Ich glaube nicht, dass
@JimmyVoice die DDR glorifiziert. Das habe ich aus seinen Beiträgen nicht herausgelesen.
Aber wenn jemand die negativen Seiten der DDR anspricht, kann er nicht unterscheiden, dass mit Unrechtsstaat, Bespitzelung, Stasi usw. nicht auch alle Menschen in der DDR gemeint sind.
Ich kann es unterscheiden, ich hab genug Einblick in die DDR, um eben zu wissen, dass eben nicht alle Menschen gemeint sind.
Der Punkt ist ein ganz anderer.
Die Sichtweise auf die DDR ist von denen, die keine Ostdeutsche Biografie haben, nie in der DDR gelebt haben natürlich eine etwas andere, als von denen die eben in der DDR auch gelebt haben. Da kolidiert auf beiden Seiten doch etwas
Die einen können doch nur von aussen betrachten und die anderen sehen halt anders, weil sie im Inneren waren.
Im Bezug auf dem Krebshinweis von
@Walter , es ist etwas anderes über Krebs zu reden, als selber Krebs zu haben. Beim ersten habe ich eine gewisse Vostellung, beim zweiteren verändert sich diese bisherige Vorstellung
Vorstellung kollidiert mit Kenntnis/Erfahrung.
Oder anderes Beispiel
Ich weiss, dass ein Porsche schnell ist.
Wie schnell er wirklich ist, weiss ich doch erst, wenn ich mich reinsetze, den Zündschlüssel umdrehe, Gas gebe und aufs Tacho schaue. Erst dann bekomme ich doch Erst eine genaue Vorstellung davon wie schnell ein Porsche ist.
Man muss es selbst erlebt haben.(ist jetzt kein Vorwurf)
Der Grundgedanke ist auf der einen Seite doch :
"Die DDR ist ein Unrechtsstaat gewesen(in dem ich selber nie hätte leben wollen), die Einheit ist doch das Beste was passieren konnte."
Jetzt kommt der Ostdeutsche und sagt:
"Man konnte auch gut Leben in der DDR, es war nicht alles Schlecht. Die Leute haben auch das Beste draus gemacht.(Die Einheit war jetzt auch nicht so dolle für Uns)
Verständlich, das da dann auch Gegenwehr und Unverständnis kommt.
(Es kommt die Unrechtsstaatkeule(mit allem drumherum). Die Frage, warum denn die Leute abgehauen sind, wenn es so super war(okay, es wurde so nicht direkt gesagt)
Hier muss ich aber auch anmerken: Es kommt auf beiden Seiten zu Missverständnissen
Es kollidiert eben dann, es kommt dann auch schon mal ein: Man würde Herunterspielen, Verherrlichen und wäre einer Gehirnwäsche unterzogen.
Okay
Ein wichtiger Punkt ist eben auch die unterschiedlichen Biografien.
Es ist eben ein Unterschied ob man in der DDR lebte oder nicht.
Wenn der Ostdeutsche sagt, Man konnte auch....und so...
Dann nicht weil er die DDR verdeitigen will oder gut fand, sondern weil er ein Vergleich hat. Es wird nicht einfach so gesagt. Mit Nostalgie hat es auch nichts zu tun.
So gut die Einheit auch ist, sie ist nicht gut gemacht worden
Ist aber auch ein anderes komplexes Thema, das man eben auch anders versteht, wenn man in der DDR geboren wurde, dort aufwuchs, die Wendezeit erlebte und in der Einheit ankam.