Wollte ich ursprünglich auch, aber dann wars mir doch zu blöd irgendwie.
Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass du wirklich der Ansicht bist, dass ein Kind nur 2 Stunden pro Tag Aufmerksamkeit benötigt oder braucht. Und für Haushalt auch nur 2 Stunden benötigt werden. Entweder vernachlässigtest du und deine Partnerin den Nachwuchs und bei Euch ist es dreckig, oder du labberst einfach nur irwas. Auf sowas will ich schlicht nicht wirklich argumentieren.
Das stimmt so nicht. Du lernst nur, wenn Du die Grenzbereiche anschaust (z.B. Alleinerziehende) wie man rationell und arbeitet. Natürlich kann eine Hausfrau den ganzen Tag mit dem Polieren ihrer Nippes verbringen ... nur - das ist keine Hausarbeit, sondern Hobby. Aber die effektive Arbeit für ein Kind ist nicht mehr als die 2 Stunden.
Aber rechnen wir's nach, und seinen wir dabei sogar kleinlich, dann haben's alle Frauen leichter ... kritisieren ist ja einfacher als etwas selber machen.
Nehmen wir ein Mittelding, Kind mit 10 Jahren (Anfang Haupschule).
Frühstück (1/3 des Aufwandes) 5 Minuten.
Abräumen, Geschirrspüler einräumen anteilig 5 Minuten.
Mittagessen kochen (durchscnittlich 10 Minuten) anteilig 3 Minuten.
Mittagessen herrichten, abräumen anteilig 10 Minuten.
Abendessen kochen (durchschnittlich 30 Minuten) anteilig 10 Minuten.
Ist mal ein Grundaufwand von 33 Minuten.
Dazu kommt Wäsche waschen (2xwöchentlich 30Minuten) anteilig 20 Minuten
Arztbesuch (1 Mal im Monat, 2 Stunden) = 120/30 = 4 Minuten
Kinderkrankheit (alle 2 Jahre 2 Wochen mit Intensivpfelge 4h am Tag) 5 Minuten
Lernen (1xwöchentlich 1h) = 10min
Bisher mal Aufwand für das Kind 72min/Tag ... 48min sind noch frei die für irreguläre Tätigkeiten frei bleiben.
Was habe ich vergessen?
Siehst und genau das mein ich auch. Das sind alles viel zu überzogene Ansichten. Weder das eine noch das Andere ist richtig. Man muß da ein wenig differenzierter hinschauen und nicht gar so arg gegenseitig polarisieren. Natürlich sind Anes Meinungen auch großteils aus ihrer Sicht Quatsch mit Soße.
Na ja, aber gerade die Emanzen polarisieren halt stark. Weil es natürlich eine extremistische Ideologie ist. Und wenn man da nicht in gleicher Qualität dagegen hält, ist man schon der Verlierer, weil man nicht natürlich mit populistischen Werten mehr erreichen kann (kennen wir alle aus der Politik) als mit realistischen Aussagen.
Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen erzählen. Prinzipiell ließen die Väter meiner Kinder alles an mir hängen und unter Alles mein ich auch Alles, sogar ihren Kram. Warum denkst du habe ich mich scheiden lassen?
Ja, aber das sind hat persönliche Erfahrungen, die Du nicht auf alle Menschen projizieren kannst. Ich bin der letzte, der Männer verteidigen will, manchmal benehmen sie sich wirklich total doof. Aber dafür herrschen halt oft auch bei Frauen sehr irreale Vorstellungen vor (siehe diese Diskussion), welche Leistung sie erbringen. Und das muss man halt mal klar durchrechnen.
Wieviel Zeit und Fürsorge Kinder brauchen und welcher Art Diese ist, hängt vom Alter des Kindes ab. Bis zu ihrem ca. 4-5 Lebensjahr ist die durchwegs wirklich bis zu 14 Stunden täglich, dazu kommt dann noch der Haushalt, das Einkaufen, die Arzttermine und später dann noch die Schultermine, die Freizeitgestaltungsorganisation, Pflege bei Krankheit und etc..... Bei einem Kind geht das noch halbwegs, aber bei zwei wirds dann schon etwas crazy. Zudem auch dann, wenn der Mann plötzlich selbst bedürftig wird und zum dritten Kind mutiert, oder sich aufgrund dessen, da er arbeiten geht, für sonst nichts Anderes zuständig fühlt.

, hast Du jetzt gerade dein eigenes Wording betrachtet? Es ist da schon alleine das Denken, dass Du dich überfordert fühlst. Oder teilst Du dich, wenn Du mit dem Kind zum Arzt gehst, wenn Du den Haushalt machst oder wenn Du einkaufen gehst? Oder sind das doch Zeiten, die Du MIT dem Kind verbringst?
Wenn Du deinem Kind 14 Stunden auf den Keks gehst, dann wird es sich aber schön bei dir bedanken ... das braucht nicht einmal ein Baby.
Natürlich gibt es Männer, die zum Kind mutieren. Aber da ist es auch deine Aufgabe, hier Grenzen zu ziehen. Und das ist halt eine Grundeigenschaft der Frau, sich immer mehr aufzuhalsen, ich kann ja, ich bin ja so stark (natürlich noch bestärkt durch die Emanzipation) ... und dann genau dieses Verhalten beim Mann fördert. Wäre hier ein klares "nein, so nicht", dann würden solche Verhältnisse auch nicht einreissen.
Nur ... selber dazu beitragen (hier ist eine Auseinadersetzung mit Co-Abhängigkeit mal sehr hilfreich), und nachher sagen "nö, passt mir nicht" ... das ist dann halt auch unfair.
Bei sehr vielen Männern ist es natürlich gerade in jungen Jahren auch so, dass sie den Aufwand und die Verantwortung für ein Kind gar nicht abschätzen können. Da finde ich die Methode in den USA recht gut, dass die Kids in der Oberstufe eine Tamagocci-Puppe bekommen und eine Zeit lang als Paar versorgen müssen, um einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, was das bedeutet.
Im Endeffekt ist es aber so, dass keiner weiss, auf was er sich einlässt. Schon gar nicht, wenn es einfach "passiert". Und viele Menschen (Männer wie Frauen) sind dann halt nicht bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
Und letztendlich hat hier die Frau die Macht. Sie kann den Mann zur Kinderlosigkeit verurteilen (Abtriebung, Adoption) oder sie kann das Kind behalten und damit den Mann zur Übernahme von Verantwortung zwingen - ob er will oder nicht.
Und viele Kinder entstehen halt, weil die Frau ein Kind will, und es dem Mann egal ist und er der Frau einen Gefallen tun will ... und dann fehlt's halt an der inneren Vernatwortungsübernahme.
Und zu deinem Argument der Freizeitgestaltung und Kinder hassen, kann ich dir nur eines sagen: Ich hatte nach dem ersten Kind genug von Sandkastenspielen und Kleinkindbeschäftigung und Bespaßung. Wenn das nämlich immer nur eine Person tut (auf eine Person abgewälzt wird in jeder Hinsicht), und das bei und für die ganzen Familie, sprich zwei Kinder im Baby und sehr jungem Alter und den Mann beschäftigen und bespaßen, dann führt das nicht nur zu Unlustigkeit, sondern geradewegs ins Burnout, wenn man auch noch für Alles andere zuständig sein muß.
Hey, Du hast auch im Sandkasten gespielt? Oder bist Du vielleicht doch nur daneben gesessen, hast gestrickt oder gelesen? Egal was davon, Du hast nicht die gesamte Zeit in die Kinderbetreuung investiert (wäre ja dumm, wenn's dich eh nicht braucht weil es spielt). Bespaßen ist natürlich auch so eine Sache ... zu viel bespaßen macht die Kinder dann abhängig davon - es fehlt die eigene Kreativität sich zu selber beschäftigen. Und dich natürlich ins Burnout. Passiert halt oft bei Menschen, die selber keine oder wenig Lebensinalte haben, und sich voll auf das Kind schmeissen weil es ihrem Leben dann Inhalt gibt.
Wenn du also denkst, dass Kinder in der Freizeit keine Arbeit sind, dann hast du sie nicht Alle. Zudem verstehe ich Freizeit für mich mich mit Erwachsenendingen zu beschäftigen und nicht mit Kinderkram.
Kannst Du ja. Ich kenne keine Kinder, die dich daran hindern, dich mit Erwachsenendingen zu beschäftigen. Ganz im Gegensteil, die "Erwachsenendinge" sind das, was die Kinder durch Beobachtung auch später zu Erwachsenen macht und ihnen einen breiten Horizont eröffnet.
Natürlich, wenn deine Erwachsenendinge nur in Unterhaltungsindustrie bestehen ... das wird natürlich mit einem Kind schwierig sein. Aber alles andere lässt sich auch mit einem Kind regeln.
Versteh mich nicht falsch. Ich liebe meine Kinder, aber ich bin auch ein Mensch und keine Maschine. Ich habe gerne mit ihnen gespielt und war mit ihnen unterwegs, aber dass das immer nur Spaß und nicht stressig war, kann ich auch nicht behaupten.
Ich habe Kinder nie als stressig empfunden - und Gott sei Dank auch sie mich nicht. Bei mir gibt es klare Grenzen, auch wenn ich jederzeit für die Kinder da bin (ausser die Mutter will das gar nicht). Ich spiele mit ihnen, ich lerne mit ihnen ... aber was ich halt nicht bin, ich bin nicht ihr Leibdiener, ich brauche sie nicht, um für mich selber etwas zu erfüllen (von Langeweile über Ersatzpartner bis zu Lebensmittelpunkt), sondern sie sind integraler Bestandteil einer Famile. Mit entsprechenden Rechten und Pflichten, mit klaren Grenzen wann es gemeinsame Zeiten gibt, und wann es Partnerschaftszeiten ohne das Kind gibt (bei älteren Kindern). Und da tun sich halt sehr viele Frauen schwer. Und das geht dann halt sowohl auf die Kinder (von verwöhnt bis abhängig) und auch auf die Partnerschaft.
Das hat aber halt alles sehr viel mit Prägungen, mit psyhischschen Dispositionen zu tun, die von den Eltern kommen, wie man da mit dem Kind umgeht. Und die Dispositionen des Partners und die Lebenssituation kommen dann halt auch noch dazu, und sind dann halt leider oft Stolperstein.
Aber das kann man halt nicht einseitig erzwingen, sondern das muss integral von beiden Seiten her über Persönlichkeitsentwicklung passieren ... und da ist halt Entwicklung über mehrere Generationen dazu notwendig, und keine Ideologie, die kann nur der Anstoß sein.