Ein bischen möchte ich noch auf das hier eingehen
Du sagst in der Antwort auf meinen Beitrag, die Illusion zu verneinen, wäre nicht zielführend. Ich habe aber nicht von Verneinung einer Illusion gesprochen, ich weiß, daß es sie gibt, sondern von Erkenntnis der Tatsache, daß sie existiert. Und du erklärst, es ginge in Gesang 17 um einen Widerspruch, den es zu erkennen gilt, um ihn aufzulösen. Meinst du damit, daß Erkenntnis dazu da ist, etwas aufzulösen, dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.
obwohl ich weiß, das Du mir kein Schüler sein kannst und ich Dir kein Lehrer sein kann.
Jesus sagtim TE :
31) "Kein Prophet ist willkommen angenommen in seinem Dorf. Kein Arzt heilt die, die ihn kennen."
Der Grund ist, weil ich nicht denke, dass Du fragst, um einen Widerspruch in Dir aufzulösen, sondern einen Widerspruch in mir aufzuzeigen. Das wird Dir aus dieser Perspektive der Skepsis allein deshalb immer gelingen, weil es eine Frage des BEDARFS ist, das Glas halb leer oder halb voll zu sehen.
Es ist was es ist, aber der Bedarf erschafft das Urteil. Und ich selber kann mich immer nur der Worte, der Trennung, der Illusion bedienen.
Deshalb sagt Jesus auch: Gebt das Wertvolle nicht den Hunden.
Die Perlen werden sie nicht annehmen können und das Wertvolle wird von Ihnen zerissen werden...ich hofffe unsere Freundschaft hält diese Worte aus, aber auch wenn sie es NICHT aushalten würde, würde ich es Dir hier sagen
Jesus sagt:
(55)"Wer nicht seinen Vater haßt und seine Mutter, wird mir nicht Schüler sein können. Und (wer) seine Brüder (nicht) haßt und seine Schwestern (und nicht) sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."
und
(99): Die Schüler sagten zu ihm: "Deine Brüder und deine Mutter stehen draußen." Er sagte zu ihnen: "Diese hier, die den Willen meines Vaters tun, sind meine Brüder und meine Mutter. Sie sind es, die in das Königreich meines Vaters eingehen werden."
Es bedeutet das im Leben von dem, der die Wahrheit erkannt hat, die Soziale Bindung HINTER dem gereiht wird, was erkannt wurde. Das Ego bleibt so entmachtet uns ist weder korrumpierbar noch sozialisierbar. Obgleich das ich da ist, wird Ihm von dem, der sich selbst erkannt hat, keine Macht mehr zugestanden, das ist es was der Verzicht bedeutet...
das wär dann eigentlich schon das Thema des letzten threads:
Werkentsagung und Werkversicht
Der Verzicht auf die WIRKUNG und die Entsagung der WIRKUNG. Beides ist notwendig, beides ist aber nicht das gleiche. Den der MENSCH ist DA, der dies erlebte, der Fokus IST aufrecht, anders könnten wir uns jetzt kaum unterhalten. Dies ist Schmerz und Angriffspunkt zugleich. Auf eine TAT zu verzichten ist hier leichter als von der WIRKUNG (auf das eigenen ich) dieser Tat unberührt, unbewegt zu bleiben.
Dem Wunsch geliebt zu werden keine Macht zu verleihen.Es ist schwierig aber möglich, weil eine andere Liebe gleichfalls REAL ist.
Somit lasse ich mich nicht davon bewegen in meinem TUN ob es den anderen forttreibt von mir, "auch wenn es meine Brüder oder meine Schwestern oder meinen Vater oder meine Mutter mich hassen ließe", obgleich es mich bewegt.
Das ist (auch) ein Widerspruch, Gott in der Erfahrungswelt IST das Dualistische Prinzip...und Ihn und dieses Thema hebe ich mir nun aber auf für das letzte Kapitel
Du sagst in der Antwort auf meinen Beitrag, die Illusion zu verneinen, wäre nicht zielführend.
Du sagtest:
Zitat:
Das ist die große Täuschung - es erscheint so, als würde man in die Welt HINAUStreten. Die Welt ist aber ungeteilt, also gibt es nichts vorher und nichts nachher. Es gibt nur die eine unteilbare ewige Gegenwart, von Augenblick zu Augenblick. Oder von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ganz wie du willst.
Ich sagte:
Die Illusion ist da, unabhängig davon ob sie WAHR ist, sie definert sich durch das was erfahrbar ist.
Wenn Du sagst es gibt nichts vorher und nichts nachher führt das zu einem Widerspruch, denn es gibt etwas das Du noch nicht weißt oder erfahren hast (Zukunft) und etwas an das Du Dich erinnerst (Vergangenheit)
diese Interpretation der Wahrnehmung (denn DAS WAS IST ist ja immer Gegenwart) führt zu einem Widerspruch im Empfinden.
Zum einen ist da die Interpretation des Geistes der (in der Erinnerung) zurückgeht und sagt: dies ist Vergangenheit, unabänderlich fest, weil so erinnert und bereits geschehen und sagt: das zukünftige ist mir noch nicht erfahrbar: ich kann es noch nicht betreten aber ich kann JETZT darauf einfluss nehmen
Das ist nicht Wahrnehmung: das ist Interpretation der Wahrnehmung: das ist es was das Ego macht: ständig, worauf es aufbaut: ständig..in der Bewertung und Analyse der Wahrnehmung gemäß dem was es GLAUBT.
und das Ausbilden dieses Egos ist das HERAUSTRETEN von dem ich sprach
Denn wenn dieser GLAUBE untersucht wird treten gemäß der Wahrnehung (und auch Erinnerung) erstaunliche Dinge zu Tage
Die Erinnerung ist kein rotes Band
Was ist Vorahnung?
Kann man sich an die Zukunft erinnern? Oder warum kann man sie träumen? etc
Das sind Fragen die durch genauere (bewusstere) Wahrnehmung oder Beobachtung von Wahrnehmung entstehen. Wenn BEWUSSTER solche beständigen Urteile und Schubladen auf diese Weise überprüft und NEU hinterfragt werden, werden sie auch ausgeräumt
Ich habe aber nicht von Verneinung einer Illusion gesprochen, ich weiß, daß es sie gibt,
Du hast aber nicht den Widerspruch erwähnt den ich hier aufzeigte
Mit Verneinen meine ich den Widerspruch, der sich durch die Wahrnehmung und Interpretation der Wahrnehmung ergibt
Dort wo dieser Widerspruch ignoriert wird, wird er verneint und kann daher auch nicht aufgelöst werden
sondern von Erkenntnis der Tatsache, daß sie existiert.
mit der Erkenntnis das Illusion existiert (weil REAL = erfahrbar)habe ich kein Problem
mit der Erkenntnis das Illusion wirklich, aber nicht wahr ist, obgleich sie IM GEIST zur WIRKUNG kommt, habe ich auch kein Problem
Somit ist Wahrheit nicht existent aber wahr.
Und Erkenntnis der Wahrheit nicht existent, weil nicht im Außen nur im Innen erkenn- und erfahrbar. Daher kann nicht mit dem Finger auf sie gezeigt werden und gesagt werden....DORT ist die WAHRHEIT!
3)"Wenn jene, die euch (ver)führen, zu euch sagen: ,Siehe, das Königreich (die Erkenntnis oder das Erkennen von dem was ist) ist im Himmel`, (so) werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen.
Sagen sie zu euch: ,Es ist im Meer`, (so) werden euch die Fische zuvorkommen.
Die Erkenntnis ist deshalb innerhalb und auserhalb WEIL DIE WELT -so wie sie ist-SICH DURCH DAS ERKENNEN NICHT VERÄNDERT nur die Erkenntnis darüber WAS die Welt IST.
So steht man am Ende wieder am Anfang, doch alles was um einen herum existiert, zur Wirkung kommt oder geschieht wird mit anderen Augen gesehen/wahrgenommen, weil das Bewußtsein darüber verändert wurde.
Und du erklärst, es ginge in Gesang 17 um einen Widerspruch, den es zu erkennen gilt, um ihn aufzulösen.
Ich sprach hier von einem anderen Widerspruch
der das immer wieder Religionen eingesetzt wurden
ABBILDER von WEGEN von jenen hinterlassen wurden, die sich selbst erkannten und erkannt wurden.
In jedem Abbild steckt (auch) die Bemühung den Fehlern, die darin verborgen liegen, entgegen zu treten.
Und in jedem Abbild scheitern sie.
Somit stellt sich die Frage: wäre es bessser es GEHEIM zu halten?
Oder ist es besser es ÖFFENTLICH zu machen..das was es ist oder bedeutet sich selbst zu erkennen?
Ist den (eigenen) Weg aufzuzeigen und eine LEHRE zu schaffen nun gut oder schlecht?
Sieht man auf die WIRKUNG könnte man meinen es ist beides. Auf diesen Widerspruch will ich hier eingehen.
Warum diese Gefahr von jenen stets neu eingegangen wurde im Erschaffen einer Lehre....
Meinst du damit, daß Erkenntnis dazu da ist, etwas aufzulösen, dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.
Erkenntnis ist nur dann von Glaube zu unterscheiden wenn er gemäß dem was ist einer Überprüfung stand hält: das ist es, was Katharsis ist.
Ohne Katharsis, das das Ego hinter der Frage blostellt, ist es Skeptizismus, der das Ego bekräftigt anstatt es zu entmachten.
LG