Der große Unterschied - "typisch" Mann/Frau?

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Prägung. Das erste Kind nimmt eine Rolle ein. Das zweite Kind muss daneben seine eigene Rolle finden, die es vom anderen abhebt, und es dadurch sichtbar wird und Anerkennung und Zuwendung bekommt.
Dadurch sind auch meistens die ersten Kinder die Braven und Angepassten, die zweiten Kinder dann die Aufrührer und Rebellen.
Dann hatte das 1. Kind Halt und Unterstützung, das 2. musste sich abstrampeln, wenn überhaupt gewollt, wäre dann eher abgekämpft oder lasch eigentlich, deiner Logik nach.
 
das ist aber nicht in jedem Land so,
bei uns in den europäischen Gegenden könnte Frau für sich stark genug sein um selbst auf sich aufzupassen.
Aber ich hör immer den Aufschrei, wenn es denn doch nicht funktionierte ..........wie böse die anderen sind.

Könnte es nicht doch sein, das Frau sich da teils übernimmt?


Aber wenn es in einem anderen Land nicht so ist, liegt es nicht an der Frau, sondern an der dort vorzufindenden - meist politischen - Situation.

Ich hab mich am Tag der Geburt meiner Tochter von meinem Mann getrennt. Weil ich wusste, ich krieg das allein alles besser hin.

Mit was meinst du, dass sich Frau übernimmt? Mit dem auf-sich-selbst-Aufpassen?
Ja, es wird welche geben, die können das nicht und andere können das gut. Das hängt nicht davon ab, ob man eine Frau ist oder nicht. Es gibt auch Männer, die stolpern hoppertatschig durchs Leben und kriegen nix auf die Reihe.


:o
Zippe
 
Ich hab gehört, die ersten Kinder sind oft stärker, als alle, die danach kommen dann.

Na ja. Die ersten Kinder gehen den effizientesten Weg, den des geringsten Energieaufwandes. Und das ist die Anpassung. Die folgenden Kinder müssen daher zwangsweise mehr Energie aufwenden. Die ersten Kinder sind daher angepasster, ruhinger, konzentrierter, die folgenden Kinder aber mental stärker.
 
Wer/was ist das erste Kind? Von der Mutter oder auch beim und vom Vater, wenn andere Erzeuger jeweils? Mutter oder?

Immer dasjenige, dem die Eltern tatsächlich alleine zur Verfügung stehen. Bei Patchworkfamilien können da dann schon mal zweit Erstkinder zusammenkommen ... das sind meistens die größeren Konflikte, weil die Anpassungsfähugkeit fehlt und die Aufmerksamkeit sich aber teilt.
 
für die kurze zeit im wochenbett - so frau kinder bekommt -
auch das nur in unserer verweichlichten gesellschaft -
und selbst dafür braucht's keinen mann.

Genau. Du hast genau den Punkt getroffen ... in unserer verweichlichten Gesellschaft, die jetzt gerade mal ein paar Jahrzehnte existiert ... ein Fliegenschiss in Erdzeitaltern. Einfach ein Versuch. Und niemand weiss, wie dieser Versuch ausgehen wird.

Um wieder auf die Hormone und Neurologie zurückzukommen ... wir haben heute schon grosse Probleme, in der Sexualität (Unlust, Störungen) als auch psychische Probleme durch fehlende Umsetzbarkeit der grundlegenden Bedürfnisse (was so noch nicht ganz stimmt, am Land gibt's noch eine wenigstens teilweise intakte Welt). Wir haben zu wenige Geburten (Deutschland 1,36) ... Der europäische Mensch beginnt auszusterben. DAS ist der klare Effekt dieses Versuchs.
 
So ist es auch bei den Eigenschaften von Frauen und Männern. Wir können hier immer nur einen groben Durchschnitt ausmachen. Und wer ist das letztendlich schon wirklich durchschnittlich.
Der Durchschnitt ist nicht das Normale. Normal ist, dass neben dem Durchschnitt auch jede Menge Abweichungen gibt.

Natürlich gibt's Abweichungen ... schwarz/weiss Malerei wäre hier völlig falsch am Platz. Nur Gleichmacherei ebenso. Es geht ja nicht um Varianzen innerhalb des Geschlechts, sondern um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
 
Männer denken in Größe, Frauen in Inter- und Schwarmaktionen.

Manfred Spitzer, Uni Ulm hierzu:
Die gleiche Aufgabe – sich zurecht zu finden – führte bei Männern und Frauen zum Teil zur Aktivierung völlig unterschiedlicher Bereiche des Gehirns:
Während es bei Männern zur Aktivierung des linken Hippocampus kommt, wird bei Frauen das rechte Frontalhirn aktiviert.
[...]
Aus Verhaltensexperimenten ist bekannt, dass sich Frauen beim Navigieren vor allem auf Landmarken („beim Blumengeschäft links, nach dem Buchladen rechts“) verlassen, wohingegen Männer geometrisch denken, mit Pfeilen, Winkeln, Punkten und Linien.
Für das On-line-halten von Landmarken benötigen Frauen entsprechend den rechten frontalen Kortex, der bei ihnen auch Sprache verarbeitet, wohingegen die Aktivierung des linken Hippocampus bei den Männern möglicherweise auf das Denken in geometrischen Strukturen zurückgeht.
[...]
Gemäß dieser Arbeitsteilung mussten Männer ihre Beute genau ausspähen, Wurfgeschosse zielgenau schleudern und eine Karte der Gegend zumindest im Kopf haben, um ihren Heimweg zu finden. Frauen hingegen mussten in der Gruppe daheim klar kommen, und wissen, wo welche Wurzeln vergraben sind.
Wenn das aber so ist, dann müssten sich Frauen die Orte von Nahrungsmitteln besonders gut – besser als Männer – merken können. Und sie müssten sich die Orte solcher Nahrungsmittel besonders gut merken können, die sehr nahrhaft sind. Wie eine im Jahr 2007 veröffentlichte Studie zeigt, ist genau dies der Fall.
[...]
So bleibt nur der Schluss, dass Frauen im Laufe der Evolution ein besonders gutes Gedächtnis dafür entwickelt haben, wo man besonders nahrhafte Speisen findet. Es mag also sein, dass Männer besser einparken oder Karten lesen können. Geht es aber ums Essen, wissen Frauen besser, wo es langgeht.
Dies wiederum bedeutet, dass auch aus der Sicht der evolutionären Entwicklung von Geschlechterunterschieden bei der Raumwahrnehmung keineswegs davon die Rede ist, dass Frauen „schlechter“ abschneiden als Männer. Es geht vielmehr zum einen um den Kontext der Leistung und zum anderen um die Bewertung des Einen durch den Anderen: Wer sich mit dem Jagen beschäftigt bzw. wessen Gehirn durch die Jagd geprägt ist, der sieht die Leistung des Sammelns gar nicht bzw. kann nicht ermessen, welche spezifischen Leistungen hierbei eine Rolle spielen.
Werden dann Tests der Raumwahrnehmung von Männern entwickelt, kann am Ende nur herauskommen, dass Frauen schlechter abschneiden.
[...]
Weitere Forschungen schienen den größeren Aktionsradius von Jungen im Vergleich zum Mädchen zu bestätigen: Jungen gingen mit dem Raum besser um, eigneten sich ihn besser an und besäßen damit eine höhere „Raumkompetenz“.
Hier wird der Raum einfach nur als ausgedehnt verstanden, als gewissermaßen leerer Raum. Dadurch wird auch die Raumaneignung durch Jugendliche als Fähigkeit nur dahingehend beurteilt, wie ausgedehnt das durchstreifte Gebiet ist. Je größer dieses Gebiet, desto besser die Raumaneignung.
Der Raum ist jedoch nicht nur ausgedehnt, er ist auch gefüllt. Die Stadtforschung hat gezeigt, dass Frauen im Durchschnitt in ihrem Alltag nicht nur mehr Wege zurücklegen, sondern auch viel mehr Orte aufsuchen und dabei ein größeres Spektrum an Aufgaben leisten als Männer.

Und da haben wir den Salat:
Definiert man nun Raumkompetenz durch die männliche Brille, also einfach als die Größe des Kreises, liegen die Männer vorn. Dies liegt aber nicht daran, dass Männer raumkompetenter wären, sondern daran, dass Männer Raumkompetenz definieren und hierfür ein Kriterium verwenden (die Größe), das für sie – z. B. beim Jagen – wichtig ist.
Ganz anders lägen die Dinge, würde man nicht die Ausdehnung, sondern die Fülle des Raums betrachten.
Insgesamt setzen sich Mädchen und Frauen mit dem Raum in deutlich komplexerer Weise auseinander als Jungen und tun dies über das Medium der Sprache.


>>> „Vorsicht ist immer dann geboten, wenn
vereinfachende Rückschlüsse auf die
vermeintliche „Biologie“ von Geschlechterunterschieden
auf geistige Leistung
gezogen werden“


Quelle: https://www.schattauer.de/index.php?id=5236&mid=9069

In diesem Sinne - Danke fürs aufmerksame Lesen. :cool:
 
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