bedingungslose liebe

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wer beweisen will, weiß nicht.

und bevor das hier alles im kreis läuft, oder wir vor erleuchtung abheben: es ist doch auffallend und bezeichnend, dass in einem forum mit dem thema bedingungslose liebe nicht einmal die bedeutung von bedingungsloser liebe im sinn von mutterliebe, vaterliebe oder nächstenliebe angeschnitten worden sind.

bezeichnend wohl auch für diese zeit. und unser aller wunden.
 
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wie sagte ein Engel einmal zu einem Freund von mir (er stand vor uns): Dieses Funkeln in den Augen, mein Lieber, das ist gefährlich...
aber im übrigen kann man nur gratulieren und weiter einen guten Weg wünschen...

wer augen hat der sehe, wer ohren hat der höre...

nothing more 2 say
 
Kann man den Prozess dahin etwas beschleunigen? Wäre schön - denn ich befinde mich immer noch in dem Stadium des sich-nach-geliebt-werden-Sehnens und leide echt darunter, weil ich mir immer wieder Situationen erschaffe, die ganz und gar nicht dem entsprechen, was sich mein Ego so wünscht... ;)
Ich begreife den Mechanismus des Schöpfens und ich fühle ihn auch, aber ich komme da einfach nicht raus.
Irgendwelche Tipps?

Gruß, Lucy


Hi Lucy! :)

Ich hab einen, etwas, was mir selbst geholfen hat! Hab ich von meiner Ausbilderin! :)
Und zwar sagst du dir: "Ich gebe meiner Sehnsucht einen Raum, sie darf auch sein!", spürst dabei in dich rein, wo die Sehnsucht in deinem Körper sitzt und erlaubst ihr ausdrücklich, sich auszubreiten! Dann löst sie sich langsam. Man macht das immer mal wieder, solange, bis nichts mehr kommt.
Falls du es ausprobierst, würde mich interessieren, ob es bei dir auch funktioniert! :)


Liebe Grüße

believe :)
 
wenn ich dies alles lese. bin ich noch sehr weit entfernt von all dem . es ist fuer mich nur so bezeichnend (fuer meinen weg) ich suche nach aufsaetzen ueber die bedingungslosen liebe ,wie ich sie finden kann, wie ich sie erzeugen kann, ja wieee.
dann stoeber ich etwas im forum herum und sie da berichte ueber eben das womit ich mich gerade auseinandersetze. ich danke hier meinen engel denn ich werde gefuehrt. das ist so toll. dochn trotzdem die bedingunglose liebe ist und sollte zuerst in meinem herzen zufinden sein,dann in der natur und schliesslich im zusammenleben mit all den menschen. vielleicht sollte man vorher noch die tiere bringen,aber das ist schon wieder sehr schwierig. ich fuer meine person schaffe bedingungslose liebe mit der natur,sobald andere menschen oder auch tiere kommen bin ich wieder am anfang der gesamten geschichte. ich hoffe ihr koennt mitr folgen. ich kann die natur akzeptieren,aber wenn mich ein hund beisst habe ich ein problem. daran arbeite ich. auch an dem was so mit den menschen passiert. ich sehe mich selbst noch als kindergartenschueler.denke aber das mein schutzengel mir helfen wird in die erste klasse zukommen.
herzlichst susi
 
Engel sind fiktive Wesen!
ob Aussagen wahrhaftig sind,oder einer Fiktion unterliegen erkennt man daran in welcher Form derjenige/einjeniger von Engeln spricht."Engel" sind Symbole,welche auch Du viel benutzt maria,und sind allerhöchst(ens) kosmische Energien welche durch Vorstellungskraft sich verkörpern können.(wir-ich-du sind der Schöpfer)
wenn jeman den Weg des nichtfiktiven Engels geht,kann man ihm durchaus gratulieren,aber besser ist es ihm einen guten Weg zu wünschen.

d.h. du als "schöpfer" erlaubst deiner schöpfung keine (illusion von) engeln?

was zur frage führt: sich als schöpfer wahrzunehmen
bedeutet nicht zwingend, dass diese wahrnehmung
auch mit der wirklichkeit übereinstimmt.
oder anders gesagt: der umstand einer (vermeintlichen) gotteserfahrung
kann durchaus mangels fehlender reflexionsfähigkeit
zu größenwahn führen.

brachial gesagt: wer gibt dir das recht, die (pseudo-)allmacht, zu beurteilen,
was für einen anderen gut oder richtig ist?

sich als schöpfer zu erkennen, und da liegt der trugschluss,
bedeutet, den göttlichen teil in sich zu erfahren.
aber: daraus schließt nicht dass du gott bist.
du bist ein winzigkleiner teil davon.
wie wir alle.
nicht mehr. nicht weniger.
der einzige unterschied ist der, dass es dir bewusst ist.

wenn also wir alle schöpfer sind,
erklärt das möglicherweise das heillose tohuwabohu,
das wir auf diesem planeten anrichten,
aber nicht den umstand,
dass es doch dahinter
noch so etwas wie ordnung gibt.

krebs ist auch schöpfung. nur parasitär. und für den wirt fatal.
das alleine ist nicht genug.

und mit liebe hat das ganze dann ohenhin nicht mehr viel zu tun.
 
ich bedanke mich wieder mal für alle beiträge hier.

habe nach langem was wiederentdeckt, das eigentlich (fast) alles sagt, und auch wenn es dabei eher um die spielarten und möglichkeiten von liebe geht, so zeigen die aussagen doch einen klaren weg, der zu lebbarer bedingungsloser liebe führen kann:

Liebe ist eine Aktivität und kein passiver Affekt. Sie ist etwas, das man in sich entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt.

Die Liebe ist aber nicht nur ein Geben, ihr "aktiver" Charakter zeigt sich auch darin, daß sie in allen ihren Formen stets folgende Grundelemente enthält: Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Achtung vor dem anderen und Erkenntnis.

Ich muß den anderen und mich selbst objektiv kennen, um sehen zu können, wie er wirklich ist - oder besser gesagt um die Illusionen, das irrational entstellte Bild zu überwinden, das ich mir von ihm mache.

Liebe ist nicht in erster Linie eine Bindung an eine bestimmte Person. Sie ist eine Haltung, eine Charakter-Orientierung, welche die Bezogenheit eines Menschen zur Welt als Ganzem und nicht nur zu einem einzigen "Objekt" der Liebe bestimmt.

Wenn ich einen Menschen wahrhaft liebe, so liebe ich alle Menschen, so liebe ich die Welt, so liebe ich das Leben. Wenn ich zu einem anderen sagen kann: "Ich liebe dich", muß ich auch sagen können: "Ich liebe in dir auch alle anderen, ich liebe durch dich die ganze Welt, ich liebe in dir auch mich selbst."

Die fundamentalste Art von Liebe, die allen anderen Formen zugrunde liegt, ist die Nächstenliebe. Damit meine ich ein Gespür für Verantwortlichkeit, Fürsorge, Achtung und "Erkenntnis", das jedem anderen Wesen gilt, sowie den Wunsch, dessen Leben zu fördern.

Es ist geradezu kennzeichnend für sie, daß sie niemals exklusiv ist. Wenn sich in mir die Fähigkeit zu lieben entwickelt hat, kann ich gar nicht umhin, meinen Nächsten zu lieben.

Nächstenliebe ist Liebe zwischen Gleichen; Mutterliebe ist Liebe zum Hilflosen. So verschieden beide voneinander sind, ihnen ist doch gemein, daß sie sich ihrem Wesen nach nicht auf eine einzige Person beschränken.

Im Gegensatz zu diesen beiden Arten von Liebe steht die erotische Liebe. Hier handelt es sich um das Verlangen nach vollkommener Vereinigung, nach der Einheit mit einer anderen Person. Eben aus diesem Grund ist die erotische Liebe exklusiv und nicht universal; aber aus diesem Grund ist sie vielleicht auch die trügerischste Form der Liebe.

Zunächst einmal wird sie oft mit dem explosiven Erlebnis, "sich zu verlieben" verwechselt, mit dem plötzlichen Fallen der Schranken, die zwischen zwei Fremden bestanden.

Häufig wird die Exklusivität der erotischen Liebe mit dem Wunsch verwechselt, vom anderen Besitz zu ergreifen. Man findet oft zwei "Verliebte", die niemanden sonst lieben. Ihre Liebe ist dann in Wirklichkeit ein Egoismus zu zweit; es handelt sich dann um zwei Menschen, die sich miteinander identifizieren und die das Problem des Getrenntseins so lösen, daß sie das Alleinsein auf zwei Personen erweitern.

Erotische Liebe ist zwar exklusiv, aber sie liebt im anderen die ganze Menschheit, alles Lebendige. Sie ist exklusiv nur in dem Sinn, daß ich mich mit ganzer Intensität eben nur mit einem einzigen Menschen vereinigen kann.

Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen. Wäre die Liebe nur ein Gefühl, so könnte sie nicht die Grundlage für das Versprechen sein, sich für immer zu lieben. Ein Gefühl kommt und kann auch wieder verschwinden.

Insofern wir alle eins sind, können wir jeden auf die gleiche Weise im Sinne einer Nächstenliebe lieben. Aber insofern wir auch alle voneinander verschieden sind, setzt die erotische Liebe gewisse spezifische, höchst individuelle Elemente voraus, wie sie nur zwischen gewissen Menschen und keineswegs zwischen allen zu finden sind.

So sind beide Auffassungen richtig, die Ansicht, daß die erotische Liebe eine völlig individuelle Anziehung, etwas Einzigartiges zwischen zwei bestimmten Personen ist, wie auch die andere Meinung, daß sie nichts anderes ist als ein reiner Willensakt. Vielleicht sollte man besser sagen, daß die Wahrheit weder in der einen noch in der anderen Auffassung zu finden ist. Daher ist auch die Idee, man könne eine Verbindung ohne weiteres wieder lösen, wenn sie sich als nicht erfolgreich herausstellt, ebenso irrig wie die Ansicht, daß man eine Verbindung unter keinen Umständen wieder lösen dürfe.

Ist die Selbstsucht des modernen Menschen tatsächlich ein liebevolles Interesse an sich selbst als einem Individuum mit allen seinen intellektuellen, emotionalen und sinnlichen Möglichkeiten? Ist "er", der moderne Mensch, nicht vielmehr zu einem Anhängsel an seine sozio-ökonomische Rolle geworden? Ist seine Selbstsucht wirklich dasselbe wie Selbstliebe, oder ist die Selbstsucht nicht geradezu die Folge davon, daß es ihm an Selbstliebe fehlt?

Die Liebe zu anderen und die Liebe zu uns selbst stellen keine Alternative dar; ganz im Gegenteil wird man bei allen, die fähig sind, andere zu lieben, beobachten können, daß sie auch sich selbst lieben. Liebe ist grundsätzlich unteilbar; man kann die Liebe zu anderen Liebes-"Objekten" nicht von der Liebe zum eigenen Selbst trennen.

Wenn ein Mensch fähig ist, produktiv zu lieben, dann liebt er auch sich selbst; wenn er nur andere lieben kann, dann kann er überhaupt nicht lieben.

Eine Form der Pseudoliebe, die nicht selten ist und oft als die "große Liebe" erlebt wird (und die noch öfter in rührenden Filmen und Romanen dargestellt wird), ist die abgöttische Liebe. Wenn jemand noch nicht das Niveau erreicht hat, wo er ein Gefühl der Identität, des Ich-Seins hat, das sich auf die produktive Entfaltung seiner eigenen Kräfte gründet, neigt er dazu, die geliebte Person zu "vergöttern". Er wird dann seinen eigenen Kräften entfremdet und projiziert sie auf die geliebte Person, die er als das summum bonum, als Inbegriff aller Liebe, allen Lichts und aller Seligkeit verehrt. Bei diesem Prozeß beraubt er sich völlig des Gefühls von eigener Stärke und verliert sich in der Geliebten, anstatt sich in ihr zu finden.

Da in der Regel niemand auf die Dauer die Erwartungen eines so abgöttischen Liebenden erfüllen kann, muß es zu Enttäuschungen kommen, und man sucht sich mit einem neuen Idol zu entschädigen, manchmal in einem nicht endenden Kreislauf. Kennzeichnend für diese Liebe ist die Intensität und Plötzlichkeit des Liebeserlebnisses. Oft wird diese abgöttische Liebe als die wahre große Liebe bezeichnet. Aber während sie angeblich der Inbegriff einer intensiven, tiefen Liebe ist, spricht aus ihr in Wirklichkeit nur der Hunger und die Verzweiflung des abgöttisch Liebenden. Es braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden, daß nicht selten zwei Menschen in einer gegenseitigen abgöttischen Liebe zusammenfinden, die in Extremfällen das Bild einer folie a deux [Wahnsinn zu zweit] bietet.

Bezüglich der Kunst des Liebens bedeutet das, daß jeder, der ein Meister in dieser Kunst werden möchte, in jeder Phase seines Lebens Disziplin, Konzentration und Geduld praktisch üben muß.

Nach allem, was ich über das Wesen der Liebe gesagt habe, ist die Hauptvoraussetzung für die Fähigkeit, lieben zu können, daß man seinen Narzißmus überwindet.

Da die Fähigkeit zu lieben davon abhängt, daß unser Narzißmus relativ gering ist, verlangt diese Kunst die Entwicklung von Demut, Objektivität und Vernunft.

Glauben erfordert Mut. Damit ist die Fähigkeit gemeint, ein Risiko einzugehen, und auch die Bereitschaft, Schmerz und Enttäuschung hinzunehmen. Wer Gefahrlosigkeit und Sicherheit als das Wichtigste im Leben ansieht, kann keinen Glauben haben.

Die Fähigkeit zu lieben erfordert einen Zustand intensiver Wachheit und gesteigerter Vitalität, der nur das Ergebnis einer produktiven und tätigen Orientierung in vielen anderen Lebensbereichen sein kann. Ist man auf anderen Gebieten nicht- produktiv, so ist man es auch nicht in der Liebe.

aus: Erich Fromm: Die Kunst des Liebens
 
Gmg Simi;...

Ok,,..das Nein!....Bist du der Auffassung "weil Jesus die reine*LIEBE* selbst ward, hat er sich nicht verlieben können"?

Ist unter dieser reinen"Liebe" das hier gemeint.....
wer wirklich liebt, stellt höchste Bedingungen! Ein liebender Mensch fordert nicht nur geistige Reife, Integrität und Treue vom anderen- das ist selbstverständlich für ihn.

Hat Jesus tatsächlich höchste Bedingungen gestellt an die Menschen?

Dein "Weil" auf meine Frage bzg. verlieben können, linkt auf dieses hier...
@seyla...Korrekt...denn bedingungslieben hat auch NICHTS mit der Empfindung als Emotion "LIEBE" zu tun, sondern mit dem "SEHEN" der Ganzheitlichkeit eines Anderen..sprich das SEHEN ohne die physischen und psychischen Bewußtseinsebenen.
Deshalb ist dieser Begriff eher Irreführend.,

Dann hieße dies ja das Menschen die SEHENDE sind, sich nicht verlieben können, sprich diese sind OHNE +/-Emotionen, ohne irdische Bedürfnisse?
Ist das wirklich so?

Sich zu verlieben ist ein Bedürfnis? Von Jesus?

Ward Jesus ein Emotionsloser Mensch?

LG Seyla***
 
Hallo tyrael63;..

....dass in einem forum mit dem thema bedingungslose liebe nicht einmal die bedeutung von bedingungsloser liebe im sinn von mutterliebe, vaterliebe oder nächstenliebe angeschnitten worden sind.

Simi hat im Post #241 Nächstenliebe angeschnitten.

LG Seyla***
 
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Hallo an alle!

Bin neu, habe einige Themen mitgelesen, besonders dieses hier gefällt mir sehr gut. Aus diesem Grund habe ich mich heute registriert um auch mitschreiben zu können.

Habe mir überlegt ob eine Mutter bedingungslosest lieben kann.
War mir noch etwas zu wenig und da viel mir die Großmutter ein.

Omis haben immer den Ruf, gütig, großzügig, und vor allem ausgeglichen zu sein.
Omis haben ja fast keine Bedürfnisse mehr - also sozusagen wunschlos glückliche Menschen und in sich ruhend.

Bei der Mutter ist immer noch die Aufgabe Kindererziehung manchesmal Schwerstarbeit und somit fehlt einer Mutter vielleicht die nötige innere Ruhe und Ausgeglichenheit, daher zeitweise nicht so ganz inder Lage dem gewünschten Image des Ruhepols gerecht zu werden.

Wenn ich könnte wäre ich gerne:
eine junge Mutti mit der Weisheit des Geistes vom, leider verstorbenen, Kardinal König.
 
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