die Veränderung

Hallo Morning Sun,

Du hast alles mögliche mitgemacht und es ist jetzt sehr gut, weil du Licht auf die ganzen Schatten wirfst! Mein Leben hat bei mir auch sehr viel gefordert, aber trotzdem bin ich für all die Erfahrungen dankbar und kann verstehen, dass vieles so sein musste. Ich hatte im August 1998 den ersten Herzinfarkt, ging in keine Klinik. Als das Stechen und der Schmerz nicht aufhören wollte, ging ich zum Arzt und er stellte die Diagnose und wollte, dass ich sofort ins Krankenhaus gehe. Er gab mir Nitrospray, und so verschwanden die Schmerzen. Ich wusste nicht, dass man hinterher festgestellt hatte, dass ich nur noch 50% Herzfunktion hatte. Die Hinterwand war abgestorben. Über die Jahre kannte ich eine tolle Ärztin und Heilpraktikerin. Sie versorgte mich jahrelang mit Globulis, aber im März 2011 kam es wie es kommen musste. Hatte den ersten Infarkt am 20. und den zweiten in bereits einer Klinik eingeliefert am 25. März. Ich wurde bewusstlos und kam mit dem Helikopter nach Vogtareuth, eine super Herzklinik, in der ich notopertiert wurde. Lag zwei Wochen im Koma und stand zwischen Leben und Tod. Trotzdem war es die spirituellste Erfahrung, die ich in meinem Leben erfuhr. Hinterher war ich fertig nach der Entlassung und brauchte einen Monat, um wenigstens 500 m am Stück gehen zu können. Nach einem Jahr wurde es wieder weitaus besser und mein Kardiologe war ganz verwundert, dass ich wieder so fit geworden bin. Na ja, jetzt bin ich 65 und ein wenig gelassener geworden. In der DDR hätten sie mich rasch versteckt, weil ich ein alter Revolutzer bin. Derzeit kämpfe ich um mein Recht mit diversen Finanzämtern, weil sie vor fünf Jahren mich zu 550000 Euro Umsatzsteuernachzahlung verdonnert hatten, Inwzischen bin ich bei 300000 angelangt, und das Finanzgericht München hat vorgeschlagen die Sache niederzuschlagen. Aber sie hören nicht auf, und so bin ich seit drei Jahren Hartz4 Empfänger und erst seit Januar diesen Jahres wieder gewerblich an einer astrologischen Hotline tätig. Aber gemessen an dieser Nachtoderfahrung verkommt alles zur absoluten Nebensächlichkeit und Geringfügigkeit. Mir sind die Gesetze Gottes wichtiger, als die unserer christlich sozialen Republik.

Habe längst 1000 Buchseiten an Text für mein Buch geschrieben. Aber die Zeit hierfür ist nicht reif, alles nochmals durchzugehen und ein Buch aufzulegen. Aber sie wird kommen!

Sei ganz lieb gedrückt!

Arnold

Hallo Arnold

Dir wurde ja auch nichts "geschenkt" und du hast Hohe Berge besteigen müssen, für deine
innere Zufriedenheit.

Warum das wohl so ist, dass einige so viel auf "den Teller" bekommen, oder sucht sich das
der Mensch selbst aus?

Ich wünsche dir. dass du den Kampf gegen die Ämter gewinnst, und die Verfahren eingestellt werden.
Kann mir vorstellen, wie das an den Nerven zerrt.

Na in der DDR haben sich mich ja auch weg gesteckt, meine Rebellion gegen das System war
ihnen zuviel. Da hatte ich auch Glück im Unglück, der Pfarrer meiner Kirche, hat einen Anwalt in West-Berlin kontaktiert, so waren es "nur" 6 Monate bis zu meiner Abschiebung, die ich sitzen musste.
Dort habe ich gelernt, dass ich mich vor dummen Menschen in acht nehmen muss, sie sind
gefährlich.

Heute bin ich auch dankbar, dass ich das alles überlebt habe, und nicht daran zerbrochen bin,
ist für mich ein Wunder.

liebe Grüße Lilly :)
 
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Ja liebe Lilly, es ist schon ein Kreuz, und esoterisch gesehen ist Saturn im Kreuz seiner Körperlichkeit gefangen. Alle die Polaritäten, Licht und Schatten, gut und böse, heiß und gefroren, fröhlich und traurig, Schmerz und Wohlbefinden, Tag und Nacht, unendlich viele Polaritäten, welche man in seiner inkarnierten Seele im Körper erlebt. Man kommt sich wie ein Sadu vor, der dicke Nadeln von einer Backe durch den Mund sticht und auf der anderen Backe hervorkommen lässt. Irgendwann ist der Schmerz nicht mehr vorhanden. Mir ging es vor gut 30 Jahren so ähnlich. Ich bückte mich am Schreibtisch nach links und wollte mit der rechten Hand mit dem Schlüssel ein Fach aufsperrren. Dabei fuhr mir an der linken Schulter oben ein Schmerz in den Körper, der stündlich immer heftiger wurde. Zuhause nahm ich ein Rheumabad, aber es wurde noch schlimmer. Ich rief ein Kreiskrankenhaus an und wollte ambulant vorbeikommen. Das ging nicht, da ich dort übernachten hätte sollen, und ich hatte einfach keine Zeit hierfür, weil kurz vorher mein Vater verstorben war - Familienbetrieb. Die Nacht war schlimm, da der Schmerz so heftig war. So blieb mir nichts anderes über, dass ich fühlte. Und plötzlich war er leichter zu ertragen. Am nächsten Tag fuhr ich in München ambulant in eine Klinik, bekam eine dicke Spritze und Schluss war mit dem Schmerz, so schnell wie er gekommen war. Ich war auch im Alter von 26 fast anderthalb Jahre in Haft, und da halten sich gelinde gesagt manche Menschen besonderer Natur und Qualität auf. Hatte mich davor gut distanzieren können. Nach Zelleinschluss konnte ich viel meditieren und mich mit allen möglichen Tiefen beschäftigen. Trotzdem war jeder Tag Haft zuviel. Vor allem lernt man den Staat hier von einer ganz anderen Seite kennen. Und man sieht, wie wenig Resozialisierung oder Begleitung der Fall ist. Man soll nicht auffallen und ist sich selbst überlassen. "Der Adler muss dreimal in die Wasser tauchen, bevor er sich endgültig zum Himmel erheben kann"! :-)

Freut mich, weil du da bist!

Arnold
 
Hallo Lilly :)

Heute bin ich auch dankbar, dass ich das alles überlebt habe, und nicht daran zerbrochen bin,
ist für mich ein Wunder.

Das ist ein Wunder, dass du vielleicht nicht erleben könntest, wäre nicht so viel auf deinem Teller aufgehäuft gewesen. Ich betrachte solche Lebensläufe wie eine Art Diamantenschleiferei: Irgendwann, nach vielen Schleifprozessen, ist etwas wunderbar Strahlendes freigelegt.

Auch ich staune manchmal darüber, was ich alles wie bewältigt habe. Die innere Ausgeglichenheit, die ich erlangt habe, war früher für mich überhaupt nicht vorstellbar; da brauchte ich die Extreme, um zu fühlen und zu spüren, dass ich am Leben bin.

Was du er- und durchlebt hast, reicht für mindestens drei Leben. Da finde ich es völlig folgerichtig, wenn du jetzt geschehen lässt.

Alles Gute für dich und liebe Grüße
Rita
 
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Ja liebe Lilly, es ist schon ein Kreuz, und esoterisch gesehen ist Saturn im Kreuz seiner Körperlichkeit gefangen. Alle die Polaritäten, Licht und Schatten, gut und böse, heiß und gefroren, fröhlich und traurig, Schmerz und Wohlbefinden, Tag und Nacht, unendlich viele Polaritäten, welche man in seiner inkarnierten Seele im Körper erlebt. Man kommt sich wie ein Sadu vor, der dicke Nadeln von einer Backe durch den Mund sticht und auf der anderen Backe hervorkommen lässt. Irgendwann ist der Schmerz nicht mehr vorhanden. Mir ging es vor gut 30 Jahren so ähnlich. Ich bückte mich am Schreibtisch nach links und wollte mit der rechten Hand mit dem Schlüssel ein Fach aufsperrren. Dabei fuhr mir an der linken Schulter oben ein Schmerz in den Körper, der stündlich immer heftiger wurde. Zuhause nahm ich ein Rheumabad, aber es wurde noch schlimmer. Ich rief ein Kreiskrankenhaus an und wollte ambulant vorbeikommen. Das ging nicht, da ich dort übernachten hätte sollen, und ich hatte einfach keine Zeit hierfür, weil kurz vorher mein Vater verstorben war - Familienbetrieb. Die Nacht war schlimm, da der Schmerz so heftig war. So blieb mir nichts anderes über, dass ich fühlte. Und plötzlich war er leichter zu ertragen. Am nächsten Tag fuhr ich in München ambulant in eine Klinik, bekam eine dicke Spritze und Schluss war mit dem Schmerz, so schnell wie er gekommen war. Ich war auch im Alter von 26 fast anderthalb Jahre in Haft, und da halten sich gelinde gesagt manche Menschen besonderer Natur und Qualität auf. Hatte mich davor gut distanzieren können. Nach Zelleinschluss konnte ich viel meditieren und mich mit allen möglichen Tiefen beschäftigen. Trotzdem war jeder Tag Haft zuviel. Vor allem lernt man den Staat hier von einer ganz anderen Seite kennen. Und man sieht, wie wenig Resozialisierung oder Begleitung der Fall ist. Man soll nicht auffallen und ist sich selbst überlassen. "Der Adler muss dreimal in die Wasser tauchen, bevor er sich endgültig zum Himmel erheben kann"! :)

Freut mich, weil du da bist!

Arnold


Hallo Arnold

Seltsam ist das schon, bei anderen würde man sofort reagieren, und bei sich selbst ?
Denke mal das ist der Märtyrer in uns, wird schon nicht so schlimm sein. Dennoch, lernen
wir am ehesten wenn wir in einen Schock geraten, oder leidend krank sind. Ein seltsamer
Planet.

Bei mir war die Entdeckung der Schmerzkontrolle, nach meinem Autounfall. Ich habe eine
Narbe von der Brust bis zum Venushügel, fast zweigeteilt. Als ich nach dem künstlichen Koma
aufgewacht bin, was für ein Schmerz, obwohl ich eine Morphin Pumpe hatte, das kann ich
gar nicht in Worte fassen. Am höchsten Punkt, als mich der Schmerz so richtig aufgesaugt hat,
war es erträglicher. Heute noch wenn ich Schmerzen habe, kann ich sie weg atmen.

Das mit dem Buch ist eine gute Idee, wenn du schon so viel Material hast, und es dir Befriedigung gibt, tu es.

Früher wollte ich das auch mal, habe seit Jahrzenten schon den ersten Satz im Kopf und
schreiben geht mir leicht, ich muss da überhaupt nicht überlegen, dass schnurrt von ganz allein.
Mir fehlt es an Ehrgeiz, und ich vermeide strikt den Stress, auch meine "Profilneurose" ist verschwunden. Oder fehlendes Bedürfnis, sich wieder unters Volk zu mischen.

Bei so viel Luft in mir, würden mich die Vorgänge auch schnell langweilen, das ist mein Kreuz,
ich begreife sehr schnell, und schon muss ich weiter ziehen. Was den Nachteil hat, dass ich
damit auf einem einsamen Posten stehe. Und wenn ich dann einmal Perlen finde, die mich verstehen,
macht mich das froh.
Ich danke dir auch lieber Arnold, dass du da bist, du hattes mir schon einmal,
vor ein paar Jahren geholfen, als ich in einer Krise war. :winken1:

Da ich schon zwei Jahrzente, selbstbestimmt allein lebe, brauche ich von außen oftmals eine
andere Sicht, wenn ich unsicher bin mich zu entscheiden.

Ich habe mal in einem Glückskeks einen schönen Satz gefunden, der liegt immer auf meinem
Bücherregal nun: "Nicht jedes Übel gereicht zum Schaden"
und von Don Juan habe ich gelernt, dass man einen guten Feind im Leben schätzen sollte, weil er es
ist, der einem zu einem besseren Menschen macht. Während meine Tyrannen, immer noch an
dem selben Punkt stehen, habe ich mich wie der Adler, darüber hinweg geschwungen. Fast heil.
 
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