bedingungslose liebe

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Eine richtige Ent-Täuschung ist es aber erst, wenn man sich selbst als den Schöpfer sieht. Dann entfällt nämlich nicht nur die Anklage des anderen, sondern ab da ist man sich auch im Klaren darüber, welche Anforderungen ein möglicher Partner oder Freund erfüllen muss. Das ist der Witz an der Sache: wer wirklich liebt, stellt höchste Bedingungen! Ein liebender Mensch fordert nicht nur geistige Reife, Integrität und Treue vom anderen- das ist selbstverständlich für ihn. Ein Mensch, der diese Kriterien nicht erfüllt, kann weder Partner noch Freund sein.
ist ja gut und schön als eigene vorstellung und erwartung an einen partner, nur, was hat das mit bedingungsloser liebe zu tun?
Du erkennst dich nicht als Schöpfer, tyrael- das ist der Grund, warum du den Zusammenhang nicht verstehst. Darum hast du auch genau diesen Satz aus meinem Zitat weggekürzt.

Wenn von 'bedingungsloser Liebe' die Rede ist, dann zeigt bereits die Wortwahl das Missverständnis. Bei 'bedingungsloser Liebe' geht es um menschliche Liebe, dh um eine Zweierkiste. Du hast zwar in deinem Eingangspost auch von dem Banker gesprochen, der den Kredit fällig stellt und von dem Typen, der dir dein Auto klaut, aber warum fragst du dann nicht nach Nächstenliebe? Dein zweites post zeigt die Antwort darauf:
ich hab's versucht eine zeit lang - aus liebe zu jemandem - und ich bin beinahe daran zerbrochen. irgendwann waren die schmerzen die hochkamen einfach zu groß um damit fortzufahren.
Da isses: eine Zweierkiste! Wo auch sonst sollte man lernen: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."- wenn nicht bei dem, der einem am nächsten steht- dem Partner, den man liebt? Und so geht man bei vollem Bewusstsein eine Partnerschaft ein, um genau das zu testen: ob man in der Lage ist, den Partner bedingungslos zu lieben, egal, was er einem antut. Man weiß schon vorher, dass das schwierig werden wird, weil derjenige Seiten an sich hat, die zum Fürchten sind, aber schliesslich ist man ein bewusster Mensch, man wird das Ding schon schaukeln.
:schaukel:

Denkste! Sein Ego aufzugeben heißt nämlich nicht, es unter ein anderes Ego zu beugen! Wer soetwas tut, tut es aus Angst und Abhängigkeit- wenn es mit dem Partner und der bedingungslosen Liebe nicht klappt, dann klappt es mit niemandem. Nicht mit dem Banker, nicht mit dem Dieb, dem Schläger, dem Mörder, mit Hitler. Es muss klappen! Man muss sich nur noch ein bisschen kleiner machen, sich noch mehr erniedrigen, im Staub kriechen.

Das ist natürlich völlig falsch, aber man tut es trotzdem. Warum, tyrael- warum tut man das? Ich sag's dir: weil man Schuldgefühle hat. Das ist so: jeder Mensch hat Ängste, sie sind nur individuell verschieden. Verlieben tut man sich automatisch in jemanden, von dem man denkt, dass er sich in Bezug auf diese Ängste nicht nur schützend vor einen stellen wird, man hofft auch, dass er sie aus Liebe sogar verstehen und deshalb dulden wird. Darum geht es bei der 'bedingungslosen Liebe': zu sehen, welche Ängste der andere hat, aufgrund deren er sich völlig dämlich und daneben benehmen wird- und genau dieses Benehmen zu dulden. Man will es dulden, man muss unbedingt lernen, es zu erdulden- weil man selbst kein Stück besser ist. Aus den eigenen Ängsten heraus handelt man nämlich genauso dämlich und daneben wie der andere- nur sieht man das nicht, daher das Schuldgefühl dem anderen gegenüber. Man verlangt Einsicht und Besserung von ihm, statt bei sich selbst anzusetzen.

Wer auf sich selbst schaut, wer seine eigenen Ängste und die daraus resultierenden Fehler erkennt, der erkennt auch, dass das, was er für seinen Partner empfindet, keine Liebe ist, sondern Sehnsucht nach Liebe. Darum ist man so abhängig von ihm und erduldet alles. Während dieses Erkenntnisprozesses wird einem auch klar, dass man jede einzelne Krisensituation selbst erschaffen hat, um genau das zu erkennen: es ist keine Liebe! Aber man liebt es, der Schöpfer zu sein- das ist der Witz! Verstehst du? Die falsche Vorstellung von Liebe, die man fast bis zum völligen Zusammenbruch seiner selbst auf die Spitze getrieben hat, führt einen schliesslich zu einer höheren Form der Liebe, die man vorher gar nicht kannte.

Wenn man diese höhere Form der Liebe kennengelernt hat, muss man sich entscheiden. Wie Chako schon sagte: nach vorne geht eine Tür auf, hinter einem schliesst sich eine. Welche Form der Liebe ziehst du vor, tyrael? Die romantische oder die, ein Schöpfer zu sein? Beides gleichzeitig geht nicht.

Wer sich für die Liebe, ein Schöpfer zu sein, der die volle Verantwortung für alles in seinem Leben hat, entscheidet, der stellt höchste Anforderungen an einen möglichen Partner oder Freund- eben weil er keine Angst mehr hat.

tyrael schrieb:
oder anders gefragt: wenn ich liebe als freiheit definiere, ist das dann liebe oder eben die für's ego lebbare praktikable lösung.
Wer keine Angst mehr hat, ist nicht mehr manipulierbar- und daher frei. Wer frei ist, liebt sich selbst- bedingungslos, komme, was da wolle. Natürlich ist das immer noch Ego, aber es ist nicht egoistisch, für sich selbst das Höchste und Beste zu wollen.

Das ist die Entwicklungsstufe des reinen Herzens, das 4. Chakra dreht nun, wie es vorgesehen ist. Du siehst- das ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

tyrael63 schrieb:
und vor allem, warum will ich dann solch eine lösung leben, wenn ich den zugrundeliegenden irrtum ja doch als illusion erkannt habe?
Warum nicht? Der vorher zugrundeliegende Irrtum ist ja nun ausgeräumt, eine Partnerschaft nimmt also eine völlig neue Form an. Ein Mensch, dessen Herz rein ist, der weder manipuliert werden kann, noch es selbst bei anderen tut, mit wem wohl wird der eine Partnerschaft eingehen? Mit einem Schläger, mit einem Säufer, mit Hitler? Wohl kaum. Wenn ein Partner, dann einer, der auch ein reines Herz hat- das ist doch völlig klar! Zwei mit reinem Herzen gehen ganz anders miteinander um, als zwei, die sich aus Angst gegenseitig manipulieren.
 
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Hallo Simi;..



Ist das deine Schlußfolgerung aus dem Verständnis von Jesus?
Nein.

Seyla schrieb:
Wieso hätte er sich NICHT verlieben können?
Weil:
Korrekt...denn bedingungslieben hat auch NICHTS mit der Empfindung als Emotion "LIEBE" zu tun, sondern mit dem "SEHEN" der Ganzheitlichkeit eines Anderen..sprich das SEHEN ohne die physischen und psychischen Bewußtseinsebenen.


Seyla schrieb:
Er hatte doch Emotionen wie wir alle...er besaß Bedürfnisse wie wir alle. Er war Mensch wie wir alle....doch ein Mensch mit (Über)-Natürlichen Fähigkeiten die er auch lebte..sprich er lebte sich selbst. Da er sich selbst lebte, ward er "Gott" gleich*
Sich zu verlieben ist ein Bedürfnis? Von Jesus?

Seyla schrieb:
Weil er nicht verstanden wurde, auch nicht von seinen Anhängern,..wird er in aber10000.... Schubladen gesteckt.
Das ist wohl wahr!
 
sich selbst als den schöpfer zu erkennen kann ziemlich desillusionierend sein. genau simi. ist das nicht ein thema der saturnwiederkehr? bei mir fiel diese erkenntnis damit zusammen.
 
Hallo again Simi;...



Das SEHE ich vollkommen anders.
Das ist kontrollierende Liebe die aus Angst vor Verlust Bedingungen stellen MUSS!...um sich selbst nicht zu ent-täuschen...sprich um nicht getäuscht werden zu können.
Nein, du hast mich falsch verstanden, Seyla. Siehe mein post an tyrael.

Seyla schrieb:
Siehst du die Täuschung von vornherrein erübrigt sich das Stellen der Bedingungen.!!!
Nein. Es ist immer eine Täuschung, daher wird gar nicht danach geschaut, ob es sich um eine solche handeln könnte.

Seyla schrieb:
Dann hast du von vornherein erkannt das dein Gegenüber dich nicht aus seinem freien Willen zu lieben fähig ist, ...
:confused: Liebe, eine Fähigkeit? Aus freiem Willen?
Seyla, ein Mensch, der reinen Herzens und deshalb angstfrei ist, der sucht nicht mehr danach, geliebt zu werden- grundsätzlich nicht. Und genau deshalb begegnet ihm dann ein Mensch, der genau wie er selbst auch reinen Herzens ist. Und der erfüllt automatisch die unausgesprochen höchsten Bedingungen an geistiger Reife, Integrität, Ehrlichkeit und Treue. Man ist der Schöpfer- schon vergessen? Die Bedingungen sind nicht solche, die man einem anderen erst diktieren müsste, es sind innere, mit denen man sich seine äussere Welt erschafft.
 
dass ich beim schreiben ein "schlampiger hund" bin ist mir durchaus bewusst, mag auch daran liegen dass ich übers 2-finger-system mit handicap (links kaffe, rechts zigarette) nie hinausgekommen bin.

Schneeglöckchen;2281629 schrieb:
Mach dir nichts draus, das "Bader-Meinhof-System" (jeden Tag einen Anschlag :D ) hab ich zwar nicht drauf (ich kann schneller schreiben als ich denke :D ) ...
:lachen: :lachen: :lachen:

Ich finde die Tipperei einfach nur nervig. *lol
Hat aber einen entscheidenden Vorteil: den meditativen Zeitfaktor.
 
@ simi!

als theorie ist's ja nichts neues. das konzept ist ein paar tausend jahre alt.

lebst du das genau so? hier? jetzt?

Wer keine Angst mehr hat, ist nicht mehr manipulierbar- und daher frei. Wer frei ist, liebt sich selbst- bedingungslos, komme, was da wolle. Natürlich ist das immer noch Ego, aber es ist nicht egoistisch, für sich selbst das Höchste und Beste zu wollen.

was dann? also selbstlos ist es wohl nicht.
und egoismus ist egoismus, egal auf welcher stufe.

und eine bindung oder ver-bindung zu jemandem ist auch eine bindung. egal auf welcher stufe. ich mag ja auf der leitung stehen, aber ich sehe da nicht viel unterschied. qualitativ - mag sein, aber ich bin immer noch ge-bunden.

aber darum geht's mir gar nicht.
meine frage war nicht die nach einer besseren version von beziehung oder liebe, weil ich ein wenig "erleuchteter" bin. wenn ich das will mach ich eine kurs, geh in einen ashram oder sonstwas in der richtung.

meine frage lautete: ist das, was ich anfangs als bedingungslose liebe mit meinen beispielen vorgelegt habe, in letzter konsequenz lebbar, wenn ja, wie, wenn nein, warum nicht.

wenn alles, was ist, meine schöpfung ist, wie du ja sagst und ich alles andere als illusion erkannt habe, bleibt in letzter konsequenz genau das übrig. die völlige, bedingungslose annahme und akzeptanz dessen was ist. jetzt. in jedem moment.

und abgesehen davon, wenn alles meine schöpfung ist, wozu soll ich ich dann noch einen partner brauchen? ich dachte, zurückgehen kann man nicht?
 
@ simi!

als theorie ist's ja nichts neues. das konzept ist ein paar tausend jahre alt.

lebst du das genau so? hier? jetzt?
Natürlich- und darüber hinaus!

tyrael63 schrieb:
was dann? also selbstlos ist es wohl nicht.
und egoismus ist egoismus, egal auf welcher stufe.

und eine bindung oder ver-bindung zu jemandem ist auch eine bindung. egal auf welcher stufe. ich mag ja auf der leitung stehen, aber ich sehe da nicht viel unterschied. qualitativ - mag sein, aber ich bin immer noch ge-bunden.

aber darum geht's mir gar nicht.
meine frage war nicht die nach einer besseren version von beziehung oder liebe, weil ich ein wenig "erleuchteter" bin. wenn ich das will mach ich eine kurs, geh in einen ashram oder sonstwas in der richtung.
Du willst Schritte überspringen- das ist verständlich, aber nicht machbar, tyrael.
Du siehst den Unterschied nicht und sprichst deshalb von ge-bunden. Das ist keine Ver-bindung zwischen zwei Menschen, sondern beide sind, jeder für sich, mit Gott verbunden. Die beiden treffen sich in Gott- nicht im Bett. DAS lernst du nicht in einem Kurs oder in einem Ashram- nur im praktischen Leben.

tyrael63 schrieb:
meine frage lautete: ist das, was ich anfangs als bedingungslose liebe mit meinen beispielen vorgelegt habe, in letzter konsequenz lebbar, wenn ja, wie, wenn nein, warum nicht.
Ja, das ist es! Wer die Wie-Frage stellt, hat es nicht begriffen. Indem man es tut!- wie denn sonst!

tyrael63 schrieb:
wenn alles, was ist, meine schöpfung ist, wie du ja sagst und ich alles andere als illusion erkannt habe, bleibt in letzter konsequenz genau das übrig. die völlige, bedingungslose annahme und akzeptanz dessen was ist. jetzt. in jedem moment.
Ganz genau! Und? Was hält dich davon ab?
Die Frage ist doch: hast du überhaupt erkannt, dass du der Schöpfer bist? Wenn du es erkannt hast, dann BIST du es auch- automatisch. Warum schöpfst du denn dann Dinge, die du nicht bedingungslos annehmen und akzeptieren kannst? Das ist doch ein Widerspruch!

tyrael63 schrieb:
und abgesehen davon, wenn alles meine schöpfung ist, wozu soll ich ich dann noch einen partner brauchen? ich dachte, zurückgehen kann man nicht?
Wer sagt denn was von brauchen?
 
Natürlich- und darüber hinaus!

schön für dich, wenn's so ist.

aber, sorry, ich nehme mir die freiheit es dir nicht zu glauben.
was ich dir glaube ist der umstand dass du es selber glaubst.

trotzdem danke. hast mich meinem ziel ein wenig näher gebracht.
aber es ist ein anderes als deines.
 
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