Die Würde des Menschen ist unantastbar?

Alles hängt mit Bewusstseinsgrad zusammen. Die Unterschiedlichkeit darin und alles in einem Topf macht die Welt zu einem Konflikt und Reibungsfeld ohne Grenzen. Ich betrachte die Spezies Mensch als evolutionsbiologisches Produkt innerhalb eines tierhaften Naturgesetzkontext. Eingeengte Bewusstheiten tun eben das was diesen entspricht.
Ich habs schon mal erwähnt, Bildung des EQ und das als Pflichtfach. Und ein würdevolles Dasein wird dann viel mehr möglich sein.
Trotzdem würde weiterhin Konflikte sein, weil immer wieder junge Seelen reinkommen, die das ungehemmte Spielen bevorzugen.
 
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Ich wollte beide Fälle nicht gegeneinander aufwiegen, wer mehr gelitten hat . Ich hätte auch ein anderes Mobbingopfer als Beispiel nehmen können.

Ok,

Also, wie ich schon schrieb: Nicht nur Morddrohungen sind Übergriffe. Sie sind allerdings ein Extrembeispiel für Übergriffe, die auch eine Straftat sind. Und da gilt ganz klar, dass es abzulehnen und zu ächten ist, auch wenn einem das Opfer zutiefst unsympathisch ist.

Daneben gibt es natürlich auch eine Klasse von Übergriffen, die zwar legal bzw. nicht strafbar sind, aber moralisch fragwürdig. Und auch das gilt allgemein unabhängig von der Meinung.

Allerdings gibt es auch Aktionen, die sich für "das Opfer" wie Übergriffe anfühlen, aber keine wirklichen Übergriffe sind. Dazu gehört z.B. sachlicher Widerspruch, Quellenkritik o.ä. Auch das ist für die "Opfer" mitunter unangenehm, und einige jammern auch da schon über Mobbing o.ä., das ist es aber nicht.

Du sprichst ja auch an, dass wir diese Übergriffe unterschiedlich bewerten, je nachdem, auf welcher Seite wir stehen. Der eigenen Meinungsseite lässt man mehr durchgehen. Das liegt in der Natur der Sache, und niemand ist davor vollkommen gefeit.

Vielleicht ein paar Beispiele, der verschiedenen Kategorien, die mir so einfallen:

Vor ein paar Jahren gab es mal den Vorfall, dass dem AfD-Fraktionsvorsitzendem Gauland am Badesee die Kleidung gestohlen wurde. Er musste also in Badehose ein paar Blocks durch einen Randbezirk Berlins laufen, um irgendwie Hilfe zu bekommen. Ich gestehe, dass dieser Vorfall bei mir doch eine gewisse Schadenfreude und dieses Grinsen hervorrief... aber er ist nicht zu dulden. Es ist eine Straftat, die auch als solche zu handhaben und zu ahnden ist, egal wer der Täter und wer das Opfer ist.

Während der Pandemie gab es ja die Aktion #AllesDichtMachen, an der sich einige Künstler beteiligt haben - am prominentesten der Schsuspieler Jan Joseph Liefers. Sie ernteten einen "Shitstorm".
Die Kritik an der Aktion, und damit auch ein großer Anteil des "Shitstorms", war sachlich - es wurde erklärt waren man welchen Beitrag daneben findet. Und da bin ich auch der Meinung, dass Liefers metaphorisch ins Klo gegriffen hat - sprich: Ich finde sein Video da extrem daneben und gönne ihm jeden Widerspruch dazu.
Ein Teil dieses Shitstorms ging aber darüber hinaus. Da gab es dann auch Stimmen, die ein Berufsverbot für Liefers wünschten, bzw. dass er deswegen seine Rolle beim Tstort verliert. Und DAS hätte er NICHT verdient. Solche weitreichenden persönliche Einschnitte gehen mitunter über sachliche Kritik hinaus, die der "Schwere der Schuld" nicht angemessen ist.

Ähnliches Beispiel Ranga Yogeshwar. Ich schätze ihn sehr. Er hat mit einer Petition gegen die Waffenlieferungen an die Ukraine mMn jetzt einmal voll daneben gefasst, und jeder Widerspruch in der Sache ist da normal und zu dulden. Wer jetzt aber anfängt seine ganze Qualifikation als Wissenschafts-Vermittler zu negieren, schießt über das Zuel hinaus und beginnt mitunter ihn zu mobben bzw. unangemessen zu behandeln.

Ich erinnere auch an "Jana aus Kassel", die sich auf einer Demo gegen die Coronamaßnahmen mit Sophie Scholl verglichen hat. Ihren Vergleich finde ich auch extrem daneben, und wenn ihr deswegen heftiger Gegenwind entgegensteht, ist das vollkommen gerechtfertigt und verdient. Das hat nichts mit einem Einschnitt der Meinungsfreiheit zu tun, denn die "Gegenseite" hat genauso das Recht der freien Meinungsäußerung. Irgendwann muss da aber auch Gras über die Sache wachsen können, und ich hoffe, Jana kann ihr Leben einigermaßen normal weiter leben.

Während eines großen Teils meiner Schulzeit wurde ich gemobbt. Zum Abitur von wurde es besser, aber es hörte auch da nicht komplett auf. Ich habe mir währenddessen und danach so einige Gedanken drüber gemacht, was davon nun genau Mobbing war und ist und was nicht. Denn... es muss ja erlaubt sein, mich nicht zu mögen. Das ist zwar unangenehm für mich zu bemerken, aber es kann nicht verurteilt werden Übergroffig wird es dann, wenn sich eben daraus Aktionen ergeben, die mir Schaden und weit darüber hinaus geht, auf irgendwelche Taten, Aussagen oder Verhaltensweisen von mir zu reagieren, die die Mobber ablehnten.
 
Alles hängt mit Bewusstseinsgrad zusammen. Die Unterschiedlichkeit darin und alles in einem Topf macht die Welt zu einem Konflikt und Reibungsfeld ohne Grenzen. Ich betrachte die Spezies Mensch als evolutionsbiologisches Produkt innerhalb eines tierhaften Naturgesetzkontext. Eingeengte Bewusstheiten tun eben das was diesen entspricht.
Ich habs schon mal erwähnt, Bildung des EQ und das als Pflichtfach. Und ein würdevolles Dasein wird dann viel mehr möglich sein.
Trotzdem würde weiterhin Konflikte sein, weil immer wieder junge Seelen reinkommen, die das ungehemmte Spielen bevorzugen.
Nun ja, auch Babys haben Anspruch auf Schutz der Würde
und diese haben in der Regel noch keine Bildung erhalten.....
 
Ok,

Also, wie ich schon schrieb: Nicht nur Morddrohungen sind Übergriffe. Sie sind allerdings ein Extrembeispiel für Übergriffe, die auch eine Straftat sind. Und da gilt ganz klar, dass es abzulehnen und zu ächten ist, auch wenn einem das Opfer zutiefst unsympathisch ist.

Daneben gibt es natürlich auch eine Klasse von Übergriffen, die zwar legal bzw. nicht strafbar sind, aber moralisch fragwürdig. Und auch das gilt allgemein unabhängig von der Meinung.

Allerdings gibt es auch Aktionen, die sich für "das Opfer" wie Übergriffe anfühlen, aber keine wirklichen Übergriffe sind. Dazu gehört z.B. sachlicher Widerspruch, Quellenkritik o.ä. Auch das ist für die "Opfer" mitunter unangenehm, und einige jammern auch da schon über Mobbing o.ä., das ist es aber nicht.

Du sprichst ja auch an, dass wir diese Übergriffe unterschiedlich bewerten, je nachdem, auf welcher Seite wir stehen. Der eigenen Meinungsseite lässt man mehr durchgehen. Das liegt in der Natur der Sache, und niemand ist davor vollkommen gefeit.

Vielleicht ein paar Beispiele, der verschiedenen Kategorien, die mir so einfallen:

Vor ein paar Jahren gab es mal den Vorfall, dass dem AfD-Fraktionsvorsitzendem Gauland am Badesee die Kleidung gestohlen wurde. Er musste also in Badehose ein paar Blocks durch einen Randbezirk Berlins laufen, um irgendwie Hilfe zu bekommen. Ich gestehe, dass dieser Vorfall bei mir doch eine gewisse Schadenfreude und dieses Grinsen hervorrief... aber er ist nicht zu dulden. Es ist eine Straftat, die auch als solche zu handhaben und zu ahnden ist, egal wer der Täter und wer das Opfer ist.

Während der Pandemie gab es ja die Aktion #AllesDichtMachen, an der sich einige Künstler beteiligt haben - am prominentesten der Schsuspieler Jan Joseph Liefers. Sie ernteten einen "Shitstorm".
Die Kritik an der Aktion, und damit auch ein großer Anteil des "Shitstorms", war sachlich - es wurde erklärt waren man welchen Beitrag daneben findet. Und da bin ich auch der Meinung, dass Liefers metaphorisch ins Klo gegriffen hat - sprich: Ich finde sein Video da extrem daneben und gönne ihm jeden Widerspruch dazu.
Ein Teil dieses Shitstorms ging aber darüber hinaus. Da gab es dann auch Stimmen, die ein Berufsverbot für Liefers wünschten, bzw. dass er deswegen seine Rolle beim Tstort verliert. Und DAS hätte er NICHT verdient. Solche weitreichenden persönliche Einschnitte gehen mitunter über sachliche Kritik hinaus, die der "Schwere der Schuld" nicht angemessen ist.

Ähnliches Beispiel Ranga Yogeshwar. Ich schätze ihn sehr. Er hat mit einer Petition gegen die Waffenlieferungen an die Ukraine mMn jetzt einmal voll daneben gefasst, und jeder Widerspruch in der Sache ist da normal und zu dulden. Wer jetzt aber anfängt seine ganze Qualifikation als Wissenschafts-Vermittler zu negieren, schießt über das Zuel hinaus und beginnt mitunter ihn zu mobben bzw. unangemessen zu behandeln.

Ich erinnere auch an "Jana aus Kassel", die sich auf einer Demo gegen die Coronamaßnahmen mit Sophie Scholl verglichen hat. Ihren Vergleich finde ich auch extrem daneben, und wenn ihr deswegen heftiger Gegenwind entgegensteht, ist das vollkommen gerechtfertigt und verdient. Das hat nichts mit einem Einschnitt der Meinungsfreiheit zu tun, denn die "Gegenseite" hat genauso das Recht der freien Meinungsäußerung. Irgendwann muss da aber auch Gras über die Sache wachsen können, und ich hoffe, Jana kann ihr Leben einigermaßen normal weiter leben.

Während eines großen Teils meiner Schulzeit wurde ich gemobbt. Zum Abitur von wurde es besser, aber es hörte auch da nicht komplett auf. Ich habe mir währenddessen und danach so einige Gedanken drüber gemacht, was davon nun genau Mobbing war und ist und was nicht. Denn... es muss ja erlaubt sein, mich nicht zu mögen. Das ist zwar unangenehm für mich zu bemerken, aber es kann nicht verurteilt werden Übergroffig wird es dann, wenn sich eben daraus Aktionen ergeben, die mir Schaden und weit darüber hinaus geht, auf irgendwelche Taten, Aussagen oder Verhaltensweisen von mir zu reagieren, die die Mobber ablehnten.
Den Begriff Mobbing kannten wir in der Schulzeit nicht. Da wurde gehänselt, was aber dasselbe ist. Kinder können sehr grausam sein.
Als Erwachsener müsste man es besser wissen.

Ich bin damit aufgewachsen, dass Menschen in meinem Umfeld verschiedene Lebensansichten hatten. Ich wollte da eigentlich nicht Partei ergreifen weil ich die Personen dahinter sehr mochte.
Auch heute in meinem beruflichen Umfeld habe ich mit verschiedenen Sichtweisen zu tun . Nicht nur im politischen Bereich, nein auch im kulturellen, gesellschaftlichen Bereich. Bei einigen Aussagen rollen sich mir die Nägel auf. Wenn es nicht gerade Jemand ist der nur Zuspruch verträgt sage ich meine ehrliche Meinung ohne die Person zu verletzen. Das ist mir such schon passiert. Bin ja auch nur Mensch. Aber nicht bewusst um zu verletzen.

Wir können uns eine Meinung bilden, aber die muss nicht zwingend richtig sein.
 
(...)

Wir können uns eine Meinung bilden, aber die muss nicht zwingend richtig sein.

Ja, sie muss nicht richtig sein, aber wir können trotzdem sehr stark von ihr stark überzeugt sein und sie auch entsprechend fest und vehement vertreten. Warum auch nicht? Einige sehen auch schon diesen reinen Widerspruch als Übergriffig an und wähnen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. Das ist Quatsch - im Gegenteil beschränken diese Menschen dann das entsprechende gleiche Recht der Gegenseite.

Und wenn jemand mit seinen Ansichten den meinen sehr stark und langanhaltend weit entfernt steht, kann das auch die Freundschaft belasten, beenden bzw. erschweren oder unmöglich machen. Mit einem AfD-Anhänger könnte ich glaube ich nicht lange befreundet sein; leider habe ich so jemanden gerade auch in der Familie, und "Blut" ist dann doch etwas dicker als Wahlverhalten, also die Familien-Loyalität ist da (noch) stärker als die Meinungsdifferenzen (die auch laut und deutlich hervorkommen, wenn wir reden).

Wo beginnt denn für Dich das Mobbing? Was für eine art der Diskussion ist für Dich ok, und ab wann sagst Du, dass damit gemobbt o.ä. wird?
 
Wo beginnt denn für Dich das Mobbing? Was für eine art der Diskussion ist für Dich ok, und ab wann sagst Du, dass damit gemobbt o.ä. wird?
Eine Diskussion kann kontrovers und heiß diskutiert sein ohne das Gegenüber als Person anzugreifen. Solange der Streit nur um die Sache geht finde ich das O.K.
Beim Mobbing wird eine Person durch eine Gruppe von Menschen bedrängt, beleidigt und verletzt.
 
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