Hallo Camajan
Camajan schrieb:
So ist es, diese Geschichte ist in der Tat alltäglich. Und
der tragische Ausgang?
Das Suizid-Risiko geschiedener Männer ist um das 50fache
höher als unter der Normalbevölkerung. Muss man noch mehr sagen?
Die handelnden Frauen haben bekanntlich nicht das mindeste Unrechtsbewusstsein.
Die Leidtragenden sind immer die Kinder. Leider haben sie die besten
Aussichten als Drogensüchtige, Kriminelle, bindungsunfähige Zicken
oder sonstige Psychokrüppel von ihren alleinerziehenden Müttern
in die Gesellschaft entlassen zu werden.
Er war verzweifelt und gedemütigt und kein Krimineller.
Er kannte auch keine.
Dessen sollten sich Radikalo-Emanzen aber nicht bei anderen
Männern allzu sicher sein - als guter Rat gemeint.
Gruss Camajan
Zunächst sollten die Männer sich einmal die Frage stellen, ob sie sich nicht genau so verhalten würden, wenn sie Frauen würden. Ich glaube, dass die meisten Männer sich dann genau so verhalten würden.
In der Regel treffen bei der Scheidung zwei unreife Menschen aufeinander. Das zeigt sich immer im anschließenden Rosenkrieg. Aber so eine Trennung von Frau und Kind kann, so schmerzhaft sie auch sein kann, ein sehr großer Lernprozess sein. Ist man bereit, sich auf die Trennung einzulasssen, so ist der Schmerz über die Trennung eines Tages vorbei und dann kann man mit der Situation eigentlich recht gut umgehen.
Mir scheint allerdings, dass viele Männer nicht die Kraft haben, sich auf solch eine Trennung einzulassen, nicht die Kraft haben, loszulassen und so wird die Scheidung zum Eiertanz. Trennung heißt ja nicht, dass einem das Kind egal ist. Aber wenn man keine Möglichkeit hat das Kind zu sehen, so muss man lernen loszulassen. Wenn das Suizid-Risiko unter geschiedenen Männern 50mal höher ist als unter verheirateten, so ist das für mich allerdings auch ein Zeichen dafür, dass diese Männer in einer kindlichen Haltung stecken geblieben sind.
Natürlich ist ein Kind in einer Ehe mit zwei liebevollen Eltern besser aufgehoben, als wenn es nur bei einem Elternteil aufwächst. Dieses muss aber nicht unbedingt negativ sein. Ich glaube, die Ursachen dafür, dass es erst zu solch einem Rosenkrieg kommen konnte, sind bereits in der Ehe vorhanden bzw. bei jedem einzelnen Ehepartner. Die charakterlichen Mängel aber hätte man auch schon vor der Ehe erkennen können, wenn man einmal etwas genauer hingeschaut hätte. Aber Ehen werden oft nach einem Zufallsprinzip, aus der Einsamkeit heraus, aus sexuellen oder finanziellen Motiven heraus geschlossen.
Ich teile deinen Unterschied zwischen dem Verzweifelten, dem Gedemütigten und dem Kriminellen nicht. Zunächst einmal hat er sich in erster Linie selber gedemütigt bzw. sich demütigen lassen. Das ist das Resultat seiner Unreife. Das sollte man ganz klar erkennen und nicht die Schuld beim anderen suchen. Natürlich leidet der Vater, wenn er von den Kindern getrennt ist. Aber die Ursache für das Leid sollte er in erster Linie bei sich selber suchen. Er sollte sich zum Beispiel die Frage stellen, warum er emotional so von seinen Kindern abhängig ist. Es liegt daran, dass er seine kindliche Verhaltensweise auf die Kinder reflektiert.
Glaubst du etwa, ein Krimineller ist ein schlechterer Mensch als ein Selbstmörder? Das glaube ich nicht. Der Kriminelle projiziert seinen ganzen Hass auf das Opfer. Und das halte ich zunächst einmal für vollkommen natürlich. Der Selbstmörder dagegen ist durch die gesellschaftliche Moralvorstellung, der er sich aus Feigheit total untergeordnet hat, angepasst und hat daher nicht den Mut, seinen Hass auf das Opfer zu richten. Darum richtet er seinen Hass gegen sich selbst und wählt den Suizid. So kann er der Frau auch noch nachträglich ein schlechtes Gewissen bereiten.
Schickt man den gleichen Mann, der normalerweise zum Suizid neigt, in den Krieg, und erlaubt ihm von staatlicher Seite das Töten, so kennt er mit großer Sicherheit keine Skrupel massenweise Menschen zu quälen, zu vergewaltigen, zu foltern oder zu ermorden. Für mich ist der Unterschied zwischen dem, der den Suizid wählt und dem, der seinen Hass auf das vermeintliche Hassobjekt richtet, nicht sehr groß. Beides sind Zeichen von Unreife.