Ceta - die Entscheidung Bundesverfassungsgericht

Ceta: Ein schlechter Deal für Europa
Drei EU-Parlamentarier klagen an: Ceta schwächt das demokratische Europa. Nicht nur, weil es Umwelt, Verbrauchern und Arbeitnehmern schadet. Der Ruf der EU ist in Gefahr.
Von Eva Joly, Fabio De Masi und Emmanuel Maurel
14. Oktober 2016, 21:37 Uhr

Die Zeit.de


Und ...... wie schon von @Gabi0405 erwähnt, jetzt aber im Detail.

Handelsabkommen
Regional-Macht: Wallonie blockiert CETA
Das Regionalparlament der frankophonen Belgier streut Sand ins Getriebe des kanadisch-europäischen Handelsabkommens: Nach zwei Stunden Debatte verweigerte die Kammer die Zustimmung zu CETA. Aus Brüssel Barbara Wesel.

Der stellvertretende Handelsminister David Lametti war eigens aus Kanada angereist, um die Abgeordneten in der wallonischen Regionalhauptstadt Namur von den guten Absichten seines Landes zu überzeugen: "Wir haben doch die gleichen Werte, den Umweltschutz, die Sozialdemokratie, den Respekt für das Recht", appellierte der Minister in der gemeinsamen französischen Sprache an die Abgeordneten. Aber die hatten sich längst ihre Meinung zu CETA gebildet: Sozialdemokraten, die christliche Partei und die Grünen der Wallonie stimmen mit "Nein".

Widerstand von Bauern und Kleinunternehmern

Vor der Tür des Parlaments ist ein gutes Dutzend Traktoren aufgezogen: "Nein zu diesem Europa", "Nein zu TTIP und CETA" steht auf den Plakaten. "Wir können nicht so billig produzieren wie die Kanadier", begründet Philippe Duvivier seinen Protest vor den Kameras belgischer und internationaler Fernsehsender. Und sein Kollege Benoît Collard fügt hinzu: "TTIP und CETA, das ist doch das Gleiche. Man kann hier dichtmachen, wenn das so kommt."

Regionalmacht Wallonie blockiert

"Zwar hatte das deutsche Bundesverfassungsgericht am Donnerstag erklärt, sie wahrten das demokratische Prozedere ausreichend, aber die wallonischen Volksvertreter trauen diesem Befund nicht."

Es stimmt so auch nicht, das ist mW eine der Maßgaben der Bundesverfassungsrichter, Rückführung zu einer stärkeren Demokratisierung.

Aber gut, dass es zu weiteren Kontroversen bzw. einem klaren Dissens führt. *Daumenhoch
 
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Widerstand von Bauern und Kleinunternehmern

Vor der Tür des Parlaments ist ein gutes Dutzend Traktoren aufgezogen: "Nein zu diesem Europa", "Nein zu TTIP und CETA" steht auf den Plakaten. "Wir können nicht so billig produzieren wie die Kanadier", begründet Philippe Duvivier seinen Protest vor den Kameras belgischer und internationaler Fernsehsender. Und sein Kollege Benoît Collard fügt hinzu: "TTIP und CETA, das ist doch das Gleiche. Man kann hier dichtmachen, wenn das so kommt."
Ich kann den Widerstand der Bauern sehr gut verstehen. Wenn CETA durchkommt, müssen sie befürchten, der Markt mit billigen Fleich- und Milchprodukten aus Kanada geflutet wird. Dann bekommen sie noch weniger als bisher für ihre Waren.
Ich befürchte zudem, das über Kanada dann auch der amerikanische Gen-Schei.... hier Einzug hält.
Ich verstehe unsere Bundesregierung eh nicht. Es gibt hunderttausende Unterschriften gegen CETA. Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Vertrag, aber unser Wirtschaftsminister fabuliert ungebremst über die angeblichen Vorzüge. Kein Wort zu den Bedenken der CETA-Gegner. Da zeigt sich wieder einmal die ganze Arroganz der Politik und dann wundern sich die etablierten Parteien, dass sie kaum noch auf 20% Zustimmung kommen.
 
Ich verstehe unsere Bundesregierung eh nicht. Es gibt hunderttausende Unterschriften gegen CETA. Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Vertrag, aber unser Wirtschaftsminister fabuliert ungebremst über die angeblichen Vorzüge. Kein Wort zu den Bedenken der CETA-Gegner. Da zeigt sich wieder einmal die ganze Arroganz der Politik und dann wundern sich die etablierten Parteien, dass sie kaum noch auf 20% Zustimmung kommen.


Du gehst wohl davon aus, dass sich "unsere" Regierung dem Volk verpflichtet fühlt.
Sie vertreten aber die Interessen derer, die ihnen nach ihrer politischen Tätigkeit lukrative Jobs verschaffen.
Wes Brot ich ess.....
 
Du gehst wohl davon aus, dass sich "unsere" Regierung dem Volk verpflichtet fühlt.
Sie vertreten aber die Interessen derer, die ihnen nach ihrer politischen Tätigkeit lukrative Jobs verschaffen.
Wes Brot ich ess.....


Es ist noch ein bißchen mehr als das. Es geht nicht nur im Jobs nach der Amtszeit, das wäre ein wenig zu verkürzt gedacht. Es geht darum, dass die Lobbyisten "unsere" Regierungen komplett in der Hand haben und die Richtung der Politik komplett bestimmen. Und zwar umfassend zum Wohle der Wirtschaft, der Großkonzerne und Interessenverbände.

Politik wird im Vorraum des Parlaments gemacht, in der Lobby.

Wir, also das Wahlvolk, haben definitiv keinen politischen Einfluss auf was auch immer, die Stimmabgabe ist eine reine Formalie. Danach entzieht sich alles komplett unserer Sicht und vor allem dem Einwirken. (=Postdemokratie)

@Gabi0405 Die Ignoranz, mit der der Widerstand aus der Bevölkerung schlicht zur Seite geschoben wird, wenn ich Gabriel und Merkel dazu höre, kann einen dazu verleiten dem Spruch von Otto Waalkes zu folgen:

"Kleinhirn an Faust, bitte AUSFAHREN!"
 
Der sollte einfach sehen, dass er Land gewinnt, eine derart unsoziale SPD hatten wir bisher nicht, außer natürlich das Agenda-Paket von Hartzi und (Bier-)Schröder. Das ist auch ein ziemlich sozialer Fehltritt.

nun, es geschah doch alles zum Wohle der Wirtschaft, irgendwie sind die Politiker doch alle gekauft von der Wirtschaft. Gut, dass wir nicht alles wissen.

Dazu fällt mir noch dazu ein, Sommerinterview von Seehofer. Frage der Moderatorin: Von wem werden wir denn regiert? Seehofer, nicht von denen die gewählt sind.

Darüber kann jetzt jeder mal nachdenken
 
Es ist noch ein bißchen mehr als das. Es geht nicht nur im Jobs nach der Amtszeit, das wäre ein wenig zu verkürzt gedacht. Es geht darum, dass die Lobbyisten "unsere" Regierungen komplett in der Hand haben und die Richtung der Politik komplett bestimmen. Und zwar umfassend zum Wohle der Wirtschaft, der Großkonzerne und Interessenverbände.

Politik wird im Vorraum des Parlaments gemacht, in der Lobby.

Wir, also das Wahlvolk, haben definitiv keinen politischen Einfluss auf was auch immer, die Stimmabgabe ist eine reine Formalie. Danach entzieht sich alles komplett unserer Sicht und vor allem dem Einwirken. (=Postdemokratie)


Ich versuch 's halt eher vorsichtig rüberzubringen. ;)
 
Die EU hat die Entscheidung zum CETA-Abkommen jetzt erstmal vertagt.
Blieb ihnen wohl auch nichts anderes übrig, nachdem neben Belgien auch Rumänien und Bulgarien nicht zugestimmt haben.
Bin gespannt wie es weitergeht, denn die EU will dieses Handelsabkommen unbedingt und ich befürchte sie werden Wege finden, um das Abkommen, am Bürger vorbei, durchzuboxen.
http://www.n-tv.de/politik/EU-vertagt-Ceta-Entscheidung-article18882331.html
 
Die EU hat die Entscheidung zum CETA-Abkommen jetzt erstmal vertagt.
Blieb ihnen wohl auch nichts anderes übrig, nachdem neben Belgien auch Rumänien und Bulgarien nicht zugestimmt haben.
Bin gespannt wie es weitergeht, denn die EU will dieses Handelsabkommen unbedingt und ich befürchte sie werden Wege finden, um das Abkommen, am Bürger vorbei, durchzuboxen.
http://www.n-tv.de/politik/EU-vertagt-Ceta-Entscheidung-article18882331.html
und wenn? Gibt es immerhin eine Entscheidung desBundesgerichtshofes.
Und die Gegner machen weiter, schließlich haben wir bereits eine Menge erreicht,
 
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