Vergiss den Vergleich mit dem Hund und auch das Moslem-Trauma.
Meine jetzige Einstellung zu Moslems hat sich mit der Zeit und mit näherem kennenlernen, auch durch das Hinterfragen und mich informieren über religiöse Hintergründe, Deren Auslegungen ihrer Religion, geschichtliche Hintergründe und über die Resentiments der verschiedenen Gruppierungen untereinander dort, und auch selbstverständlich über recherchierte und verschiedene Berichte entwickelt. Ich hab auch genügend mit den Menschen/Moslems selbst diskutiert. Ja, alle angeblichen Klischees, angeblichen Verallgemeinerungen sowie angeblichen Pauschalierungen und angeblichen Polemisierungen treffen leider mehr zu als so Mancher hier glauben will und ich habe festgestellt, dass sehr viele Moslems an sich zu Extremismus neigen. Und da machts eben dann die Masse, die meine Ablehnung Moslems gegenüber stützt.
Dazu kommt noch, und das ist für mich nicht unrelevant, dass der Islam immer bisher tabuisiert wurde und man den nicht frei kritisieren durfte ohne gleich wohin geschoben zu werden, ebenso geht es mir auch mit der Politik der Israelis/Amis den Palästinensern gegenüber.
Zudem kommt noch, dass es den Islam an sich gar nicht gibt und das da jeder interpretiert, wie ihm grad lustig ist, speziell die Imame, die sich dann auch noch alle möglichen Rechte herausnehmen. Der ganze Islam ist einfach eine krude ausgelegte stark missinterpretierte Religion mit fatalen veretetenen Dogmen, die bestenfalls ins 7 Jhd. n. Chr. passten und nicht mal da und erinnert mich stark an die kruden Auslegungen des Christentums des Mittelalters. Und da hilft es nicht entgegenzuhalten, dass es auch noch irgendwo in Afrika nen christlichen Verbund hat, der auch so krude Auslegungen vertritt und menschenverachtend agiert. Auch sowas verurteile ich aufs schärfste ebenso wie alle blöden Nazis aus aller Welt und auch alle kruden Sekten wie z.b die Scientologen und etc.....
Ich habe eigentlich großteils das Gefühl, dass du versuchen willst mich dahin zu führen, dass ich ebenso dieser Propaganda, die du so ausführlich über Seiten beschreibst, aufgessesen bin und mir das schon subtil unterstellst. Dem ist nicht so. Und jetzt versuchst du mir mit einem Hundevergleich oder nem Moslem-Trauma beizukommen und machst es mir eigentlich dadurch eher unmöglich mich hier auch nur Ansatzweise zu öffnen. Wobei ich aber eher denke, dass ich mich weiter gar nicht hier öffnen würde, auch wenn du das nicht geschrieben hättest. Ich hatte den ersten bewußten Kontakt, als Linker, 1985 mit der Propaganda der Medien und ich kann/darf dir da leider keine Details dazu schreiben. Ich kann dir nur versichern, dass ich das sehr gut kenne und propagandistische Bilder als solche erkenne und darauf sensibilisiert bin. Das was du z.b. hier eingestellt hast ist ja eigentlich schon sehr offensichtlich und mehr oder weniger direkt, oder aber auch offensichtlich um "nur" das Interesse an bestimmten Berichten zu wecken. Was viel subtiler abrennt sind ganz andere Bilder, wenn z.b. ganz direkt neben einer fetten Schlagzeile: KINDERSCHÄNDER BLABLABLA...und riesen Bericht dazu, ein Bild eines Politikers/Staatsmannes/Parteiangehörigen/etc. abgebildet wird, mit einem kurzen kleinen Bericht, der eigentlich nüschts mit dem Bericht über den Kinderschänder zu tun hat, aber das Bild dieses Mannes direkt neben der fetten Schlagzeile positioniert ist. Menschen die diese Berichte nicht lesen, sondern nur auf das Titelblatt schauen, sehen nur die fette Schlagzeile KINDERSCHÄNDER BLABLA und das Bild eines Mannes direkt daneben, Das sie automatisch damit in Verbindung bringen. Und da gibts noch ne Menge wesentlich subtilerer Propaganda.
Meine ersten Bücher dazu waren: "CIA in Mittelamerika" v. Günter Neubauer/Michael Opperskalski (1985 gelesen) ebenso wie "Der Handel mit Gerechtigkeit"- Funktionsprobleme der Starfjustiz und ihre Lösungen-am Beispiel des amerikanischen plea bargaining von Karl F. Schumann, der die gleiche Entwicklung bei uns voraussieht.
Zuerst mal: Das "von Hund gebissen - Beispiel" (nicht "Hundevergleich") war nicht höhnisch gemeint. Es geht mir auch nicht darum nahezulegen dass Du medial manipuliert sein musst. Eine derartige Generalisierung wie Du sie beim Thema Moslems vornimmst finde ich aber sowieso extrem, egal was die Ursache sein mag.
Denn einerseits habe ich absolut keinen Zweifel dass es gibt was Du beschreibst und sicherlich auch auf viele Moslems zutrifft. Aber bei einem sind wir uns ja sicherlich einig, dass auch Moslems zuerst mal Menschen sind. Ich meine das nicht moralisierend, sondern ganz einfach nur mal als Einführung einer grundlegenden Basis die wohl von niemandem angezweifelt wird. Menschen neigen allesamt zum "Glauben", was ich allerdings absolut nicht nur auf Religionen bezogen meine, sondern sehr weit gefasst, eher als eine Art Weltbild - was Religionen aber natürlich einschließen kann.
Die Weltbilder unterscheiden sich. Manche sehr, manche nur unwesentlich. Zwei IS-Kämpfer werden z.B. zwar individuell unterschiedliche Weltbilder haben aber der islamistische Überbau ist so stark und wesentlich, dass die sonstigen Unterschiede sehr in den Hintergrund treten können bzw. mindestens aus unserer Perspektive irrelevant werden. Nur, sagst Du ja selbst auch:
"Zudem kommt noch, dass es den Islam an sich gar nicht gibt und das da jeder interpretiert, wie ihm grad lustig ist, (...)"
Insofern hat man es also bei Moslems letztlich doch mit einer ungeheuren Vielfalt zu tun die sich sogar total individualisieren wenn man es individuell untersuchen könnte. Da gibts keine zwei identischen Weltbilder, nicht mal zwei identische Auslegungen des Islam. Und egal was Du über sie zu wissen glaubst, es darf mindestens bezweifelt werden dass Du diese Vielfalt tatsächlich zu überblicken im Stande bist. Was Du kennst und weißt und zu wissen glaubst und glaubst.... das ist letztlich vielleicht gar nicht so anders als das was Du kritisierst. Denn Du ziehst sehr radikale Schlussfolgerungen, sprichst von "Abscheu gegenüber Moslems". Das ist ja Dir überlassen, aber die Tendenz daraus ist ja nun mal Ablehnung.
Und Ablehnung wiederum kann sich wiederum vielfach äußern. Das kann sehr gemäßigt sein, im Sinne von "Soll jeder leben wie er will, aber mit so etwas will ich nichts zu tun haben" oder es kann sehr offensiv werden... Ich spreche hier nur von einem Prinzip, ohne nahelegen zu wollen ich würde Dich da irgendwo einordnen, denn ich will auf etwas anderes hinaus.
Der Punkt dabei ist: Du selbst kannst ebenfalls nur glauben, dass Deine Sicht der Dinge zutrifft. Was Du beschreibst ist der Ausschnitt eines Weltbildes von dem Du überzeugt bist und auch wenn Du das nicht Religion nennst, auch, wenn es nicht von einer Religion gelehrt wurde und selbst dann wenn Du es fast ausschließlich selbst zusammengebastelt hast, anstatt dass es Dir von irgendwem reingehämmert wurde, bleibt es ein Komplex aus Überzeugungen. Deren Resultat ist Ablehnung einer bestimmten Menschengruppe - Moslems. Und sicherlich bist Du nicht radikal oder gewalttätig, aber rein vom Prinzip her... ist das Resultat doch mit intoleranten Auslegungen von Religionen vergleichbar.
Und intolerante Auslegungen von Religionen finden sich dann wiederum nicht ausschließlich im Islam. Das Christentum wird von einigen bis vielen ebenfalls nicht gerade tolerant und Jesus-mäßig ausgelegt. Auch da gibts eine riesen Vielfalt. Gleichzeitig gibt es wiederum viele Christen die zwar ein Weltbild haben wie jeder eines hat, das vermutlich sogar christlich-kulturell geprägt ist, die man aber als Atheisten bezeichnen müsste oder zumindest nicht als gläubig im christlichen Sinne - ich bin z.B. so einer. Ich habe mein eigenes Weltbild und das ist ebenfalls ein gigantischer Komplex aus Überzeugungen, ich bin christlich getauft, aber ich bin nicht wirklich Christ oder gläubig.
Man hat es also erstens mal sowieso mit einer extremen Vielfalt zu tun. Man hat es gleichzeitig mit einem eigenen Glaubenssystem zu tun. Und inwiefern dieses Glaubenssystem der Vielfalt jemals gerecht werden kann, darf sehr stark bezweifelt werden. Und ich persönlich frage mich selbst, und zwar aus Eigeninteresse und weniger aus moralischen Idealen, wo mein eigenes Glaubenssystem zum Resultat der Ablehnung führt und warum. Und wenn diese Ablehnung Menschen betrifft oder Menschengruppen, dann finde ich letztlich immer eine Art Verengung und Simplifizierung. Dann ist es immer so dass assoziative Überzeugungen verdecken dass man es so oder so und egal was diejenigen glauben oder nicht glauben, mit Menschen zu tun hat. Und ich würde es als irrational empfinden, das Bewertungen wegen eigener Erfahrungen und auf der Basis einiger Bücher die ich gelesen habe, derart generalisierend sind das sie gar nicht wirklich stimmen können. Es ist einfach gar nicht möglich aus einem Mini-Fokus (und man kann nur einen kleinen Ausschnitt haben) korrekte Schlussfolgerungen auf das Ganze zu ziehen. Damit will ich nicht sagen, dass man es umgekehrt machen sollte und gleich mal sagen sollte "Alles Menschen, alle gut". Kein bisschen... nur denke ich, das eine gewisse innere Offenheit immer von Vorteil ist, auch für mich selbst.
Denn Ablehnung funktioniert ja übrigens auch subtil. Sie kann dazu führen dass man Erfahrungen erzeugt die ihr entsprechen. Ich bin davon sogar "spirituell" überzeugt, also im Sinne eines nicht physikalisch oder psychologisch erklärbaren Vorgangs der dazu führt das man letztlich erfährt wovon man überzeugt ist. Man muss allerdings nicht das glauben um sich mit etwas Analyse klar machen zu können, dass es auch ganz weltlich und logisch erklärbar ist, dass starke Überzeugungen dazu tendieren Erfahrungen zu "erzeugen" denen sie entsprechen, und zwar v.a. wenn sie in Ablehnung resultieren.
Unterm Strich bleibt Dich betreffend für mich also, dass Du ein Weltbild hast wie jeder. Bezogen auf Moslems und Islam ist es sehr eng und generalisierend und resultiert in Ablehnung aller Moslems. Und möglicherweise bis wahrscheinlich ist die Person, für die das am negativsten ist, Du selbst. Denn Millionen von Moslems wird egal sein was Du über sie glaubst und ob Deine Einschätzungen korrekt sind oder nicht. Aber psychologisch gesehen kommst Du natürlich dann immer wieder in Situationen in denen Du Dein Weltbild konkret fühlst und das ist ja eher nicht pure Freude... Im Grunde musst Du ja sogar einiges an Angst mit Dir herumschleppen, denn entsprechend Deinem Weltbild sind Moslems per se eine potentielle Gefahr.
Der Witz ist... das kann man auf die Menschheit insgesamt beziehen und generalisieren. Ich könnte ein Weltbild zusammenbauen das darauf hinausläuft, denn ich habe Erfahrungen mit Menschen gemacht und erkannt das die alle Weltbilder und tiefe Überzeugungen haben und wohl niemand frei von Dogmen ist, dass Menschen allesamt potentiell gefährlich sind. Würde man mir ein Kind anvertrauen damit ich das die ersten 10 Jahre seines Lebens auf dieser Basis erziehe... das würde echt antisozial sein und voller Angst vor Menschen allgemein inklusive einiges an Selbsthass da es selbst ein Mensch ist usw.
Worauf ich letztlich also hinaus will ist: Weltbilder die derart in Ablehnung resultieren schaden niemandem mehr als jener Person die sie mit sich herumträgt. Dabei ist dann erst mal egal ob die medial vermittelt wurden, wovon ich nach wie vor bei sehr vielen ausgehe auch wenn das auf Dich vielleicht nicht zutreffen mag. Will man so ein Weltbild und derartige Überzeugungen allerdings hinterfragen und einer Prüfung unterziehen, da man vielleicht erkannt hat, dass sie zu einer Angst führen die v.a. für einen selbst destruktiv ist, wird wiederum sehr bedeutend woher sie stammen. Und sehr viele glauben das nur zu wissen. Würden sie das wirklich analysieren, sich Zeit nehmen und alle Assoziationen aufschreiben die sie etwa zu Islam und Moslems haben und sich fragen, woher diese Assoziationen/Überzeugungen stammen... würden sich sehr viele wundern. Denn das allermeiste beruht dann eben doch nicht auf eigenen Erfahrungen sondern milde gesagt auf "Theorie". Das können Bücher sein oder Spiegel-Artikel, es können Fernsehbilder sein und Erzählungen anderer. Es kann letztlich alles sein was man irgendwann und von irgendwas oder irgendwem auf irgendeine Art wahrgenommen hat.