Bye Bye Herr Präsident...

Der schafft es, Wulff der neue Kohl und er hat sich ja immer brav entschuldigt----der wulff


Das ist es offenbar was Wulf denkt.

Aber es wird aus zwei einfachen Gründen nicht klappen.
1. Die politische Mentalität der Menschen hat sich geändert.
Nur weil Wulf Bundespräsident ist, fallen die Leute heute nicht mehr ehrfürchtig auf die Knie.

2. Früher war ne Zeitungsmeldung nach 4 Wochen vergessen.
Das Internet vergisst nichts.

Gib mal in 10 Jahren den Begriff "Bundespräsident Wulf" bei Google ein, es werden tausende Treffer zur heutigen Lage erscheinen.
 
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Im Zeitalter des Internets gibts kein Vergessen. Die Kreditaffäre ist bereits im Wikipedia-Artikel über Wulff verewigt und sozusagen in Blei gegossen.

Kohl war in der Vor-Internet-Ära, dann konnten Politiker noch aufs kollektive Vergessen setzen.
 
Ich glaube, Du machst Dir was vor, wenn Du hinter krassen Fehlern eine clevere Strategie zu sehen glaubst.

Glaube ich halt nicht ..... :) ..... denn solche krassen Fehler, würden die dementsprechende Intelligenz ;) voraussetzen und das bezweifle ich.

Ich sehe halt auch seine Zeit in Hannover und seine zwei Niederlagen gegen Schröder und wie er gekämpft hat und nun hat er den höchsten Posten im Staate ....... "Machterhalt" um jeden Preis.

Sodele, und dazu betrachten wir noch einmal, wie ihm der Gaul durchgegangen ist. Man könnte auch sagen, getroffene Hunde bellen .... was dann aber auch dementsprechendes bedeuten würde. Dann ist da was, voll ins Schwarze getroffen, wenn man es so auslegen will!

Passiert aber nicht, sondern eher, die ach so böse Presse und was ist schon ein Privatdarlehen von Freunden. Und nun nochmals, nennt man das nicht Ablenkung. Alles jetzt auf einmal so urplötzlich, böse Presse, was aber schon so gut zwei Jahre in Gange ist.

Irgendwie wird da vieles verdreht, hingedreht, wie es passt, am auffälligsten mit dem Anruf ...... als ob eine Person, nicht mehr Herr seiner Sinne war und genial dazu, die Presse ist dann Schuld. Neee, komm, ich bleibe bei meiner Meinung, da spielt einer mit der Presse, ganz bewusst und das was er gesagt hat, hat er auch so gemeint, ganz bewusst.
 
was an diesem Punkt wirklich bezeichnend besorgniserregend an dieser Affäre ist, ist die Tatsache, daß ein Herr Kai Diekmann - Bild - in die Rolle eines rechtschaffenen Redakteurs schlüpfen kann, das ist in etwa so, als wenn der Bock zum Gärtner gemacht würde .....

diese Aussage von mdelajo fand ich so treffend und so herrlich grotesk in ihrer Bedeutung:D
 
diese Aussage von mdelajo fand ich so treffend und so herrlich grotesk in ihrer Bedeutung:D

Das ist auch grotesk, durch einen Anruf, eine vor nur so rötlich tropfende Zeitung, teilweise auf untersten Niveau agierende Zeitung, zu Rächern der Enterbten gemacht. Zu Moralaposteln gemacht.
Das, kauft der Zeitung keiner ab. Von Vornherein schon nicht.

Dazu diese Äußerungen mit vertraulichen Gesprächen zwischen BP und Bild, die ja nie veröffentlicht wurden. Da wurde sich ja so an die Absprachen gehalten. Wer glaubt denn so ein hanebüchenen Blödsinn, was eine Bild nicht einmal weiß, verwertet diese Zeitung.

Daher riesengroße Schmierenkomödie
 
Auch interessant:

(...)

"Es geht um den 2006 veröffentlichten Gesprächsband "Christian Wulff - Deutschland kommt voran", erschienen im Berliner Be.Bra-Verlag. Das Buch stammt aus der Feder des Publizisten Karl Hugo Pruys, der dafür mehrere Interviews mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten führte und Wulff als "aufsteigenden Stern der deutschen Politik" beschrieb. Das Projekt soll seinerzeit nur dank finanzieller Hilfe des mit Wulff bekannten Filmproduzenten David Groenewold zustande gekommen sein - so zumindest schilderte es Autor Pruys am Montag in einem Telefonat mit SPIEGEL ONLINE. Groenewold habe ihn mit 10.000 Euro unterstützt, sagte Pruys, nur deshalb habe er das Buch überhaupt fertigstellen können."
Hier sagt er es in die Kamera:



Aber dann:
"Inzwischen will Pruys davon nichts mehr wissen. Nun heißt es, er habe das Geld im fraglichen Zeitraum zwar von Groenewold erhalten - allerdings nicht für das Buch, sondern für Beratertätigkeiten. Sein Anwalt Christian-Oliver Moser, der zugleich auch Groenewold vertritt, geht massiv gegen anderslautende Berichterstattung vor. Der Anwalt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Pruys wegen seines angeblich angegriffenen Gesundheitszustands unter Betreuung stünde.

(...)

Nach dem Gespräch zwischen SPIEGEL ONLINE und Pruys hatten Groenewold und Anwalt Moser bei dem Publizisten offenbar interveniert. Man habe "gemeinsam versucht, Herrn Pruys in die Erinnerung zurückzuführen, wie sich die Ereignisse damals abgespielt haben", sagte der Anwalt dem ZDF. Pruys habe "dann auch ganz klar von sich aus und ohne Druck" erkannt: "Ja, stimmt, das Honorar steht mit dem Buch selber überhaupt nicht in Zusammenhang. Ich habe ja ganz andere Dinge damals geleistet." So schildert es Moser.

Groenewold hat Pruys 2005 demnach zwar bezahlt. Angeblich aber nicht für den Wulff-Band, der seinerzeit noch nicht abgeschlossen war. Stattdessen habe Pruys für Groenewold Unternehmensbroschüren textlich überarbeitet und ihm Rhetoriktraining erteilt. Der Anwalt präsentierte auch eine entsprechende eidesstattliche Versicherung, die der Autor am Dienstag unterzeichnet haben soll. Darin erklärt Pruys sinngemäß, dass er infolge seines bereits seit längerem angeschlagenen Gesundheitszustands nur eingeschränkt in der Lage sei, Auskünfte zu geben.

(...)

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,808442,00.html

Er hat dann ohne jeglichen Druck erkannt: Oh ja... ich bin alt und krank und hab mich falsch erinnert, aber jetzt fällts mir wieder ein.... HATTE JA GAR NIX MIT DEM BUCH ZU TUN!!! :tomate:

Ist der erste, der mir tatsächlich leid tut.
 
Im Zeitalter des Internets gibts kein Vergessen. Die Kreditaffäre ist bereits im Wikipedia-Artikel über Wulff verewigt und sozusagen in Blei gegossen.

Kohl war in der Vor-Internet-Ära, dann konnten Politiker noch aufs kollektive Vergessen setzen.

Wobei es nicht unbedingt um Vergessen geht. Mit der Zeit schwindet die Bedeutung. Es hat ja auch kaum jemand, der alt genug und interessiert genug war, Schäuble während der Spendenaffäre vergessen... Und der Mann ist unser Finanzminister.

Es gibt viele echte Skandale, die verewigt sind, an die sich erinnert wird, aber die sozusagen an Bedeutung verloren haben - keinen Einfluss mehr auf gegenwärtige Entscheidungen nehmen.
 
Das wird nach hinten losgehen.

Wulf kann natürlich seine 5 Jahre absitzen, daran kann Ihn Keiner hindern.
Aber wie soll Er nun noch auch nur im geringstem Glaubwürdig sein?

Wenn Er das nächste mal in einem arabischen Land für mehr Pressefreiheit eintritt, werden seine Gastgeber vermutlich in tönendes Gelächter ausbrechen.

Wenn er das nächste Mal über ehrlichkeit und redlichkeit spricht, wird jeder Bundesbeamte sich versucht sehen die bestehenden Gesetze gegen Vorteilsnahme im Amt sofort zu brechen.

Der Rest der Bunderbürger wird da (wegen dem fehlendem Beamtenrecht) versuchen den Staat zu bescheoßen, der Buprä machts ja vor.

Und das Alles wird auch auf Merkel zurückfallen, immerhin hat Sie ihn auf das Amt geschoben/gehoben.

Aber das stört Wulf ja nicht mehr, Er möchte nach 5 Jahren sein "Zeugniss" bekommen.
Und wenn dadann steht "Ungenügend" wird Ihn das auch nicht jucken, er hat ja ausgesorgt.
Und bei seinem Jahreseinkommen braucht Er dann auch keinen Privatkredit mehr.

Ich frage mich eher, wie er im Kontext der Euro-Krise Worte wie "Kredit" oder "Verschuldung" in den Mund nehmen will... :D Und dieses Thema funktioniert nicht ohne solche Begriffe.

By the way... möglich ist sowas schon:

Guttenbergen ist inzwischen ein beliebtes Wort für das unzulässige Kopieren von Daten im Netz. Nun soll Karl-Theodor zu Guttenberg die EU in Sachen Internetfreiheit beraten. Man suche schließlich „keine Heiligen, sondern Talente“....
EU-Kommissarin will „keine Heiligen“


Karl-Theodor zu Guttenberg wird Internet-Berater in Brüssel - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutsch...-internet-berater-in-bruessel_aid_693298.html

Gehts cooler? :D
 
Wobei es nicht unbedingt um Vergessen geht. Mit der Zeit schwindet die Bedeutung. Es hat ja auch kaum jemand, der alt genug und interessiert genug war, Schäuble während der Spendenaffäre vergessen... Und der Mann ist unser Finanzminister.

Es gibt viele echte Skandale, die verewigt sind, an die sich erinnert wird, aber die sozusagen an Bedeutung verloren haben - keinen Einfluss mehr auf gegenwärtige Entscheidungen nehmen.

Diese Bedeutung kann ratzfatz reaktiviert vwerden - und wird es standardmäßig auch. Erinnern wir uns: als Guttenberg wegen seiner plaggiierten Dissertation ins Gerede kam, wurde sofort die Kunduz-Affäre wieder ins Spiel gebracht und als Argument gegen seine Glaubwürdigkeit verwendet.

Ähnliches wird passieren, wenn etwa Schäuble erneut in einen Skandal verwickelt würde. Du kannst gar nicht so schnell lesen, wie dann wieder die Schreiber-Affäre auf den Tisch kommt und Bedeutung wiedererlangt.

:D
 
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