Liebe Mondgöttin,
es gibt kein gutes oder schlechtes Volk, es gibt keine gute oder schlechte Religion, es gibt keine gute oder schlechte Politik, es gibt nur Menschen, die einen entsprechenden Charakter haben und je nachdem, welche Führungspositionen oder "Ideale" sie haben, entsprechend beeinflussen sie die Leute. Und eine gewisse Anzahl lässt sich beeinflussen, weil sie denken, die stehen "da oben" und haben gewiss recht. Wenn diese Leute "da unten" richtig nachdenken würden und die Augen aufmachen würden, würden sie vielleicht merken, daß "die da oben" möglicherweise doch nicht recht haben.
Politik und Religion sind im Grunde von sich aus leer und neutral. Sie werden von den Menschen entsprechend zu dem gemacht, was wir meist erleben. Fanatiker haben oft eine interssante tatsächliche Einstellung zu dem, was sie vertreten, aber sie merken, daß man damit die Leute manipulieren kann und darauf kommt es ihnen an. Die in solchen Gruppen oben stehen, wollen Macht, die die unten stehen und sozusagen "Aufträge ausführen", wollen integriert sein und Anerkennung. und Lob von ihren Obrigen. Es geht in Wahrheit nicht um religiöse Ideale oder Überzeugungen, die sind nur vorgeschoben.
Es ist egal, ob manche religiöse Führer oder Politiker damit gemeint sind. Die wenigsten vertreten ihre wahre Überzeugung und die meisten nutzen das nur als Ausreden für ihre eigenen Machtspiele. Es ist wie ein überdimensionales Schachspiel.
Vielleicht ist es das, was dich auf diese Themen so reagieren lässt. Wenn etwas echt ist, dann nehmen die Menschen das in der Regel auch an. Um nochmal auf den Buddhismus zu kommen: Leute ich habe noch nicht erlebt, daß buddhistische Mönche in der Form angegangen werden, wie das mit islamischen Religiionsvertretern geschieht. Wobei ich nochmal sagen will, daß die Religion in dem Fall als Ausrede benutzt wird. Nicht anders war es mit den Kreuzzügen. Nicht anders war es mit der Missionierung in Südamerika und anderen Teilen der Welt. Religionen werden immer als Ausreden benutzt, um andere zu manipulieren. Nur wenn man den Menschen ihre Entscheidungsfreiheit lässt und auch akzeptieren kann, daß sie andersgläubig sind, dann ist es echt und aus der Überzeugung heraus.
Mondgöttin hat auch immer wieder betont, daß sie mit islamisch-stämmigen (wieso sagen wir das eigentlich so? es sind doch orient-stämmige Leute) Menschen kein Problem hat, sondern mit den extremen Auswirkungen und Aktionen die daraus entstehen. Und ehrlich gesagt, ich finde es auch nicht toll, wenn extreme und fanatische Christen irgendwo ihr Unwesen treiben. Es ist nicht richtig und es ist nicht das, was eine Religion, eine Glaubensrichtung wirklich lehrt. Liest man die jeweiligen Bücher richtig, steht da sehr wohl, daß Gewalt nicht erlaubt ist. Wie es aber gelebt wird, ist eine Auslegungssache der jeweiligen Glaubensrichtung.
Im übrigen entsteht in diesen Threads die selbe extreme Haltung, wie sie bei jeweiligen Aktionen, die die Medien beschreiben, dargestellt werden. Merkt ihr eigentlich, wie sich ständig hier die Fronten verhärten? Es ist okay, daß jeder seine Meinung hat und die auch darstellt. Nur fällt mir auf, daß die Meinungen langsam Nebensache werden und das Recht haben wollen mehr in den Vordergrund tritt. Das sage ich allgemein und betrifft niemand im einzelnen. Es ist nur eine Tendenz, die mir eben auffällt. Aber diskutieren mit verhärteten Fronten führt eher zu Streit, als zu einer objektiven Diskussion.
Alles Liebe
Moonrivercat