Ich habe mir das Buch als ebook besorgt und gestern auf einer längeren Reise zu 2/3 durchgelesen. Mal ehrlich: Das glaubt Ihr? Wenn ja, dann hat das nciht mehr viel mit "Offenheit" zu tun. Denn, wer das auch nur in Betracht zieht, der ist NICHT offen für diverse andere Erklärungsmöglichkeiten, die einem beim LÖesen teilweise geradezu anspringen müssten.
Da werden wahre Wunder versprochen und berichtet. Angefangen, dass einer Patientin angeblich ein Eierstock nachgewachsen wäre über sichtbare Veränderungen einer Nasenschiefstellung und die Mandeln kann man auch entfernen. Aber Krebs... das geht dann aus irgendwelchen Gründen doch nicht.
Der angeblich nachgewachsene Eierstock wird in der Geschichte belegt, dass sich die Patientin Monate später von einer Frauenärztin untersuchen ließ. Die Patientin fragt, ob der betreffende Eierstock da wäre, und die Frauenärztin fragt: "Wieso sollte er nicht da sein?" Das kommt nicht einmal in die Nähe eines Beleges. Trotzdem wird im Text (und in der Buch-Kurzbeschreibung) dann weiter davon geschrieben und behauptet, dass da eben ein Eierstock nachgewachsen wäre. Dass die Frauenärztin evtl. nicht danach gesucht hat zu schauen, ob ein Eierstock fehlt, sondern andere Dinge nachgeschaut hat, und dass ihre Frage eher drauf hindeutet, dass sie so etwas über die Vorgeschichte der Patientin erfahren will... auf die Idee kommt hier keiner? Wer auf diese Idee, die einen eigentlich anspringen sollte, wenn man halbwegs kritisch denken kann und nicht jedes behauptete Wunder für bare Münze nimmt - was viele hier ja auch gerne behaupten - der magh zwar der Aura-Chirurgie offen gegenüberstehen, aber der Gegenposition gegenüber NICHT. Das ist dann keine "Offenheit gegenüber allen Seiten", sondern das ist dann nur noch blinder Glauben als "Offenheit" getarnt.
Das ganze dann gespickt mit Wissenschaftsgeschwurbel, und die Quantenmechanik darf natürlich nicht fehlen. Dabei wird die Quantenmechanik gerade einmal so tief behandelt, dass sie die eigenen Behauptungen zu stützen scheint - also extrem oberflächlich, und nur anhand einzelner Zitate von bekannten Quantenphysikern (wie z.B. Anton Zeilinger). Wenn man sie nur ein wenig tiefer betrachten würde, würde man feststellen, dass die Behauptungen von der Quantenmechanik weder gestützt werden... ihr sogar teilweise widersprechen. Stattdessen wird halt wild behauptet alle Mögliche wäre verschränkt, obwohl es im Labor extrem aufwändig ist, auch nur ein Paar verschränkter Teilchen zu erzeugen, und es wird von Quantenfeldern und ähnlichem geschrieben... allerdings was da beschrieben wird hat mit dem, was Physiker darunter verstehen, rein gar nichts zu tun.
Ein Kapitel über "Wissenschaft" (bzw. was die Autoren dafür halten) beginnt mit einer Aufzählung diverser Phänomene, wie Emotos Experimenten mit Wasser, telepatischen Hunden etc. Dem "offenen" Leser kommt hier natürlich auch nicht in den Sinn, dass diese Phänomene evtl. tatsächlich NICHT existieren? Emoto hat seine Experimente auch "Kunst" genannt,w eil er sich weigerte, sie nach wissenschaftlichen Richtlinien zu gestalten (weil dann wahrscheinlich die tollen Effekte verschwunden wären, die er behauptete)... dennoch wird das auch hier plötzlich wieder als realer Fakt aufgezählt.
Zwischendurch immer liest man immer wieder tatsächlcih ein paar durchaus "geerdete" und vernünftige Sätze. Doch das Geschwurbel geht nach ein paar Sätzen gleich weiter, un es wird so getan, als wenn das Geschwurbel irgendwie logisch aus dem vernünftigen folgen würde.
Und das glaubt Ihr? Bzw. das zieht ihr "offen" in Betracht?