Der große Unterschied - "typisch" Mann/Frau?

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Genau das hast Du aber selber eingebracht. Dass die Emanzipation von den USA ausgehend gesteuert wurde, um die Frau in den Konsum zu bringen. Und das geht eben nur dann, wenn sie eigenes Geld verdient. Mit den Frauen wurde ein riesiger Markt eröffnet, und die Frau wurde instrumentalisiert. Und das eben auf Kosten der Famile, auf Kosten der Kinder.
Im Umkehrschluss bedeutet es, einer Frau zu verunmöglichen an der erheblich verbesserten Lebensqualität teil zu haben? Sie hat zu Verzichten für Mann und Kinder?

Und das willst du wie begründen, mit Biologie?
 
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Im Moment ist weiblich = männlich. Nur ganz wenige Frauen schaffen es, ihre Weiblichkeit auch im Berufsleben tatsächlich umzusetzen. Das hat aber nichts mit der bösen Gesellschaft zu tun, sondern rein mit der Persönlichkeit der jeweiligen Frau.
Das hat damit zu tun, dass die Berufswelt nach wie vor patriarchatischer Natur ist und vom Mann erschaffen wurde. Aber keine Sorge, Frauen stricken sich das schon noch um - dank der Emanzipation.
 
Wenn das alles so "doof" und kA was noch ist, warum "hast" Du dann gleich 2 Kerle die Du "dominierst"?
Wie kommst du darauf, dass ich beide dominiere? Aber eine FLR ist schon cool, stimmt. Ich genieße bei einem Mann eben die Vorzüge tradierter Rollenbilder nur umgekehrt. Da wird mir der Rotwein zu meiner Lieblingsserie gereicht und ich bestimme vollständig über seine Sexualität.

Es ist wirklich toll, wenn Frau nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, der Haushalt gemacht ist, das Essen auf dem Tisch steht, einem die Füße massiert werden und dann noch gefragt wird: "Kann ich noch etwas tun, damit Du dich wohl fühlst, Schatz?"

Und drum kann ich die Männer auch sehr gut verstehen, die genau das zurückhaben möchten. Das ist schick, einen bescheidenen Partner zu haben, der sich um alles kümmert, wozu ich keine Lust habe und wo ich dann klage, wie ungemein hart mein Tag war und man doch bitte nichts mehr von mir verlangen darf. :D
 
Diese Erfahrung habe ich auch mal gemacht. In trat ich einem anderen Forum als Mann auf und habe erstaunt festgestellt, dass ich mich in meiner Ausdrucksweise veränderte. Das kam ganz von allein im Schreibfluß. Ich schlug da einen sehr hm... pseudowissenschaftlichen Slang an, so ein richtig intellektueller Klugscheißer. :D

Es war bemerkenswert, wie man mir entgegenkam und vor allem, wie das, was ich schrieb bewertet wurde, allein aufgrund der Tatsache, dass man mich für einen Mann hielt. Ich bemühte mich immer um eine sehr neutrale Ausdrucksweise, wurde trotzdem sogar ab und an als Scheiß Macho und Chauvinist beschimpft. Hat mich echt amüsiert.

Und, was erstaunlich war, die Männer schienen mich plötzlich mehr ernst zu nehmen. Ich fragte mich immer, woran das lag. Spielte ich meine Rolle wirklich so überzeugend und unwieweit war Voreingenommenheit daran beteiligt, weil sie ja glaubten, es mit einem Mann zu tun zu haben? Und, was nun wirklich interessant ist, nahm ich mich selbst eher als ernstzunehmender Gesprächspartner wahr, wenn ich mich als Mann ausgab?

War ein äußerst interessantes Experiment. Ich konnte daraus folgendes schließen: ja, es gibt definitiv einen Unterschied, zumal ich auch sehr oft als "eher männlich tickende" Frau bezeichnet wurde (wenn man's mir optisch auch nicht ansieht). Da reicht es oft schon aus, eine Abneigung für Smalltalk zu haben (bezeichne ich immer als Nullblabla).
Ging mir haargenauso in der Kommunikation, was das Forum betrifft.
Stimmt. Ich wuchs mit älteren Brüdern auf, Technikerfamilie, ging selbst in die HTL, kurz: war in meinem Leben viel mehr von Männern umgeben als von Frauen. Wahrscheinlich klappte nur deshalb mein Experiment so gut. Das hängt mir bis heute hinterher, ich merke heute noch, dass ich im Austausch mit Frauen ein Art Ratlosigkeit habe, wie ich mit ihnen kommunizieren soll, wenn es auch besser geworden ist mit der Zeit. Ich habe mich immer gefragt, inwieweit das nun angeboren ist und wie groß der Anteil an Prägung ist. Nun arbeite ich mit Kindern und ich beobachte da definitiv einen Unterschied in der Kommunikation.

Stimmt, ich beobachte den Unterschied auch. Der Stangl beschreibt das auch sehr gut in verschiedenen Bereichen, hier zb. "verschiedene Aggresionsformen":

Unterschiedliche Aggressionsformen bei Buben und Mädchen im Vorschulalter

Eine Untersuchung mit Vierjährigen in den USA hat gezeigt, dass Mädchen nicht friedlicher sind als Buben, aber sie kämpfen nur mit subtileren Mitteln. In diesem Experiment wurden die Vorschulkinder zu dritt in Mädchen- oder Bubengruppen eingeteilt und mussten sich um eine begehrte Tierpuppen streiten. Während Buben dabei auf direkte Aggression setzten und einem anderen die Puppe einfach wegnahmen, verwendeten Mädchen eher die Taktik der sozialen Ausgrenzung. So flüsterten sie etwa zu zweit hinter dem Rücken der gegenwärtigen Puppenbesitzerin oder versteckten sich sogar vor ihr. Diese sozial aggressive Taktik erklärt auch, warum Mädchen in Freundschaften mit Geschlechtsgenossinnen eifersüchtiger sind als Buben.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GESCHLECHT-UNTERSCHIEDE/Geschlecht-Aggression.shtml
© [werner stangl]s arbeitsblätter

Und das ist zb. eine Art bei Frauen, die über das Vorschulalter hinaus großteils bestehen bleibt und die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ich beobachte sie zwar, aber kann mich damit überhaupt nicht identifizieren. Stark manipulativ veranlagt bin ich auch, aber auf eine ganz andere Weise. Ich arbeite da eher strategisch, uneinsichtbar und langfristig.

Obwohl ich Frauen in vielen typisch weiblichen Verhaltens.-u. Gefühlsweisen nicht wirklich nachempfinden kann (mich da absolut nicht zu Hause verankert sehe), so kann ich trotzdem auch typisch weibliche Attribute bei mir ausmachen. Dazu gehört zb. das eher lebenserhaltende.- bewahrende.- und nährende Prinzip.
 
Nur die Männer oder auch die Frauen?

Was ich sehr gerne tu, ist mit Klischees zu spielen. Und einem Mann, der glaubt, er haut ordentlich auf den Tisch, hysterisch oder zickig zu nennen.
Bei mir warens Männer und Frauen. Der Unterschied hier lag dann nochmal ganz woanders: Während Frauen mein Wort und mein Ausgesagtes prinzipiell als proffessionell und autorisiert ohne Widerspruch annahmen, prinzipiell nicht hinterfragten, hinterfragten Männer eher, aber dafür sachlicher.

Ja und Frauen reagierten manchmal eben so, wie du es hier selbst von dir beschreibst: wenn ihnen irwas nicht passte, dann wurden sie selbst zickig, indem sie unsachlich wurden, wie du es hier von dir beschreibst. Genau das ist typisch weibisch (nicht mal mehr weiblich) und du spielst hier mit keinem Klischee, sondern bist das Klischee.
 
Diese Erfahrung habe ich auch mal gemacht. In trat ich einem anderen Forum als Mann auf und habe erstaunt festgestellt, dass ich mich in meiner Ausdrucksweise veränderte. Das kam ganz von allein im Schreibfluß. Ich schlug da einen sehr hm... pseudowissenschaftlichen Slang an, so ein richtig intellektueller Klugscheißer. :D

Glaube ich sofort.
Bei mir selbst habe ich sogar festgestellt, dass ich automatisch und unwillkürlich Beiträge unterschiedlich interpretiere, je nachdem, ob ich glaube, dass sie von einem Mann oder einer Frau verfasst wurden. :(
Ob es mir gelingt, diese Prägung auf Dauer zu löschen, steht noch in den Sternen.
 
Ja und Frauen reagierten manchmal eben so, wie du es hier selbst von dir beschreibst: wenn ihnen irwas nicht passte, dann wurden sie selbst zickig, indem sie unsachlich wurden, wie du es hier von dir beschreibst. Genau das ist typisch weibisch (nicht mal mehr weiblich) und du spielst hier mit keinem Klischee, sondern bist das Klischee.
Das ist aber ein Wahrnehmungsfehler.

Sie reagieren nicht anders als Männer. Die Stimmlage ist bei Frauen meist eine andere, die wird dann beschrieben und nicht das dahinter. Und diese Stimmlage wird negativer bewertet. Bei Männern geht die Stimme auch rauf, wenn sie wütend werden oder lauter, um sich durchzusetzen. Aber bei denen donnert es dann, während Frau hysterisch kreischt.

Sprich ein tatsächlich vorhandener biologischer Unterschied (Stimmlage) produziert eine andere Wertung einer gleichgearteten Reaktion, z.B. innerhalb einer Besprechung.

Btw. habe ich mir sehr früh angewöhnt meine Stimme tief zu halten und lediglich deutlicher und lauter zu sprechen. Insofern verhalte ich mich "männlich", aber der Grund dafür ist, dass ich ernst genommen werden möchte und nicht als zickig oder hysterisch, was nämlich meine Argumente entwerten soll, wenn diese Art Abwertung vorgenommen wird, die sich meist in sienem "Nun werden Sie nicht hysterisch" (=regen Sie sich gefälligst nicht übertrieben auf) von Männern kommt.

Das wäre nur ein Beispiel, wo ein biologischer Unterschied zwischen Mann und Frau als Abwertung missbraucht wird.

Neutral wäre die Aussage: es ist typisch, dass die Stimme einer Frau in einer höheren Tonlage ist als die eines Mannes. Mehr sagt es jedoch nicht aus.
 
Glaube ich sofort.
Bei mir selbst habe ich sogar festgestellt, dass ich automatisch und unwillkürlich Beiträge unterschiedlich interpretiere, je nachdem, ob ich glaube, dass sie von einem Mann oder einer Frau verfasst wurden. :(
Ob es mir gelingt, diese Prägung auf Dauer zu löschen, steht noch in den Sternen.
Eben, das sind Prägungen und kommen aus der Gesellschaft, nicht aus der Biologie.
 
Ich betrachte das TYPISCH Weibliche und das TYPISCH Männliche eher von der archetypischen Seite (Animus und Anima), als Prinzipien und auch teilweise aus einem kabbalistischen Weltbild.
 
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Ich betrachte das TYPISCH Weibliche und das TYPISCH Männliche eher von der archetypischen Seite (Animus und Anima), als Prinzipien und auch teilweise aus einem kabbalistischen Weltbild.

Ok, aber das hängt dann auch von den kulturellen Gegebenheiten und Prägungen ab, was für eine Gesellschaft archetypisch männlich/weiblich ist.
 
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