Sämtliche Atommüll produzierenden Länder haben bis dahin in weniger als 50 Jahren
mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt.
Die
direkte Einleitung von radioaktiven Abwässern in das Meer ist jedoch nach wie vor legal und wird auch noch praktiziert
In der Stadt Sewersk, in der mehr als 100.000 Menschen leben, lagern knapp 13 Prozent des französischen
radioaktiven Abfalls in Containern unter freiem Himmel auf einem Parkplatz.[13] Zudem wurde öffentlich, dass Deutschland sogar in noch größerem Maße radioaktiven Abfall nach Russland exportiert.[14]
Die kirgisische Stadt Mailuussuu ist umgeben von 36 nicht gesicherten Lagern von Uranabfällen und
zählt zu den zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Erde. Seit mindestens 2009 droht der Abrutsch von 180.000 Kubikmetern Uranschlamm in einen Fluss,
wodurch das Trinkwasser in Kirgisistan und Usbekistan radioaktiv verseucht würde.
Im September 2009 wurde 28 Kilometer vor der Küste Süditaliens das Wrack eines 110 Meter langen Frachters mit
120 Behältern Atommüll an Bord entdeckt.
Mindestens 32 Schiffe mit Gift- und Atommüll sollen auf diese Weise in der Adria, dem Tyrrhenischen Meer und vor den Küsten Afrikas versenkt worden sein.
Eine Reihe von Vorfällen ereignete sich, als radioaktives Material nicht korrekt entsorgt wurde
beispielsweise auf einem Schrottplatz, von wo es zum Teil sogar gestohlen wurde oder die Abschirmung während des Transportes defekt war.[27]
In der Sowjetunion wurde Abfall aus der Kerntechnischen Anlage Majak, der im Karatschai-See entsorgt wurde,
während eines Sturms in der Umgebung verteilt, nachdem der See teilweise ausgetrocknet war.[28]
http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall