Spritze für Konsumentenkredite
Paulson wirft Rettungsplan um *klaro hank, mach einfach was du wilst....
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Der US-Rettungsplan wird erneut geändert. Ursprünglich sollten den Banken problematische Wertpapiere abgekauft werden.
Nun konzentriert sich Finanzminister Paulson jedoch auf Auto-, Studenten- und Kreditkartenschulden. Denn dort lauern die größten Probleme.
US-Finanzminister Henry Paulson hat sich von Plänen verabschiedet, den Banken problematische Wertpapiere abzukaufen.
"Unsere Analyse ergibt, dass das nicht die beste Verwendung der Rettungsgelder ist", *lOl - welch armutszeugnis sagte Paulson am Mittwoch in Washington. Man prüfe deshalb drei weitere Ansätze, wie sich die 700 Mrd. $ aus dem staatlichen Rettungsfonds
*aus dem bereist 2.000 Mrd. entwendet wurden verwenden ließen.
Laut Paulson geht es dabei konkret um Rekapitalisierungen von Banken, aber auch um Hilfen für den amerikanischen Verbraucher und Hausbesitzer. Der Finanzminister sprach konkret den ausgetrockneten Markt für Autokredite, Studentdarlehen und Kreditkartenschulden an.
"Mit der US-Notenbank Federal Reserve sprechen wir über eine neue Fazilität für besicherte Wertpapiere mit gutem Rating. Wir prüfen Lösungsansätze, mit denen die Investoren in diesen Markt zurückgelockt werden können. Dabei könnte auch Geld aus dem Rettungsfonds eingesetzt werden."
Kritik an Rettungsplan für Häuslebauer
Offen ließ Paulson, ob auch beim Notprogramm für Häuslebauer nachgelegt wird. Am Dienstag hatte das Finanzministerium Pläne für Umschuldungen durch die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac präsentiert. Kritiker wie die Chefin der US-Einlagenversicherung, Sheila Bair, hatten das als unzureichend bemängelt und direktes Kapital aus dem Rettungsfonds gefordert.
Paulson teilte am Mittwoch mit, dass die Diskussion noch nicht abgeschlossen sei: "Wir schätzen den Vorschlag,
müssen aber auch über die Finanzierung nachdenken. *lOl Schließlich müssen wir diese Form der Unterstützung, die mit direkter Hilfe einhergeht, von den Maßnahmen unter dem Rettungsfonds unterscheiden, die die Finanzstabilität sichern sollen."
Um das Finanzsystem zu retten, brachte das Finanzministerium das 700 Mrd. $ schwere "Troubled Asset Relief Program" (TARP) auf den Weg. Ursprünglich sollten mit dem Kapital problematische Wertpapiere abgekauft werden.
Doch dann änderten sich die Prioritäten. Nachdem Großbritannien Großbanken rekapitalisierte, passte Paulson das TARP-Programm an und stellte 250 Mrd. $ für den Direkteinstieg bei Banken bereit. Nun steht fest, dass auch der Rest des Geldes
*wtf? welcher rest? die FED hat ne Klage am hals, weil Sie bereits das 3fache des (vorhandenen) Geldes verbraucht hat und hier wird noch von einem Rest gelabbert. wahrscheinlich nicht zum Aufkauf illiquider Bankenpapiere verwendet wird.
Paulson reagiert damit auf die Forderungen der Politik, sich nicht allein auf die Banken, sondern auch auf Verbraucher und Hausbesitzer zu konzentrieren. Denn viele Haushalte leiden unter einer steigenden Schuldenlast und sind gezwungen, wegen Zwangsvollstreckungen ihre Häuser zu räumen. Nach Angaben des Datendienstleisters Realtytrac wurden im dritten Quartal 765.558 Häuser zwangsvollstreckt. Das sind 71 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Besonders die hohen Kreditkartenschulden sorgen Washington. Zwar werden die Ausfälle nicht die Dimensionen der Hypothekenkrise erreichen. Insgesamt haben Kreditkartenbesitzer rund 1000 Mrd. $ offen, bei den Hausbesitzern ist es das Zehnfache.
Dennoch treffen die hohen Kreditkartenausfälle die US-Wirtschaft gleich doppelt. Einmal befindet sich der Konsum, der 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung ausmacht, im freien Fall. Zum zweiten sitzen Banken wie JP Morgan auf hohen Beständen an Kreditkartenschulden, die wegen steigender Ausfälle abgeschrieben werden müssen.
Wie dramatisch die Situation ist, beweist ein Blick auf die Kreditkartenbranche. Die Kreditkartengesellschaften schrieben in der ersten Jahreshälfte geschätzte 21 Mrd. $ an Ausfällen ab. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Branche bis Ende nächsten Jahres noch einmal einen Fehlbetrag von mindestens 55 Mrd. $ verbuchen wird.
"Nimmt die Zahl der Arbeitslosen weiter zu, könnten die Nettoausfälle bei Kreditkarten historische Ausmaße annehmen", sagt Gary L. Crittenden, Finanzchef bei der Citigroup. Die Arbeitslosenquote legte im Oktober von 6,1 auf 6,5 Prozent zu. Volkswirte rechnen damit, dass der Wert im kommenden Jahr auf acht Prozent steigen könnte.
*ach was... wieso sollte die arbeitslosigkeit weiter steigen?
Selbst Giganten wie American Express (Amex) können sich dem Abwärtssog nicht entziehen. *lOl - was ne überraschung, wir sind total baff Der Branchenprimus meldete Ende Oktober einen Gewinneinbruch von rund 25 Prozent und kündigte ein hartes Sparprogramm an. In den nächsten zwölf Monaten will der Konzern 1,8 Mrd. $ einsparen - jeder zehnte Arbeitsplatz soll dafür gestrichen werden.
Um sich Zugang zum Rettungsfonds zu sichern, teilte Amex am Dienstag mit, sich in eine Bankholding umwandeln zu wollen. Nach Informationen des "Wall Street Journal" will das Unternehmen 3,5 Mrd. $ an staatlichem Kapital aufnehmen. Am Mittwoch gehörte der Kreditkartenanbieter zu den größten Verlierern, die Aktie fiel um 8,6 Prozent.