Demokratie vs Scientokratie

Dass u.a. hier im Forum meine Ansichten sichtbar sind und hoffentlich ein paar Mitleser erkennen: "Hm, das ergibt ja guten Sinn, was der Joey da schreibt.", auf dass dann mindestens ein paar weniger Leute die Politiker wählen, die kontrafaktisch etwas über hocheffiziente Verbrennungsmotoren erzählen oder schlimmer noch gar den aktuellen menschengemachten Klimawandel leugnen bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse darüber negieren und darauf aufbauend die Energiewende bremsen, oder gar umkehren wollen.
ich meinte, was lenkst du genau in diesem Thread hier. Was an dem Thema ist deiner Meinung nach falsch, was du in deine richtige Richtung lenken müßtest ?
 
Werbung:
ich meinte, was lenkst du genau in diesem Thread hier. Was an dem Thema ist deiner Meinung nach falsch, was du in deine richtige Richtung lenken müßtest ?

Zum Beispiel die Gegenüberstellung "Demokratie vs. Scientokratie", beinahe, als wäre es ein exklusives oder und das eine würde das andere jeweils ausschließen. Eine Scientokratie könnte durchaus auch eine Demokratie sein, und eine Demokratie könnte entsprechend auch eine Scientokratie sein, wenn eben die Mehrheit sich dafür ausspricht und entsprechend wählt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ernst(er) genommen werden und wissenschaftlich-kontrafaktische Slogans keinen Erfolg mehr bringen.

Darüber hinaus die Kritik an Fridays for Future (FfF) mit ihrem Slogan: "Follow the science" (Folgt der Wissenschaft).

Wenn man die Wissenschaft fragt bzw. fragen könnte: "Was sollen wir tun?" Wird auf diese Frage alleine keine Antowrt kommen, sondern die Gegenfrage: "Was wollt Ihr erreichen? Nennt das Ziel, und wir gucken, ob bzw. wie das erreicht werden kann."

In dem Slogan von FfF bzw. im Auftreten der Bewegung ist auch das Ziel schon erkennbar: "Erhaltung des Lebenskomfort der Menschheit auf diesem Planeten über die nächsten Jahrzehnte hinaus." Und da ist die Antwort dann klar: "Wir müssen schnellst möglich die Treibhausgasemissionen auf Netto-Null bringen." Die Wissenschaft - sogar als Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen inklusive Wirtschaftswissenschaften - hat da mittlerweile auch einen kompletten, gangbaren und bzgl. der sozialen Gerechtigkeit verträglichen Weg ausgearbeitet, mit dem die Energie-, Heiz- und Verkehrswende innerhalb der nächsten 10 bis 25 Jahre umgesetzt werden könnte, der aber noch durch diverse Politiker mit kontrafaktischen Behauptungen torpediert wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Beispiel die Gegenüberstellung "Demokratie vs. Scientokratie", beinahe, als wäre es ein exklusives oder und das eine würde das andere jeweils ausschließen.
Tut es.
Eine Scientokratie könnte durchaus auch eine Demokratie sein, und eine Demokratie könnte entsprechend auch eine Scientokratie sein, wenn eben die Mehrheit sich dafür ausspricht und entsprechend wählt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ernst(er) genommen werden und wissenschaftlich-kontrafaktische Slogans keinen Erfolg mehr bringen.

Das eine ist Herrschaft von Wissenschaft/Wissenschaftler, das andere Herrschaft des Volkes.

Dass man in einer Demokratie sich Ergebnisse von Wissenschaft anhört, steht überhaupt nicht in Frage.

Du mimst hier den umgekehrten Don Quijote.
 
Tut es.


Das eine ist Herrschaft von Wissenschaft/Wissenschaftler, das andere Herrschaft des Volkes.

Was würden Wissenschaft/Wissenschaftler denn herrschen? Die Zielrichtung: "Was wollen wir überhaupt erreichen?" könnte/würde immer das Volk entscheiden. Ob bzw. wie das erreicht werden kann, kann dann die Wissenschaft beantworten. "Follow the science" ist KEIN Aufruf, die Entscheidungsgewalt komplett abzugeben, weil die Wissenschaft die Zielrichtung nicht vorgeben kann.

Zielrichtung A: Lebenskomfort der Menschheit längerfristig sichern.
Weg dahin: Treibhausgasemissionen schnell auf Netto-Null bringen.

Zielrichtung B: Jetzt ein bequemes Leben, uneingeschränkten Wirtschaftswachstum, sch...-egal, wie die Welt dann in 50 Jahren aussieht.
Weg dahin: Derzeit nicht möglich ohne massive Treibhausgasemissionen. Folge: in 50 bis 100 Jahren wird die Welt für die Menschheit (und diverse andere Tier- und Pglanzrnarten) deutlich unbequemer sein aly heute.

Zielrichtung C: Wir wollen aber jetzt bequem leben und gleichzeitig auch die Lebgnsgrundlage in 100 Jahrrn sichern.
Weg dahin: Ein schmaler immer enger werdender Plan (je länger man wartet) wie man die Verbrennung fossiler Energieträger duch andere Technologien ersetzt und den Alltag umstellt, könnte auch diesen Spagat meistern.

Zielrichting D: Das wollen wir aber nicht. Wir wollen Bequemlichkeit jetzt und in 100 Jahren ohne jetzt drüber nachzudenken. Wir wollen hocheffiziente Verbrennungsmotoren, die uns ein wenig das schlechte Gewissen nehmen.
Weg dahin: Unmöglich.

Dass man in einer Demokratie sich Ergebnisse von Wissenschaft anhört, steht überhaupt nicht in Frage.

Doch. Und wenn Politiker mit kontrafaktischen Versprechungen z.B. über hocheffizirnte Verbrennungsmotoren mehrhritsfähihe Wählerdtimmen einkassieren, geschieht das zu wenig. Zoelrichtung C (oben) ist scjon schwer genug und wird immer ambitionierter, je länger gezögert wird. Zielrichtung D ist unmöglich.
 
In einer Scientokratie würden sie das Staatsvolk beherrschen.

Welche Zielrichtung würde die Wissenschaft bzw. die Wisdenschaftler denn warum vorgeben, wenn das Volk allgemein dazu nicht befragt werden würde?

Dann wäre es Demokratie und nicht Scientokratie.

Ja. Die Wissenschaft hat keinen alleinigen Führungsanspruch, wenn die Zielrichtung nicht gegeben ist, und die Wissenschaft alleine kann und will diese nicht vorgeben. Die Wissenschaft kann Naturgesetze entschlüsseln, so dass sie damit auch irruieren kann, ob und wie anderweitig vorgegebene Ziele erreicht werden können.

Wissenschaftler, die mehr tun, indem sie auch ein Ziel vorgeben, handeln damit nicht rein-wissenschaftlich, sondern geben eben das Ziel schon vor.
 
Welche Zielrichtung würde die Wissenschaft bzw. die Wisdenschaftler denn warum vorgeben, wenn das Volk allgemein dazu nicht befragt werden würde?
Woher soll ich das denn wissen ?

Ja. Die Wissenschaft hat keinen alleinigen Führungsanspruch, wenn die Zielrichtung nicht gegeben ist, und die Wissenschaft alleine kann und will diese nicht vorgeben. Die Wissenschaft kann Naturgesetze entschlüsseln, so dass sie damit auch irruieren kann, ob und wie anderweitig vorgegebene Ziele erreicht werden können.

Wissenschaftler, die mehr tun, indem sie auch ein Ziel vorgeben, handeln damit nicht rein-wissenschaftlich, sondern geben eben das Ziel schon vor.

Ja, das Thema ist:

Demokratie vs Scientokratie


Ich freue mich dass du es nun verstanden zu haben scheinst.
 
Woher soll ich das denn wissen ?

Wenn Du die Scientokratie fürchtest und glaubst, Wissenschaftler würden dann über den Willen des Restvolkes hinaus entscheiden... was auch immer...

Ja, das Thema ist:

Demokratie vs Scientokratie


Ich freue mich dass du es nun verstanden zu haben scheinst.

Das habe ich von Anfang an schon verstanden. Die Scientokratie, wie Du sie fürchtest, kann es nur nicht geben. Und es wäre gut, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse noch stärker gehört würden.
 
Wenn Du die Scientokratie fürchtest und glaubst, Wissenschaftler würden dann über den Willen des Restvolkes hinaus entscheiden... was auch immer...
Was redest du da? Ich fürchte weder Scientokratie noch andere Aristokratien oder Autokratien.

Die Scientokratie, wie Du sie fürchtest, kann es nur nicht geben.
Ich fürchte keine Scientokratie. Die kann es genauso geben oder nicht geben, wie Aristokratien oder Autokratien.

Und es wäre gut, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse noch stärker gehört würden.
Oder auch nicht.
 
Werbung:
Zurück
Oben