Das Herz und die Seele Indiens

Mir scheint aber, als wären diese Schriften nicht zur Belehrung der Leute verfasst worden.

Es ist eine Darstellung von etwas das erkannt wurde..

Der Dialog zwischen Thomas und Jesus

Während du /Dich) nun mit mir gewandelt bist (hast) -- selbst wenn du es nicht weißt -- (15) hast du schon erkannt; und man wird dich nennen: ,der Mensch, der sich selbst erkannt hat`. Wer sich nämlich nicht selbst erkannt hat, hat gar nichts erkannt. Wer sich aber selbst erkannt hat, hat auch schon die Erkenntnis über die Tiefe des Alls. Deswegen nun hast du, mein Bruder Thomas, gesehen, was verborgen (20) vor den Menschen ist, nämlich das, woran sie Anstoß nehmen, wenn sie es nicht kennen.``

LG
 
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Hi Regina. Wenns über e-mail nicht klappt, weil ich die nie aufmache (schäm), dann treff ich dich wenigstens hier. Ähm, ich muß gestehen, ich habe nicht ALLE 19 Seiten gelesen. Grins. Aber vielleicht schaff ichs ja in den nächsten Tagen, und dann geb ich meinen Senf dazu.
 
Deine Zeit ist noch nicht gekommen...

Ich liebte es am Strand zu laufen und wilde Spiele zu spielen
Mein Pferd, so wild und ungestüm wie ich.
Und die Leute klagen: „Wann endet Ihr wildes Spiel?
Nicht nimmt sie Rücksicht auf unsere Gräben und Zäune, wenn sie und Ihr Pferd dahinstürmen..
Sie pflügt das Feld um, das gerade gesät wurde und knickt den Halm mit der wertvollen Frucht!
Nicht hält sie Ihr Pferd, wenn wir Ihr entgegenkommen!
Nicht zügelt sie es, wenn wir Ihren Weg kreuzen!“

Mein Vater lacht: „Ihre Zeit ist noch nicht gekommen...“


Ich gehe still zu Ihm um zu fragen:
„Vater ich weiß nicht, ob ich das Brot hier essen soll!
Kannst Du mir einen Rat geben?“

Er legt zwei Scheiben Brot auf den Tisch.
Das eine alt, hart und grau. Es duftet nicht mehr.
Das andere frisch und knusprig, es duftet sehr.
„Welches Brot wirst Du essen meine Tochter?“


Ich lache: „Das duftende!“

„Und was geschieht? Hast Du nun eine Antwort auf Deine Frage gefunden?“

Ich hatte die FRAGE VERGESSEN!

„Das Brot kann mir Antwort geben, ob ich das Brot essen soll?“

"Ja. Das duftende Brot kann Dir keine Antwort geben, denn Du wirst es immer essen wollen..
Das alte Brot kann Dir Antwort geben, da Du es nicht sogleich essen möchtest.
Finde heraus wann Du das alte Brot essen willst..."


„Wenn ich den ganzen Tag faste, wird das alte Brot duftend und mit jeden Tag erscheint es duftender mir...“

„Warum?“

„Es ist der Hunger, der Hunger nach Brot..“

„Was ist der Hunger?“

„Er ist wie jede Emotion. In seiner Energie kann ich Ihn nicht von Zorn oder Freude oder Liebe unterscheiden..“

„Was ist hinter der Emotion?“

„Das Selbst.“

„Was ist hinter dem Selbst?“

„Das was war, bevor ich wurde, das Ungeteilte, das SEIN.“

„Was willst Du tun?“

„Ich weiß es nicht..“

„Deine Zeit ist noch nicht gekommen...
Nicht willst Du Dein Selbst zügeln, wenn es laufen möchte. Du sagst: Ich will FREI sein!
Ich liebe es, frei zu sein!
Deine Zeit ist noch nicht gekommen...“



Ich gehe still zu Ihm um zu fragen:
„Vater ich weiß nicht, ob ich mein Pferd zügeln soll!
Kannst Du mir einen Rat geben?“


Er geht mit mir aus dem Tempel und zeigt mir zwei seiner Tiere.
Das eine wild und ungestüm. Es schnaubt bei unserem Anblick und läuft davon, das andere wiehert freundlich und sucht die Hand meines Vaters.
„Das eine, wild und ungestüm.
Das andere: Reitpferd schon im Leibe der Mutter.
Welches Pferd willst Du reiten, meine Tochter?“


Ich lache: „Das Dich liebende!“

„Und was geschieht? Hast Du nun eine Antwort auf Deine Frage gefunden?“

Ich hatte die FRAGE VERGESSEN!

„Das Pferd, geboren mich zu lieben schon im Mutterleibe, kann Dir die Antwort nicht geben, da Du es sogleich reiten kannst!
Finde heraus, wann Du das andere Pferd reiten willst und Du wirst die Antwort kennen...


„Ich bin nun viele Tage nicht geritten, und habe mich von Deinem und von meinem Reittier ferngehalten. Viele Tage saß ich dort draußen und beobachtete das wilde Pferd. Und mit jedem Tag erschien es mir geheimnisvoller...“

„Warum?“

„Es kommt nicht zu mir, wenn ich es rufe, es folgt einem anderen Ruf.
Es nimmt nicht die Gerste, die ich Ihm biete, es folgt seinem eigenen Hunger.
Es begehrt nicht meinen Schutz.
Es begehrt nicht meine Hut.
Es begehrt nicht meine Hand.
Nichts ist es, das ich Ihm geben kann...“

„Wem folgt es?“

„Nur sich selbst. Seinem Zorn oder seiner Freude oder seiner Liebe..“

„Was ist hinter der Emotion?“

„Der Geist des Selbst.“

„Was ist hinter diesem?“

„Das was war, bevor es wurde, das Ungeteilte, das SEIN.“

„Was willst Du tun?“

„Ich weiß es nicht..“

„Deine Zeit ist noch nicht gekommen....“
Nicht willst Du Dir das Pferd vertraud machen, das laufen möchte.
Du sagst: Es soll FREI sein!
Ich liebe es, wenn es frei ist, darum soll es laufen.
Deine Zeit ist noch nicht gekommen...“




Ich gehe still zu Ihm um zu fragen:
„Vater, ich weiß nicht, ob ich das Wort der Menschen achten soll!
Kannst Du mir einen Rat geben?“

Er geht mit mir aus dem Tempel und zeigt mir sein Land.
Der eine Mensch ist wild und ungestüm in seinen Gedanken, Worten und Taten. Er scheut den Anblick des Vaters und läuft davon, ein anderer ruft einen freundlichen Gruß und sucht seine Hand.

„Der eine, wild und ungestüm.
Der andere diente mir schon in seines Mutters Leibe.
Welchem Wort willst Du Dich öffnen? Von dem, der dort von dannen lief oder von diesem, der nun vor mir kniet, meine Tochter?“


Ich lache: „Dem, der Dich liebt!“

„Und was geschieht? Hast Du nun eine Antwort auf Deine Frage gefunden?“


Ich hatte die FRAGE VERGESSEN!

„Der Mensch, geboren mich zu lieben schon im Mutterleibe, kann Dir die Antwort nicht geben, da Du in mir bist und er in mir ist.
Finde heraus wann Du das Wort des anderen achten willst. Dort liegt auch die Antwort auf Deine Frage..“


„Ich bin nun viele Tage unter diesen gewesen, Vater, und habe mich von Deinem und von meinem Willen ferngehalten. Viele Tage saß ich unter Ihnen und beobachtete Ihr wildes Treiben.
Mit jedem Tag erschien es mir schwieriger dies zu tun...“

„Warum?“

„Sie kommen nicht zu Dir, wenn Du sie rufst, sie folgen einem anderen. Sie nehmen nicht das Brot das Du Ihnen bietest, sie begehren nicht Deine Hut, obgleich Du sie behütest, sie begehren nicht Deine Hand, obgleich Du Ihre Hand hältst, sie begehren nicht Dein Wort, obgleich Du zu Ihnen sprichst. Sie sehen nicht Deine Liebe, obgleich Du sie liebst. Sie erkennen Dich nicht, obgleich Du vor Ihnen stehst. Alles ist es, was sie von Dir nehmen und nichts ist es, was sie in Deine Hand zurücklegen.“

„Wem folgen Sie?“

„Ihrem Schmerz und Ihrem Hunger..“

„Was ist hinter diesem Schmerz? Was liegt hinter Ihrem Hunger?“

„Das was sie verloren haben.“

„Was ist hinter diesem?“

„Das was war, bevor sie hinausgetreten sind aus Dir in diese Welt, das Ungeteilte, das was sie SIND und das was DU BIST.“

„Wie wirst Du Dich entscheiden?“

„Ich weiß es nicht..“

„Deine Zeit ist noch nicht gekommen....“
Nicht willst Du den Schmerz teilen, wenn er sich zeigt, nicht Ihm entgegentreten.
Du sagst: Mögen sie FREI sein!
Ich liebe es, wenn sie frei sind, darum sollen sie fortlaufen.
Deine Zeit ist noch nicht gekommen...“



Ich gehe still zu Ihm um zu fragen:
„Vater ich weiß nicht, ob ich der Bewegung folgen soll, oder der Ruhe!
Kannst Du mir einen Rat geben?“

Er geht mit mir in den Tempel und zeigt mir seine Priester.
„Wem dienen sie? Der Bewegung oder der Ruhe?“


„Der eine richtet das Brot für die Götter, schlägt den Gong, spricht Deine Worte.
Der andere isst Dein Brot, ist im Innersten erschüttert, durch das was Du bist, hört Deine Worte.

Der erste dient der Bewegung, der zweite seinem Selbst.
Der erste dient der Welt, der andere Dir“

„Wem willst Du folgen meine Tochter?“

Ich lache: „Keinem!“

„Und was geschieht? Hast Du nun eine Antwort auf Deine Frage gefunden?“

Ich hatte die FRAGE VERGESSEN!

„Der, der mein Brot isst, im Innersten erschüttert wird, durch das was ich bin und meine Worte hört, kann Dir die Antwort nicht geben.
Finde heraus welche Bewegung es ist, dem der andere folgt, dort wirst Du Deine Antwort finden...“


„Ich habe nun viele Tage sein Brot gegessen, den Gong gefühlt, der von Ihm geschlagen wurde, das Wort gehört, das von Ihm gesprochen wurde und mit jeden Tag erschien es mir schmerzvoller.“

„Warum?“

„Das Brot, das von Ihm gereicht wird, ist nicht Dein Brot, daher kann es den Hunger der Menschen, die zu Ihm kommen, nicht stillen. Der Gong, den er anschlägt, ist nicht das, was DU BIST, daher kann es die Menschen, die zu Ihm kommen, um erschüttert zu werden, nicht im Innersten erschüttern.
Das Wort das er spricht ist nicht DEIN WORT, daher kann es die Menschen, die zu Ihm kommen um bewegt zu werden, nicht zu Dir rufen. Es nimmt nicht den Hunger, die Sehnsucht, die Angst
Die Menschen begehren Deinen Schutz, doch dieser kann sie nicht schützen.
Sie begehren Deine Hut, doch dieser kann sie nicht hüten.
Sie begehren DAS WAS DU BIST, doch dieser kann es Ihnen nicht geben.
Nichts kann Ihnen durch diesen gegeben werden.
Sie kommen mit leeren Händen und wenn sie gehen sind Ihre Hände erneut geleert.“

„Wem gehorcht dieser?“

„Seiner Vorstellung, seiner Emotion. Seiner Angst oder seiner Freude oder seiner Liebe zu Dir..“

„Was ist hinter dieser Emotion?“

„Er SELBST!“

„Was ist hinter diesem?“

„Das was er war, bevor er hinausgetreten ist in diese Welt, das Ungeteilte, das was DU BIST.“

„Wie wirst Du Dich entscheiden?“

„Ich weiß es nicht..“


„Deine Zeit ist noch nicht gekommen....
Nicht willst Du ein Teil von der Bewegung sein. Du sagst: Alles soll FREI sein, so wie ich frei sein will!
Ich liebe es, wenn alles frei ist, also sollen sie bis ans Ende Ihrer Tage der Bewegung folgen...
Deine Zeit ist noch nicht gekommen...“
 
"...das was er war, bevor er hinausgetreten ist in diese Welt, das ungeteilte, was du bist..."

Soweit ich es beurteilen kann, tritt man in nichts hinaus, wenn es ungeteilt ist. Das ist die große Täuschung - es erscheint so, als würde man in die Welt HINAUStreten. Die Welt ist aber ungeteilt, also gibt es nichts vorher und nichts nachher. Es gibt nur die eine unteilbare ewige Gegenwart, von Augenblick zu Augenblick. Oder von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ganz wie du willst.
 
Der 17. Gesang behandelt eine WIDERSPRUCH den es gilt durch ERKENNEN aufzulösen.
In seiner ERSCHEINUNGSFORM ist es das was eine Religion genannt wird: das ABBILD eines WEGES.

JEDES Bewußtsein, das den Weg zurück zur Quelle geht: von dem, was es sein BEWUSSTSEIN nennt und als solches kennt, weil es sich anhand diesen SELBST erfährt, ist EINZIGARTIG. IN der Quelle ist ALLES eins, getrennt von Ihr ist alles individuell/in sich einzigartig.
Das ist auch schon das Problem, das den Widerspruch definiert. In den 3 Anteilen der Gunas ist das Göttliche UNTERSCHIEDLICH stark verankert..dies definiert seine Individualität in jeder Ebene der (zeitlichen) Erfahrung NEU.
Somit kann der, der sich der Illusion des WORTES oder der BESCHREIBUNG oder des VORBILDES in der Zeit bedient
NIEMALS SAGEN WIE DIE ART DER WAHRNEHMUNG IM BEWUSSTSEIN DES ANDEREN IST:
Er kann nicht sagen ob das was er TUT oder nicht tut, sagt oder nicht sagt, (vor) lebt oder nicht lebt von oder im anderen verstanden werden kann, solange er SELBST der Illusion der ZEIT und der Trennung unterliegt (sich durch die Zeit definiert und ZEIT erfährt!!!)
Für das was ich ein erleuchtetes Wesen nannte, gilt dies NICHT. Weder unterliegt es der Illusion der Trennung, NOCH der Illusion der ZEIT. Daher existiert das was wir ERFAHRUNG nennen für solch eine Wesen NICHT!

Im TE findet sich folgender Satz:
(90): "Kommt zu mir, denn sanft ist mein Joch und meine Herrschaft ist mild, und ihr werdet Ruhe für euch finden!"

Warum?
Warum sollte dies von nöten sein?
Nun, ein Erleuchtetes Wesen kann den Splitter im Auge des anderen nicht gegen dessen Willen entfernen, doch es trägt selbst keinen Balken..
Somit ist es eine Frage des BEDARFS JEDES EINZELNEN ob solch ein Wesen von Nöten ist

(62): "(35) Denen - die meiner Geheimnisse würdig sind - sage ich meine Geheimnisse. Was deine rechte Hand tun wird, deine linke soll nicht wissen, was sie tut."

Warum?
Warum darf die linke nicht wissen, was die rechte tun wird?

(49): Jesus sagte: "Selig sind die Einzelnen und Auserwählten, denn ihr werdet das Königreich finden; denn ihr stammt aus ihm und aufs Neue werdet ihr dorthin gehen."

Warum die Einzelnen und die Außerwählten?

Ich schrieb:
Wahrnehmung bedeutet NICHT Bewußtsein!
Bewußtsein bedeutet NICHT Wahrnehmung!


Es soll zeigen, dass das was ERKENNEN läßt immer NEU ist, etwas das VON AUSSEN in das Bekannte (Alte) Bewußtsein eintritt.

Was Deine rechte tun wird, soll Deine linke nicht wissen.
Dies ist die Beschreibung einer Wahrheit, einer Ordnung...

Der Punkt ist, das DAS BEWUSSTSEIN seine größte Beschränkung durch das Phänomen ZEIT erfährt.
ERFAHRUNG/ZEIT und BEWUSST-SEIN sind miteinander verbunden


Wahrnehmung ist die rechte Hand...sie definiert ALLES WAS DAS SELBST definiert
Wahrnehmung OHNE Bewußtsein ist nicht möglich!
Bewußtsein ist die linke Hand.

Was Deine Wahrnehmung sein wird KANN das Bewußtsein noch nicht erfassen!!!!!!!!!! Das ist es was ZEIT bedeutet!
Das ist es was ENTWICKLUNG bedeutet!
Obgleich TEIL der Illusion ist DIESE ORDNUNG zugleich FUNDAMENT der Illusion.

Für den Menschen (oder Sohn) oder männlichen Anteil Gottes gilt:
Das Bewußtsein von dem was das Selbst definiert folgt der Wahrnehmung und nicht umgekehrt!

Bewußtsein ohne Wahrnehmung ist möglich.
Wahrnehmung ohne Bewußtsein ist nicht möglich.
Die zeigt die Richtung an und das was dabei Illusion ist und das was WAHR/WIRKLICH oder UN_WANDELBAR ist.

Aber weil es eine Richtung gibt und in und durch diese RICHTUNG eine ORDNUNG existent ist, ist das was das SELBST IST, definiert durch das, was es WAHRZUNEHMEN bereit ist und wahrnehmen kann.

Diese Bewußtseinerweiterung kommt VON AUSSEN..obgleich als innerer Weg beschritten (ist nicht Teil der ALTEN Definition von dem was das ich oder Selbst oder der Bewußtseinsfokus ist)
Es kommt von außen und ERWEITERT die Wahrnehmung. In dieser Erweiterung liegt ein Erkennen des (eigenen) Selbst und so eine Erweiterung von dem was dieses Bewußtsein ist.
...somit ist es ein schrittweiser Prozess, dessen Geschwindigkeit nicht kontinuierlich sondern saltatorisch (von Erkenntnis zu Erkenntnis SPRINGT)

Dort wo das, was von außen kommt, das Bewußtsein erweitert, findet eine FUSION statt. DANNACH wird diese Wahrnehmung von dem was das Selbst oder ich oder dieses Bewußtsein IST (neu) ins Bewußtsein integriert und daher auch im Denken erfasst... Die Erkenntis ist eine FOLGE dieses Prozesses der Wahrnehmung darüber was das Selbst IST.

Darum die Einzelnen und die Außerwählten!

Dieser Vorgang ist IMMER individuell....kann nur individuell sein!

Hat Religion Ihren Sinn?

Hat eine HANDLUNG einen Sinn?

Das was getan wird, ist am Ende Energie umzusetzen um dem, was WAHR ist, zum Durchbruch zu verhelfen...dem kollektiven Prozess der Selbst_erfahrung voranzutreiben...

Der WERT eines Rituales definiert sich daher über das WISSEN was dieses Ritual IST, was es bedeutet...
von daher: welche WAHRNEHMUNG über dieses Ritual EXISTENT ist (erkennbar wurde durch UMSETZUNG der Energie)

Wo kein Wissen DA ist, kann man auch nicht darauf zurückgreifen: von daher gilt: wenn ein Blinder einen Blinden führt..

Wo das Wissen DA ist, kann, wenn es GEWOLLT IST, darauf zurückgegriffen werden...jeder sich der existenten Wahrnehmung darüber zuwenden

Sinn und Widersinn des ABBILDES eines Weges durch REALISIERUNG oder UMSETZUNG einer TAT sind hier aber noch nicht zu Ende...

Es ist einfach SCHWIERIG darüber zu reden, weil ich mich selbst nur
des Bildes, des Wortes und der Illusion bedienen kann...

LG
 
Das ist die große Täuschung - es erscheint so, als würde man in die Welt HINAUStreten. Die Welt ist aber ungeteilt, also gibt es nichts vorher und nichts nachher. Es gibt nur die eine unteilbare ewige Gegenwart, von Augenblick zu Augenblick. Oder von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ganz wie du willst.

Die Illusion ist da, unabhängig davon ob sie WAHR ist, sie definert sich durch das was erfahrbar ist.
Obgleich ungeteilt wird die Trennung im Bewußtsein erfahren und somit REAL.
Auf diese Weise ist Wirklichkeit und Wahrheit nicht einfach austauschbar. Der Weg aus der Illusion nicht verneinbar ..
Zu erkennen, dass es nicht wahr ist, obgleich wirklich (erfahrbar), beschreibt für mich so etwas wie einen ersten Schritt. Denn niemand der IN DER Illusion sich als "ich" erfährt könnte sagen, das die Illusion für Ihn nicht wirklich ist (nicht erfahrbar) doch es ist möglich zu sagen, das es gemäß dem inneren Empfinden einer Illusion entspringt.
Die Illusion zu verneinen, trotz der eigenen Erfahrung von Wirklichkeit, ist meiner Erfahrung nach genau so wenig zielführend, wie die das innere Empfinden der Einheit mit allem dieser Illusion von Trennung oder Wirklichkeit zu unterwerfen...diese Wahrheit der inneren Empfindung der Illusion zu opfern.

LG
&
Gute Nacht
 
aber man kann nicht über den Glauben oder (in seiner Auswirkung eine Religion) sprechen, ohne über den WEG zu sprechen.

Daher meine Einführung ...

ich sagte (hier )

Die Gunas in Ihrer Ausformung der Leidenschaft als Bewegung zwischen
Schmerz (Trägheit Erstarrung) und Liebe (Wesenheit)
einmal aus der Perspektive des VERURSACHERS oder schöpferisch tätigen (zB Menschen)
und einmal aus der Perspektive der ERFAHRUNG, dessen Wirkung erfahrenden Umgebung (zB.Körper/Tier/Umwelt) in der dieser Schmerz umgesetzt wird....
Es ist IMMER das selbe Prinzip nach dem die Kraft WIRKT aber sie wird in unterscheidlichen ANteilen der Schöpfung unterschiedlich aufgehoben (siehe Ausgleich von Ursache und Wirkung)
WER ausgleicht ist imer eine Frage des Ursprunges.
Da Karma SELBSTHEILUNG offenbart, übernimmt immer der entsprechende Anteil den Ausgleich oder die Selbstheilung vor
der Geist für den Geist und die Materie für die Materie

der Mensch von heute kämpft gegen einen GEIST
eine Vorstellung, einen Glauben
daher GLAUBT er, das Universum (seine Umwelt) trachtet dannach, Ihn zu zerstören
er kämpft daher gegen Krankheit, Alterung und Tod
er empfindet das was Ihn als Gebährmutter umgibt als GEFÄHRLICH, BEDROHLICH
UND
er kämpft auch GEGEN SICH SELBST
denn er empfindet (da er sich aus diesem Aussen entspringen sieht, als PRODUKT dieser Gebährmutter sieht und sich mit all dem identifiziert) auch Misstrauen gegen sein INNERSTES.
Auch dort vermutet er "gefährliches"
auch DAS mutet Ihm "animalisch", "zerstörerisch" an.
Das Urteil das er abgibt, fällt so auf Ihn selbst zurück
(so wie Ihr richtet werdet Ihr selbst gerichtet werden)

Da scheint es etwas im WESEN des Menschen zu geben, das es "zu kontrollieren" und zu "überwachen" gilt.
So wie er das, was Ihn umgibt, seinem WESEN nach nicht in Wahrheit erkennt, (gemäß seinem karmischen Wirken oder dem Wirken der Gunas)
so kennt er auch sein INNERSTES/sich selbst nicht und lebt in Furcht vor dem was Ihm fremd oder bedrohlich erscheint.

DAS läßt die Verbindung zur
Wahrheit, göttlichen Ordnung; Maat; Gott zerbrechen!

und ich sagte hier


Im menschlichen Geist wird es in den Eigenschaften der Gunas wie folgt beschrieben:

Zitat:
In dieser Nomenklatur wäre Tamas die Finsternis oder die Trennung oder der Schmerz, Raja als Leidenschaft, hier in der Anbindung an das Ego stellvertretend für die karmische Wechselwirkung und Sattva die verborgene, ungeoffenbarte Form






8
Die Dunkelheit hinwiederum
die Nichtwissen und Wahn erschafft
ruft unbesonnenheit hervor
und das man träge schnell erschlafft


dies bezieht sich somit auf die Perspektive des menschlichen Geistes
im SPIEGEL (oder der Natur) offenbart es sich aber GENAU umgekehrt!

"9
Die Wesenheit verlockt zur Lust"

Die Wesenheit sucht den Ausgleich.... dieser Weg erfolgt über das Aussen oder den Spiegel

"Die Leidenschaft regt an zum tun"

die Kraft die zwischen der Illusion der Trennung oder den beiden Polen WIRKT ERSCHAFFT BE_WEGUNG

"die Dunkelheit verwirrt den Sinn"

die Illusion der Trennung birgt in sich ein Abkommen von dessen was Gott ist..

"und sie verführt zu faule Ruhn"

"Ruhe" sollte man hier einfach als träge verstehen. Trägheit kann ein Zeichen von Stumpfheit sein (die karmischen Kräfte wirken erst IN DER ZEIT in Form der Erfahrung von Liebe und Schmerz auf den meschlichen Geist/machen in sensibel oder empfäglich für Emotionen) oder eine Form des Erstarrens..dann erstarrt der Geist in der Illusion, an dessen Schöpfung er selbst mitgewirkt hat, in Schmerz und Angst.

"10
Der eine von den Gunas stets
die beiden anderen besiegt
so dass jeweilig von den drein
der eine immer überwiegt"

Die Gunas:
Die Wesenheit, die Leidenschaft und das Dunkel (der Anbeginn oder das Ende als Gegensatz zur Wesenheit)

Leidenschaft/Bewegung
Das was für die karmischen Kräfte steht, erkennen wir im Wirken der Natur oder seiner Ordnung oder seiner Erscheinungsform. Wir sehen hier Göttlichkeit (Harmonie/Ordnung/Schönheit) und dessen scheinbare Gegensätze in einem vollkommenem Zusammenspiel

Die Wesenheit kann sich nur durch das ausdrücken, was das Bewußtsein schafft. In seiner höchsten Ausformung ein Sohn Gottes oder Avatar (wenn wie hier bei der meschlich, männlichen Entwicklungspase eines Planeten bleiben)

Das Dunkel oder die Verwirrung ist ein natürlicher Bestandteil jeder Erfahrung, doch ist es heute, in der Erscheinungsform dessen was die menschliche Rasse hervorbringt, an seinem Zenit angelangt und eigentlich nicht mehr steigerbar ...auch wenn die karmischen Auswirkungen in_der_Zeit noch nicht vollkommen sichtbar sind.
So überwiegt heute die Dunkelheit und beginnt alles_was_ist zu überschatten

11
Wenn durch die Pforten dieses Leibs
der helle Schein des Wissens bricht
die Führung hat die Wesenheit
das glänzende Erkenntislicht

Dies beschreibt die Umkehr, die möglich ist

12
Entfaltet die Geschäftigkeit
und Unruhe die höchste Kraft
dann hat, Oh Stier des Bharatas,
stets obgesiegt die Leidenschaft

die Menschen folgen heute nicht mehr einfach Ihren Empfindungen/Emotionen/Gefühlen....was in der Geschichte Extreme hervorbrachte
sondern dem was sie glauben zu wissen
...doch gab es eine Zeit, in der dies als -erster- Beweg_grund dominierte.

Heute ist die Emotion HINTER der Vorstellung (leider) unsichtbar geworden
(es wäre dienlicher sich die Emotion, die HINTER dem GLAUBEN steht bewußt zu machen)

13
Erreichen Nichtwissen und Wahn
und Trägheit Ihren höchsten Stand
dann weißt Du, edler Kurus Spross,
die Dunkeheit nahm überhand(!)

Ja. Es gibt eine Grenze für diese Ausformung und sie wird durch das, was der Spiegel oder die Natur genannt wird erschaffen

Tamas, Raja und Sattva begegnen uns hier neu

"Tamas die Finsternis oder die Trennung oder der Schmerz oder das UN_bewusste oder Vergessen dessen was schon bewußt war, Raja als Leidenschaft, hier in der Anbindung an das Ego stellvertretend für die karmische Wechselwirkung und Sattva die Anbindung an die verborgene, ungeoffenbarte Form "

Die einleitende Frage von Ardschuna lautete ja:

Ardschuna:
1
Wer nicht beachtet das Gesetz
doch glaubensvoll Dir Opfer bringt,
von welchen der drei Gunas ist
sein Seelenzustand dann bedingt?

Man könnte sie auch umformulieren und sagen:
wer NICHT KENNT oder sich NICHT BEWUSST ist oder sich selbst nicht erkannt hat, ABER GLAUBENSVOLL ist, also den GUNAS oder Kräften, die das Selbst in der Illusion bewegen folgt, ohne WISSEN und ohne Erkenntnis oder WISSEN durch (selbst) Erkenntnis anzustreben, wie ist es um diesen (seine Seele) bestellt?

Krishna antwortet:
2
In dreifacher Gestalt erscheint
der GLAUBE in der Menschenwelt,
weil er durch Dunkel (Unwissenheit) Leidenschaft(Emotion ohne Katharsis) und Güte (Gutes tun im Anspruch zu wissen) die Gestalt erhält.

Die Güte ist hier die ANbindung an das Wesenhafte OHNE Wissen bzw Erkenntnis über das was das Wesenhafte ist.

3
Im Glauben folgt ein jeder Mesch
der angeborenen Natur

weil Glauben eben GLAUBEN ist und nicht WISSEN bzw Erkenntnis über das was ist
zu GLAUBEN ist (sei) der Mensch bestimmt
(ist) ein fleischgewordener GLAUBE nur.


aber Krishna macht auch klar, das dies nicht alles ist, das ZU GLAUBEN eine WAHL und kein Schicksal ist.
Und wer sagt: alles was man tun kann ist zu GLAUBEN, folgt SELBST einem GLAUBEN (und hat selbst kein Wissen)


4
Die GÖTTER ehrt (so, in diesem GLAUBEN) wer wesenhaft,
daher sagte ich auch WESENHAFT ist in dieser Nomenklatur die Anbindung an das ungeoffebarte..die UN_BEWUSSTE Anbindung an das Göttliche, die man auch Einfalt nennen kann (Sattva)

die GEISTER, wer voll Leidenschaft.

Die Leidenschaft ist die PENDELBEWEGUNG zwischen der WILLENTLICHEN Anbindung an das Göttliche (Sattva) (aber ohne Wissen und Erkenntnis darüber was das Wissen ist) und TAMAS die WILLENTLICHE Anbindung an das Unwissen. Sie ist eine Folge des WILLENS, des EGOS das sich in einfältiger Anbindung einmal an das Göttliche, einmal an das Gefürchtete drängt und so seine eigenen Geister hervorbringt (diesen GLAUBEN im Aussen wider_spiegelt)...
die TEUFEL und Gespenster der,
in welchem (am stärksten wirkt) des Dunkels (Unwissenheit) Kraft.
wo die willentliche Anbindung an das Unwissen, Selbstverleugnung der inneren Kraft, des inneren Wissens und der inneren Empfindung stattfindet, ist Tamas, die (geistige) Trägheit Sieger.

Wie also ein GLAUBE sein wird und welche AUSWIRKUNGEN er in der Erfahrungswelt hat wird sich anhand der Gunas die im Ego wirken somit MIT offenbaren.

Ich sagte das innere Erkennen erfolgt durch eine Einwirkung von aussen.
Somit spricht Jesus von "Auserwählten" weil diese Erweiterung des Bewußtseins im inneren WEG der Erkenntnis nicht aus dem alten Selbst kommt sondern diesem VON AUSSEN zugeführt wird.
Die erste Aufgabe des Schülers auf dem WEG ist es somit die RICHTUNG der Energie zu unterscheiden, die auf sein Bewußtsein einwirkt.
Ist sie selbsterschaffen (ein PRODUKT der Gunas)oder von außen zugeführt?

Diese Wahrnehmungs_schulung oder Übung hilft es zu LERNEN zu unterscheiden und den Schleier der Illusion zu lichten.
Je klarer diese Unterscheidungsfähigkeit im Bewußtsein wird, um so GRÖSSER und klarer die saltatorischen Erkenntnissprünge.
Denn mit jedem Schritt wird der Griff des Egos lockerer, da das was das Ego ist sich mit der Erkenntnis von dem was das Ego ist mit_verändert, wenn das NEUE integriert werden konnte.

Es ist somit der GENAU umgekehrte Weg vom HERAUSBILDEN des EGOS, das NATÜRLICH mit in und nach der Geburt seine Initiation findet und voranschreitet.

TE 4: Der in seinen Tagen alte Mann wird nicht zögern, ein kleines Kind (im Alter) von sieben Tagen nach dem Ort des Lebens zu fragen, und er wird leben..

Aber dies ist nicht was HIER behandelt wird.
Hier wird der Glaube behandelt und besprochen..die Bewegung im eigenen Selbst und dem ausgeformten Ego und seine Folgen

eine Guna verhaftete Bewegung zur Quelle..gemäß der UNBEWUSSTEN Anbindung
zur Illusion..gemäß der Ausformung des Egos
und in der Pendelbewegung und derend Ausformung (Folgeerscheinung von Leiden_schafft...was ja bekanntlich LEIDEN schafft)
 
So. Halt. Stop.Pause. "Aufzeig", bitte ich will eine Frage stellen, ich glaub, es ist wichtig.

Du sagst in der Antwort auf meinen Beitrag, die Illusion zu verneinen, wäre nicht zielführend. Ich habe aber nicht von Verneinung einer Illusion gesprochen, ich weiß, daß es sie gibt, sondern von Erkenntnis der Tatsache, daß sie existiert. Und du erklärst, es ginge in Gesang 17 um einen Widerspruch, den es zu erkennen gilt, um ihn aufzulösen. Meinst du damit, daß Erkenntnis dazu da ist, etwas aufzulösen, dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.

Und, JETZT frag ich meine Frage. Du sagst, Wahrnehmung ohne Bewußtsein ist nicht möglich. Bewußtsein ohne Wahrnehmung ist möglich. Das habe ich jetzt mal ganz kurz durchgekaut, und möcht jetzt der Genauigkeit halber, bevor ich dann weiter lästig bin, gern wissen:

Wie definierst du Wahrnehmung?
Wie definierst du Bewußtsein?

Ähm. Tschuldigen, das sind zwei Fragen. Aber das kennst du ja von mir... :angel2:
 
dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.

ja/nein
Erkenntnis ist die FOLGE Das (veränderte) BEWUSSTSEIN erweitert die Wahrnehmung und löst in Ihrer Wirkung die strukturelle Wahrnehmung von Zeit oder Raum auf..aber diese Wirkung von Bewußtsein ist in gewisser Weise bekannt (ich hab die Zeit vergessen zB oder ich hab ganz vergessen wo ich bin) nur hier erfolgt dies GERICHTET gezielt und oder GEFÜHRT

Und, JETZT frag ich meine Frage. Du sagst, Wahrnehmung ohne Bewußtsein ist nicht möglich. Bewußtsein ohne Wahrnehmung ist möglich. Das habe ich jetzt mal ganz kurz durchgekaut, und möcht jetzt der Genauigkeit halber, bevor ich dann weiter lästig bin, gern wissen:

Wie definierst du Wahrnehmung?
Wie definierst du Bewußtsein?
ich sage es Dir in einem BILD in der Hoffnung es erkenntlich zu machen
Wahrnehmung ist das was von Bewußtsein beleuchtet wird

Es ist im Prinzip möglich das ein Licht "nichts" beleuchtet, aber sobald es etwas beleuchtet ist da Wahrnehmung

zB in der Dunkelraummeditation geht es genau um das

diese beiden trennen zu lernen
Bewußtsein ist nicht Wahrnehmung
Bewußtsein ist unabhängig von der Wahrnehmung

Man kann das was das Bewußtsein ist kompett zurückziehen in das was das ich ist, das Licht beleuchtet nichts mehr, trotzdem ist es DA

Ohne Bewußtsein aber ist keine Aussage mehr möglich, weder über das Bewußtsein, noch über die Wahrnehmung

Ohne Lampe/Licht kann nichts beleuchtet werden, aber reines Bewußtsein muss nichts oder kann alles beleuchten

Es ist hier schwierig noch Worte zu finden
Es ist aber erfahrbar in der Übung der Wahrnehmung von dem was das Bewußtsein ist und was die Wahrnehmung selbst ist

Ähm. Tschuldigen, das sind zwei Fragen. Aber das kennst du ja von mir...

kloa kenn i des von Dir ;)
 
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Ein bischen möchte ich noch auf das hier eingehen
Du sagst in der Antwort auf meinen Beitrag, die Illusion zu verneinen, wäre nicht zielführend. Ich habe aber nicht von Verneinung einer Illusion gesprochen, ich weiß, daß es sie gibt, sondern von Erkenntnis der Tatsache, daß sie existiert. Und du erklärst, es ginge in Gesang 17 um einen Widerspruch, den es zu erkennen gilt, um ihn aufzulösen. Meinst du damit, daß Erkenntnis dazu da ist, etwas aufzulösen, dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.

obwohl ich weiß, das Du mir kein Schüler sein kannst und ich Dir kein Lehrer sein kann.
Jesus sagtim TE :
31) "Kein Prophet ist willkommen angenommen in seinem Dorf. Kein Arzt heilt die, die ihn kennen."

Der Grund ist, weil ich nicht denke, dass Du fragst, um einen Widerspruch in Dir aufzulösen, sondern einen Widerspruch in mir aufzuzeigen. Das wird Dir aus dieser Perspektive der Skepsis allein deshalb immer gelingen, weil es eine Frage des BEDARFS ist, das Glas halb leer oder halb voll zu sehen.
Es ist was es ist, aber der Bedarf erschafft das Urteil. Und ich selber kann mich immer nur der Worte, der Trennung, der Illusion bedienen.

Deshalb sagt Jesus auch: Gebt das Wertvolle nicht den Hunden.
Die Perlen werden sie nicht annehmen können und das Wertvolle wird von Ihnen zerissen werden...ich hofffe unsere Freundschaft hält diese Worte aus, aber auch wenn sie es NICHT aushalten würde, würde ich es Dir hier sagen

Jesus sagt:
(55)"Wer nicht seinen Vater haßt und seine Mutter, wird mir nicht Schüler sein können. Und (wer) seine Brüder (nicht) haßt und seine Schwestern (und nicht) sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein."
und
(99): Die Schüler sagten zu ihm: "Deine Brüder und deine Mutter stehen draußen." Er sagte zu ihnen: "Diese hier, die den Willen meines Vaters tun, sind meine Brüder und meine Mutter. Sie sind es, die in das Königreich meines Vaters eingehen werden."

Es bedeutet das im Leben von dem, der die Wahrheit erkannt hat, die Soziale Bindung HINTER dem gereiht wird, was erkannt wurde. Das Ego bleibt so entmachtet uns ist weder korrumpierbar noch sozialisierbar. Obgleich das ich da ist, wird Ihm von dem, der sich selbst erkannt hat, keine Macht mehr zugestanden, das ist es was der Verzicht bedeutet...
das wär dann eigentlich schon das Thema des letzten threads:

Werkentsagung und Werkversicht
Der Verzicht auf die WIRKUNG und die Entsagung der WIRKUNG. Beides ist notwendig, beides ist aber nicht das gleiche. Den der MENSCH ist DA, der dies erlebte, der Fokus IST aufrecht, anders könnten wir uns jetzt kaum unterhalten. Dies ist Schmerz und Angriffspunkt zugleich. Auf eine TAT zu verzichten ist hier leichter als von der WIRKUNG (auf das eigenen ich) dieser Tat unberührt, unbewegt zu bleiben.
Dem Wunsch geliebt zu werden keine Macht zu verleihen.Es ist schwierig aber möglich, weil eine andere Liebe gleichfalls REAL ist.

Somit lasse ich mich nicht davon bewegen in meinem TUN ob es den anderen forttreibt von mir, "auch wenn es meine Brüder oder meine Schwestern oder meinen Vater oder meine Mutter mich hassen ließe", obgleich es mich bewegt.
Das ist (auch) ein Widerspruch, Gott in der Erfahrungswelt IST das Dualistische Prinzip...und Ihn und dieses Thema hebe ich mir nun aber auf für das letzte Kapitel


Du sagst in der Antwort auf meinen Beitrag, die Illusion zu verneinen, wäre nicht zielführend.

Du sagtest:
Zitat:
Das ist die große Täuschung - es erscheint so, als würde man in die Welt HINAUStreten. Die Welt ist aber ungeteilt, also gibt es nichts vorher und nichts nachher. Es gibt nur die eine unteilbare ewige Gegenwart, von Augenblick zu Augenblick. Oder von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ganz wie du willst.


Ich sagte:
Die Illusion ist da, unabhängig davon ob sie WAHR ist, sie definert sich durch das was erfahrbar ist.

Wenn Du sagst es gibt nichts vorher und nichts nachher führt das zu einem Widerspruch, denn es gibt etwas das Du noch nicht weißt oder erfahren hast (Zukunft) und etwas an das Du Dich erinnerst (Vergangenheit)
diese Interpretation der Wahrnehmung (denn DAS WAS IST ist ja immer Gegenwart) führt zu einem Widerspruch im Empfinden.
Zum einen ist da die Interpretation des Geistes der (in der Erinnerung) zurückgeht und sagt: dies ist Vergangenheit, unabänderlich fest, weil so erinnert und bereits geschehen und sagt: das zukünftige ist mir noch nicht erfahrbar: ich kann es noch nicht betreten aber ich kann JETZT darauf einfluss nehmen
Das ist nicht Wahrnehmung: das ist Interpretation der Wahrnehmung: das ist es was das Ego macht: ständig, worauf es aufbaut: ständig..in der Bewertung und Analyse der Wahrnehmung gemäß dem was es GLAUBT.

und das Ausbilden dieses Egos ist das HERAUSTRETEN von dem ich sprach
Denn wenn dieser GLAUBE untersucht wird treten gemäß der Wahrnehung (und auch Erinnerung) erstaunliche Dinge zu Tage
Die Erinnerung ist kein rotes Band
Was ist Vorahnung?
Kann man sich an die Zukunft erinnern? Oder warum kann man sie träumen? etc

Das sind Fragen die durch genauere (bewusstere) Wahrnehmung oder Beobachtung von Wahrnehmung entstehen. Wenn BEWUSSTER solche beständigen Urteile und Schubladen auf diese Weise überprüft und NEU hinterfragt werden, werden sie auch ausgeräumt



Ich habe aber nicht von Verneinung einer Illusion gesprochen, ich weiß, daß es sie gibt,

Du hast aber nicht den Widerspruch erwähnt den ich hier aufzeigte
Mit Verneinen meine ich den Widerspruch, der sich durch die Wahrnehmung und Interpretation der Wahrnehmung ergibt
Dort wo dieser Widerspruch ignoriert wird, wird er verneint und kann daher auch nicht aufgelöst werden

sondern von Erkenntnis der Tatsache, daß sie existiert.

mit der Erkenntnis das Illusion existiert (weil REAL = erfahrbar)habe ich kein Problem
mit der Erkenntnis das Illusion wirklich, aber nicht wahr ist, obgleich sie IM GEIST zur WIRKUNG kommt, habe ich auch kein Problem

Somit ist Wahrheit nicht existent aber wahr.
Und Erkenntnis der Wahrheit nicht existent, weil nicht im Außen nur im Innen erkenn- und erfahrbar. Daher kann nicht mit dem Finger auf sie gezeigt werden und gesagt werden....DORT ist die WAHRHEIT!

3)"Wenn jene, die euch (ver)führen, zu euch sagen: ,Siehe, das Königreich (die Erkenntnis oder das Erkennen von dem was ist) ist im Himmel`, (so) werden euch die Vögel des Himmels zuvorkommen.
Sagen sie zu euch: ,Es ist im Meer`, (so) werden euch die Fische zuvorkommen.

Die Erkenntnis ist deshalb innerhalb und auserhalb WEIL DIE WELT -so wie sie ist-SICH DURCH DAS ERKENNEN NICHT VERÄNDERT nur die Erkenntnis darüber WAS die Welt IST.
So steht man am Ende wieder am Anfang, doch alles was um einen herum existiert, zur Wirkung kommt oder geschieht wird mit anderen Augen gesehen/wahrgenommen, weil das Bewußtsein darüber verändert wurde.


Und du erklärst, es ginge in Gesang 17 um einen Widerspruch, den es zu erkennen gilt, um ihn aufzulösen.

Ich sprach hier von einem anderen Widerspruch
der das immer wieder Religionen eingesetzt wurden
ABBILDER von WEGEN von jenen hinterlassen wurden, die sich selbst erkannten und erkannt wurden.

In jedem Abbild steckt (auch) die Bemühung den Fehlern, die darin verborgen liegen, entgegen zu treten.
Und in jedem Abbild scheitern sie.

Somit stellt sich die Frage: wäre es bessser es GEHEIM zu halten?
Oder ist es besser es ÖFFENTLICH zu machen..das was es ist oder bedeutet sich selbst zu erkennen?

Ist den (eigenen) Weg aufzuzeigen und eine LEHRE zu schaffen nun gut oder schlecht?
Sieht man auf die WIRKUNG könnte man meinen es ist beides. Auf diesen Widerspruch will ich hier eingehen.
Warum diese Gefahr von jenen stets neu eingegangen wurde im Erschaffen einer Lehre....


Meinst du damit, daß Erkenntnis dazu da ist, etwas aufzulösen, dann kann Erkenntnis auch das Erleben der Illusion auflösen.

Erkenntnis ist nur dann von Glaube zu unterscheiden wenn er gemäß dem was ist einer Überprüfung stand hält: das ist es, was Katharsis ist.
Ohne Katharsis, das das Ego hinter der Frage blostellt, ist es Skeptizismus, der das Ego bekräftigt anstatt es zu entmachten.


LG
 
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