C
Condemn
Guest
Das unterscheidet sich m.A.n. thematisch sehr. Es gibt Themen bei denen alle führenden Politiker, ziemlich egal welcher Partei, zumindest sehr ähnliche Entscheidungen treffen. Die Euro-Krise-Banken-Rettungs-Thematik ist vermutlich sowas. Da waren sich ja fast alle ziemlich einig dabei. Aber dann gibt es auch wieder große Unterschiede. Nimm nur etwa damals den Irak-Krieg. Wäre Merkel Kanzlerin geworden hätte sie Deutschland mitmachen lassen. Als Vorsitzende der CDU und Kanzlerkandidatin hat sie sich im Bundestag dafür ausgesprochen, während Schröder sich gegen die USA stellte. Thema Flüchtlinge: Ein Typ wie Merz hätte 2015 sicherlich andere Entscheidungen getroffen als Merkel - fast jeder hätte das. Da hat Merkel schon sehr extrem agiert bzw. im Grunde nicht agiert.Nein, meine Argumentation lautet: Es war wurscht, wer gewinnt.
Und man sollte die Details nicht unterschätzen die dann zum Teil sehr von verschiedenen Persönlichkeiten bestimmt werden, nicht mal nur bewusst und planvoll, aber die Charaktere sind ja sehr unterschiedlich und das macht gerade auf Zeit schon auch sehr viel aus.
Insofern.. sowas lässt sich leicht sagen weil wir auch nie erfahren werden wie z.B. Merz agieren würde. Aber könnten wir AKK ab jetzt verfolgen und eine Merz-Parallelrealität ebenfalls, würden sich sicherlich sehr schnell Unterschiede zeigen.
Aber so simpel ist es nicht. Es gibt vermutlich Themen in denen es sozusagen auf Befehl und Gehorsam hinausläuft, aber abgesehen davon dass es ja unzählige Think Tanks gibt die sich auch nicht alle einig sind, ist der Großteil dessen doch v.a. Ideologie. Ich habe mal ein interessantes Interview mit einem Journalisten geschrieben der dann in die alternative Szene wechselt - mir fällt der Name gerade nicht ein. Aber er gilt mittlerweile als krasser Verschwörungstheoretiker. Nicht mal er behauptete da würden Befehle gegeben, sondern dass Journalisten eher entweder tatsächlich hinter dem stehen was sie schreiben oder aber aus vorauseilendem Gehorsam, da sie ja natürlich die Richtung des Blattes kennen für das sie schreiben, ihre Arbeit der Linie des Arbeitgebers anpassen.Dieselben, denen der Großteil der deutschen Politiker und Journalisten gehorcht. Man verfolge die Netzwerke der diversen think- tanks und der Konzerne und Personen dahinter. Das dürfte dir doch bekannt sein.
Könnte passieren... Ich kenne einen Polizisten, der zwar nicht mehr auf der Straße arbeitet aber er hat das früher mal getan und sagte, das er oft das Gefühl hatte auf der falschen Seite zu stehen.Natürlich stimmt das nicht. Es gehen doch nicht nur Rechte auf die Straße.
In Frankreich hat man gerade erstaunt festgestellt, dass der Großteil der verhafteten Gelbwesten ganz normale Leute aus dem Mittelstand sind, ohne Parteizugehörigkeit, ohne kriminelle Vergangenheit, ohne Rechtslastigkeit, ohne Auffälligkeit.
Das hat sie wohl beunruhigt.
Demnächst werden sogar die Polizisten sich anschließen und streiken.
Es ist unrealistisch, dass ein einzelner Mensch die Weltformel in der Hand hätte. Es geht doch darum, die Energien und Ideen zu sammeln, das ist doch auch die Idee hinter Wagenknechts "Aufstehen".
Ich habe doch bereits gesagt, dass wir hier auch national andere Bedingungen schaffen können. Wir sollten uns allerdings dafür von der Nato verabschieden, und wieder enger Richtung Russland rücken. Da müssten wir auch nicht soviel in Rüstung und Kriege stecken.
Wie wäre es für den Anfang, die Milliarden aus den Cum Ex Geschäften einzutreiben und die Verbrecher in den Knast zu stecken?
Wie wäre es, die Großkonzerne mal Steuern zahlen zu lassen? Finanzmarktregulierung? Verstaatlichung von verschuldeten Banken?
Aufhebung des Fraktionszwangs?
Einzahlung aller in die allgemeinen Sozialsysteme, Rentenkassen, Krankenkassen. Auch Politiker. Anpassung der Diäten an die allgemeine Rente.
Dazu Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, angemessener Mindestlohn, Abschaffung von Hartz4 usw.
Diese Vision der weltumspannenden Macht...
Resetknopf.
Enteignung und Entmachtung aller Milliardäre, Abschaffung des derzeitigen Zinseszinssystem und Geldsystems.
Abzug aller Truppen aus allen Ländern, wo es kein Uno Mandat gibt. Konsequente Verurteilung von Kriegsverbrechern.
Untersuchung der Anschläge von 9/11 und Verurteilung der Drahtzieher. Beenden aller bisher daraus resultierenden Maßnahmen.
Abschaffung aller Atomwaffen, Atomkraftwerke, gleichzeitig Förderung von Erforschung freier Energie.
Einführung der direkten Demokratie.
Nein, sowas kann nicht einer und nicht von heute auf morgen, aber es sind Ideen und Richtungen.
Das System wird so oder so kollabieren, was haben wir also zu verlieren, bzw. wir sollten einen Plan B für den Neuanfang nach dem Crash haben.
Bei vielem stimme ich Dir zu. Eines der größten Probleme ist die ungleiche Verteilung von Vermögen und die damit verbundene Chancen-Ungleichheit. Gleichzeitig ist das etwas das m.A.n. zwar verbessern kann, aber wirklich lösen wird man es nie, denn es ist im Grunde ein nicht faires, aber durchaus natürliches Gesetz dass Geld mehr Geld anzieht.
Aber: Wollte man das Problem wirklich angehen würde das in vielem gar nicht funktionieren. Nimm etwa die Idee Milliardäre zu enteignen. Das lässt sich leicht sagen, aber sie würden das ja nicht so einfach mit sich machen lassen sondern auswandern. Das würden sie nur dann nicht wenn eine Staat tatsächlich diktatorisch vorgehen würde - mit allen Konsequenzen. Das wäre dann im Grunde ein kommunistischer Staat und die haben bisher nie funktioniert, erst Recht nicht für den Normal-Bürger.
Anderes Beispiel: 9/11... ich wäre absolut dafür dass das mal richtig untersucht wird und bin davon überzeugt, dass sich herausstellen würde dass 9/11 ein Inside-Job war. Aber, und darauf will ich hinaus: Das wäre ein so gigantischer Skandal dass es massive wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Niemand fasst das an und das wird m.A.n. auch nicht mehr passieren, gerade auch aus solchen Gründen.
Abschaffung des derzeitigen Finanzsystems: National ginge das nur wenn Deutschland zuerst mal aus dem Euro austritt und dann nicht nur einfach die DM wieder einführt sondern ein komplett neues System. Schon ein Euro-Austritt würde die Wirtschaft massiv belasten und Deutschland wäre eingegangene Verpflichtungen ja deshalb nicht los. Das Problem bei all dem: Alles was die Wirtschaft belastet kommt zuallererst bei den Normalbürgern an. Reiche kommen immer klar.
Es ist sogar noch etwas schlimmer, und das übersehen viele: Gerade in schlechten Zeiten finden massive Umverteilungen von unten nach oben statt. Wenn unsere Politiker also sehr zurückhaltend damit sind Dinge wirklich zu verändern, obwohl sie in aller Regel die Schwächen des derzeitigen Systems ja durchaus kennen, dann liegt das auch daran. Das ist nicht einfach nur böser Wille oder elitäre Verschwörung sondern es bräuchte so extreme Maßnahmen die in ihren Resultaten so schwer zu kalkulieren und kontrollieren wären, das Risiko eines massiven Crashs wäre so hoch, dass niemand diese Verantwortung möchte. Deshalb drehen sie mal hier und mal da an Schrauben, manches ist gut und anderes mit Sicherheit falsch, aber letztlich gehts eben einfach so weiter.
Dazu kommt aber auch, dass wir da alle mitmachen. Denn wir wählen ja mit unserem Geld und halten damit das ganze Spiel am laufen, obwohl wir anders wählen könnten. Als Kollektiv könnten wir innerhalb einer Woche Amazon verändern. Dasselbe mit anderen Konzernen und Banken usw. Aber wir wollen es nicht, obwohl niemand es verhindern könnte. Und die Aufstände die es gibt, etwa die Gelbwesten in Frankreich - das ist verständliche Wut, aber ja nicht zielgerichtet.
Kurz gesagt: Die Masse macht mit und selbst wenn nicht, dann verhält sich das Kollektiv selten klug. Mit zum besten gehörte m.A.n. die Occupy-Bewegung.