Alles neu macht der Merz? Spahn oder AKK?

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Es ist ja nicht möglich das partei-intern alles zu bestimmen wenn andere sich zur Wahl stellen. Hätte Merkel das alles total unter Kontrolle wäre es AKK geworden, ohne Gegenkandidaten. Aber Merz ist ja ein gutes Beispiel dafür wie es laufen kann - jemand entscheidet sich zu kandidieren und dann macht er es. Mich überrascht ja das er nicht gewonnen hat, denn er hat mit Schäuble einen sehr mächtigen Fürsprecher/Unterstützer.
Dann hat es früher nie Leute gegeben, die gern den Parteivorsitz übernommen hätten, und dafür Unterstützer gefunden hätten?
Und Schäuble hat vorher nie jemanden gefunden, den er hätte unterstützen wollen? Warum erst jetzt, und warum erst jetzt Merz? Kommt da plötzlich aus der Kiste gesprungen nach jahrelangem Abtauchen, und kandidiert sofort für den Vorsitz, kommt das nur mir seltsam vor?
AKK ist m.A.n. übrigens keine Transatlantikerin. Es wird zwar nie jemand total gegen die USA aufstehen, aber der wirkliche Transatlantiker hier war Merz und der ist es ja nicht geworden.
AKK tut, was die Transatlantiker ihr sagen.
Merz braucht man es nicht zu sagen, er weiß von allein, was zu tun ist.
Das ist der Unterschied, wie ich das sehe.
Letztlich kann man zwar immer sagen, die Finanzindustrie wollte es so und hat ihren Willen bekommen, aber die Gesamtwirtschaft wird letztlich von Verbrauchern/Konsumenten bestimmt.
Na ja, solange hier das Zinseszinssystem herrscht, und Geld über Schulden generiert wird, ist der Kollaps eh immanent. Er wird gerade rausgezögert, aber aufhalten wird ihn niemand.
Es gibt derzeit allerdings schon Unterschiede und Möglichkeiten, den politischen Kurs mehr oder weniger strikt neoliberal zu gestalten. In Frankreich sieht man doch gerade, dass die Grenzen des Erträglichen da gerade erreicht werden, und auch darauf reagiert wird.
Hier in Deutschland sind die Leute nicht minder unzufrieden, nur wird hier der Protest sofort nach rechts geschoben bzw. auch von rechts vereinnahmt.
Deshalb gilt er als nicht gesellschaftsfähig. Deshalb kann sich eine Regierung etablieren, die den neoliberalen und damit damit antisozialen Kurs auf die Spitze treiben kann. Es gibt durchaus Möglichkeiten der Umverteilung von oben nach unten, statt umgekehrt, ohne dass die Wirtschaft sofort zusammenbricht
Meiner Ansicht nach, und deshalb sagte ich "Religion", machen wir (fast) alle das Spiel mit.
Oh ja, ich würde ja auch keine der etablierten Parteien wählen. Den Henker noch legitimieren? Nö.
 
Weil die Leute Gameshows lieben. Völlig korrekte Vorgehensweise im Unterhaltungssinne.
Oder weil die Umfrageergebnisse für die CDU katastrophal sind, und man durch diese Wahl demonstrieren möchte, dass da was geht in der Partei, dass Merkel Gegenwind bekommt, dass es Alternativen gibt, dass es nicht nötig ist, zur AfD abzuwandern oder zu anderen Parteien?
Daher auch das scheinbar so unterschiedliche Profil der Kandidaten, die letztlich aber alle am selben Strang ziehen, nämlich dem, der den einfachen Bürgern um den Hals gelegt wurde.
 
Bin ich mir nicht so sicher
Die wird sich noch voll von Merkel abgrenzen.
Sie war zum Beispiel gegen die Ehe für Alle
...genau wie Merkel....
Das ist keine Abgrenzung.
Als Merkel und AKK sich gestern freudig-erleichtert umarmten, wurde mir klar, dass sie Geschwister im Geiste sind, die sich freuten so weiterwurschteln zu können wie bisher. Ich glaube nicht an einen Aufbruch, wie er unter Merz möglich gewesen wäre.
Das Durchschnittsalter der CDU-Mitglieder ist um die 60 und die wollen offensichtlich keine Experimente oder gar eine Erneuerung.
Die CDU-Delegierten haben sich in einen Rausch um AKK geritten, wie letzthin die SPD um Martin Schulz, komplett an den Erfordernissen der Realität vorbei. Was am Ende blieb, wissen wir ja.
 
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