Bye Bye Herr Präsident...

Werbung:
Hallo

Das Satiremagazin Extra 3 des NDR hatte (mal wieder) eine nette Idee. Die haben über den Loriot-Sketch vom Lottogewinner Erwin Lindemann einen neuen Text gelegt und ließen ihn Sachen sagen wie:

"Ich heiße Bettina Geerkens, bin Bundespräsident und habe mir von Kai Diekmann 500.000 Euro geliehen. Davon kaufe ich ein Haus in Großburgwedel und ziehe dort mit Carsten Maschmeyer ein."

Gruß
McCoy
 
Hallo

Das Satiremagazin Extra 3 des NDR hatte (mal wieder) eine nette Idee. Die haben über den Loriot-Sketch vom Lottogewinner Erwin Lindemann einen neuen Text gelegt und ließen ihn Sachen sagen wie:

"Ich heiße Bettina Geerkens, bin Bundespräsident und habe mir von Kai Diekmann 500.000 Euro geliehen. Davon kaufe ich ein Haus in Großburgwedel und ziehe dort mit Carsten Maschmeyer ein."

Gruß
McCoy

...und vielleicht reicht´s noch für ne Herrenbuticke, die sie mit dem Wullfi in Wanne-Eickel eröffnen kann...

Sage
 
Ich fände es ja am besten, wenn Wulff zusammen mit seiner Frau und dem Papst ein Tätowierstudio in Island aufmachen würde...
 
Deutschland hat diesen "stastsoberhaupt" wirklich nicht verdient, aber mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen. er hat kein rückhalt mehr im wolk und kein autorität....


shimon

Lieber Shimon,

doch, diese Staatsmänner hat Deutschland verdient.

Die Kleinen werden schon bevor sie irgendwo eine Antrag abgeben, verkriminalisiert. Sie müssen die Hose runterlassen, alles offen legen, wenn die Kleinen was vom Staate haben wollen und trotzdem wird ihnen hinterrücks Betrug an der Allgemeinheit unterstellt. Nicht nur von Amtswegen, was noch nachvollziehbar wäre, nein, sogar selbst aus der Bevölkerung.

Und so lange das so anhält, hat DE solche Staatsmänner verdient, denn die argumentieren nur so, wie das Volk,
"andere machen es doch auch so, beschubsen tut doch jeder".

Genauso, ein Staatsmann spielt mit der Presse Krieg, ich würde sagen, spielt Katz und Maus, legt nicht ausreichend offen und die Bevölkerung die sich dann wundert und aufmuckt, muss mit rechnen in Knast zu gehen, weil sie den Staat verunglimpfen. Und davor, warnt dann noch eine Rechtsanwaltskanzlei im Internet. So als Warnhinweis!

http://www.augsburger-allgemeine.de...oennen-ins-Gefaengnis-fuehren-id18244891.html

Findet man immer auf der ersten Google-Seite, wenn man nach unsern Herrn sucht. Ich empfinde es mittlerweile als gezielte Einschüchterung. Auch dieser schöne Hinweis in diesem "Pamphlet", dass man zumindest mit einer Hausdurchsuchung rechnen müsste, schlägt dem Fass den Boden aus. PC wird dann garantiert mitgenommen ..... aaaaaaaaaaaahhhhhh so.

Wo leben wir eigentlich, Bananenrepublik DE :banane: :banane: :banane:
Der Bürger darf nicht aufmucken ???, ich dachte, wir hätten vor 23 Jahren etwas hinter uns gelassen, oder war es doch das Einzigste, was man übernommen hat !

Verdrehte Welt, oder was ? Wenn man hier schon von Verunglimpfung immer wieder spricht, sollte man sich dazu fragen, wer hier was verunglimpft.
Staatsmänner und Staatsfrauen haben gläsern zu sein, gesetzlich so vorgegeben, da sie dem Staate, uns dienen. Dafür bekommen sie ausreichend Kohle. Jeder Bürger hat dazu, übertrieben gesagt, das Recht, komm lass mal die Hose runter, mache dich mal gläsern.
Diese rechtlichen Vorgaben und Rechte auch eines einzelnen Bürgers, kennt jeder Politiker bei Amtsantritt.

Gilt halt aber nicht für alle:
http://www.ftd.de/politik/deutschla...kein-glaeserner-praesident-sein/60153246.html

Na, ich würde da ja glatt mal sagen, wenn der Herr das nicht will, hat der Herr glatt zu 100 % die Vorgaben des Berufsbildes vergeigt. Und da er selber seine Fehleinstellung zum Berufsbild nicht mehr feststellt, hat DE ihn halt verdient, bis zum Ende der Periode. Ich würde sogar sagen, zwangsweise bis zu seinem Rentenalter, noch 14 Jahre. Strafe muss sein.
 
Könnte sein, daß diese Riesenverarsche mit der angeblichen Transparenz und dann doch nicht, tatsächlich sein letzter Streich war. Da hat er sich nun endgültig überhoben.

Vor allem die Begründung, die er seinen Anwalt sagen läßt: er stelle die Fragen und Antworten deshalb nicht ein, um die Rechte der Jourmalisten "am eigenen Wort" zu schützen...das ist schon voll zynisch, und wird auch von der Jourmalsten als Verarschung empfunden.

Die Front bröckelt, in den eigenen Reihen werden die Rücktrittsrue immer lauter und jetzt gabs auch noch vom *Alterpräsidenten" eine Abmahnung.

http://www.welt.de/politik/deutschl...esident-ruft-Christian-Wulff-zur-Ordnung.html
 
Vor allem die Begründung, die er seinen Anwalt sagen läßt: er stelle die Fragen und Antworten deshalb nicht ein, um die Rechte der Jourmalisten "am eigenen Wort" zu schützen...das ist schon voll zynisch, und wird auch von der Jourmalsten als Verarschung empfunden.

Ach... die freut das. Kennst Du die Wendung hier noch nicht? Als klar wurde, dass die Begründung die Schweigepflicht gegenüber den Fragestellern ist, war das hier klar. Ist langsam ne echte Komödie... :D

Mehrere Medien haben Bundespräsident Christian Wulff erlaubt, ihre Fragen und seine Antworten zur Kredit- und Medienaffäre zu veröffentlichen. Sie entbanden den Anwalt des Staatsoberhauptes von der Pflicht, ihre Rechercheergebnisse zu schützen. Zuvor war die Unterstützung für Wulff weiter gebröckelt. Als erster CDU-Bundestagsabgeordnete forderte Karl-Georg Wellmann den Präsidenten zum Rücktritt auf. Unionsfraktionschef Volker Kauder nannte Spekulationen über einen Wulff-Nachfolger "Quatsch".

Die FTD entbindet Wulffs Anwalt Gernot Lehr von der Verschwiegenheitspflicht: "Angesichts des hohen öffentlichen Interesses an den Fragen und Antworten zu den verschiedenen Vorwürfen gegen Herrn Wulff möchte die Financial Times Deutschland ebenfalls zur Transparenz beitragen. Daher teilen wir Ihnen hiermit ausdrücklich mit, dass wir mit einer Veröffentlichung der Anfragen der Financial Times Deutschland und der zugehörigen Antworten einverstanden sind".

"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann bot Wulff an, alle Anfragen seiner Zeitung sowie die Antworten im Internet zu veröffentlichen. Ein Sprecher des Springer-Verlages sagte auf Anfrage, sein Haus hoffe, dass weitere Medien dem Beispiel folgten.

Die "Frankfurter Rundschau" und die "Berliner Zeitung" erklärten in ihren Online-Ausgaben, sie hätten Wulffs Anwalt mit sofortiger Wirkung von der Verschwiegenheitspflicht entbunden. Alle ihre Anfragen dürften gerne veröffentlicht werden.

(...)
http://www.ftd.de/politik/deutschla...lffs-anwalt-von-schweigepflicht/60153482.html
 
Könnte sein, daß diese Riesenverarsche mit der angeblichen Transparenz und dann doch nicht, tatsächlich sein letzter Streich war. Da hat er sich nun endgültig überhoben.

Das Spiel war eine Nummer zu groß.

Gleich nachdem der Herr ankündigte die Antworten ins Netz zu stellen, hatte es die Presse schon befürwortet und begrüßt. Auch als es zu seinen Anwälten ging, signalisierte auch sofort die Presse wieder Zustimmung zur Veröffentlichung im Netz.
Die Presse wusste was kommen würde. Daher, das ganze Spiel mit den RAs, na ja ..... flüssig, überflüssig.
 
FAZ.net vom 12.01.2012
Ins Schwarze und ins Blaue

Hätte Wulff vor zwei Jahren ausführlich und wahrhaftig geantwortet, wäre ihm die Erschütterung seiner Regierung und seiner Regierungsart sicherlich nicht erspart geblieben - wohl aber die Schmach, das alles im Amt des Bundespräsidenten durchleben zu müssen. Denn er wäre kaum bis dahin gekommen.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/wulff-ins-schwarze-und-ins-blaue-11603863.html

Wie gesagt, alles was jetzt ist, ist nichts Neues. Es hätte damals schon alles vom Tisch sein können. Da es nicht für nötig gehalten wurde, war es nur eine Frage der Zeit.

Es ging aber ja alles so schnell, mit dem höchsten Amt :lachen:
 
Werbung:
Gut, die Presse hat den Ball geschickt zurückgespielt.

Aber noch ist das Spiel nicht aus. Wulff hat nämlich noch ein Ass im Ärmel. Sein Anwalt hatte nämlich zwei Gründe für die Informationsverweigerung gegeben: einmal, um die Urheberrechte der Journalisten an ihren Fragetexten zu schützen (haha, echt genial, nicht etwa, um Wulff vor peinlichen Fragen zu schützen, nein, um die Fragesteller zu schützen :D )

Sondern auch:

"Aus diesem Grund sowie aus Gründen der praktischen Handhabbarkeit für alle Beteiligten ist eine zusammenfassende Stellungnahme erfolgt."

"Praktische Handhabung für alle Beteiligten" - ist noch ein Ding, was er und sein Anwalt fahren kann.

Dann braucht man nämlich nicht so viel durchlesen, 400 Fragen bzw. inzwischen sollen es 500 sein - ist eine Menge Lesestoff, und viel wird sich da auch wiederholen. Da ist es eine Leseerleichterung für alle, wenn Wulff das alles schön übersichtlich zusammenfasst.

Wer will denn schon Einzelfragen lesen ... :D

Alles zu unserem Besten.
 
Zurück
Oben