Coca Cola beschuldigt, in Kolumbien mit Hilfe rechter Paramilitärs Druck auf die Belegschaft dortiger Anlagen auszuüben. Sogar Morde an Gewerkschaftern von Sinaltrainal, einer Lebensmittelgewerkschaft, werden der Firmenleitung in Kolumbien zu Last gelegt. [22]
Die United Steel Workers Union (USWA) und der International Labor Rights Fund haben in Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Gewerkschaft Sinaltrainal gegen die Coca-Cola-Company und die Coke and Panamerican Beverages Inc. an einem US District Court im Jahr 2006 Klage eingereicht. Gegenstand der Klage sind deren Mitverantwortung für ermordete und gefolterte kolumbianische Gewerkschaftsführer[23]. Eine Entscheidung oder aussergerichtliche Einigung steht bis heute aus. Der Dokumentarfilm The Coca-Cola Case[24][25] thematisiert die Repressionen und Ermordungen in Kolumbien, sowie das Gerichtsverfahren gegen Coca-Cola.
http://de.wikipedia.org/wiki/Coca-Cola#Kolumbien
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In den 1950er Jahren begann Shell in Nigeria im Lebensraum des Volkes der Ogoni gegen deren Willen mit der Ölförderung. Durch die daraus resultierte massive Umweltverschmutzung [21] wurden die Ogoni ihrer Lebensgrundlage beraubt, was zu Tausenden von Toten führte. Der renommierte Ogoni-Schriftsteller Ken Saro-Wiwa schrieb das Buch Flammen der Hölle (Anspielung auf das Abfackeln von Erdgas), in dem er die Schandtaten des Ölkonzerns öffentlich machen wollte und gründete die MOSOP (Movement for the Survival of the Ogoni People). 1990 schaltete der Konzern gegen Proteste im Dorf Umuechem die umstrittene Mobile Polizeieinheit ein, dabei wurden achtzig Menschen getötet und 495 Häuser zerstört. Bei Massenprotesten 1993 kam es zu Unruhen, die Regierung General Abachas ließ darauf hin 2000 Menschen hinrichten, geschätzte 80.000 Personen wurden vertrieben.[22] 1995 wurden Saro-Wiwa und acht weitere MOSOP-Führer in einem offensichtlichen Scheinprozess zum Tode verurteilt und hingerichtet. Weder zahlreiche Appelle und Proteste von Menschenrechtsorganisationen, Staats- und Regierungschefs anderer Länder, noch stille Diplomatie von internationalen Organisationen wie der EU, der UNO oder der Organisation Afrikanischer Staaten konnten die nigerianische Regierung zu einer Begnadigung der Verurteilten bewegen.
Neuen Aufschluss über die katastrophale Situation der Menschen im Ölland Nigeria gibt die englische Ausgabe von National Geographics vom Februar 2007. Trotz eines Verbotes durch den Federal High Court of Nigeria 2005 wurden 2006 noch über 3,5 Mio. Tonnen Kohlenwasserstoffe, vor allem Erdgas, von der Shell Petroleum Development Company (SPDC) Tag und Nacht abgefackelt. Die Möglichkeit einer Einhaltung des gesetzlichen Verbotes ab 2008 wurde von Shell bisher nicht bestätigt, das Gesetz angefochten. [23] Aus diesem Anlass musste Shell 2005 den Public Eye Award in seiner ursprünglichen Form als Negativ-Preis entgegennehmen.
Rapider Bevölkerungszuwachs, innenpolitische Probleme und ethnische Konflikte sowie soziale und wirtschaftliche Nöte verursachen weiter Unruhen in den Ölfördergebieten. Wesentlicher Streitpunkt ist die gerechte Verteilung der Öleinnahmen durch die nigerianische Zentralregierung und die Verwendung der Gelder in den Regionen und auf lokalen Ebenen.[24]
Im Jahr 1996 reichten Familienmitglieder von Ken Saro-Wiwa Klage wegen Menschenrechtsverletzungen gegen Shell in den USA ein. 1998 wies ein US-Bundesrichter die Klage zurück, das Berufsgericht nahm den Fall im September 2008 wieder auf und verwies sie an den Obersten Gerichtshof in New York.[25] Dieses verkündete am 26. März 2001 die Aufnahme des Verfahrens, das bis heute anhängig ist und im Februar 2010 erneut verschoben wurde.[26]
Im Dezember 2010 wurden durch die von Wikileaks veröffentlichte diplomatische Korrespondenz neue Hinweise bekannt, dass "Shell alle für seine Geschäfte relevanten Ministerien in Nigeria unterwandert" hat. Shell bezeichnete die Berichte daraufhin als unwahr und wird sie nicht weiter kommentieren.[27][28]
http://de.wikipedia.org/wiki/Royal_...handel.2C_Kooperation_mit_Milit.C3.A4rregimen
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Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer sieht in der Weltbank eine rein westlich orientierte Organisation, die durch auflagengebundene Darlehen an Entwicklungsländer maßgeblich in deren Wirtschaftskreisläufe eingreift mit dem Ziele, Absatzmärkte zu erschließen und über den Mechanismus der durch den Kredit entstandenen finanziellen Abhängigkeit und Schuld die natürlichen Ressourcen des jeweiligen Landes auszubeuten. Somit diene die Weltbank nicht primär der Förderung eines Entwicklungslandes, sondern der Manifestierung des wirtschaftspolitischen Einflusses der Industrienationen, also der Anteilseigner. [7]
Im Mai 2007 kündigte der Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, den Austritt sowohl aus dem Internationalen Währungsfonds als auch aus der Weltbank an. Hugo Chávez erklärte dazu, der Internationale Währungsfonds und die Weltbank seien ein Instrument des amerikanischen Imperialismus, um den Völkern eine wilde und ausbeutende Sozial- und Wirtschaftspolitik aufzuzwingen.[8] Venezuela blieb jedoch weiterhin Mitglied in beiden Organisationen und begründete die Bank des Südens mit.[9][10]
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank#Kritik