicht.

Im letzten Satz versuchst Du einen Bezug zur Astrologie herzustellen, dem ich nicht folgen kann, was hat das mit Pluto zu tun.

Ne, nicht wirklich zur Astrologie, eher zum mystischen Pluto/Hades als Zerstörer und Erbauer sowie auch Herrscher der Unterwelt/Unterbewusstseins.

Sag mal Valhalla, als Multiple Persönlichkeit, hast du da auch unterschiedliche "organische" Fähigkeiten?

In einer Sendung vor Jahren sah ich eine Frau, die als die eine Person kurzsichtig war, und auch eine Brille trug, als andere wiederum musste sie die abnehmen, weil sie normal sehen konnte. Sowas in der Art meine ich. Kennst du sowas auch an dir?
 
@Ireland: Auch hier greift wieder die Faustregel zur Kartoffelernte in der Landwirtschft. Glaube nicht, dass diese Diskussion überhaupt lohnt. Verweise direkt auf die zweit wichtigste Regel: Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht und es macht auch wenig Sinn mit Hühnern über das Tauchen zu diskutieren.

L.G. :)
 
Hi Ireland,

ich sagte nicht, ich guck mir eine Studie verschlossen im Umschlag an und es klickt. *lol* Ich brauche dann auch meine Zeit da durchzusteigen. ;)

Es gibt leider keine Zahlen zu esoterischen Methoden, drum siehst Du auch nur den Auschnitt der Schrecklichkeiten. Wenn, beschäftigt sich die Parapsychologie damit und dort geht es dann ziemlich statistisch zu.

Aber, versuche dasselbe mal für Psychotherapie zu belegen und da kommt ständig wer angequatscht deine Methoden der Erhebung seien falsch und derjenige kennt nur die 10% Therapiepatienten, denen es nach einer Therapie schlecht er geht als vorher. Und hält den Rest einfach mal pauschal für Unfug.

Und das passiert hier, auch durch dich... es wird nicht differenziert, nicht abgegrenzt. Dafür aber wird implizit jedem hier, der sich mit Esoterik beschäftigt, Labilität, Sucht, psychische Krankheit unterstellt. Und dann wohl noch fast höhnend ausgesprochen: wieso fühlst Du dich angesprochen, wenn es dich nicht betrifft.

Das ist, was hier definitiv bei den Kritikern falsch läuft. Eine fast schon zwanghaft einseitige Sicht dir für Funktionierendes keinen Raum lassen will. Wäre es anders, wäre das Differenzierungsvermögen sichtbar.

Soviel zu dicken Kartoffeln. :D :umarmen:

LG
Any
 
So, jetzt habe ich den Beitrag nochmal richtig geschrieben - Anevays Äußerungen befinden sich in Zitatform!

Hi Ireland,

ich bewerte wissenschaftliche Ergebnisse nicht über. Mehr nicht. Dann nämlich entsteht Glauben, Hörigkeit.
Das ist gut, wenn Du weißt, wie wissenschaftliches Arbeiten funkioniert (ich mußte mich sehr quälen, bis ich z.B. nur ne Varianzanalyse verstanden habe und anwenden konnte, bis ich die Gütekriterien in allen Fällen beurteiln konnte usw. - ich müßte mir heute noch bei manchen Verfahren nen Expertenrat einholen - KOMPLIMENT)
In vielen Studien werden die Ausreißer einfach unberücksichtigt gelassen. Das gibt es dann nicht. Popp wurde so Opfer und der Uni verwiesen, ist aber inzwischen rehabilitiert worden.

Es gibt IMMER ein paar Fälle, die fragwürdig liefen/ laufen - weißt Du, wieviel das prozentual ist? Mit wieviel Prozent würdest Du die Irrtümer der Esoterik dem gegenüberstellen?
Die gängige Lehrmeinung des jeweiligen Fachgebiets, das eigentlich nur temporäres Wissen sein kann (da bin ich bei Pragma), dominiert gemeinhin. Anderes darf nicht sein, ist unseriös, falsch oder krank. Nicht immer, aber ganz oft ist es so.

Natürlich ist es nur temporäres Wissen! (ein Glück - stell Dir vor, wir befänden uns immer noch bei Freud oder den reinen Behavioristen oder der ersten Fassung der Gesprächstherapie von Rogers ... .
Und trotzdem waren das Meilensteine, ohne die es heutige Verfahren nicht gäbe).
Und ich bin mir sicher, jeder Forscher hat seine persönlichen Vorstellungen, was noch alles möglich ist - aber das muß auch begründet und sinnvol sein. Forschung kostet sehr viel Geld und Zeit, dafür hat man aber auch mehr als ein "inneres Wissen" oder ein "Bauchgefühl" - man kommt, Schritt für Schritt, weiter und immer weiter, kann auf etwas aufbauen.

Ich kann damit leben, es einordnen. Und würde ich Stimmen hören, wäre ich sicherlich nicht sofort beim Neurologen, mir Pillen andrehen zu lassen, weil ich weiß, das kann auch andere Hintergründe haben.
Ich vermute, Du hast noch nie Stimmen gehört, die Dir befohlen haben, Dich oder andere umzubringen, die permanent auf Dich einredeten, Dir drohten, Dich kommentierten usw. und Du Dir absolut sicher warst, daß diese da sind?
Auch diese Menschen sind nicht sofort in Behandlung. Die Suizidalitätsrate bei Schizophrenie liegt immer noch hoch, je nach Quelle unternehmen bis zu 50% einen Suizidversuch.
Und besonders im Bereich der Psychologie, in unserer Gesellschaft, wird viel zu schnell mit dem Prädikat krank und behandlungsbedürftig agiert, wenn bestimmte Symptome sich zeigen und der Patient vielelicht noch etwas unbedarft ist, sich angemessen auszudrücken. Und dann falsch interpretiert wird.

Auch da gibt es "Ausreisser" nach oben und nach unten.
Früher hieß es "reiß Dich zusammen" (fandest Du das besser bei Depressionen, bei Burn-out und den Psychosen?).
Und was wird ein Aufstand gemacht, wenn wieder mal ein Vater seine Familie umgebracht hat (als Beispiel) - warum wurde nicht rechtzeitig was unternommen usw. ... .

Hier wird sich grad parallel im Thread ordentlich über die multiplen Persönlichkeitsstörungen (heute dissoziative Identitätsstörung) lustig gemacht. So etwas bekommt man nur, wenn Todesangst (Folter, Mißbrauch, heftigste Mißhandlung) im Spiel waren.
Das ist das, was Opfer kennen und wovor sie furchtbare Angst haben: UNWISSENHEIT und auf der Basis dieser Unwissenheit gemeinste Diffamierungen.
Es ist auch das, was Pragma sagt: ja, ich erkenne ja einfach an, mein Patient nimmt soundso wahr. Sokrates-Methode... was aber auch nur dazu hinführen soll, einen Heilerfolg zu ermöglichen. Und dieser Heilerfolg schließt esoterische Erklärungen fast immer per se aus, wenn Möglichkeiten von vornherein ausgeschlossen werden, weil sie nicht ins Konzept passen.
Ich selbst kenne keine esoterische Erklärung von anderen und habe in 24 Jahren Psychiatrie noch nie eine erlebt - wie hoch schätzt Du die Möglichkeit einer esoterischen Erklärung, kannst Du Beispiele geben?

Ich kenne wohl zahlreiche Suchterkrankungen aus diesem Bereich (wo sich Menschen des Kartenlegens/ der Hellseherei/ ihrem "ganz persönlichen Heiler" usw. "verschrieben haben", nicht mehr eine Entscheidung ohne das/ den treffen konnten und somit hilflos und hochverschuldet, oft mit Panikattacken und weiteren diffusen Angststörungen versuchte, noch ihren Alltag einigermaßen zu strukturieren ... ).
So entsteht eine Lücke, die von jemandem wie der Frau Segal (aus dem Buch "Kollision mit der Unendlichkeit") auf einen jahrelangen Spießrutenlauf durch die Psychiatrie schickte, obwohl sie nicht psychisch krank war.

Und Du weißt selbst, dass wenn auch ein gesunder Mensch erst einmal mit Psychopharmaka behandelt wird, dies alleine krankmachend sein kann, wie eine selbsterfüllende Prophezeihung. Es gab auch Versuche, wo gesunde Patienten Symptome vortäuschten und massiv Probleme hatten, wieder als gesund entlassen zu werden.
In einem stimme ich Dir zu, - es wird im Alltag viel zu schnell nach Psychopharmaka gegriffen. Oft werden sie von Hausarzt ohne irgendein Konsil über Jahre verschrieben.
In den Psychiatrien erlebe ich das Gegenteil - da wird trotz massiver Symptomatik sehr vorsichtig und zurückhaltend damit umgeganen - man macht sich stets "einen Kopf" über mögliche Alternativen, immer wieder Ausschleichversuche/ Versuche mit niedrigeren Dosierungen u.ä..

Diese Risiken sollten meiner Ansicht nach ruhig genannt werden dürfen. Ich lehne Wissenschaft und auch Psychologie nicht ab, aber erkenne ihre Lücken, die Risiken, die Fehler in diesem System. Ebenso, wie ich sie bei manchen esoterischen Wegen sehen kann. Und Glaube, auch Wissenschaftsglaube, kennzeichnet sich selbst durch eine gewisse "Blindheit".
Da stimme ich Dir zu - wenn man repräsentatives Wissen/ Erfahrungen hat.
Wenn man es nicht hat, dann bleiben es hohle "Stammtischparolen".
 
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Da stimme ich Dir zu - wenn man repräsentatives Wissen/ Erfahrungen hat.
Wenn man es nicht hat, dann bleiben es hohle "Stammtischparolen".

Mit diesem Totschlagargument hast Du dich jetzt selbst herausgenommen, finde ich. Denn natürlich bist Du dann immer in der Position, dich auf den Thron zu setzen und zu sagen: schaut, ich habe die Erfahrung, berufsbedingt, ich habe also immer Recht und niemand darf dies in Frage stellen.
;)
LG
Any
 
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