Laguz
Sehr aktives Mitglied
Ich glaube sogar umgekehrt, dass genau das Lenken des Fokus auf diese Trennlinie eben ein Abwehrmechanismus sein kann und oft auch ist. Wenn man über die Linie diskutiert, dann braucht man - einmal mehr - nicht auf sich selbst zu schauen.
Es ging mir eigentlich um diese Aussage:
Ich glaube nicht, dass man nicht mehr näher hinschaut, sobald man einen Blick wirft auf die Trennlinie zwischen bereits krankhaften und noch normalen Ausprägungen.Aber meines Erachtens ist damit eigentlich vermieden, dass man näher hin schaut.
Man hat ja trotzdem die typischen Narzissten-Eigenschaften im Hinterkopf.
Es macht aber schon einen Unterschied für Menschen, die in eine narzisstische Familie hineingeboren wurden und daher laufend in Frage gestellt werden und sich mehr und mehr fragen, was sie denn dauernd falsch machen.Dass mein Narzissmus nicht krankhaft ist, ebenfalls. Insofern finde ich es nicht näher von Belang, näher zu wissen, wo diese Linie genau verläuft. (Klar, für Therapeuten ist diese Unterscheidung sicher wichtig im Umgang mit Klienten. Aber das ist eben ein spezielles Setting, und spielt im Alltag eher eine Randerscheinung.)
Insofern interessiert dies nicht nur Therapeuten, sondern auch Angehörige von Narzissten, die zuweilen tagtäglich, von Klein auf mit einer Abwertung durch Blutsverwandte konfrontiert werden.
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