Hallo MorningSun
vielen Dank für deine offene Rückmeldung.
Möchtest du, dass ich mir diesen Zeitraum ebenfalls genauer ansehe?
Das kommt mir sehr bekannt und vertraut vor. Ich muss das nicht wiederhaben, aber es war wichtig, zusammen zu krachen und mein Weltbild, mein Bild von mir und vieles andere neu zusammen zu setzen. Aber es war hart und manchmal wusste ich auch nicht mehr, wie ich mich am Leben halten kann. Von so einer Erfahrung muss man sich erst einmal erholen und das kann Jahre dauern. Da ist schon das schlichte Überleben Schwerstarbeit.
Du bist alt und erfahren genug, um zu wissen, dass du dir gut sein darfst.

Auch wenn der Saturn schon wieder "pickt". Mr. Maßstab alias Messlatte hört auch wieder auf damit. Was man in deinem Horoskop sieht, ist eine Tendenz, hart zu sein bis hin zur Eigenaggression. Das wird angezeigt durch den Mond in Haus 1 in Opposition zu Mars; der Mond kommt aus Haus 10 und trägt damit gesellschaftliche Konventionen und Maßstäbe in das, was du unmittelbar bis instinktiv auslebst. Dass das ein Gegensatz ist, ist vielleicht vorstellbar: Im Instinktiven, was das Überleben sichert und wo man vielleicht auch einmal zubeißen muss (im übertragenen Sinne), haben Konventionen nichts zu suchen - das ist wie die Quadratur des Kreises, wenn du beißen musst, aber nicht beißen sollst oder darfst. Jedoch denke ich, dass das größenteils Geschichte ist und die AD dir geholfen haben, Abstand zu gewinnen.
Das kann ich bestens nachvollziehen. Wenn du jetzt die AD herunterdosierst, dann bist du wie ein rohes Ei; du lernst, mit den Emotionen umzugehen, mit der dünnen Haut, mit der Welt, die vielleicht kalt und rau zu sein scheint (der laufende Neptun steht gerade auf seiner eigenen Hausspitze). Ich bin mir sicher, wenn du stabiler wirst, dann kannst du auch wieder leichter auf andere Menschen zugehen. Momentan könnte es sein, dass dich gelegentlich trübe Gedanken heimsuchen, das wird aber bald Geschichte sein und es werden sich neue Möglichkeiten auftun (dAC auf einem Jupiter/Uranus-Grad und dMC auf dem Dammbruchgrad) - da können sich alte und hartnäckige Probleme durchaus in Luft auflösen.
Meinen Glückwunsch! Ich weiß, wie schwer sich für viele der Ausstieg gestaltet und dass nur ein Monat ein sehr kurzer Zeitraum dafür ist. Das ist mutig und eine große Leistung.
Schöne Grüße
Rita
Liebe Rita
"Möchtest du, dass ich mir diesen Zeitraum ebenfalls genauer ansehe?"
Ja gern, wenn wir schon dabei sind;-)
Finde es ja immer wieder erstaunlich, was ihr da alles sehen könnt in so einem Horoskop.
Früher konnte ich meine Meinung nur aggressiv durch setzten, auch meinen Körper habe
ich lange Zeit nicht gut behandelt. All meine Krankheiten haben mich gelehrt nun besser auf mich zu achten.
Wurde in eine knall harte Familie hinein geboren, wo kaum Gefühle vorhanden waren, dass hat
mich als Kind umgehauen, regelrecht krank gemacht, ich hatte mit 15 das erste mal Nierenversagen.
Mit 18 ist mir die Galle geplatzt, tatsächlich.
Meine Schwester, die älter ist als ich, hat mich die ganze Kindheit durch misshandelt, ich musste
immer herhalten, wenn sie ihre Aggressionen ausgelebt hat. Da waren fürchterliche Sachen dabei.
Und ich unfähig mich zu wehren.
Das habe ich meiner Mutter später vorgehalten, dass sie sich um mich nicht gekümmert hat, sie
entschuldigte sich und sagte, dass es ihr sehr leid tut, dass sie viele Fehler gemacht hat, und das sie
mich liebt. Das war das einzige mal in ihrem Leben dass sie das zu mir gesagt hat, 4 Wochen später ist sie gestorben. Da war ich 38. Ein Jahr lang konnte ich nicht aufhören zu weinen, so traurig hat
mich meine Familiengeschichte gemacht.
Das hat mich auch hart gemacht, ich kann mich noch erinnern, wie ich als kleines Kind war, ein fröhliches Herzchen.
Was ich gemacht habe, in der Pubertät, habe mich abgewendet innerlich von meiner Familie.
Nach dem Tod meiner Mutter, habe ich keinen Kontakt mehr zum Rest der Familie.
Wenn ich heute an meine Schwester denke, hab ich keinerlei Gefühle mehr dazu. Habe aber
auch etliche Therapien dazu gebraucht.
Einmal als ich meinem Psychiater die Geschichte meiner Schwester erzählte, als sie mich, war
8 Jahre, in ein Feld von Brennesseln geschupst hat, in dem ich verschwunden bin, und sie hat
gelacht. Ich bin rausgekrochen und habe bis zur Besinnungslosigkeit geschrien, von Kopf bis
Fuss war ich von Blasen übersät, mein Psychiater sah mich lächelnd an, und sagte ein Schamanen
Ritual, und mit all meinen Narben, wäre ich früher ein Stammesoberhaupt gewesen, weil ich
so erfahrungsreich bin. Das hat mich getröstet. War auch nie in der Lage sie zu hassen, will
nichts mehr mit ihr zu tun haben, aber das Gefühl des Hasses habe ich nicht.
Habe auch mal eine Familienaufstellung mitgemacht, ein Drama meine Familie.
Dammbruch, ja so fühlt es sich auch hier beim Schreiben an, ich kann mich wieder öffnen,
das hätte nicht mehr für möglich gehalten. Danke dir auch fürs "zuhören"
