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Wellenspiel
Guest
Ein Mensch ist nicht gleich dem anderen Menschen, denn jede Facette der Wahrnehmung hat sich als einzigartiges Selbst herauskristallisiert. Insofern stimme ich vollkommen mit dem, was du schreibst, überein.Ich wollte ebenfalls helfen, aber ich wollte Anderen helfen, bewusster zu werden.
Natürlich war ich selbst die Unbewusste.
In diesem Punkt verstehe ich dich also zumindest prinzipiell.
Und auch bei mir hat das Auflösen von Projektionen zu einem Gefühl des Einsseins mit allem geführt.
Aber deshalb gibt es trotzdem noch die Anderen und sie sind nicht ich.
Meine rechte und meine linke Hand sind ja auch nicht identisch.
Aber eine Wahrnehmung bleibt eine Wahrnehmung - jeder ist einzigartig und anders in dem Maße, wie jede Facette eines geschliffenen Steins anders ist als die andere, doch es ist und bleibt derselbe Stein. Unser Wesenskern ist derselbe.
Du magst die Projektion einer Facette, die Spiegelung, durchdringen, was du dann siehst, ist die Facette selbst als Projektion des Steins. Ein klare Sicht, wie du sie nennst. Aber nur eine Facette von vielen. Und noch nicht das Innere des Steins. Das Innere, um dieses Metapher weitergehend zu verwenden, ist sowohl das Innere deines Gegenübers, des anderen Selbst, als auch dein eigenes.
Dass wir zwischen uns selbst und anderen unterscheiden, liegt daran, dass wir die Facetten beobachten; nicht, was sich dahinter verbirgt - das bleibt eine bloße Ahnung.
Wir leben in anderen weiter, andere in uns - und das sauge ich mir nicht einfach so aus dem Ärmel, das findest du schon in der Bibel, wenn es mich nicht täuscht, sagte Jesus das (etwas anders, als ich es hier wiedergeben kann).
Warum? - Weil Einssein nicht nur ein Gefühl ist (das wäre dann Illusion), sondern Wirklichkeit im wahrsten Sinne des Wortes. Synchronizität z.B. kommt durch die Verschränkung unserer Gedanken in der Akasha zustande, Gedanken, die prinzipiell nur ein Wesen denkt.
Wir tun quasi so, als wären wir viele und so soll es auch sein.