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wie lerne ich tarot?

Dieses Thema im Forum "Tarot" wurde erstellt von Amureija, 19. Februar 2004.

  1. Amureija

    Amureija Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2004
    Beiträge:
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    Graz
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    als erstes möchte ich mich kurz vorstellen. warum ich erst heute auf diese seite gelangt bin, weiß ich nicht, wird mir wohl so bestimmt sein ;)

    ich bin selbständig als alternativmedizinerin und reiki-lehrer und wohne in graz.

    so, nun aber genug von mir, ich hätte da mal eine frage:

    wie lernt man tarot am besten? ich habe das waite set zuhause, inkl. buch. aber bei jeder karte steht eine seite nichtssagenden textes.
    dann hab ich noch ein großes tarot buch, kann mit dem aber auch nicht so richtig arbeiten.
    auch im inet wurde ich nicht fündig.

    wie habt ihr es erlernt? oder gibt es da seiten, von denen ich noch nichts weiß? bitte gebt mir jetzt keine büchertipps, ich hab schon sooooooooooo viele durchgelesen, aber war damit nicht zufrieden, weil es nie auf die beziehung der karten untereinander eingeht.

    vielen dank schon im voraus für eure mühe!
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    Graz
    hallo amureija!

    ich bin vor einiger zeit in das erlernen des tarots eingestiegen, und es ist wie mit der astrologie: ein lebenslanges lernen. und je tiefer du eindringst, desto mehr kommen auch fragen. das entmutigt mich nicht, im gegenteil: ich hätte das gefühl, in einer sackgasse gelandet zu sein, wenn alles nur noch klar wäre.

    aber zu deiner frage: ich habe es als gute möglichkeit erfahren, einfach die tageskarte zu ziehen. dann lese ich nach, was verschiedene autoren zu dieser karte zu sagen haben. und dann schaue ich, was der tag dazu zu sagen hat. es ist einfach ein kennen lernen, so wie du auch mit menschen, die du kennen lernst, erfahrungen machst.

    ein nächster schritt sind dann die legesysteme. auch da wieder: geduldig kennen lernen. wenn du ein wenig astrologie betrieben hast, fällt es dir vermutlich leichter, die vielzahl der kartenbilder zueinander in beziehung zu setzen und aus den einzelelementen ein gesamtbild entstehen zu lassen. und auch das verlangt nach seiner zeit und nach einübung in die praxis. bücher können dich dabei begleiten (bücher... plural: ich hab leise lächeln müssen, als ich deine unausgesprochene vermutung gelesen habe, es würde genügen, den beipackzettel des kartendecks und ein buch zur hand zu nehmen...). es ist wie bei träumen: die karten haben keine objektive aussage, sondern nur eine subjektive be-deutung. sie werden "lebendig", wenn du ihnen be-deutend kraft gibst.

    ich nehme mal an, du hast auch die alternativmedizin nicht von heute auf morgen erlernt!?

    alles liebe, jake
     
  3. Amureija

    Amureija Mitglied

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    Graz
    danke jake!

    ui, dann hab ich ja was neues hobby gefunden :)
    vielleicht kann ich mit 60 dann mal behaupten, ich habe tarot verstanden ;)
     
  4. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    willst du denn mit 60 schon den löffel abgeben, amureija? ;-)

    alles liebe, jake
     
  5. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

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    4.583
    Ort:
    WestfALIA
    .. mit 73-74. Dann ist es Zeit. Vorher will ich noch fleißig arbeiten und dann 7 Jahre lang meine"Lebensgeschichte" verfassen,- falls es einen interessiert.

    Alles LIEBE
    ALIA
     
  6. Amureija

    Amureija Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2004
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    Ort:
    Graz
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    naaaaaaaaa natürlich nicht :) aber ich schraube meine erwartungen nicht zu hoch
     
  7. rhyannon

    rhyannon Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2003
    Beiträge:
    170
    Hallo und willkommen Amureija :winken5:

    Wie man Tarot am besten lernt, fragst Du ... jeder wird wohl seinen eigenen Weg haben :) Den Weg über das Ziehen einer Tageskarte, wie in Dir Jake schon beschrieben hat, kann ich Dir auch empfehlen und natürlich üben ... üben ... üben ....

    "Nichtssagende Texte" gibt es wirklich viele zum Tarot ... *g* so habe ich es zumindest auch empfunden. Weitergebracht haben mich nur Texte, in welchen die Symbolik auf den Karten beschrieben war. Indem ich die Symbolik lernte zu übersetzen, fingen die Tarotbilder an zu leben für mich und eine Geschichte erzählen. Solange ich nur Texte mit den Bedeutungen zu den Karten las und mir versuchte zu merken, da blieben die Karten stumm.

    Mit dem Lernen der Symbolik meine ich beispielsweise, dass eine Botschaft dahinter steckt, wenn auf einer Karte zwei Säulen in der gleichen Farbe abgebildet sind oder wenn auf einer anderen Karte zwei verschiedenfarbene Säulen zu sehen sind. Die Farben erzählen Dir etwas über die Bedeutung der Karte. Ob der Himmel z.B. gelb, blau, grau usw. ist, hat eine Bedeutung und..und..und...

    Es gibt heute soviele Tarotdecks, aber leider ist in vielen neueren Decks diese "alte Symbolik" verlorgen gegangen. Es gibt z.B. viele Neuschöpfungen, welche aus dem Waite-Tarot entstanden sind ... wenn da aber der Himmel (weil's schöner und realistischer aussieht) blau gezeichnet wird und nicht gelb, dann ist bereits eine Symbolik ausradiert. Bei vielen diesen "neuen Decks" bleibt Dir wirklich nichts anders übrig, als die Deutungstexte zu den Karten auswendig zu lernen, den die Bilder sprechen nicht mehr.

    Aber auch der Raider-Waite-Tarot ist für mich ein "verfälschter Tarot". Bei ihm wird z.B. die 6te Karte zu zwei Liebenden mit einem Engel und die ursprüngliche Symbolik "der zwei Wege" ist verloren gegangen.

    Die meiste Aussagekraft haben für mich der Tarot von Oswald Wirth (ähnlich dem Marseille-Tarot). Als Bilder sind der O.Wirth oder Marseille-Tarot sehr langweilig anzusehen, aber dafür erzählt die Symbolik mir eine Geschichte. Elisabeth Haich hat zu den O.Wirth-Karten ein Büchlein mit dem Namen "Tarot" geschrieben ... für mich das "beste" Tarotbuch.

    Als ich zum ersten Mal Tarotkarten in den Händen hatte, war ich völlig überrascht, dass ich der Symbolik die sieben hermetischen Prinzipien des Hermes Trismegistos, welche ich aus dem Büchlein "Kybalion" kannte, wiederfand und mir somit ein grosser Teil der Symbolik bereits vertraut war :)

    Jemand, welcher mit Astrologie vertraut ist, der wird sofort über die astrologischen Symbole auf den Karten vertraute Hinweise finden, je nach Deck halt ...

    ... sind einem die Archetypen von C.G. Jung vertraut, wird man diese in den Karten wiedererkennen ...

    ... so gibt es für jeden ein anderes Deck und einen anderen Weg zu seinen Karten und dem Verstehen deren Bildersprache :)

    Als Tip einfach, such Dir ein Buch, welches auch auf die Symbolik Deiner gewählten Karten eingeht und nicht nur Deutungshinweise gibt, welche Du auswendig lernen musst. Den so fangen die Karten nie an eine Geschichte zu erzählen. Wenn man nur die Bedeutungen kennt, ist es auch sehr schwierig, die verschiedenen Karten im Zusammenhang zu deuten ... mir geht's jedenfalls so ... kenne ich aber die Symbolik, dann kann ich die Symbolik verknüpfen und die Karten erzählen ganze Geschichten :)

    Wie heisst's in diesem Gedicht: "schläft ein lied in allen dingen, die da träumen fort und fort, und die welt (des tarot's) hebt an zu singen, triffst (erkennst) du nur das zauberwort. :zauberer2

    Liebe Grüsse
    rhyannon
     
  8. Amureija

    Amureija Mitglied

    Registriert seit:
    19. Februar 2004
    Beiträge:
    102
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    Graz
    also doch die bilder! ich habs mir schon oft gedacht, aber mich dann doch wieder an den erklärungen festgehalten.

    da gibt es zb so eine karte, wo hinterm rücken 2 kelche aufrecht stehen, und vorne liegen sie.. da hab ich mir schon was dabei gedacht.

    oder bei den schwertern. einer liegt tot auf eine bahre, darunter ein schwert....

    kann man eigentlich generell sagen, daß zb schwert für gesundheit, kelch für familie, stäbe für beruf usw.. stehen? das ist zumindest das, was ich da rausgelesen habe. oder ist das wieder ganz falsch? :confused:
     
  9. rhyannon

    rhyannon Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2003
    Beiträge:
    170
    *lach* hallo Amureija

    ja ja ... die Bilder sinds *g*!

    Der Magier (O.Wirth) hält einen Stab in der Hand und vor ihm auf dem Tisch liegen Schwert, Kelch und Münze. Das sind quasi seine vier Werkzeuge, mit denen er die Welt erfährt und mit denen er die Welt "formt" ... handelt. Diese vier Werkzeuge finden wir in der kleinen Arkana wieder. Des Magiers Hauptwerkzeug ist aber der Stab, darum hält er diesen ja auch in der Hand.

    Ein Astrologe verwendet vielleicht eher die Begriffe Feuer, Luft, Wasser und Erde um diese vier Werkzeuge zu beschreiben.

    Für mich ist der Stab das Werkzeug um aktiv zu handeln ... zu wollen, nicht nur wünschen, sondern dieses ICH WILL! ... das Feuer der erwachten Kundalini, welche uns die Energie bringt unser Leben selbst zu gestalten ... zu fokussieren.

    Schwert steht für Denken und Verstand .. unsere rationale Seite.

    Der Kelch symbolisiert ein Gefäss, welches eine "nicht greifbare Flüssigkeit" auffangen und weitergeben lässt. Der Kelch ist für mich das Hauptwerkzeug der Hohepriesterin ... unsere feinfühlige, sensitive, emotionale, fühlende Seite. Kelch hat mit Gefühlen, Liebe und Phantasien zu tun.

    Und die Münze ist "das" was wir erschaffen, bearbeiten als etwas "greifbares".

    Wenn Du Dir die 4 Schwerter ansiehst. Der Mann scheint bewegungslos auf einem Sarg zu liegen. 4 Schwerter deuten auf viel Kopf-Denken hin .... vor lauter denken, scheint er das farbige lebende Fenster oben links gar nicht zu sehen. Es gibt zwei dominante Farben auf dem Bild: gelb und grau. Gelb steht auch für Verstand, Gedanken und das Wort. Grau braucht keine Beschreibung *g* sein Leben ist gerade wie die Farbe grau ;)

    Stell' Dir vor, er legt seine vier Schwerter weg ... lebt den Stab und oder den Kelch ... dann wird er aufstehen und das farbige Fenster bewusst sehen können und plötzlich ist sein Leben wieder farbig und lebendig und nicht mehr grau und starr.

    Auch die 5 Kelche erzählen eine Geschichte. Eine in schwarz gekleidete Person steht vor drei umgestossenen Kelchen. Da Kelche für Gefühle stehen, scheint etwas in ihrem Leben zerbrochen oder weggeflossen sein, welches für sie/ihn mit Gefühlen und Liebe verbunden war. Vor lauter Trauer und Fixiertheit auf diese drei umgefallenen Kelche hat die Person sich sogar in Schwarz gehüllt und ist nur auf diese drei Kelche fixiert. Auch hier kannst Du Dir vorstellen, dass wenn sie sich besinnt, dass sie auch noch den Stab und oder das Schwert als Werkzeug besitzt, dass sie sich dann umdreht und hinter ihr die zwei Kelche sieht, welche ihr geblieben sind. Sie könnte sie aufnehmen und im Hintergrund über die Brücke gehen, welche zu einem sicheren Heim (Haus/Burg) führt. Es sind ihr zwar drei Kelche weggekippt ... genommen worden, aber sie hat nicht alles verloren und es gibt keinen Grund in Schwarz gekleidet sich auf das Verlorene zu fokussieren...

    Auch die jeweiligen Zahlen der Karten geben Dir noch weitere Hinweise über die Bedeutungen der Karten. Die 4 ist mit dem Herrscher verwandt, dem Tod (13/4). Die 5 mit dem Hohepriester, der Mässigkeit (14/5) usw.

    naja *g* so "höre" ich die Bilder ;)

    :winken5: rhyannon
     
  10. rhyannon

    rhyannon Mitglied

    Registriert seit:
    12. August 2003
    Beiträge:
    170
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    P.S. zur kleinen Arkana

    Als ich mit dem Tarot anfing, erhielt ich den Ratschlag, mich mal nur mit der grossen Arkana zu beschäftigen. Im Grunde ist die kleine Arkana in der grossen Arkana enthalten ... einfach nur sehr versteckter.

    Ich bin diesen Weg gegangen und kann aus meiner Erfahrung sagen, dass mir dieser Ratschlag sehr geholfen hat. Ich habe die kleine Arkana eigentlich gar nie "gelernt". Diese Karten sprechen von alleine, wenn die grosse Arkana vertraut geworden ist.

    :winken5:
    rhyannon
     
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