Der große Unterschied - "typisch" Mann/Frau?

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Das ist aber ein Wahrnehmungsfehler.

Sie reagieren nicht anders als Männer. Die Stimmlage ist bei Frauen meist eine andere, die wird dann beschrieben und nicht das dahinter. Und diese Stimmlage wird negativer bewertet. Bei Männern geht die Stimme auch rauf, wenn sie wütend werden oder lauter, um sich durchzusetzen. Aber bei denen donnert es dann, während Frau hysterisch kreischt.

Sprich ein tatsächlich vorhandener biologischer Unterschied (Stimmlage) produziert eine andere Wertung einer gleichgearteten Reaktion, z.B. innerhalb einer Besprechung.

Btw. habe ich mir sehr früh angewöhnt meine Stimme tief zu halten und lediglich deutlicher und lauter zu sprechen. Insofern verhalte ich mich "männlich", aber der Grund dafür ist, dass ich ernst genommen werden möchte und nicht als zickig oder hysterisch, was nämlich meine Argumente entwerten soll, wenn diese Art Abwertung vorgenommen wird, die sich meist in sienem "Nun werden Sie nicht hysterisch" (=regen Sie sich gefälligst nicht übertrieben auf) von Männern kommt.

Das wäre nur ein Beispiel, wo ein biologischer Unterschied zwischen Mann und Frau als Abwertung missbraucht wird.

Neutral wäre die Aussage: es ist typisch, dass die Stimme einer Frau in einer höheren Tonlage ist als die eines Mannes. Mehr sagt es jedoch nicht aus.
Nein, kein Wahrnehmungsfehler. Deine Aussage, auf die ich mich bezog, war konkret Diese:
Was ich sehr gerne tu, ist mit Klischees zu spielen. Und einem Mann, der glaubt, er haut ordentlich auf den Tisch, hysterisch oder zickig zu nennen.
Und das tust du hier im Forum oft genug auf die eine oder andere Weise, dich klischeehaft weibisch zu gebärden, wie ich dir antwortete.

Es hat hier in der Diskussion niemand die typisch männl./weibl. Stimmlage ab.- od. aufgewertet. Zudem hat es weder mit dem Zitierten noch mit meiner Antwort zu tun. Ich hab echt keine Ahnung, warum du dich darüber echauffierst, außer um abzulenken.
 
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Ok, aber das hängt dann auch von den kulturellen Gegebenheiten und Prägungen ab, was für eine Gesellschaft archetypisch männlich/weiblich ist.
Nein. Das Archetypische ist überall gleich. Es sind Prinzipien. Wie es gelebt wird, ist gesellschaftlich und kulturell verschieden. Auch darf man nicht vergessen, dass es Verletzungen des Männlichen und Weiblichen gibt (Aufgrund eben der Rollenklischees, die hier schon mehrfach oberflächlich berasselt wurden).
 
Und das tust du hier im Forum oft genug auf die eine oder andere Weise, dich klischeehaft weibisch zu gebärden, wie ich dir antwortete.
Nenne mal ein Beispiel und dann achte darauf, wie Du dabei subvokalisierst, wenn Du das Zitierte liest.

Ich sage dir: 90% der Wahrnehmung passiert in dir und weiß Du weißt, ich bin eine Frau, färbt es sich entsprechend. Und den passenden Tonfall wählst du aus. Denn zu hören ist hier tatsächlich nichts.

Das alles ändert sich btw. nicht was ich dazu schrieb. Magst auf den Inhalt eingehen oder lieber doch nicht?
 
Nein. Das Archetypische ist überall gleich. Es sind Prinzipien. Wie es gelebt wird, ist gesellschaftlich und kulturell verschieden. Auch darf man nicht vergessen, dass es Verletzungen des Männlichen und Weiblichen gibt (Aufgrund eben der Rollenklischees, die hier schon mehrfach oberflächlich berasselt wurden).


Das Archetypische ist gleich, nicht aber, ob man es als männlich oder weiblich definiert. ;)
 
Unterschiedliche Aggressionsformen bei Buben und Mädchen im Vorschulalter

Eine Untersuchung mit Vierjährigen in den USA hat gezeigt, dass Mädchen nicht friedlicher sind als Buben, aber sie kämpfen nur mit subtileren Mitteln. In diesem Experiment wurden die Vorschulkinder zu dritt in Mädchen- oder Bubengruppen eingeteilt und mussten sich um eine begehrte Tierpuppen streiten. Während Buben dabei auf direkte Aggression setzten und einem anderen die Puppe einfach wegnahmen, verwendeten Mädchen eher die Taktik der sozialen Ausgrenzung. So flüsterten sie etwa zu zweit hinter dem Rücken der gegenwärtigen Puppenbesitzerin oder versteckten sich sogar vor ihr. Diese sozial aggressive Taktik erklärt auch, warum Mädchen in Freundschaften mit Geschlechtsgenossinnen eifersüchtiger sind als Buben.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GESCHLECHT-UNTERSCHIEDE/Geschlecht-Aggression.shtml
© [werner stangl]s arbeitsblätter



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Ich hätte die Puppe weggenommen, oder einen Tobsuchtsanfall bekommen. :D
Ich erinnere mich, dass meine Mutter mich öfters ermahnt hat doch diplomatischer zu sein. Aber als Kind und in jungen Jahren waren subtile Methoden gar nicht so meins.
Vielleicht liegt das daran, dass mein linker Ringfinger länger ist, als mein Zeigefinger oder aber auch daran, dass mein Vater Choleriker war und ich von ihm diesen Charakterzug geerbt hab?
Jedenfalls hat es lange gedauert bis ich nicht mehr sofort von 0 auf 100 war, aber mit zunehmender Reife und durch die ruhige und ausgleichende Art meines Ehemanns ist es mir gelungen :cool:
Überhaupt habe ich letztens erst gelesen, dass jeder Mensch (Männer und Frauen) sich im Laufe ihres Lebens derart verändern, dass z.B. 70 jährige ihr eigenes 17 jähriges Ich, nicht mehr mögen würden.
Also, ich denke nix ist fix! Wär ja auch schlimm.
 
Sie reagieren nicht anders als Männer. Die Stimmlage ist bei Frauen meist eine andere, die wird dann beschrieben und nicht das dahinter. Und diese Stimmlage wird negativer bewertet. Bei Männern geht die Stimme auch rauf, wenn sie wütend werden oder lauter, um sich durchzusetzen. Aber bei denen donnert es dann, während Frau hysterisch kreischt.
Da muß man begreifen, dass das auslösende Prinzip dasselbe ist. Es ist Wut. Männer und Frauen, die das nicht im Griff haben, reagieren da gleich (auch wenn die Stimmlage eine andere ist, hat das nichts zur Sache), denn wenn sie kreischen, ist das die verletzte Anima, (beide Kreischen ja, nur jeder in einer anderen Stimmlage). Eine gesunde Anima ist knallhart und ruhig.
Btw. habe ich mir sehr früh angewöhnt meine Stimme tief zu halten und lediglich deutlicher und lauter zu sprechen. Insofern verhalte ich mich "männlich", aber der Grund dafür ist, dass ich ernst genommen werden möchte und nicht als zickig oder hysterisch, was nämlich meine Argumente entwerten soll, wenn diese Art Abwertung vorgenommen wird, die sich meist in sienem "Nun werden Sie nicht hysterisch" (=regen Sie sich gefälligst nicht übertrieben auf) von Männern kommt.
Siehe oben.

Künstliches übernehmen von männlichen Eigenschaften (tiefe Stimme, Kleidung, andere Eigenschaften) trägt nicht dazu bei, als Frau ernstgenommen zu werden, sondern ist Unterordnung.
 
Das Archetypische ist gleich, nicht aber, ob man es als männlich oder weiblich definiert. ;)
Wenn du dir da so sicher bist, dann zähle doch bitte 1.) typisch männliche und typisch weibliche Archetypen auf und 2) in welchen Kulturen/Gesellschaften, sie nicht als typisch weibl./männl. oder verkehrtherum oder anders definiert werden.
 
Und weiblich? Das erwähnst Du leider nicht???
Im Moment ist weiblich = männlich. Nur ganz wenige Frauen schaffen es, ihre Weiblichkeit auch im Berufsleben tatsächlich umzusetzen. Das hat aber nichts mit der bösen Gesellschaft zu tun, sondern rein mit der Persönlichkeit der jeweiligen Frau.

Setzt jetzt ein Mann an der Supermarktkassa seine Männlichkeit um? Oder ein Friseur, ein Koch, ein Verkäufer oder ein Bäcker? Mehr als eine Frau ihre Weiblichkeit?

Was soll denn das sein "Weiblichkeit im Berufsleben umsetzen"? Eine Frau wird genauso wie ein Mann sich dafür einsetzen, dass die ihr übertragenen Aufgaben gut erledigt werden.

Was erwartest du von einer Frau, wie sie ihre Weiblichkeit umsetzen soll?
Im Beruf musst du Ideen für die Umsetzung deiner Aufgabe haben. Möglichst effizient.
Da muss man seine Sache machen und sich nicht selbst darstellen. "Oh guck mal, ich hab hier ein rotes Schleifchen drangemacht, weil ich bin eine Frau ...." :rolleyes:
Ok, wenn du Künstler, Architekt oder Modedesigner, etc. ist, dann ist das was anderes. Aber da toben sich beide Geschlechter eh gleichermaßen aus.

Wenn ich meine Buchauswahl treffe, dann versuche ich zu vermeiden darauf zu schauen, ob der Autor männlich oder weiblich ist. Zugegeben geht nicht immer, weil der Name eben sehr präsent ist und man einen guten Teil ja eh schon kennt. Aber ich wüsste jetzt nicht, wie ich speziell meine Weiblichkeit umsetzen sollte. Ich schreibe meine Texte, Rezensionen und ich bin eine Frau. Also sind sie weiblich - vermutlich. Mir hat auch noch niemand gesagt, ob meine Interviews eher weiblich oder männlich sind.

Ach ja, ich hatte ein Handwerkset, also Zange, Schraubenzieher, Hammer usw. mit bunten Blümchengriffen. Bohrmaschine in Pink hab ich leider nirgendwo bekommen. Ich finde, da sollte man drauf schauen, dass Frauen entsprechend stylisches Werkzeug kriegen ....

:D
Zippe
 
Künstliches übernehmen von männlichen Eigenschaften (tiefe Stimme, Kleidung, andere Eigenschaften) trägt nicht dazu bei, als Frau ernstgenommen zu werden, sondern ist Unterordnung.
Nö. Nix künstlich. Knallharte ruhige Anima. :cool:

Verhaltensweisen wollen eingeübt werden, durch Bewusstwerdung. Von alleine übernimmt man sonst als Kind das, was man beobachtet (kommt Affe von Nachäffen? :D). Das wiederum ist gesellschaftlich beeinflusst.

Frau = Hysterisch = regt sich künstlich und übertrieben auf

Mann = Haut ordentlich auf den Tisch = setzt sich vernünftig durch, der echte Kerl.

Also ich hau weder auf den Tisch noch werde ich hysterisch, weil ich beide Verhaltensweisen kindisch finde. Das eine wertet künstlich ab und das andere wertet künstlich auf.

Begründet werden solche Unterschiede hier im Thread als biologische Ursache. Was aber falsch wäre. Auch mit Archetypen zu begründen wäre unvollständig, weil, wie Nuzu schon schrieb, dass die Zuordnung was weiblich und was männlich sei menschgemacht ist und eben keine biologische Grundlage hat. Und die Systeme, die uns immer so schön rezählen wollen, was männlich und weiblich ist... nun ja. Sie stammen aus Zeiten, wo sich Bewertungen von Mann und Frau längst etabliert hatten.
 
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Wenn du dir da so sicher bist, dann zähle doch bitte 1.) typisch männliche und typisch weibliche Archetypen auf und 2) in welchen Kulturen/Gesellschaften, sie nicht als typisch weibl./männl. oder verkehrtherum oder anders definiert werden.


Nun, mir fallen da nur zwei ein, die große Mutter und der große Vater.
Der Rest ist kulturelle Zuweisung.
 
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