Angst vor OP - ich kann nicht aufhören zu weinen

Werbung:
Nein, ganz einfach. Angst vor Kontrollverlust. Ich komme in letzter Zeit immer wieder auf das gleiche Ergebnis: Mangelndes Gottvertrauen. Dafür schäme ich mich.
Du hast die Frage immer noch nicht beantwortet.
Kontrollverlust ist, wenn die Dinge geschehen, ohne dass du darauf Einfluss hast.
Ich fragte, wieso du Angst vor dem hast, was du nicht möchtest (worunter auch Kontrollverlust fallen dürfte).
 
Ihr Lieben,

ich habe schreckliche Angst vor der bevorstehenden OP, kaum eine Nacht schlafe ich noch richtig durch. Ich habe so furchtbare Angst davor, dass ich sterben werde und meinen Sohn nicht mehr weiter aufwachsen sehe. Ich habe keine Ahnung wo das alles herkommt. Ich bin so enttäuscht vom Leben, einfach von allem. So oft fließen die Tränen.

Dich mal ganz sanft und lieb im Arm nehme, für die Operation, werde ich im Herzen bei dir sein, und dir Kraft senden, es wird alles gut, vertraue darauf, es wird alles gut. :trost: :umarmen: :kiss4:

Bitte habe keine Angst, es wird alles gut werden.
 
Nein, ganz einfach. Angst vor Kontrollverlust. Ich komme in letzter Zeit immer wieder auf das gleiche Ergebnis: Mangelndes Gottvertrauen. Dafür schäme ich mich.
Musst du nicht! Ganz viele Menschen haben Angst die Kontrolle zu verlieren, Flugangst ist da auch so ein Thema, dafür muss man sich nicht schämen.

Nenn es doch einfach mal nicht Angst vor dem Verlust der Kontrolle, sondern Angst vor dem Abgeben der Kontrolle.

Das Abgeben kann man lernen. Langsam, aber es geht .....

R.
 
Ich fragte, wieso du Angst vor dem hast, was du nicht möchtest (worunter auch Kontrollverlust fallen dürfte).
Wieso, sie möchte doch die OP, braucht sie für ihr körperliches Wohlbefinden, damit sie nicht wieder bösartige Tumore bekommt. Wenn sie sich nicht operieren lässt, verliert sie die Kontrolle über die Krankheit, was wesentlich gefährlicher ist.

Kontrollverlust ist alles, was ab einem gewissen Punkt fremdgesteuert ist, worauf man keinen Einfluss mehr hat.
Eine Narkose gehört definitiv dazu. In dem Moment wo ich schlafe weiß ich nicht, was die Menschen um mich herum machen und was passiert.

R
 
@allesistmöglich steht der Operationstermin schon fest? Ist es dir möglich, deine Sachen für das Spital zu packen und dir danach ein paar schöne Tage zu machen? So wie es ausschaut, benötigst du die Operation, also was hindert dich daran es dir vorher gut gehen zu lassen und dann zu schauen wie es weitergeht. Wenn du die Zeit der Operation bekanntgibst, werden dich aus dem Forum wahrscheinlich einige geistig, positiv unterstützen.
 
Ich weiß jetzt, wo meine Angst herkommt. Während der Chemo habe ich eine ganz liebe Freundin gefunden. Sie teilte mit mir das gleiche Schicksal. Wir bemühten uns immer darum, unsere Termin zeitgleich zu legen. Ich habe zwar währenddessen viel geschlafen, dennoch blieb genügend Zeit zum gegenseitigen Aufbauen und quatschen. Wenn der Hintergrund nicht so schrecklich gewesen wäre, würde ich sagen es war mit eine der schönsten Zeiten in meinem Leben. Um uns herum lauter ernste Gesichter und wir haben die meiste Zeit gelacht. Es war uns völlig egal was die anderen dachten. Es ging um uns, um unser Leben und das beste daraus zu machen.

Direkt bei dem ersten Zusammentreffen tauschten wir Handy-Nummern aus und standen uns auch während der dreiwöchigen Pause immer bei. Es war eine ganz besondere Freundschaft, die entstanden war. Sie war etwas eher mit ihrer Chemo durch, ihre letzte stand bevor. Sie war furchtbar enttäuscht, dass sie die letzte nicht bekommen konnte. Ihre Blutergebnisse waren schlecht. Sie sollte ins Krankenhaus, Verdacht auf Lungenentzündung. Sie durfte keinen Besuch empfangen, wir hielten per Handy weiter Kontakt. Bis ich eines Tages sah, dass sie die Nachrichten nicht mehr las. Ich befürchtete das Schlimmste. Zwei Tage später rief mich ihr Mann an. Ich kannte ihn nicht, hatte ihn nie gesehen oder gesprochen. Er wusste um unsere gute Verbindung. Wir waren sofort per "du". Er erzählte mir, dass seine Frau verstorben sei. Ich war geschockt.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen kennengelernt, der so viel Lebensfreude ausstrahlt, der mich so mitgerissen hat mit seiner ganzen Art. Sie hatte sich so sehr auf ihr neu geschenktes Leben gefreut. Sie war so voller Vorfreude und dann passierte sowas. An dem Tag habe ich das letzte bisschen Gottvertrauen verloren. Ich fand es ungerecht. Einem Mann wird seine Ehefrau genommen und vier Kindern die Mutter. Obwohl nur engste Familienangehörige zur Beerdigung sollten, war ich auch eingeladen. Ich fand es einfach schrecklich. Vor ein paar Wochen bin ich noch einmal an ihrem Grab gewesen und die ganze Trauer floss nur so aus mir heraus. Die Frage nach dem warum werde ich wohl nie beantwortet bekommen.

Da kann man noch so voller guter Dinge sein und zack kommt einer und sagt......ne hier ist dein Weg zuende.

Das empfinde ich als ein sehr einschneidendes Erlebnis - auch noch ge-
koppelt und verbunden mit dem KHH selbst - in das du jetzt auch wieder
musst. Das erklärt Einiges.

Aber es ist nicht dein Schicksal - und nicht dein Weg - du hast ein eigenes
Schicksal und einen eigenen Weg.

Du hast dir "Allesistmöglich" in deinen Namen geschrieben und vertraust
dich den Engeln an - bittest Erzengel Raphael um Hilfe - vertraust also einer
höheren Macht und glaubst, dass sie dir hilft und dir geholfen wird.

Und so sei es !
 
Werbung:
Zurück
Oben