panta rhei
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Raue Zeiten - Schiffsfinanzierer unter Druck
von Frank M. Drost und Mark C. Schneider
Für die weltweit führenden Schiffsbanken in Deutschland brechen rauere Zeiten an. Finanzierer wie die HSH Nordbank müssen sich auf gestundete Tilgungen und eine höhere Risikovorsorge einstellen. Noch sehen die Ratingagenturen die Gemengelage gelassen für Panik gebe es keinen Anlass. * auf die ratingagenturen ist geschissen... aig, lehman und hre hatten auch noch alle triple A (AAA - höchstmöglichstes rating) als sie pleite waren, totale lachnummer...
Auf Finanzierer wie die HSH Nordbank rollt eine Welle neuer Probleme zu.
Nachdem Banken wie die HSH Nordbank, die KfW-Tochter Ipex, die Deutsche Schiffsbank oder NordLB dank florierender Weltkonjunktur und stark wachsender Schiffsorders jahrelang glänzende Geschäfte machten, türmt sich jetzt eine Welle von Problemen auf: Das nachlassende Wirtschaftswachstum stößt auf wachsende Überkapazitäten im Transportbereich...
...Doch schon jetzt ist ein erheblicher Druck auf die Charterraten, also auf den Mietzins eines Schiffes, feststellbar. *siehe grafik bdi-index (vorheriger beitrag) Hält der Druck an, kann sich die Kalkulation eines Reeders wegen sinkender Raten schnell in Luft auflösen. Die ersten Anträge auf Tilgungsstundung wurden bereits gestellt, einzelne Fonds haben bereits eingesammeltes Eigenkapital zurückgezahlt. Unrentable Investitionen werden besonders die deutschen Schiffsbanken zu spüren bekommen. Die spezialisierten heimischen Institute und deutsche Schiffsfonds finanzieren nach Einschätzung von Analysten weltweit mehr als 50 Prozent der Containerschiffe und Massengutfrachter.
"Wenn die Schifffahrtsmärkte sich weiter verschlechtern, dann wird es auch nach den strengen Bewertungsregeln Wertberichtigungen geben, aber nicht in einem Ausmaß, das uns besonders besorgt", beruhigt Peter Rieck, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank * jaja... das kennen wir bereits. du warst wahrschl. am wochenende bevor die HSH 30 mrd. staatshilfe in anspruch nehmen musste auch noch ganz unbesorgt... und verantwortlich für die Schiffsfinanzierungssparte, in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Bislang lägen dem weltgrößten Schiffsfinanzierer mit einem Kreditportfolio von 26 Mrd. Euro nur drei Stundungsanträge von kleineren Reedern vor. Die Charterraten seien hier so stark gefallen, dass die Tilgung nicht erbracht werden könne.
Die HSH Nordbank steht besonders im Fokus, nachdem sie aufgrund von Abschreibungen auf Wertpapieren in den ersten neun Monaten einen Verlust von 360 Mill. Euro ausgewiesen hat. Auf Jahresbasis dürfte sich der Verlust kräftig ausweiten. Die HSH Nordbank käme in eine prekäre Lage, wenn jetzt auch noch nennenswerter Abschreibungsbedarf in der Schiffsfinanzierung entstünde. Mögliche Wertberichtigungen wären nach Einschätzung Riecks aber in keiner Weise mit der Entwicklung im Wertpapierbereich vergleichbar und würden nur relativ kleine Teile des Portfolios betreffen. Bislang lag der Abschreibungsbedarf der HSH Nordbank bei Wertpapieren in diesem Jahr bei 1,3 Mrd. Euro.
Für Panik in dem zyklischen Schiffsfinanzierungsgeschäft sieht Christian Hennig von der Privatbank M. M. Warburg & Co keinen Anlass. Bei einer üblichen Lebensdauer für ein Schiff von 25 Jahren komme es zwei Mal in eine schwierige Situation - "das weiß der Reeder und das wissen die Schiffsfinanzierer", so Hennig. Zudem hätten die Banken durch die Absicherung der Schiffe "ein greifbares Sicherungsgut". Schiffe könnten schließlich weltweit verkauft werden. * ja klar, sicher doch. wenn es für transporte keine kohle mehr gibt, dann gibt es sicherlich jede menge kaufinteressenten dafür. wer will nicht ein gigantisches containerschiff im hafen stehen haben?!
Die ersten Reeder wollen es zu solchen Notoperationen erst gar nicht kommen lassen. "Viele Käufer stornieren ihre Bestellungen. Lieber nehmen sie in Kauf, dass ihre Anzahlungen in Millionenhöhe verfallen, als das Risiko zu tragen, ein in diesen schwachen Märkten überteuertes Schiff abzunehmen", beobachtet Andreas Schultheis von der Berenberg Bank.
Ratingagenturen geben sich in dieser Gemengelage noch gelassen. Historisch gesehen seien Verluste aus besicherten Schiffskrediten "relativ niedrig", urteilt Stefan Best von Standard & Poor's. jaja... wie schon gesagt... auf euch setz ich einen mordshaufen
Die Teilnehmer des Finanzgipfels klopfen sich auf die Schultern. "Wir haben wichtige Schritte zu einer globalen Wirtschaftsordnung gemacht," lobte Kanzlerin Merkel das Ergebnis. EU-Ratspräsident Sarkozy hob Europas Geschlossenheit hervor. (...Blablabla)
Auf General Motors gebe ich keinen Pfifferling mehr. Und dann ist die Tochterfirma Opel dran. Wenn die Merkel da noch was reinpumpt, geht das in die Konkursmasse von GM mit ein, mehr wird da nicht passieren.