+++ Sehr hohe Strahlenwerte in Kanagawa +++
[03.41 Uhr] - In Kanagawa bei Tokio wurden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zwischenzeitlich Strahlenwerte gemessen, die den Normalwert um das Neunfache übersteigen.
+++ Laut Regierung Brand in viertem Reaktor +++
[03.14 Uhr] In Reaktor 4 der bereits schwer beschädigten Atomanlage Fukushima 1 ist es zu einem Brand gekommen. Das teilte der Regierungssprecher Yukio Edano mit. In den Reaktorblöcken 1 bis 3 hingegen werde das Einpumpen von Wasser inzwischen planmäßig fortgesetzt. Es gelte jetzt, diese Kühlung aufrechtzuerhalten.
Nach Angaben des Betreibers des Atomkraftwerkes Fukushima wurden die Streitkräfte von Japan und der USA gebeten, den Brand im Reaktor 4 zu löschen. Edano sagte, der Austritt weiterer Strahlung aus dem brennenden Reaktorblock sei zu befürchten.
+++ Regierungschef Kan erläutert Lage am Kernkraftwerk +++
[03.07 Uhr] Die Strahlenbelastung rund um das Atomkraftwerk Fukushima ist nach den Worten von Ministerpräsident Naoto Kan hoch. Radioaktivität breite sich vom Reaktor aus. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte fälschlicherweise geschrieben, Kan habe von einer wahrscheinlicher werdenden Kernschmelze gesprochen. Tatsächlich warnte er vor weiteren Lecks.
Ein Sprecher sagte, in der Umgebung des AKW sei die Strahlung hoch genug, um die Gesundheit zu gefährden; zuvor hatte es geheißen, die gemessenen Werte seien nicht gesundheitsheitsschädigend.
Kan forderte die Bevölkerung auf, in einem Umkreis von 30 Kilometern in geschlossenen Räumen zu bleiben. Er rief die Menschen in den Evakuierungszonen, also zwanzig Kilometer um Fukushima 1 und zehn Kilometer um Fukushima 2, eindringlich dazu auf, diese Gebiete zu verlassen. Die meisten Bewohner hätten diese Aufforderung bereits befolgt.