Als die kanadische Handelsministerin Chrystia Freeland am Freitagabend, den Tränen nahe, die wallonische Provinzhauptstadt Namur verließ, wo sie sich an Paul Magnettes Sturheit die Zähne ausgebissen hatte, sagte sie ein paar bemerkenswerte Sätze, die sich Europas Politiker zu Herzen nehmen sollten. "Es scheint offensichtlich, für mich und für Kanada, dass die Europäische Union derzeit nicht in der Lage ist, ein internationales Abkommen abzuschließen, selbst mit einem Land, das so europäische Werte hat wie Kanada, und selbst mit einem Land, das so freundlich ist und so viel Geduld hat wie Kanada."
Übersetzt heißt das: Wenn es mit Kanada nicht klappt, ist das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA erst recht gestorben. Und: Die EU ist derzeit kein zuverlässiger internationaler Partner.