DDR

hi,
ich denke sicher das es verletzt hat,
aber in die andere Richtung gab es auch schimpfworte,
warum auch immer,

vielleicht liegt es daran, das aus Ddr NeuBrd wurde, Vielleicht hätte ein eigener Staat für die DDR es auch gemacht,
nicht falsch verstehen, aber die Vorwürfe, wir wollten ja nicht wie die BRd leben, habe ich recht häufig gehört,

vielleicht war das *einfach übernehmen* ncht richtig,
Hast du mal gefragt, wieso derjenige / diejenigen nicht wie die BRD leben wollten?
 
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Hast du mal gefragt, wieso derjenige / diejenigen nicht wie die BRD leben wollten?

ja habe ich,
sie wollten eigentlich wie in der DDR leben (arbeitssicherheit, grundlebensmittel billig und absicherung) ,aber auch das gute aus dem westen haben (wie viel reisen, Konsumgüter und tolle wohnung)

ja und das geht und ging nicht,
 
ja habe ich,
sie wollten eigentlich wie in der DDR leben (arbeitssicherheit, grundlebensmittel billig und absicherung) ,aber auch das gute aus dem westen haben (wie viel reisen, Konsumgüter und tolle wohnung)

ja und das geht und ging nicht,
Entschuldigung, aber worin sahst du darin einen Vorwurf?
 
hi,
ich denke sicher das es verletzt hat,
aber in die andere Richtung gab es auch schimpfworte,
warum auch immer,

vielleicht liegt es daran, das aus Ddr NeuBrd wurde, Vielleicht hätte ein eigener Staat für die DDR es auch gemacht,
nicht falsch verstehen, aber die Vorwürfe, wir wollten ja nicht wie die BRd leben, habe ich recht häufig gehört,

vielleicht war das *einfach übernehmen* ncht richtig,
War es ja auch nicht . Viele haben davor gewarnt und Viele in der DDR wollten die Republik reformieren und nicht sofort alles übernehmen.
Es klang für die Meisten damals so, als ob die SPD, die ja davor gewarnt hat überstürzt zu handeln, den Osten nicht will. Kohl war der Gute. Gestern habe ich ein Interview von Gysi gesehen bei Maischberger. Der hat das ganz gut formuliert .
Aber es ist jetzt so wie es ist. Vieles ist besser als vor 30 Jahren, einiges schlechter.
 
hi,
ich denke sicher das es verletzt hat,
aber in die andere Richtung gab es auch schimpfworte,
warum auch immer,

vielleicht liegt es daran, das aus Ddr NeuBrd wurde, Vielleicht hätte ein eigener Staat für die DDR es auch gemacht,
nicht falsch verstehen, aber die Vorwürfe, wir wollten ja nicht wie die BRd leben, habe ich recht häufig gehört,

vielleicht war das *einfach übernehmen* ncht richtig,
War es ja auch nicht. Es ging ja Anfangs auch nicht um die Einheit, sondern um die Demokratisierung der DDR. Es sollte sich in dem Land etwas ändern.

Es rumorte ja nicht erst 89 im Land,es schwelte schon länger. 88 konnte man schon spüren, dass etwas auf uns zukommt. Das ganze hat ja eine Chronologie
Es fing im Januar ja schon an.
Beim jährlichen Gedenktang von Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht gab es eine kleinere Gegendemonstration mehrerer Leute, die es so noch nie gab. Verhaftungen und Abschiebung waren die Folgen
Das war jedenfalls schon die erste Erschütterung.

Unbemerkt von vielen formierte sich ja auch schon die Opposition als Neues Forum und eben nicht einfach von hier und jetzt
Dann kam die Kommunalwahl am 17.Mai und dieser Tag ist der Wendepunkt.
Das Neue Forum wollte da schon für diese Wahl zugelassen werden, wohlwissend das dies nicht passiert, war aber auch ein Teil des Plans zur Wahlbeobachtung. Es wurde erstritten, dass die Oppositon Beobachter zur Wahl schicken können. Gab es vorher noch nie. Die haben da halt einiges dokumentiert und festgehalten.

Abends in der Aktuellen Kamera sass dann der Krenz und las dreist das gefälschte Wahlergebnis vor. 98,nochwas Wahlbeteiligung, 98, nochwas Zustimmung.
Komplett gelogen.
Die Opposition konnte es eben diesmal belegen. Mit diesem Tag kippte die Stimmung im Land so richtig. Da hatten dann viele einfach nur noch die Schnauze voll
Später spielte die Grenzöffnung in Ungarn mit rein.
Die dadurch einsetzende Fluchtwelle im Sommer, auch über Prager Botschaft ist eine Folge des 17. Mai

Für viele war die Flucht keine Option, aber das Bewusstsein, dass sich in der DDR einiges ändern muss, das war gestärkt worden und kam dann im Oktober zum Vorschein. Es fing erst mit Leipzig mit den Montagsdemonstrationen an.
Das Neue Forum hat zu diesem Zeitpunkt herum, dann offiziel als Zulassung einer Art Partei gegen SED gekämpft. Die SED sollte nicht mehr die einzige Partei sein. Es wurde eine Unterschriftensammlung zur Zulassung gestartet. Ich selber hab diese dann nach dem 7.Oktober unterschrieben, eben auch im Zorn von dem wovon ich halt Augenzeuge wurde.
Der 7.Oktober, die 40Jahrfeier der DDR mit den Demos in Leipzig, Dresden, Berlin war der Höhepunkt und die Folge des 17ten Mais
Wir sind das Volk, Wir bleiben hier
Ja das war massiv.

Die Deutsche Einheit war da noch nicht Thema, es ging Anfangs eben um die Veränderung im Land.
Honecker wurde dann ja abgesetzt und es wurde ein sehr großer Fehler begangen.

Allen war immer klar, Krenz ist der Ziehsohn und Krenz würde der Nachfolger werden und es würde sich dann nichts ändern. Dessen war man sich schon länger im klaren.

Ja und dann machen sie auch noch denjenigen der am 17.Mai dreist die gefälschten Wahlergebnisse vorlas zum Nachfolger. Das war das völlig falsche Signal.

Es setzte am Ende eine Dynamik ein, die zu der "vorschnellen" Einheit führte
 
sie wollten eigentlich wie in der DDR leben (arbeitssicherheit, grundlebensmittel billig und absicherung), aber auch das gute aus dem westen haben (wie viel reisen, Konsumgüter und tolle wohnung)

ja und das geht und ging nicht,

Genau!
Das wäre sog. Rosinenpickerei.
Und das geht nur sehr selten.
 
Sehr interessant ist auch folgendes
Sommer 88 war ich mit meiner Schwester und meinem Schwager in Bulgarien und da unterhielt ich mich mit einem Westdeutschen, eben auch über die DDR und er sagte im Gespräch dann:
Es kommt mal der Tag, wo Honecker nicht mehr ist und ihr in andere Länder ausser Bulgarien und Ungarn könnt.

War schon sehr eigenartig, eben im Hinblick auf das, was dann ja später
einsetzte

Ich frage mich heute noch: Was wusste Er, das ich nicht wusste

Gehört halt irgendwie alles mit rein
 
Genau!
Das wäre sog. Rosinenpickerei.
Und das geht nur sehr selten.
Ich denke, dass der Wunsch nach Freiheit, in einer gelebten Diktatur so manche Verwirrungen stiftet. Woher soll ein Unterdrückter WISSEN, dass zur Freiheit auch immer Verantwortung gehört?
So jemand kann auch nach der Wende - psychologisch gesehen - nicht ohne Weiteres aufstehen und für sich selbst sorgen.
Die Folgen nimmt man im " ewigen Gejammere" auch heute noch wahr.
Die Menschen verlieren ihren Halt. Einige suchen ihn in Gott, andere im Geld und wieder andere in sog. Randparteien. Letzteres ist für unsere Demokratie die grösste Herausforderung. Denn wenn es "uns" nicht gelingt, Stabilität zu signalisieren... und wie bitte sollte das gelingen in einer Welt mit Klimaproblemen, H4 und Lobbyismus... dann verlieren wir ganz sicher nicht nur ein paar 1000. Wir alle verlieren... unsere Würde, unsere Freiheit und damit unsere Demokratie.
 
War es ja auch nicht. Es ging ja Anfangs auch nicht um die Einheit, sondern um die Demokratisierung der DDR. Es sollte sich in dem Land etwas ändern.

Es rumorte ja nicht erst 89 im Land,es schwelte schon länger. 88 konnte man schon spüren, dass etwas auf uns zukommt. Das ganze hat ja eine Chronologie
Es fing im Januar ja schon an.
Beim jährlichen Gedenktang von Rosa Luxenburg und Karl Liebknecht gab es eine kleinere Gegendemonstration mehrerer Leute, die es so noch nie gab. Verhaftungen und Abschiebung waren die Folgen
Das war jedenfalls schon die erste Erschütterung.

Unbemerkt von vielen formierte sich ja auch schon die Opposition als Neues Forum und eben nicht einfach von hier und jetzt
Dann kam die Kommunalwahl am 17.Mai und dieser Tag ist der Wendepunkt.
Das Neue Forum wollte da schon für diese Wahl zugelassen werden, wohlwissend das dies nicht passiert, war aber auch ein Teil des Plans zur Wahlbeobachtung. Es wurde erstritten, dass die Oppositon Beobachter zur Wahl schicken können. Gab es vorher noch nie. Die haben da halt einiges dokumentiert und festgehalten.

Abends in der Aktuellen Kamera sass dann der Krenz und las dreist das gefälschte Wahlergebnis vor. 98,nochwas Wahlbeteiligung, 98, nochwas Zustimmung.
Komplett gelogen.
Die Opposition konnte es eben diesmal belegen. Mit diesem Tag kippte die Stimmung im Land so richtig. Da hatten dann viele einfach nur noch die Schnauze voll
Später spielte die Grenzöffnung in Ungarn mit rein.
Die dadurch einsetzende Fluchtwelle im Sommer, auch über Prager Botschaft ist eine Folge des 17. Mai

Für viele war die Flucht keine Option, aber das Bewusstsein, dass sich in der DDR einiges ändern muss, das war gestärkt worden und kam dann im Oktober zum Vorschein. Es fing erst mit Leipzig mit den Montagsdemonstrationen an.
Das Neue Forum hat zu diesem Zeitpunkt herum, dann offiziel als Zulassung einer Art Partei gegen SED gekämpft. Die SED sollte nicht mehr die einzige Partei sein. Es wurde eine Unterschriftensammlung zur Zulassung gestartet. Ich selber hab diese dann nach dem 7.Oktober unterschrieben, eben auch im Zorn von dem wovon ich halt Augenzeuge wurde.
Der 7.Oktober, die 40Jahrfeier der DDR mit den Demos in Leipzig, Dresden, Berlin war der Höhepunkt und die Folge des 17ten Mais
Wir sind das Volk, Wir bleiben hier
Ja das war massiv.

Die Deutsche Einheit war da noch nicht Thema, es ging Anfangs eben um die Veränderung im Land.
Honecker wurde dann ja abgesetzt und es wurde ein sehr großer Fehler begangen.

Allen war immer klar, Krenz ist der Ziehsohn und Krenz würde der Nachfolger werden und es würde sich dann nichts ändern. Dessen war man sich schon länger im klaren.

Ja und dann machen sie auch noch denjenigen der am 17.Mai dreist die gefälschten Wahlergebnisse vorlas zum Nachfolger. Das war das völlig falsche Signal.

Es setzte am Ende eine Dynamik ein, die zu der "vorschnellen" Einheit führte
Gut, es war der 7. Mai

Wahlbetrug 1989 – als die DDR-Regierung ihre Glaubwürdigkeit verlor
Am 7. Mai 1989 fanden in der DDR Kommunalwahlen statt. Erstmals überwachten unabhängige Bürger die Stimmenauszählung und konnten nachweisen, dass Wahlergebnisse manipuliert wurden – ein Aufbruchsignal für die Bürgerrechtsbewegung in der DDR.
https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/290562/1989-wahlbetrug-in-der-ddr
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Aber wie gesagt
Das war der eigentliche Anfang vom Ende
Danach hatten die Ausreiseanträge auch zugenommen.
Ich selbst hatte einen Arbeitskollegen der danach sagte: Jetzt reichts, ich habe ein Ausreiseantrag gestellt, die haben uns lange genug verarscht
War ja kein Einzelfall. Damals gingen wir nicht mehr in die Disko sondern zu Konzerten der sogenannten Anderen Band. Also man war im Prinzip in der alternativen Musikszene unterwegs und da wusste ich auch das einige Musiker eben auch Ausreiseanträge stellten, jedenfalls konnte man da Stimmungen auffangen...nun ja, wir hatten auch viel diskutiert
Egal
Es war wie ich schon schrieb, dieser 7.Mai ein Knackpunkt
(Nur halt nochmal kurz zur Ergänzung meines anderen Beitrages)

Rainer Eppelmann: Wahlbetrug in der DDR
 
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Ich glaube nicht, dass @JimmyVoice die DDR glorifiziert. Das habe ich aus seinen Beiträgen nicht herausgelesen.

Aber wenn jemand die negativen Seiten der DDR anspricht, kann er nicht unterscheiden, dass mit Unrechtsstaat, Bespitzelung, Stasi usw. nicht auch alle Menschen in der DDR gemeint sind.
Ich kann es unterscheiden, ich hab genug Einblick in die DDR, um eben zu wissen, dass eben nicht alle Menschen gemeint sind.
Der Punkt ist ein ganz anderer.
Die Sichtweise auf die DDR ist von denen, die keine Ostdeutsche Biografie haben, nie in der DDR gelebt haben natürlich eine etwas andere, als von denen die eben in der DDR auch gelebt haben. Da kolidiert auf beiden Seiten doch etwas
Die einen können doch nur von aussen betrachten und die anderen sehen halt anders, weil sie im Inneren waren.
Im Bezug auf dem Krebshinweis von @Walter , es ist etwas anderes über Krebs zu reden, als selber Krebs zu haben. Beim ersten habe ich eine gewisse Vostellung, beim zweiteren verändert sich diese bisherige Vorstellung
Vorstellung kollidiert mit Kenntnis/Erfahrung.
Oder anderes Beispiel
Ich weiss, dass ein Porsche schnell ist.
Wie schnell er wirklich ist, weiss ich doch erst, wenn ich mich reinsetze, den Zündschlüssel umdrehe, Gas gebe und aufs Tacho schaue. Erst dann bekomme ich doch Erst eine genaue Vorstellung davon wie schnell ein Porsche ist.
Man muss es selbst erlebt haben.(ist jetzt kein Vorwurf)

Der Grundgedanke ist auf der einen Seite doch :
"Die DDR ist ein Unrechtsstaat gewesen(in dem ich selber nie hätte leben wollen), die Einheit ist doch das Beste was passieren konnte."

Jetzt kommt der Ostdeutsche und sagt:
"Man konnte auch gut Leben in der DDR, es war nicht alles Schlecht. Die Leute haben auch das Beste draus gemacht.(Die Einheit war jetzt auch nicht so dolle für Uns)

Verständlich, das da dann auch Gegenwehr und Unverständnis kommt.
(Es kommt die Unrechtsstaatkeule(mit allem drumherum). Die Frage, warum denn die Leute abgehauen sind, wenn es so super war(okay, es wurde so nicht direkt gesagt)
Hier muss ich aber auch anmerken: Es kommt auf beiden Seiten zu Missverständnissen
Es kollidiert eben dann, es kommt dann auch schon mal ein: Man würde Herunterspielen, Verherrlichen und wäre einer Gehirnwäsche unterzogen.
Okay
Ein wichtiger Punkt ist eben auch die unterschiedlichen Biografien.
Es ist eben ein Unterschied ob man in der DDR lebte oder nicht.

Wenn der Ostdeutsche sagt, Man konnte auch....und so...
Dann nicht weil er die DDR verdeitigen will oder gut fand, sondern weil er ein Vergleich hat. Es wird nicht einfach so gesagt. Mit Nostalgie hat es auch nichts zu tun.

So gut die Einheit auch ist, sie ist nicht gut gemacht worden

Ist aber auch ein anderes komplexes Thema, das man eben auch anders versteht, wenn man in der DDR geboren wurde, dort aufwuchs, die Wendezeit erlebte und in der Einheit ankam.
 
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