seijin, du hast mir da einen interessanten faden gegeben, ich "spinne" den mal ein wenig weiter:
könnte es sein, dass dieses gefühl von "schuld", das ich oben erwähnte, ganz einfach aus der tatsache resultiert, dass der (vermeintliche) unterschied so groß ist.
da sind wir, mit all unseren "fehlern" und unvollkommenheiten, und "irgendwo da draußen" ist etwas, das in seiner liebe alleine so unfassbar groß ist, dass wir uns, egal was wir tun, immer kleiner und unvollkommener vorkommen müssen.
der "irrtum" quasi im sytem oder einfach in dem "größenunterschied" liegt, dieses gefühl der "ur-schuld", aus dem dann alles andere erwächst.
aber, diese verbindung zum außen, nach oben, wie auch immer jemand das sehen will, ist, von der anderen seite immer da, und auch in uns ist diese sehnsucht danach, diese verbindung aufrecht zu erhalten.
nur, dazwischen steht die angst, "zu klein" zu sein. es nicht verdient zu haben, die uns davon abhält, die ausgestreckte hand anzunehmen. oder diese liebe, die dennoch der ur-grund unseres da-seins ist.
in der schöpfungsszene zwischen gott und adam von michelangelo ist die hand gottes mit ausgestrecktem zeigefinger klar, offen, deutlich. adams hand zögert, es ist fast desinteresse, die andere hand anzunehmen, 3 finger sind völlig im schatten, er muss die hand sogar auf's knie stützen, seine hand ist alleine zu kraftlos.
deshalb suchen und erfahren wir in der liebe zu anderen menschen, tieren etc. sozusagen die verdünnte version dieser essenz, da das konzentrierte "original" ganz einfach zu stark für uns ist.
die anderen sind quasi der transformationsstation, die die "göttliche schwingung" in unserem frequenzbereich be-greifbar machen.
so gesehen wäre dann die "illusion" genau dieses gefühl von "schuld" oder "unvollkommenheit", die das annehmen und aktivieren der verbindung von unserer seite aus be-/verhindert.