Diskriminierung von Männern

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Camajan schrieb:
Glaube ich dir.
Ich rede aber von einem gesellschaftlichen Problem,
dein persönlicher Fall steht nicht für die Gesellschaft.


Wenn du keine Rechtsmittel einlegst um deine
Ansprüche durchzusetzen und ihn zur Not bis zum
Offenbarungseid verklagst, dann kann Vater (!)
Staat leider nichts für dich tun. Dann solltest du
aber nicht die Schuld auf deinen Ex schieben.
Bei Männern verlangst du das ja auch.


Wie bitte? Du hast "absolut kein Problem", deine
Kinder ihm zu überlassen? Was sagt uns das
über dein Verhältnis zu den eigenen Kindern?

Gruss Camajan



doch ich habe rechtsmittel beansprucht, aber leider ist das ein ewiges hin und her und nicht so einfach wie du dir das vorstellst....
meine tochter müßte jetzt, da sie volljährig ist ihren eigenen vater auf unterhalt verklagen.....toll, oder

genau, ich habe kein problem ihm das sorgerecht zu überlassen, mein sohn ist in der pupertät und braucht einen vater....denn auch wenn ich versuche beide elternrollen zu übernehmen ist für einen jungen der vater immens wichtig, meine tochter ist bereits volljährig.

aber du kennst meinen persönlichen fall nicht, das ist genau was ich meine, du kannst nicht alle in einen topf werfen, ohne genauere hintergründe zu kennen, es gibt solche und soche schicksale....

lg
 
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Camajan schrieb:
Frauen reichen öfter die Scheidung ein als Männer.
Frauen müssen nicht "sehen wo sie bleiben",
sondern der Mann zahlt Unterhalt.
Wo lebst du?

das kenne ich anders:

fall a) : mann hat gut bezahlten job, als die frau sich trennt läßt er sich offiziell kündigen. sein chef - auch mann (die halten zusammen - logo :D ) unterstützt das und stellt ihn dann offiziell als aushilfe wieder ein und inoffiziell arbeitet der mann in seinem alten job.
fall b) : frau mit 4 kindern. nach der trennung läßt er seinen anstellung gehaltsmäßig runterdatieren bis auf ein minimum (der rest läuft bar auf die hand und schwarz) sie kann nichts beweisen, bekommt aber einen titel der sich nach 30 jahren in die 10.000ende bewegt, aber mangels masse nicht einklagbar ist ...
fall c) : mann läßt sich nach der trennung kündigen und lebt seitdem vom arbeitslosengeld und ist somit zahlungsunfähig und kommt nicht für den unterhalt auf ... weder für frau noch für kinder ...

allerdings tritt ja dann der staat ein - aber eben auch nur mit einem mindestbetrag ...


Oft lässt die Frau das aber nicht zu, sie verwendet
das Kind als perfides Druckmittel gegen dan Mann.
Sie behauptet, er hätte das Kind sexuell oder sonst
wie belästigt und erwirkt neben dem selbstverständlichen
Sorgerecht auch ein Besuchsverbot des Vaters.
Auch sehr beliebt ist "unbekannt verzogen", um
dem Vater keinen Zugang zu seinem Kind zu
geben.

solche fälle kenne ich auch zur genüge und ich denke immer nur an die armen kinder, die dann bei einem tauziehen der eltern auf der (seelischen) strecke bleiben und zwar heftigst ... in einem fall wird ein kind jetzt seit jahren von einem psychologen zum anderen gezerrt, um nachzuweisen, dass es beim vater besser aufgehoben ist als bei der mutter ...

das sind solche kriege, bei denen es eben - wie jovannah schon sagt - immer nur verlierer auf allen seiten gibt. männer die sich selbst aus wut oder prinzip selbst ruinieren und sich kriminalisieren oder eben frauen und männer, die dann kleine seelische krüppel in die welt entlassen ... und selbst im gegenseitigen krieg schlimme wunden davontragen, die einen neuanfang nicht mehr möglich machen und auch keine annäherungen ...

Du diskriminierst hier die Männer, weil du das
Sorgerecht wie selbstverständlich der Frau gibst.
Das Kindeswohl ist einziges legitimes Kriterium für
das Sorgerecht.

da sehe ich auch einen dringenden handlungsbedarf. aber ob es wirklich gut ist, es gerichtlich zu klären ? was ist das für die kinder für ein gefühl, wenn die eltern vor gericht klären müssen, wer der bessere elternteil für das kind ist, dass doch beide liebt ???
ich glaube die menschen sind gefragt, vll. auch selbst verantwortungsvoller mit sich selbst und den entscheidungen die man trifft umzugehen. dazu gehört auch dass man fehler macht (falsche partnerwahl) aber dennoch auch hinterher zueinander steht und eine gemeinsame lösung auch in der trennung findet ...
 
Jovannah schrieb:
je mehr dieses alte rollenbild sich aufweicht, anders gelebt wird,...je mehr chancen sehe ich für neue modelle des mutter-vater seins.
Leider kann Mann es dir nicht durchgehen lassen,
alle Privilegien durch "alte Rollenbilder" zu verteidigen
und gleichzeitig alle Benachteiligungen einzuklagen.

Nix da!

Alte Rollenbilder interessieren mich nicht. Das
Familiengesetz muss geändert werden.

Du wirst sehen, wie schnell sich auf einmal deine
alten Rollenbilder ändern.

Gruss Camajan
 
Jovannah schrieb:
ich sehe es eher so...das kind hat das recht auf menschen, die gut für es sorgen...

...und wenn die eltern dazu in der lage sind, ohne sich wegen jeder entscheidung in den haaren zu liegen...halte ich viel vom gemeinsamen sorgerecht.



ja, seh ich auch so...


hm...die momentane gesetzes-handhabung sehe ich auch noch ein stück weit "traditionell", sprich aus der geschichte entwickelt.
die alten rollenbilder werden ja doch noch gelebt...
altes rollenmodell: das kind wird überwiegend von der mutter versorgt, der vater sieht sich für die finanzen verantwortlich und nicht für pflege, seelische entwicklung, etc....

die möglichkeit, in karenz zu gehen und sich um das kind zu kümmern, wird auch 2005 von vätern noch kaum in anspruch genommen.(genaue, aktuelle statistik müsste ich googlen versuchen).
so scheint das kind, seine pflege, sein (nicht finanzielles) wohl ergehen teilweise noch "sache der frau" zu sein.

je mehr dieses alte rollenbild sich aufweicht, anders gelebt wird,...je mehr chancen sehe ich für neue modelle des mutter-vater seins.


hi jovannah.

es ist ja echt schwer solche diskussionen zu führen, wenn man weiß, dass man ja eine jeweilige resonanz auf sein außen hat, aber was ich so mitbekomme da draußen, gibt es eine klare hinbewegung der männer zu ihrem nachwuchs und die problematik der väter, die ihre kinder gerne - wenigstens gleichberechtigt - sehen, betreuen und aufziehen wollen - wächst mE sehr enorm. ich höre überall und immer wieder im moment von den fällen, wo väter gerne möchten und regelrecht von frauen, anwälten und gerichten schikaniert werden. um dann an ihr recht zu kommen, müßten die väter die mütter regelrecht denunzieren, diffamieren usw. um überhaupt zu einer lösung zu kommen, nämlich den frauen das sorgerecht ganz zu entziehen, wozu ich ehrlich gesagt in manchen fällen sogar geraten habe.

wenn man sieht, wie die kinder leiden. wenn man sieht, wie die männer leiden und was soll man da raten: lass deine kinder ziehen, der liebe zu den kinder wegen ? es gehören ja bekanntlich immer zwei dazu und es ist schwer von außen zu beurteilen, aber wenn generell das sorgerecht so angelegt wäre, dass beide eltern dieselben rechte hätten, wäre da vielen männern mE schon geholfen.

und was hätten "anständige" frauen schon zu verlieren ? männer die ihre kinder eh nicht haben/sehen wollen, kümmern sich so oder so nicht ...
 
Camajan schrieb:
Leider kann Mann es dir nicht durchgehen lassen,
alle Privilegien durch "alte Rollenbilder" zu verteidigen
und gleichzeitig alle Benachteiligungen einzuklagen.

Nix da!

Alte Rollenbilder interessieren mich nicht. Das
Familiengesetz muss geändert werden.

Du wirst sehen, wie schnell sich auf einmal deine
alten Rollenbilder ändern.

Gruss Camajan


*schmunzel*

ja, würde mich freuen, wenn sich da schnell was ändern würde....:)

es gibt jetzt schon viel mehr väter, die von anfang an eine gute beziehung zu ihren kindern auf bauen. sie auch pflegen, mit ihnen spielen, geschichten lesen...das fühlt sich für mich auch viel natürlicher, stimmiger an.

ich glaube die menschen sind gefragt, vll. auch selbst verantwortungsvoller mit sich selbst und den entscheidungen die man trifft umzugehen. dazu gehört auch dass man fehler macht (falsche partnerwahl) aber dennoch auch hinterher zueinander steht und eine gemeinsame lösung auch in der trennung findet ...

da stimme ich sehr zu. in diesen fällen, wo das gelingt...hat das gericht auch wenig zu tun.

ein schreiten muss das gericht m.e. ja meistens dann, wenn die eltern genau das nicht schaffen. wenn weiterhin krieg geführt wird. dann wird´s aber schlimm für alle beteiligten...

üblicher weise (= ich spreche von jenen fällen, in denen ich die ergebnisse der gerichtssprechung kenne...) legen viele (ich sage nicht: alle)familienrichter.innen sehr grossen wert darauf, dass ein kind regelmässigen kontakt zu beiden elternteilen haben kann.

wenn das kind massiv bedroht ist, muss es natürlich geschützt werden (egal, ob von mutter oder vater).
wenn jemand dem anderen elternteil eine straftat unterstellt....ist das für mich schwerer missbrauch der geltenden schutz-gesetze.
ob das durch andere gesetze verhindert werden kann ?
 
ich weiß nicht, ob man gerichtlich überhaupt was vernünftiges erreichen kann. es gibt ja auch meines wissens ein relativ neues gesetz, wo kinder den umgang mit dem vater einklagen können. aber da kann ich nur lachen: ist das sinnvoll, jemanden der par tout nicht will zu zwingen sein kind zu sehen ? was ist das für eine basis ?

genauso kenne ich - auch aus eigener erfahrung (bei der scheidung meiner eltern) - gerichtsurteile, die dann letztlich auf dem papier bestehen, aber wenn die gegenpartei nicht will, dann findet sich andere wege und möglichkeiten zu boykottieren, sabotieren usw.

deshalb meine ich es müßte irgendwie was ganz anderes her: so art anlaufstellen für getrennte paare mit kindern zb. von mir aus als verordnete bedingung, die dann sozusagen überwachen und schlichtend bis klärend eingreifen, dabei helfen alte verletzungen zu bearbeiten, sich auszusprechen, gemeinsame lösungen zu finden - irgendwie sowas in der richtung ... so dass halt konkret da angefasst wird, wo die ursachen für die streitigkeiten liegen ... da könnte auch aufklärung betrieben werden - psychologisch zb. - was macht welche verhaltensweise mit den kindern, wie wirkt es, wie wirkt es sich auf das leben der kinder aus usw. - ich denke mal , dass es eben vielen paaren gar nicht bewußt ist, was sie mit dem beziehungskrieg sich und den kindern antun.
 
die dann sozusagen überwachen und schlichtend bis klärend eingreifen, dabei helfen alte verletzungen zu bearbeiten, sich auszusprechen, gemeinsame lösungen zu finden
das gibt es z.b. in form der mediation.
doch ohne das aktive wollen beider elternteile kann ein(e) mediator.in auch nicht "zaubern".
 
Jovannah schrieb:
das gibt es z.b. in form der mediation.
doch ohne das aktive wollen beider elternteile kann ein(e) mediator.in auch nicht "zaubern".


ja. stimmt. in einem fall den ich kenne, hat vor der trennung ein versuch bei einer familienpsychologin stattgefunden (ich glaube sogar vom jugendamt aus, weiß ich aber nicht mehr genau) und auch dort hat die frau boykottiert, bzw. sich stur gestellt und ist nur wütend geworden.

aber ich sage dir ganz ehrlich: ich würde es sozusagen zwangsverordnen und wenn jemand nicht bereit ist, ist das sein gutes recht, aber dann ist das sorgerecht da gut aufgehoben, wo der elternteil bereit ist, an sich zu arbeiten und sich engagiert etwas dafür zu tun, das es zu einer friedvollen lösung kommt.

was meinst du ?

ich würde zb. so einer mutter dann damit drohen, ihr das sorgerecht wegzunehmen. und ich könnte mir vorstellen, dass es in vielen fällen dazu führen würde, dass leben in die geschichte kommt ;) ...

männer die nicht kooperativ sind könnten zb. zu einem höheren unterhalt verklagt werden, der dann sozusagen als entschädigung gezahlt werden könnte. vll. würde das auch so manchem vater motivieren, sich ein bisschen mehr mit dem thema zu befassen oder sich auf so eine hilfestellung einzulassen.
 
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hm....glaube nicht, dass das gutes leben in die sache bringt.

die frau kann versuchen, die kinder gegen den vater zu manipulieren...und vom kinder hin zwingen halte ich auch nicht viel.
der mann kann sich vom unterhalt "schrauben"....
(und umgekehrt, wenn die kinder beim vater leben...)

die energien gingen wohl eher in die abwehr vom zwang...stell ich mir jedenfalls so vor....

die elternteile müssen ja als paar nicht mehr schaffen, zusammen zu leben. sondern auf der elternebene eine gute basis finden...das wär´s ja, denk ich.
ob das zwangs-verordnet werden kann ?

naja..statt gerichtverhandlungen mediationen....bis eine gemeinsame lösung gefunden wurde. mit anwesenheitspflicht, so, wie bei den gerichtsterminen ...

statt rechtsanwalt gegen den anderen...einen mediations "anwalt" für eine gemeinsame lösung. wär´s ev. wert, wenn es auch nur manchmal funktioniert....

aber, wir entfernen uns wohl vom thema ;-)...diskriminierung des mannes :)
 
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