Das Bedürfnis gemocht zu werden...

Ich halte nichts von Aussagen wie: es reicht, wenn man sich selbst mag.
Der Mensch ist ein "Rudeltier". Da gehören Zu- und Abneigungen dazu. Wer allzu überzeugt von sich selber ist und betont, keinerlei Zuneigung zu brauchen, ist mir suspekt.
Das oben angesprochene Verhältnis zu Vorgesetzten ist natürlich heikel. Wenn man seinen Job mag und nicht hinausfliegen will, ist es manchmal besser, den Mund zu halten, hat aber mit "gemocht werden" nichts zu tun.
Ich mag Menschen, die mir gegenüber offen sind, umgekehrt ist es vermutlich auch so.
 
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Für mich entsteht der Selbstwert derzeit so, dass ich mich durch Beschäftigung mit dem Spirituellen den anderen Menschen gleichwertiger fühle als früher. Und irgendwie entsteht dadurch das Gefühl, dass ich es wert bin von anderen gemocht zu werden... so ungefähr.:)
Darum geht es dir also, etwas zu praktizieren, um das Gefühl zu haben, gleichwertiger zu sein! Ich wüsste nicht, was das mit Spiritualität zu tun haben sollte; dafür aber umso mehr mit dem Erhalt eines gesellschaftlichen Rangs.
 
Ein Beispiel: meine Chefin wettert öfters gegen AusländerInnen und wie sie uns ausnutzen.
Ich trau mich dann nichts dagegen sagen...:oops:

daran ist nichts falsch, weshalb solltest du dagegen halten, nur Kinder müssen andauernd sagen was sie denken, erwachsene wissen, dass sie anderer Meinung sein können ohne sie anderen aufdrängen zu müssen, besonders wenn es noch um die Chefin geht, diese sollte man besser nicht verärgern, sie ist auch nur ein Mensch und der Chef hat gerne recht, dann fühlt er sich gut, so hast du ihr einen Gefallen getan damit sie sich besser fühlen kann, das ist in Ordnung, bewusst zu sein ist, zu wissen dass man anders denkt und es niemandem aufkleben muss.

Als Kind braucht jeder Zuneigung und später auch.

Ja eben. Und gleichzeitig wird oft gesagt als Erwachsener braucht man es nicht mehr, da man es sich selbst geben soll.

sollen muss man nicht, aber man kann und Zuneigung kommt erst aus sich selbst zu sich selbst, ein Kind braucht erstmal Zuneigung und Verbundenheit von Aussen, von den Eltern, bis zum erwachsen sein lernt man normalerweise zu sich selbst zu stehen, sich zu finden und bis dahin eckt man links und rechts an.
Dann findet man die Mitte nur in sich selbst, sie kann nicht von Aussen kommen, deshalb braucht man keine Zuneigung mehr von anderen, da man sie in sich selber hat und umso mehr man sie in sich hat, desto weniger ist man auf andere angewiesen um sich gut zu fühlen.

Das Wort Zuneigung ist interessant.
Zu neigen, Zu-Neigung, entweder man neigt sich weg von sich, hin zu anderen, oder zu sich selber hin, in sich ruhen ist nicht sich weg-zu-neigen, also witzig formuliert:
"lebst du dich oder neigst du noch"

Wenn man sich weg neigt, dann um etwas zu finden, man sucht
Zu-Neigung, dann verliert man sich, falls man sich überhaupt je gefunden hatte.
Auf dem Weg zu sich selber stellt man viele Fragen, sucht im Aussen nach allem möglichen, aber was man damit wirklich tut ist, sich von sich selber abzuwenden und noch weiter zu entfernen, weil es nur den Verstand füttert, so führt kein Weg ins Innere zu sich selber.

Der Weg zu sich führt durch die Schattenseiten, durch das Dunkle, denn Licht kann erst leuchten wenn das Finstere ans Licht gehoben wird.
 
Darum geht es dir also, etwas zu praktizieren, um das Gefühl zu haben, gleichwertiger zu sein! Ich wüsste nicht, was das mit Spiritualität zu tun haben sollte; dafür aber umso mehr mit dem Erhalt eines gesellschaftlichen Rangs.
Ich habe nicht dafür praktiziert, aber es war dann automatisch das Ergebnis daraus.
Ich habe erkannt dass ich mich immer schlechter als alle anderen gefühlt hatte und dann hab ich erkannt dass ich gleich viel wert wie alle Menschen sein muss, weil ich auf der Welt bin. Dieses Grundgefühl ist zum Glück geblieben.
 
Ich habe nicht dafür praktiziert, aber es war dann automatisch das Ergebnis daraus.
Ich habe erkannt dass ich mich immer schlechter als alle anderen gefühlt hatte und dann hab ich erkannt dass ich gleich viel wert wie alle Menschen sein muss, weil ich auf der Welt bin. Dieses Grundgefühl ist zum Glück geblieben.
Dann kann dir wohl kaum einer erklären, was Spiritualität sein soll in dieser Welt, denn offensichtlich weißt du es ja doch schon, obwohl du hier fragst. Dann erkläre du uns doch jetzt einmal, was den gleichen Wert zu haben, weil auf der Welt zu sein, mit Spiritualität zu tun haben soll! - Jesus Christus ist ausgelacht und in den Dreck gezogen worden und hatte sein Kreuz zu tragen - und du?
 
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Darum geht es dir also, etwas zu praktizieren, um das Gefühl zu haben, gleichwertiger zu sein! Ich wüsste nicht, was das mit Spiritualität zu tun haben sollte; dafür aber umso mehr mit dem Erhalt eines gesellschaftlichen Rangs.


Warum bist du ständig mit dem Skalpell unterwegs?
Kommst du aus Solingen? :ironie:
 
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