KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Definiert man nun Raumkompetenz durch die männliche Brille, also einfach als die Größe des Kreises, liegen die Männer vorn. Dies liegt aber nicht daran, dass Männer raumkompetenter wären, sondern daran, dass Männer Raumkompetenz definieren und hierfür ein Kriterium verwenden (die Größe), das für sie – z. B. beim Jagen – wichtig ist.
Ganz anders lägen die Dinge, würde man nicht die Ausdehnung, sondern die Fülle des Raums betrachten.
Insgesamt setzen sich Mädchen und Frauen mit dem Raum in deutlich komplexerer Weise auseinander als Jungen und tun dies über das Medium der Sprache.
Auch wenn ich grundsätzlich zustimme, ist die Aussage für mich letztendlich aus der Entwicklungsgeschichtlichen Sicht aber nicht ganz stimmig. Denn entwiclungsgeschichtlich geht es nicht darum, einen Kreis zu erfassen, sondern ein Areal, ein Revier. Der Unterschied liegt hier ledglich in der Grössenordnung. Während sich der Jäger in einem Unkreis von vielleicht 20km orientieren musste, mussten sich die Frauen nur innerhalb des Lagerumkreises (vielleicht 1-2km) orientieren , zur Beschaffung der Grundnahrungsmittel. Dadurch ergibt sich natürlich automatisch, dass Frau mehr Details wahrnimmt (auch aus dem Sicherheitsaspekt, auch aus den Details der Suche).
AuchVogelschwärmen kennen wir es ja auch, dass das Schwatzen ein Totmannsignal ist. Es ist daher davon auszugehen, dass die Kommunikation bei der Suche nach Lebensmitteln ein wesentliches Kennzeichen war um Gefahren erkennen zu können.
Für den Mann wiederum wäre Schwatzen auf der Jagd aber kontraproduktiv, und beschränkt sich auf den Austausch notwendiger Sachinformationen.
D.h. ja, Frau setzt sich wesentlich detaillierter mit ihrer Umgebung auseinder ... aber in einem kleineren Erfassungsradius. Der Mann erfasst weiter, aber in geringerer Detailtreue. Was letztendlich den gleichen geistigen Aufwand und eine tolle Ergänzung ergibt.
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Woher hast Du DAS denn wieder?