Soweit du lesen kannst, war da nix von Nippes polieren in dem geschilderten Tagesablauf.
Zudem sprichst du gerade mit einer Alleinerziehenden. Für mich fiel sehr viel Belastung und Arbeit weg, nach der Scheidung und Abbau des Mannes. Sogar mit zwei Kindern allein ist es einfacher und weniger Arbeit, als mit zusätzlich den Kindesvätern.
Da hast Du aber eine ziemlich schlechte Wahl getroffen, wenn Du es so sehen musst. Und das mehrfach? Könnte es sein, dass da irgendwo ein Thema von dir mit drinnen steckt?
Als ich alleinerziehend mit meiner ersten Tochter war, war das auch wesentlich einfacher. Auch dann mit zwei Kindern, alleinerziehend. Deine Rechnung geht trotzdem nicht auf und ist schlicht Blödsinn. Das ist eine typisch blöde Rechnung aus Sicht eine Mannes, der nie wirklich Hand anlegt in der Familie und im Haushalt. Was du da aufgezählt hast sind ein paar Verantwortlichkeiten, sozusagen eine Mindestversorgung. Abgesehen davon, dass du das nicht vom gesamten Aufwand einer zb. 4köpfigen Familie trennen kannst.
Ah ja, eh, natürlich, keine Hand anlegt. Dass Mann auch Erfahrung haben kann, ist in dem Denkgebäude halt leider nicht enthalten. Und ja, das sind die Versorgungsverpflichtungen ... dass man mit seinen Kindern gerne spielt, gerne mit ihnen etwas unternimmt, das setze ich mal voraus.
Frühstück bedeutet nicht einfach lieblos ein Brot zu schmieren und es dem Kind hinzuwerfen. Auch nicht, wenn man alleinerziehend ist und allein mit dem Kind frühstückt. Kinder sind auch nicht nur alle zwei Jahre krank. Im Kindergartenalter waren meine Kinder im Jahr mindestens 4-5 Mal krank. Und wie du da auf 5 Minuten kommst, erklärst du mal. Das kann man doch nicht durch die Jahre und Wochen dividieren. Dazu kommen dann noch bei einem Schulkind die Ferien, in denen man sich auch frei nehmen muß, wenn man keine Kinderbetreuung hat (aus welchen Gründen auch immer). Sowas macht meistens dann auch die Frau.
Legst Du eine Sonderserie Brot mit Goldrändchen für dein Kind auf? Ansonsten läuft Brot auf abschneiden, schmieren oder belegen, einpacken hinaus.
Im Durchschnitt sind Kinder im Laufe ihres Kind seins (als mindestens bis 16) eher weniger als alle 2 Jahre krank ... die jährliche Erkältung bringt eher mehr Ruhe und Freizeit für den Erziehenden.
Wie ich auf 5 Minuten komme IST erklärt. Natürlich kann man es durch Jahre und Wochen dividieren, denn das ist der durchschnittliche Aufwand ... genau der, von dem ich geredet habe.
Auch wenn Du dir "für dein Kind" freinehmen musst, ist diese Zeit ja nicht dem Kind anzulasten, sondern ist in dem gleichen Umfang Freizeit auch für dich, in der Du auch was für dich machen kannst.
Keine Ahnung, worum es dir geht. Du behauptest ein Kind braucht nicht mehr als 2 Stunden Aufwand täglich und das ist schlicht Unsinn. Dafür gab ich dir Beispiele. Das bedeutet nicht, dass ICH da meinem Kind auf den Keks gehe, sondern das dem Kind mit nur 2 Stunden Aufmerksamkeit nicht genüge getan ist. Wenn mein Kind sich in sein Zimmer zum Spielen verzogen hat, habe ich es in Ruhe gelassen. Mein Kind wollte aber meistens lieber mit mir spielen. Das sich das mit dem Alter ändert ist auch klar. Je älter sie werden, verschieben sich die Notwendigkeiten und die Beschäftigungen.
Ganz einfach ... dass manche Frauen behaupten, sie müssen 24 Stunden für das Kind da sein, und nebenbei auch noch Waschen und Putzen und den Mann beservicen. Und as stimmt einfach nicht, denn ein Kind braucht insgesamt nur relativ wenig Aufwand ... egal ob es jetzt durchschnittlich 2 oder 3 Stunden am Tag sind.
Nur ist dieser idiotische Vergleich eine Sauerei ... (Haus)Frau ist den ganzen Tag so mit dem Kind gestresst, während der Mann 9 Stunden im Büro nur faulenzt.
Da wird einfach ideologisch mit der Unfähigkeit gearbeitet, Beruf oder manche Berufe einschätzen zu können um Neid zu erzeugen. Was heute natürlich bei Jungen zieht, die noch keine Ahnung vom Beruf haben. Aber letztendlich ist es ein Werbeargument, das die Ideologen schon zu Beginn der Emazipation gebracht haben, um den Neid der Hausfrauen zu wecken.
Ja, mit meinem Kind gemeinsam.
Na siehst. Dann hast Du entweder auch dabei Spaß gehabt, für dich ganz alleine (wann kann man schon als Erwachsener in der Sandkiste spielen ohne für bekloppt gehalten zu werden). Oder Du hast dir halt in dem Moment nichts besseres zu tun gewusst. Aber das kann man doch nicht als Aufwand für Kinderbetreuung anlasten, und sagen, dass das "Arbeit" ist.
Doch. Und dumm ist das gar nicht. Klar spielen Kinder irwannmal auch allein oder mit anderen Kindern in der Sandkiste und man selbst kann mal mit einer anderen Mutter tratschen. Man kann aber nicht weg, der Zeitaufwand bleibt und das Tratschen war sicherlich keine Beschäftigung, die mich erfüllte. Es gibt sicher Mütter, denen sowas taugt, die sich da ganz entspannt dem Aufpassen und Tratschen hingeben, weil es ihnen einfach gefällt. Ich gehörte nie zu diesen Personen.
Gut, dann differenzierst Du aber nicht zwischen Aufwänden, die für das Kind notwendig sind, und zwischen Aufwänden die Du halt machst, weil Du grad nichts besseres zu tun hast. Natürlich bringt ein Kind Einschränkungen mit sich. Und natürlich muss man sich in dem was man macht an das Kind anpassen. Ist so, wenn man ein Kind will. Diese Nachteile bringt es aber auch für beide Partner. Da ist also die Mutter auch nicht ärmer als der Mann, denn auch der hat keine ungestörte Freizeit mehr.
Klar. Kommt halt auch auf das Alter des Kindes an.
Ich sehe es aber nicht nur als Bespaßen, sondern auch meinem Kind Wissen zu vermitteln oder Handfertigkeiten vorzuzeigen.
Richtig. Schon die Handwerker früher haben die Kinder dabei gehabt, und ihnen das Handwerk schon von klein auf beigebracht. Der Grund warum wir tolle Handwerker gehabt haben (und leider nicht mehr haben). Nur ... auch das behindert nicht wesentlich ... Du machst etwas, und erklärst es dem Kind vielleicht, oder das Kind spielt einfach daneben, während Du machst.
Du hast echt nen Knall. Das Spielen und Beschäftigen mit meinen Kindern hat mich nicht ins Burnout geführt. Zudem kann ich mich nicht erinnern irwo erwähnt zu haben, dass meine Kinder mein einziger Lebensinhalt wären. Du vermischt da zu viel zu einer Soße. Es ist doch ein Unterschied, ob man als Frau für ALLE Belange der ganzen Familie (4 Personen) ALLEIN zuständig ist UND zusätzlich noch arbeiten geht (wie in meinem Beispiel vorher angeführt), oder ob man sich mal mit Kindern bischen beschäftigt (so nebenbei, wie man grad Lust hat, wie der Mann das oft tut).
Du hast recht, das war etwas zu einseitig formuliert. Natürlich ist ein 4 Personen Haushalt nicht mehr ganz so einfach zu behandeln. Und da ist dann natürlich ein Fulltime-Job dazu halt ein guter Grund für ein Burnout. Aber nur, wem gibst Du die Schuld dafür? Es war doch das, das DU gemeint hast, machen zu müssen. Du hättest dich ja auch in einen Halbtagsjob zurückziehen können, oder Hausfrau werden. Also hast Du DEINE Gründe gehabt, es anders zu machen. Das kannst Du aber weder deinem Kind noch deinem Partner anlasten, wenn Du vorher vielleicht etwas anderes gelebt, eine Partnerschaft unter anderen Rahmenbedingungen eingegangen bist.
Kommt auch wieder darauf an, was DU unter Erwachsenendingen verstehst und auch auf das Alter des Kindes.
Kinder sind an allem interessiert, auch fast egal welches Alter. Und wenn sie es nicht interessiert, beschäftigen sie sich dann eh selber.
Zudem will und wollte ich gar nicht alle meine Erwachsenendinge mit meinen Kindern teilen. Schon arg, nicht? Doch keine Mutter, die nur ihre Kinder zum Lebensinhalt hat...*tzzz.
Na ja, wenn Du es nicht teilen willst, dann hast Du die Wahl dich einzuschränken oder halt dem Partner die Kindern zu überlassen. Was ja bei Abendversorgung und Schlafen legen auch nicht das grosse Problem sein sollte.
Kommt wieder darauf an, was du unter Unterhaltungsindustrie verstehst. Wenn es dir um irwelche Computerspiele oder Fernsehen geht, dann liegst du bei mir ganz falsch.
Unterhaltungsindustrie ist klar ... Konzerte, Kino, Disco, In-Beisl ... und was halt sonst noch Unterhaltung ist, die man sich kaufen kann, und wo Kinder halt nicht so gut kommen.
Siehste, mir geht es da genauso. Als stressig empfand ich immer nur die Kindesväter.
Na ja, dann ist das Singleleben ja eh eine gute Entscheidung für dich. Nur hat auch so eine Entscheidung halt Konsequenzen. Können positiv sein, bringen halt aber auch oft zusätzlich einen gewissen Zeitaufwand und noch mehr Management mit sich (alleine schon mit einem Lover), und es ist dann halt klar, dass man alles alleine machen muss.