Angst vor OP - ich kann nicht aufhören zu weinen

Ist es ein Endokrinologe?
Nein, ein Allgemeinmediziner, der mir empfohlen wurde, da er sich mit Schilddrüsenerkrankungen sehr gut auskennt.

Wichtiger Hinweis: Wenn du operiert wirst, sage den Operateuren, sie sollen bloß deine Nebenschilddrüsen nicht aus Versehen mitentfernen.

Die sind wichtig für den Knochen- bzw. Kalziumstoffwechsel...
Das wissen die, das wurde mir beim Vorgespräch schon gesagt, dass die verbleiben.
 
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Ich weiß jetzt, wo meine Angst herkommt. Während der Chemo habe ich eine ganz liebe Freundin gefunden. Sie teilte mit mir das gleiche Schicksal. Wir bemühten uns immer darum, unsere Termin zeitgleich zu legen. Ich habe zwar währenddessen viel geschlafen, dennoch blieb genügend Zeit zum gegenseitigen Aufbauen und quatschen. Wenn der Hintergrund nicht so schrecklich gewesen wäre, würde ich sagen es war mit eine der schönsten Zeiten in meinem Leben. Um uns herum lauter ernste Gesichter und wir haben die meiste Zeit gelacht. Es war uns völlig egal was die anderen dachten. Es ging um uns, um unser Leben und das beste daraus zu machen.

Direkt bei dem ersten Zusammentreffen tauschten wir Handy-Nummern aus und standen uns auch während der dreiwöchigen Pause immer bei. Es war eine ganz besondere Freundschaft, die entstanden war. Sie war etwas eher mit ihrer Chemo durch, ihre letzte stand bevor. Sie war furchtbar enttäuscht, dass sie die letzte nicht bekommen konnte. Ihre Blutergebnisse waren schlecht. Sie sollte ins Krankenhaus, Verdacht auf Lungenentzündung. Sie durfte keinen Besuch empfangen, wir hielten per Handy weiter Kontakt. Bis ich eines Tages sah, dass sie die Nachrichten nicht mehr las. Ich befürchtete das Schlimmste. Zwei Tage später rief mich ihr Mann an. Ich kannte ihn nicht, hatte ihn nie gesehen oder gesprochen. Er wusste um unsere gute Verbindung. Wir waren sofort per "du". Er erzählte mir, dass seine Frau verstorben sei. Ich war geschockt.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen kennengelernt, der so viel Lebensfreude ausstrahlt, der mich so mitgerissen hat mit seiner ganzen Art. Sie hatte sich so sehr auf ihr neu geschenktes Leben gefreut. Sie war so voller Vorfreude und dann passierte sowas. An dem Tag habe ich das letzte bisschen Gottvertrauen verloren. Ich fand es ungerecht. Einem Mann wird seine Ehefrau genommen und vier Kindern die Mutter. Obwohl nur engste Familienangehörige zur Beerdigung sollten, war ich auch eingeladen. Ich fand es einfach schrecklich. Vor ein paar Wochen bin ich noch einmal an ihrem Grab gewesen und die ganze Trauer floss nur so aus mir heraus. Die Frage nach dem warum werde ich wohl nie beantwortet bekommen.

Da kann man noch so voller guter Dinge sein und zack kommt einer und sagt......ne hier ist dein Weg zuende.
 
Ich weiß jetzt, wo meine Angst herkommt. Während der Chemo habe ich eine ganz liebe Freundin gefunden. Sie teilte mit mir das gleiche Schicksal. Wir bemühten uns immer darum, unsere Termin zeitgleich zu legen. Ich habe zwar währenddessen viel geschlafen, dennoch blieb genügend Zeit zum gegenseitigen Aufbauen und quatschen. Wenn der Hintergrund nicht so schrecklich gewesen wäre, würde ich sagen es war mit eine der schönsten Zeiten in meinem Leben. Um uns herum lauter ernste Gesichter und wir haben die meiste Zeit gelacht. Es war uns völlig egal was die anderen dachten. Es ging um uns, um unser Leben und das beste daraus zu machen.

Direkt bei dem ersten Zusammentreffen tauschten wir Handy-Nummern aus und standen uns auch während der dreiwöchigen Pause immer bei. Es war eine ganz besondere Freundschaft, die entstanden war. Sie war etwas eher mit ihrer Chemo durch, ihre letzte stand bevor. Sie war furchtbar enttäuscht, dass sie die letzte nicht bekommen konnte. Ihre Blutergebnisse waren schlecht. Sie sollte ins Krankenhaus, Verdacht auf Lungenentzündung. Sie durfte keinen Besuch empfangen, wir hielten per Handy weiter Kontakt. Bis ich eines Tages sah, dass sie die Nachrichten nicht mehr las. Ich befürchtete das Schlimmste. Zwei Tage später rief mich ihr Mann an. Ich kannte ihn nicht, hatte ihn nie gesehen oder gesprochen. Er wusste um unsere gute Verbindung. Wir waren sofort per "du". Er erzählte mir, dass seine Frau verstorben sei. Ich war geschockt.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen kennengelernt, der so viel Lebensfreude ausstrahlt, der mich so mitgerissen hat mit seiner ganzen Art. Sie hatte sich so sehr auf ihr neu geschenktes Leben gefreut. Sie war so voller Vorfreude und dann passierte sowas. An dem Tag habe ich das letzte bisschen Gottvertrauen verloren. Ich fand es ungerecht. Einem Mann wird seine Ehefrau genommen und vier Kindern die Mutter. Obwohl nur engste Familienangehörige zur Beerdigung sollten, war ich auch eingeladen. Ich fand es einfach schrecklich. Vor ein paar Wochen bin ich noch einmal an ihrem Grab gewesen und die ganze Trauer floss nur so aus mir heraus. Die Frage nach dem warum werde ich wohl nie beantwortet bekommen.

Da kann man noch so voller guter Dinge sein und zack kommt einer und sagt......ne hier ist dein Weg zuende.
Worauf bezieht sich die Angst wirklich?
Ich bin mir sicher, du weißt es immer noch nicht, glaubst es aber.
 
Ich weiß jetzt, wo meine Angst herkommt. Während der Chemo habe ich eine ganz liebe Freundin gefunden. Sie teilte mit mir das gleiche Schicksal. Wir bemühten uns immer darum, unsere Termin zeitgleich zu legen. Ich habe zwar währenddessen viel geschlafen, dennoch blieb genügend Zeit zum gegenseitigen Aufbauen und quatschen. Wenn der Hintergrund nicht so schrecklich gewesen wäre, würde ich sagen es war mit eine der schönsten Zeiten in meinem Leben. Um uns herum lauter ernste Gesichter und wir haben die meiste Zeit gelacht. Es war uns völlig egal was die anderen dachten. Es ging um uns, um unser Leben und das beste daraus zu machen.

Direkt bei dem ersten Zusammentreffen tauschten wir Handy-Nummern aus und standen uns auch während der dreiwöchigen Pause immer bei. Es war eine ganz besondere Freundschaft, die entstanden war. Sie war etwas eher mit ihrer Chemo durch, ihre letzte stand bevor. Sie war furchtbar enttäuscht, dass sie die letzte nicht bekommen konnte. Ihre Blutergebnisse waren schlecht. Sie sollte ins Krankenhaus, Verdacht auf Lungenentzündung. Sie durfte keinen Besuch empfangen, wir hielten per Handy weiter Kontakt. Bis ich eines Tages sah, dass sie die Nachrichten nicht mehr las. Ich befürchtete das Schlimmste. Zwei Tage später rief mich ihr Mann an. Ich kannte ihn nicht, hatte ihn nie gesehen oder gesprochen. Er wusste um unsere gute Verbindung. Wir waren sofort per "du". Er erzählte mir, dass seine Frau verstorben sei. Ich war geschockt.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen kennengelernt, der so viel Lebensfreude ausstrahlt, der mich so mitgerissen hat mit seiner ganzen Art. Sie hatte sich so sehr auf ihr neu geschenktes Leben gefreut. Sie war so voller Vorfreude und dann passierte sowas. An dem Tag habe ich das letzte bisschen Gottvertrauen verloren. Ich fand es ungerecht. Einem Mann wird seine Ehefrau genommen und vier Kindern die Mutter. Obwohl nur engste Familienangehörige zur Beerdigung sollten, war ich auch eingeladen. Ich fand es einfach schrecklich. Vor ein paar Wochen bin ich noch einmal an ihrem Grab gewesen und die ganze Trauer floss nur so aus mir heraus. Die Frage nach dem warum werde ich wohl nie beantwortet bekommen.

Da kann man noch so voller guter Dinge sein und zack kommt einer und sagt......ne hier ist dein Weg zuende.
Liebe @allesistmöglich , ich habe jetzt gar keine Worte im Kopf, aber für das hier reicht es allemal:trost:
 
Alles wird gut! Mir wurde vor ca 8 Jahren auch die Schilddrüse entfernt .... zumindest das was noch da war und sich nicht vorher einfach so aufgelöst hat, und mir geht es richtig gut.

Es passiert extrem wenig bei operativen Engriffen und man sollte sich da wirklich keine Sorgen machen.

Das einzige was ich an deinem Bericht sehr seltsam finde ist, dass die OP nicht von einem Facharzt empfohlen wurde, sondern von einem Allgemeinmediziner. Auch wenn er sich "damit auskennt", würde ich vor einer derartigen OP grundsätzlich einen Facharzt/Endokrinologen zu Rate ziehen. Ich würde niemals meine Schilddrüse nur aufgrund der Aussage eines Allgemeinmediziners entfernen lassen.

R.
 
@Ruhepol
Ich war vorher zur Szintigrafie, von dort wurde es auch empfohlen. Vor ein paar Tagen war ich bei meiner Onkologin und habe mit ihr auch noch darüber gesprochen. Da es heiße und kalte Knoten sind ist es besser sie ist raus.
Welche Dosierung hast Du und von welchem Hersteller?

Worauf bezieht sich die Angst wirklich?
Dass alles vorbei ist, obwohl es noch gar nicht richtig angefangen hat - mein Leben.
 
@Ruhepol
Ich war vorher zur Szintigrafie, von dort wurde es auch empfohlen. Vor ein paar Tagen war ich bei meiner Onkologin und habe mit ihr auch noch darüber gesprochen. Da es heiße und kalte Knoten sind ist es besser sie ist raus.
Welche Dosierung hast Du und von welchem Hersteller?


Dass alles vorbei ist, obwohl es noch gar nicht richtig angefangen hat - mein Leben.
OK, wenn alle deine Ärzte die OP empfehlen, dann ist es der richtige Weg.
Ich nehme täglich 100ug L-Thyroxin von Winthrop. Immer nüchtern und den ersten Kaffee darf ich dann erst ne halbe Std später, wegen der Milch.

R.
 
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