Die größte Illusion von allen

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Warum es keine Zeit gibt
mit einer anschließenden Plausibilitätsprüfung


Alle Sinnesqualitäten wie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, wie auch alle sensorischen Fähigkeiten wie das Wärme- und Kälte-Empfinden, der Gleichgewichtssinn, die Intuitionen, wie auch sämtliche kognitiven Fähigkeiten wie denken, assoziieren, erinnern und vorstellen, alle diese geistigen Fähigkeiten können stets nur im sogenannten Jetzt angewendet werden, oder gar nicht. Kein einziges Lebewesen wird jemals in der Lage sein, etwas im Vorgestern zu tun oder im Übermorgen zu fühlen, sondern stets nur im Jetzt, oder gar nicht. Jeder kann das selbst für sich nachprüfen und wird feststellen, dass es der Wahrheit entspricht.

Der Aufmerksamkeitsfokus ist das, was die gesamte Spannbreite der geistigen Erfahrungen umfasst. Mit unserem Fokus können wir etwas hören, das sich hinter uns befindet, ohne das wir es bereits sehen können. Oder wir können uns mit unseren Fokus an etwas erinnern, ohne dass wir erneut unsere Sinnen darauf richten müssen.

Keine einzige Erfahrung, die man mit Hilfe irgendeiner seiner geistigen Fähigkeiten gemacht hat, verliert diesen Jetzt-Eindruck jemals. Das ist der Grund, warum man sich auch nur im Jetzt wieder an sie erinnern kann, und warum man sich auch nur im Jetzt etwas vorstellen kann.

Der menschliche Aufmerksamkeitsfokus ist jedoch begrenzt, beschränkt. Wir können nur stets einen Ausschnitt aus dem Gesamtablauf der Natur bemerken. Das heißt, der Fokus kann nicht ständig und kontinuierlich auf den gemachten Sinneswahrnehmungen oder Denkprozesse gerichtet bleiben. Diese Einschränkung ist der Grund, die Voraussetzung, die Bedingung für die Entstehung der Eindrücke von Zeit.

Denn um all jene Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse erneut bemerken zu können, müssen wir unseren Fokus erneut auf sie richten. Das heißt, wie bringen sie zwangsläufig in eine Reihenfolge, die eine scheinbare Kontinuität erzeugt, welche wir Zeit nennen. Ähnlich wie das Objektiv eines Filmprojektors sein Licht nacheinander auf sämtliche Einzelbilder richtet, um die illusionäre zeitliche Bewegung eines ablaufenden Filmes zu erzeugen, obwohl alle Einzelbilder auf der Filmspule bereits vorhanden sind. Und zwar alle gleichberechtigt. Kein einziges Bild auf der Filmspule ist besser oder höherwertiger, als ein anderes.

In ähnlicher Weise richten wir unseren Fokus erneut auf jene Jetzt-Wahrnehmungen und Denkprozesse, von denen wir unseren Fokus vorübergehend abgezogen hatten. Dieses erneute darauf Richten erzeugt die Eindrücke von Zeit, von einem vorher und nachher, obwohl alle Wahrnehmungen und Denkprozesse ihren zeitlichen Jetzt-Eindruck niemals verloren haben, wie die vergleichbaren Bilder auf der Filmspule ebenfalls nicht. Sie sind nach wie vor alle im Jetzt vorhanden.

Doch indem wir unseren Fokus erneut darauf richten und sie damit zwangsläufig in eine Reihenfolge bringen, ähnlich wie die Cutterin des Films die einzelnen Bilder und Szenen in eine bestimmte Reihenfolge gebracht hat, erzeugt genau dieser Vorgang den Eindruck einer scheinbaren Kontinuität, die wir Zeit nennen.

In vergleichbarer Weise erzeugen alle Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse, von denen wir vorübergehend unseren Fokus abgezogen hatten und sie in eine solche Reihenfolge bringen, der Eindruck einer scheinbaren Kontinuität, die wir Vergangenheit nennen. Zudem bezeichnen wir solche Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse als Erinnerungen.

Und alle veränderten Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse, aus denen wir unsere Vorstellungen erzeugen, bringen wir ebenfalls in eine Reihenfolge, die eine scheinbare Kontinuität erzeugen, welche wir Zukunft nennen.

Doch sich erinnern, wie auch sich etwas vorzustellen, erfolgt ebenfalls nur wieder im zeitlosen Jetzt, oder gar nicht.

Diese Zusammenhänge zeigen auf, warum es es keine Zeit an sich gibt, sondern nur Sinneswahrnehmungen und Denkprozesse, die ihren zeitlichen Jetzt-Eindruck niemals verlieren.

Eine abschließende Plausibilitäts-Überlegung verifiziert auch für den letzten Zweifler, dass die hier gemachten Aussagen korrekt sind:

Wenn ich meinen Fokus ständig und kontinuierlich auf sämtliche meiner Sinneswahrnehmungen und Denkprozesse gerichtet lassen könnte, dann gäbe es für mich keine zeitlichen Eindrücke von Vergangenheit oder Zukunft.

Deswegen gehören solche zeitlichen Eindrücke zu den größten Illusionen überhaupt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum es keine Zeit gibt
mit einer anschließenden Plausibilitätsprüfung


Alle Sinnesqualitäten wie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, wie auch alle sensorischen Fähigkeiten wie das Wärme- und Kälte-Empfinden, der Gleichgewichtssinn, die Intuitionen, wie auch sämtliche kognitiven Fähigkeiten wie denken, assoziieren, erinnern und vorstellen, alle diese geistigen Fähigkeiten können stets nur im sogenannten Jetzt angewendet werden, oder gar nicht. Kein einziges Lebewesen wird jemals in der Lage sein, etwas im Vorgestern zu tun oder im Übermorgen zu fühlen, sondern stets nur im Jetzt, oder gar nicht. Jeder kann das selbst für sich nachprüfen und wird feststellen, dass es der Wahrheit entspricht.

Der Aufmerksamkeitsfokus ist das, was die gesamte Spannbreite der geistigen Erfahrungen umfasst. Mit unserem Fokus können wir etwas hören, das sich hinter uns befindet, ohne das wir es bereits sehen können. Oder wir können uns mit unseren Fokus an etwas erinnern, ohne dass wir erneut unsere Sinnen darauf richten müssen.

Keine einzige Erfahrung, die man mit Hilfe irgendeiner seiner geistigen Fähigkeiten gemacht hat, verliert diesen Jetzt-Eindruck jemals. Das ist der Grund, warum man sich auch nur im Jetzt wieder an sie erinnern kann, und warum man sich auch nur im Jetzt etwas vorstellen kann.

Der menschliche Aufmerksamkeitsfokus ist jedoch begrenzt, beschränkt. Wir können nur stets einen Ausschnitt aus dem Gesamtablauf der Natur bemerken. Das heißt, der Fokus kann nicht ständig und kontinuierlich auf den gemachten Sinneswahrnehmungen oder Denkprozesse gerichtet bleiben. Diese Einschränkung ist der Grund, die Voraussetzung, die Bedingung für die Entstehung der Eindrücke von Zeit.

Denn um all jene Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse erneut bemerken zu können, müssen wir unseren Fokus erneut auf sie richten. Das heißt, wie bringen sie zwangsläufig in eine Reihenfolge, die eine scheinbare Kontinuität erzeugt, welche wir Zeit nennen. Ähnlich wie das Objektiv eines Filmprojektors sein Licht nacheinander auf sämtliche Einzelbilder richtet, um die illusionäre zeitliche Bewegung eines ablaufenden Filmes zu erzeugen, obwohl alle Einzelbilder auf der Filmspule bereits vorhanden sind. Und zwar alle gleichberechtigt. Kein einziges Bild auf der Filmspule ist besser oder höherwertiger, als ein anderes.

In ähnlicher Weise richten wir unseren Fokus erneut auf jene Jetzt-Wahrnehmungen und Denkprozesse, von denen wir unseren Fokus vorübergehend abgezogen hatten. Dieses erneute darauf Richten erzeugt die Eindrücke von Zeit, von einem vorher und nachher, obwohl alle Wahrnehmungen und Denkprozesse ihren zeitlichen Jetzt-Eindruck niemals verloren haben, wie die vergleichbaren Bilder auf der Filmspule ebenfalls nicht. Sie sind nach wie vor alle im Jetzt vorhanden.

Doch indem wir unseren Fokus erneut darauf richten und sie damit zwangsläufig in eine Reihenfolge bringen, ähnlich wie die Cutterin des Films die einzelnen Bilder und Szenen in eine bestimmte Reihenfolge gebracht hat, erzeugt genau dieser Vorgang den Eindruck einer scheinbaren Kontinuität, die wir Zeit nennen.

In vergleichbarer Weise erzeugen alle Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse, von denen wir vorübergehend unseren Fokus abgezogen hatten und sie in eine solche Reihenfolge bringen, der Eindruck einer scheinbaren Kontinuität, die wir Vergangenheit nennen. Zudem bezeichnen wir solche Jetzt-Wahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesse als Erinnerungen.

Und alle veränderten Erinnerungen, aus denen wir unsere Vorstellungen erzeugen, bringen wir ebenfalls in eine Reihenfolge, die eine scheinbare Kontinuität erzeugen, welche wir Zukunft nennen.

Doch sich erinnern, wie auch sich etwas vorzustellen, erfolgt ebenfalls nur wieder im zeitlosen Jetzt, oder gar nicht.

Diese Zusammenhänge zeigen auf, warum es es keine Zeit an sich gibt, sondern nur Sinneswahrnehmungen und Denkprozesse, die ihren zeitlichen Jetzt-Eindruck niemals verlieren.

Eine abschließende Plausibilitäts-Überlegung verifiziert auch für den letzten Zweifler, dass die hier gemachten Aussagen korrekt sind:

Wenn ich meinen Fokus ständig und kontinuierlich auf sämtliche meiner Sinneswahrnehmungen und Denkprozesse gerichtet lassen könnte, dann gäbe es für mich keine zeitlichen Eindrücke von Vergangenheit oder Zukunft.

Deswegen gehören solche zeitlichen Eindrücke zu den größten Illusionen überhaupt.
Was bringt mir das im angewandten Leben? ;)
 
Ergänzungs-Analogie:

Würden wir einen Kinofilm von der Filmspule abspulen und ihn der Länge nach ausbreiten, und gäbe es einen Filmprojektor, der das Licht seines Objektives auf sämtliche ausgebreiteten Einzelbilder gleichzeitig auf eine entsprechend lange Leinwand wirft, und könnte auch unser Aufmerksamkeitsfokus diese gesamte Projektion vollumfänglich erfassen, dann bräuchten wir nicht 2 Stunden zu warten, bis der Mörder am Ende des Filmes überführt ist, sondern wir könnten den Film in seiner Gesamtheit auf einen Schlag im Jetzt bemerken.

Diese Analogie, übertragen auf Jetzt-Sinneswahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesses, würde mit einem vergleichbaren Fokus Ähnliches bewirken. Keine Vergangenheit, keine Zukunft, sondern nur Jetzt.
 
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Ergänzungs-Analogie:

Würden wir einen Kinofilm von der Filmspule abspulen und ihn der Länge nach ausbreiten, und gäbe es einen Filmprojektor, der das Licht seines Objektives auf sämtliche ausgebreiteten Einzelbilder gleichzeitig auf eine entsprechend lange Leinwand wirft, und könnte auch unser Aufmerksamkeitsfokus diese gesamte Projektion vollumfänglich erfassen, dann bräuchten wir nicht 2 Stunden zu warten, bis der Mörder am Ende des Filmes überführt ist, sondern wir könnten den Film in seiner Gesamtheit auf einen Schlag im Jetzt bemerken.

Diese Analogie, übertragen auf Jetzt-Sinneswahrnehmungen und Jetzt-Denkprozesses, würde mit einem vergleichbaren Fokus Ähnliches bewirken. Keine Vergangenheit, keine Zukunft, sondern nur Jetzt.
Die Juden haben nicht ohne Grund eine Schriftrolle als heilige Schrift. Sie wissen schon sehr lange um diese Dinge.
Es wird immer nur der Teil aufgerollt, der gerade gelesen wird.
Sie wissen aber, dass die ganze Rolle vorhanden ist, und manch einer mag in der Rolle des Lebens lesen, wie es ihm beliebt.
 
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