McCoy schrieb:
Ich bin kein Statiker und kein Bauingenieur, muss ich also auf Expertenaussagen verlassen. Und da gibt es mindestens so viele, die sagen, dass Einschläge der Flugzeuge und die darauf folgenden Brände den Einsturz verursacht haben können, wie solche, die das für unmöglich halten. Das bringt mich nicht wirklich weiter.Ich bin kein Statiker und kein Bauingenieur, muss ich also auf Expertenaussagen verlassen. Und da gibt es mindestens so viele, die sagen, dass Einschläge der Flugzeuge und die darauf folgenden Brände den Einsturz verursacht haben können, wie solche, die das für unmöglich halten. Das bringt mich nicht wirklich weiter.
Das ist nicht richtig. Der Konsens in der Community ist, dass die Schäden durch die Flugzeuge auf jeden Fall so hätten einen Einsturz verursachen können. Es gibt aber doch einen Punkt, an dem sich die Geister scheiden: Waren strukturelle Schäden nötig oder nicht? Hier ein Wiki-Zitat:
"
In 2003 Asif Usmani, Professor of Structural Engineering at University of Edinburgh, published a paper with two colleagues. They provisionally concluded the fires alone, without any damage from the airplanes, could have been enough to bring down the buildings. In their view, the towers were uniquely vulnerable to the effects of large fires on several floors at the same time.[85] When the NIST report was published, Barbara Lane, with the UK engineering firm Arup, criticized its conclusion that the structural damage resulting from the airplane impacts was a necessary factor in causing the collapses.[86] Jose L Torero from the BRE Centre for Fire Safety Engineering at the University of Edinburgh is pursuing further research into the potentially catastrophic effects of fire on real-scale buildings.[87][88][89]"
Man sieht daran; die Frage, ob es überhaupt physikalisch möglich ist, dass die Dinger durch den Anschlag einstürzen, ist für die Autoren so sonnenklar, dass eher darüber diskutiert wird, ob nicht schon
einzelne Faktoren genügen würden.
Condemn schrieb:
...und Du kritisierst jene, die eine neue Untersuchung fordern und findest das komplett idiotisch
Das ist doch völlig weg vom Thema. Die Frage war: "Warum hat NIST so agiert?" - ich hab ne kohärente Antwort geliefert. Was ich persönlich von der Arbeit vom NIST halte ist dafür völlig irrelevant. Es geht darum: Das Verhalten der NIST ist in keiner Weise ein Indiz für einen "Inside Job" oder sonst irgendwas. Es kann genauso gut (oder gar besser) kohärent mit der offiziellen Version erklärt werden.
Und: Ja, ich finde dieses Geschreie nach einer "Neuuntersuchung" verlogen. Denn Leute wie Gage nehmen Millionen an Spendengeldern ein und zahlen sich und ihren Mitarbeitern aus diesen Spendengeldern selbst schöne Sümmchen, anstatt einfach einen Fonds einzurichten, der unabhängige universitäre Wissenschaftler für eine unabhängige Studie bezahlt. Wo läge das Problem? Das Problem läge darin, dass Gage et al. genau wissen, dass bei so einer Studie
nichts rauskommt, und dann müssten sie ihre eigene Studie schlechtmachen. Die möchten aber gern aus dieser Zitrone soviel rauspressen wie geht. Deswegen fordern sie, dass die Regierung das macht - im Wissen, dass das nie geschehen wird.
Was für einen Grund hätte die Regierung überhaupt, so eine Studie zu zahlen? Genau einen: Um VTler zu befriedigen. Und daran hat die Regierung verständlicherweise kein Interesse. Also nochmal: Wieso fordert man eine Studie von der Regierung? Laut Verschwörer kann eine von der Regierung gesponserte Studie
niemals unabhängig sein (extrem clevere Verschwörer usw), also sollte eben eine privat finanzierte Studie gefordert werden. Wird aber nicht. Weil die Wahrheit keinen interessiert und weil man dann seiner eigenen Argumentationsgrundlage beraubt wäre.
Condemn schrieb:
Man müsste den Sprengstoff reinkriegen, inmitten von Manhattan in einem Gebäude in dem sich quasi 24/7 Leute befinden. Man müsste einen Sprengstoff verwenden, den man von außen nicht als solchen erkennt (denn eine controlled demolition sieht anders aus als der Einsturz, durch die schnelle Expansion der Gase). Man müsste den Sprengstoff so isolieren, dass er nicht gleich beim Aufprall explodiert. Man müsste vor allem wissen, in welches Stockwerk das Flugzeug einschlägt. Man müsste die Wände durch den Beton durch bis zum Stahl aufbohren, um dort die Sprengstoffe anzubringen. Und dann müsste man all das noch so machen, dass es später nicht den Hauch eines Beweises gibt und auch keine Auffälligkeiten, die z.B. den Leuten auffallen, die das Zeug aufräumen.
Oder, kurz in den Worten von Bill Maher:
Condemn schrieb:
Also wäre es Deiner Ansicht nach erstens denkbar und zweitens auch vertretbar, dass nach einem Jahrhundertverbrechen weder Staub noch Stahl gelagert wurde um den Dingen auf den Grund zu gehen?
Ich habe keine Ahnung, wie das Protokoll bei solchen Aktionen aussieht. Wenn es das Protokoll vorsieht, dass da alle möglichen Proben gesammelt werden, dann ist das geschehen. Wenn das nicht geschehen ist, wird's nicht zum Protokoll gehören. Ich weiß auch nicht, ob es Standard-Procedure ist, dass bei einem Terroranschlag US-Behörden ein halbes Dutzend Studien durchzuführen. Ist es das?
Du glaubst also, Nanothermit sei so unglaubwürdig wie z.B. eine "Alien-Dematerialisations-Technologoie"?
Wieviele Gebäude sind schon mit diesem "Nanothermit" gesprengt worden?
Wie wird erklärt, dass es bei WTC7 eine Freifallphase gab?
Es gab nur eine (fast) Freifallphase: als die Träger des ausgebrannten Stockwerkes nachgaben und das Ding einfach auf sich selbst draufgefallen ist. Danach ist das Gebäude selbst nicht im freien Fall gecrashed; lediglich Teile der Fassade. Das sieht man an diversen Bildern schön, wo große Teile der Fassade unter der Staubwolke des Zusammenfalls auftauchen. Genaueres gibts eh hier, wie immer:
http://www.debunking911.com/freefall.htm
Condemn schrieb:
3. Seit Ewigkeiten behauptest Du, es habe kein Peer-Review von Harrits Paper gegeben, was falsch bleibt. Es gab nicht nur ein Peer-Review, es hat sich sogar ein Wissenschaftler der daran mitwirkte geoutet:
David Griscom - wer war das nochmal? Achja, jetzt fällts mir wieder ein: Das ist der Typ, der behauptet, dass die zwei Flugzeuge in den WTC-Türmen Attrappen waren und die ganzen Passagiere momentan gemütlich auf den Bahamas chillen, bezahlt von nem geheimen Programm der Regierung. Na wenn das mal nicht ein seriöser Mann ist, der bei diesem Thema mit wissenschaftlicher Objektivität gearbeitet hat!
Tommy schrieb:
Deshalb mal direkt vor die Nase:
Weißt du zufällig, wie sich eine NPO definiert? Offensichtlich nicht ...
Tommy schrieb:
Und selbst, wenn es so wäre - was will uns der Dichter *Tarbagan* damit sagen?
Da ist eine Truppe von x-hundert angeblichen "Profis" in Sachen Bauingenieurswesen. Und deren Organisation nimmt jährlich Spenden im Millionenbereich ein. Und obwohl da sowohl das Fachwissen als auch die Kohle in Massen vorhanden sind, wurde
keine einzige seriöse Studie publiziert. Kurios.
P.S.: Mir ist aufgefallen, dass du das Thema schon wieder von meinen Fragen abgelenkt hast. Du verzichtest partout darauf, auf Dinge einzugehen, die sich auf die Logik der ganzen Theorie beziehen, sondern suchst verkrampft nach Detailfragen, die man in einem Online Forum unmöglich fix beantworten kann, sondern die
immer Spekulation bleiben müssen, bis man Kontakt zu direkten Quellen hat. Für Fragen, die man auch ganz ohne kindische Diskussionen (über Sprengstoffe, die kein Mensch je in Aktion gesehen hat, über Aussagen von X, über Aussagen über Aussagen von X, über das Verhalten von Y), sondern nur mit ganz einfacher
Logik betreiben könnte, ohne dass man wieder darauf vertrauen muss, dass dieser Wissenschaftler nicht gelogen hat und dass jene Aussage nicht erfunden ist, nochmal: bei denen variable, für uns unbestimmbare Faktoren so weit als möglich ausgeschlossen werden, weil sie sehr grundlegend sind, bist du völlig unzugänglich.
Warum? Weil dieser ganze 9/11-Truth-Quatsch nur solange funktioniert, solange man irgendeine Kleinigkeit zerreden kann. Deswegen gibt es keinen einzigen Beweis, aber Millionen von "Indizien", weil man jede Kleinigkeit so lange zerlegen kann bis man eine Aussage über die "Unwahrscheinlichkeit" treffen kann - unabhängig davon, wie "unwahrscheinlich" es wirklich ist (der Zusammenfall des WTC wurde ja immer als "unwahrscheinlich" bezeichnet, obwohl sich Bauingenieure einig sind, dass die Art, wie es passiert ist die einzig sinnvolle Art ist).
Also nochmal zu meinen Fragen, vielleicht traust du dich ja mal drüber. Also nochmal mein Zitat:
"
1. Wenn man schon alles von vorn bis hinten gewusst und geplant hat (inklusive Sprengstoffe), wieso hat man dann nicht eine Nanothermit-Studie gefaked, um das Argument ausm Weg zu räumen?
2. Wieso hat NIST überhaupt über das geschmolzene (i.e. korrodierte) Metall berichtet bzw. berichten können? Wieso haben die Verschwörer das nicht unterbunden?
3. Siehe 1., wieso nicht einfach eine Studie faken?
4. Wieso haben die Verschwörer das nicht bedacht und dem entgegengewirkt, damit der Zusammenfall "echt" wirkt?"
Der Catch-22 ist nämlich der: Die "Inside Job"-Theorie geht von unglaublich cleveren (potentiell allmächtigen) Verschwörern aus, die das so hingebogen haben, dass niemand was nachweisen kann und niemand aus der scientific community Verdacht schöpft. Dann stellt sich bei JEDEM Argument, das man für die Theorie bringen kann die Frage: Warum haben die Verschwörer das nicht bedacht?
Warum haben die Verschwörer zwar bedacht, einen Sprengstoff zu benutzen, der möglichst wenig Gasexpansion verursacht, aber "vergessen", eine kohärente Erklärung für den Ausfall der Luftabwehr zu erfinden?
Wie haben es die Verschwörer geschafft, alle Beteiligten still zu halten, es aber nicht geschafft, gefakte Stahlträger zu testen?
Usw usf.
Jedes kleine Argument, das man bringen könnte, widerspricht
per definition der großen Theorie. Die Verschwörer müssten also kollektiv mehrere Persönlichkeiten gehabt haben, dass sie zwar manche Dinge minutiös bis auf jede Kleinigkeit geplant haben (bis zum Stockwerk des Einsturzes), andererseits aber so ganz "offensichtliche" Sachen übersahen. (wie die Sprengstoffreste im Staub). Daran zerbricht die Theorie automatisch, ohne dass eine Diskussion über Metalllegierungen oder NIST-Simulationen überhaupt nötig ist.