Beckmann/ Ich mach Dich gesund......

... und wenn dann ein Alternativer ehrlich sagen würde, dass er auch nicht mehr tun kann, aber dass er dem Patienten helfen kann, sich wohler zu fühlen, ihm unbedingt (ohne weitere Bedingungen) zuhört, ihm keine "Weltbilder"/ "Glaubenskonstrukte"/ "Umdenkprozesse" und was es da alles gibt, verkauft; ihn nicht in irgendeiner Form "abhängig" macht (das ist sehr schwierig) ... dann könnte sich ein Anhaltspunkt anbieten

Ich habe ad hoc so etwas wie systemisches Coachen (echtes, nicht die ganzen abgewandelten, halbseiden Formen) vor Augen.

Dann wären wir doch wieder beim Psychologen?
 
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Joey schrieb:
Schaut "man" denn auch nach, ob es evtl. gute Gründe hat, wie es in der "Schulmedizin" läuft, bevor "man" es "falsch" nennt?

Nehmen wir z.B. wieder das Hammer-Beispiel Krebs: Die Therapie nach evidenzbasierter Medizin ist - je nach Art und Stadium der Erkrankung - sehr unangenehm und belastend. Dass man sich da was anderes weniger schädigendes wünscht, ist nur zu gut verständlich. Wenn "man" dann auf Seiten wie ZdG Artikel findet, in denen schlechte Studien auch noch falsch wiedergegeben werden, so dass der Eindruck entsteht, die Chemotherapie würde rein gar nichts bringen... das glauben einige nur zu gerne (Besagte Studie und Artikel darüpber wurden auch schon hier im Forum begeistert verlinkt).

Über ZvG kann ich nicht mitreden, diese Seiten klicke ich nur im Ausnahmefall an. Über irgendwelche Studien hab ich dort noch nie was gelesen.
Nicht jeder, der sich z.B. gegen eine Chemo entscheidet, ist "begeisterter" Leser der ZvG, also wenn das als Argument dienen soll, ist das schwach. Sorry.

Ich persönlich glaube viel mehr, dass hinter einer solchen Entscheidung "contra Chemo" einerseits eine grosse Portion Angst steckt - aber gleichzeitig eine noch viel grössere Portion Mut und Wille, es auch anders schaffen zu wollen. Wenn diese Menschen sich dann auch noch über die Kraft ihres Geistes bewusst sind und zusätzlich damit arbeiten, können sie durchaus gute Chancen haben.
 
Das habe ich auch erfahren und darüber freu ich mich jedesmal riesig.

Hast du eine Idee, wieso diese Menschen das hier nicht preis geben? Wenn jemand wirklich aus einem Fehler lernt, steht er dann nicht auch irgendwann einmal dazu? Von ehem. Alkoholikern kenne ich das sogar beinahe NUR so.
Ich habe so etwas in fast 10 Jahren hier im Forum aber noch nie gelesen, darum wäre das doch toll, wenn man auch mal sowas zur Kenntnis nehmen dürfte!
 
Dann wären wir doch wieder beim Psychologen?

Naja, Psychotherapieplätze sind rar.
Ich stelle mir etwas als "Überbrückung" vor oder auch als anschließende Begleitung.
Aber wahrscheinlich hast du Recht - all das gibt es schon mehr oder weniger. Ein paar Berufe habe ich schon aufgezählt.
Du könntest aus deinem Bereich sicherlich noch einige ergänzen: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Familienpfleger, Beratungsstellen, Familienbeistände, z.T. noch so etwas wie eine frühere "Gemeindeschwester", die stets ansprechbar war ... .
 
Naja, Psychotherapieplätze sind rar.
Ich stelle mir etwas als "Überbrückung" vor oder auch als anschließende Begleitung.
Aber wahrscheinlich hast du Recht - all das gibt es schon mehr oder weniger. Ein paar Berufe habe ich schon aufgezählt.
Du könntest aus deinem Bereich sicherlich noch einige ergänzen: Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Familienpfleger, Beratungsstellen, Familienbeistände, z.T. noch so etwas wie eine frühere "Gemeindeschwester", die stets ansprechbar war ... .

Ja, Angebote gibts. Wer sie wahrnehmen will, kann das in D gern tun. Für Ö weiss ich leider nicht, wie es da aussieht.
 
Ireland schrieb:
... und wenn dann ein Alternativer ehrlich sagen würde, dass er auch nicht mehr tun kann, aber dass er dem Patienten helfen kann, sich wohler zu fühlen, ihm unbedingt (ohne weitere Bedingungen) zuhört, ihm keine "Weltbilder"/ "Glaubenskonstrukte"/ "Umdenkprozesse" und was es da alles gibt, verkauft; ihn nicht in irgendeiner Form "abhängig" macht (das ist sehr schwierig) ... dann könnte sich ein Anhaltspunkt anbieten

Ich habe ad hoc so etwas wie systemisches Coachen (echtes, nicht die ganzen abgewandelten, halbseiden Formen) vor Augen.

Ehrlich gesagt, Ireland... was du anregst, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Abhängigkeit zwischen Kunden und Berater/Heiler zu schaffen, ist absolutes NoGo, Heilungsversprechen selbstredend detto. Ich selbst bin da vielleicht bissel anders, weil ich keine dieser ominösen Heilungsmethoden á la Quantenheilung, Matrixheilung und wie diese Dinger alle heissen, gelernt habe. Ich sage immer, ich tue, was ich kann, aber es liegt nicht an mir, ich kann und werde nichts versprechen.

Den Kunden nicht abhängig zu machen, ist gar nicht so schwierig. Es braucht lediglich die richtige Einstellung dazu. Nicht ans Geld denken, sondern das Wohlbefinden des Menschen in den Fokus stellen. Zuerst kommt der Hilfe suchende Mensch, und dann erst alles andere.

Ich kenne einige Kollegen, und die arbeiten alle so. Wäre fatal von den schwarzen Schafen darauf zu schließen, es wären alle so.
 
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Über ZvG kann ich nicht mitreden, diese Seiten klicke ich nur im Ausnahmefall an. Über irgendwelche Studien hab ich dort noch nie was gelesen.
Nicht jeder, der sich z.B. gegen eine Chemo entscheidet, ist "begeisterter" Leser der ZvG, also wenn das als Argument dienen soll, ist das schwach. Sorry.

Hier im Forum habe ich bisher sehr oft ZdG (oder artverwandet Seiten)-Links als "Argument" gegen Chemotherapie gesehen. Die Leute, die das verlinkt haben, haben sich nicht einmal die M ühe gemacht zu schauen, ob es von seriösen medizinischen Seiten nicht schon gute Widerlegungen der Thesen da gibt. So fällt man auf Scharlatane rein.

Ich persönlich glaube viel mehr, dass hinter einer solchen Entscheidung "contra Chemo" einerseits eine grosse Portion Angst steckt - aber gleichzeitig eine noch viel grössere Portion Mut und Wille, es auch anders schaffen zu wollen. Wenn diese Menschen sich dann auch noch über die Kraft ihres Geistes bewusst sind und zusätzlich damit arbeiten, können sie durchaus gute Chancen haben.

Natürlich gehört da Angst dazu. Das kann ich auch gut verstehen. Ich wünsche niemandem eine Chemotherapie. Ich habe Menschen in meinem Umfeld, die das mitgemacht haben, und keiner hat es genossen - im Gegenteil sind die Nebenwirkungen extrem und belastend. Das macht niemand gerne und locker mit.

Und, ob man das nun "Mut" nennt, es anders schaffen zu wollen... oder einfach nur "Naivität" oder "Überschätzung der Alternativen"... ich tendiere da eher zu letzterem.

Verständlicher finde ich da schon die Begründung "Lieber Tod als diese Strapazen mitmachen". Auch das habe ich schon gehört/gelesen. Diese Menschen setzen sich halt ein Limit, wie stark die Beschwerden sein dürfen, mit denen sie ihr Leben retten wollen. Und, wenn das überschritten wird, sagen sie: "Nein, das ist es mir dann doch nicht Wert." Diese Begründung kann ich zwar auch nicht gut nachvollziehen, aber sie zeigt zumindest keine unrealistische Überschätzung der "Alternativen".
 
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