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Stammzellenforschung

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Kind der Sterne, 25. Mai 2005.

  1. Kind der Sterne

    Kind der Sterne Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. März 2005
    Beiträge:
    10
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    Wenn man in den Nachrichten oder auch auf medialen Informationsseiten im Internet darauf achtet, dann hört man ja allerlei über die Pros und Contras der Stammzellenforschung. Man hört von außergewöhnlichen neuen Erkenntnissen und neue bahnbrechenden Erfolgen dieser unbestreitbar aufregenden Forschung. Und mit Blick auf die deutsche Debatte dieser Forschung, stellt man ebenso fest, dass die Gesetze hier zu dieser Forschung deutlich strenger sind als anderswo. Im Grunde kann man behaupten, dass diese Forschung in Deutschland verboten ist.

    Diese Forschung ist eine Forschung, die Arbeitsplätze schafft oder sagen wir, schaffen würde, um die alleine es aber nicht geht. Dennoch denke ich, kann sich Deutschland momentan nicht den Luxus leisten, Arbeitsplätze aufgrund einer Ideologie nicht schaffen zu wollen. Diese Forschung kann und wird es wohl mit großer Wahrscheinlichkeit auch schaffen, das Leid von Menschen zu lindern.

    Wäre es nicht wunderbar, wenn man querschnittsgelähmten oder anderen schier unheilbar kranken oder behinderten Menschen wieder ermöglichen könnte, ihr Leben von neuem zu beginnen indem sie eine zweite Chance erhalten ?

    Jeder sollte sich selbst fragen, der momentan dieser Forschung ablehnend gegenübersteht, ob er eventuell seine Meinung ändern würde, wenn seinem Kind ein Unfall widerfahren würde oder wenn er selbst durch einen Unfall in den Zustand fällt, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Ich habe von manchen Menschen gehört, die ihre Meinung änderten nachdem sie durch einen Unfall in den Rollstuhl gezwungen wurden. Sie verspüren tägliches Leid und sehnen sich nach ihrem früherem Leben. Sie haben begriffen, dass sie zuvor einer Ideologie gefolgt sind, die sich zumeist religiös geäußert hat. Nun, da sie selbst in der Situation sind, dass ihnen die Stammzellenforschung helfen könnte, revidieren sie ihre Meinung und wollen keiner Ideologie mehr folgen sondern wieder gesund werden so schnell es nur irgendwie geht, denn jeder Tag im Leben eines Menschen ist ein Tag, der nicht mehr wiederkehren wird. Und umso mehr Zeit verstreicht, desto weniger Zeit dieses einen kostbaren Leben bleibt übrig.

    Es ist nur menschlich und nachvollziehbar, dass sie ihre einstige Meinung geändert haben und es ist ebenso menschlich, dass ein Mensch lieber Heute als erst in 10 Jahren wieder gesund sein will. Wer von uns wäre anders ? Vielleicht gibt es ja welche aber ich denke, im Normalfall möchte jeder sofort wieder geheilt werden.

    Nun komme ich zum eigentlichen Punkt, wer die Stammzellenforschung ablehnt und warum dies zumeist geschieht. Im Grunde, gibt es da nur einen Kreis der gegen diese Forschung Poltert und das sind die Religiösen.

    Sie sagen, "dass es unverantwortlich sei, Leben zu töten um Leben zu heilen". Wenn man es auf diese Weise ausdrückt, kann man dem eigentlich, aus ethischer Sicht erstmal nicht widersprechen. Aber nur, wenn man den Satz so nimmt, wie er dasteht. Doch wenn man das tun würde, wäre man sehr oberflächlich, weil der Inhalt dabei zu kurz käme und dieser müsste differenzierter und genauer unter die Lupe genommen werden als wie es diese pauschale Aussage gemacht hat, die alle Fälle, so unterschiedlich sie auch sein können, pauschal verurteilt. Und dies ist wie ich finde -> falsch.

    Fangen wir mal mit der Definition -Leben- an. Alles was existiert ist Leben. Doch alles existierende Leben unterscheidet sich voneinander. Man spricht von Unterschieden.

    Leben ist gleich Leben, wenn man es auf der Grundlage seiner Existenz betrachtet, doch Leben ist nicht gleich Leben, wenn man es genauer betrachtet.

    Sieht man genauer hin, erkennt man zahlreiche Unterschiede und stellt fest, dass Leben zwar einerseits Leben ist, aber andererseits nicht in den selben Topf geworfen kann und sollte. Das würde zu einer Ideologie führen die leider auch von manch einem Menschen auf Erden Besitz ergriffen hat.
    Bedenken wir nur, die Kommunisten glaubten auch, dass alle Menschen gleich sind. Aber die Kommunisten waren nicht die einzigen. Genauso sind es die Esoteriker, die Gesellschaftsutopisten, neue Welt Sekten, Gurus, christliche Fundamentalisten ecetera. Sie verfolgen alle ihre Ideologien mit dem Ziel ihren Machteinfluss zu vergrößern. Da wir alle aber unterschiedlich sind und auf nur einem Planeten leben, wird das für die Menschheit noch bittere und schlimme Konsequenzen mit sich bringen. Nach all dem was ich bislang gelesen habe über Weltvisionen und Ziele, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es durchaus möglich, nicht absolut fix, aber möglich ist, dass mein Pessimismus in dieser Sache am Ende Recht behält.

    Die einzigen, von denen man wirklich behaupten kann, dass sie keine Ideologie verfolgen sind Wissenschaftler, die forschen und versuchen wirklich herauszufinden was hinter allem steckt und die jede Äußerung kritisch prüfen. Auch die eigene. Denn dies ist das Ideal der Aufklärung der wir es zu verdanken haben, dass wir in einer modernen Welt des Fortschritts leben, dass es Naturwissenschaften und die Raumfahrt gibt, dass es viel mehr Freiheiten gibt als noch vor 400 Jahren.

    Das Ideal der Aufklärung besagt, dass man keine Aussagen tätigen und sie als wahr oder Wahrheit ausgeben darf ohne sie kritisch beweisen und überprüfen zu können.

    Bis zu diesem Ideal haben Menschen permanent Hypothesen geäußert die sie ohne kritische Prüfung als Wahrheit ausgegeben haben. Dieses für die Menschheit vielleicht höchste Ideal, geht in unserer westlichen Welt unter. Dieses Ideal hat den Menschen die Freiheit geschenkt. Und nun verkehrt sich diese Freiheit langsam in ihr Gegenteil um. Das heißt, wir brauchen eine neue Welle der Aufklärung und ein erstarken dieses Ideals.

    Führen wir uns nur mal zu Gemüte. Wenn dieses Ideal verloren geht, kann jeder alles behaupten. Jeder kann alles für wahr erklären. Alles. Dass die Moral nur eine Fiktion ist, dass man Menschen schlagen muss, weil es der Glaube verlangt. Wenn man einmal damit anfängt, das Ideal der Aufklärung zu ignorieren, so kann sich auch jeder andere dieses Recht herausnehmen und die Absicht muss keine positive sein.

    Entweder halten sich alle an das Ideal oder gar keiner. Und was wir Heute haben ist ein Mischmasch. Dieser Mischmasch wird eine Kluft zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen reißen. Mmm, nein, eigentlich ist diese Kluft schon längst Realität.

    Um nur ein Beispiel zu nennen. Die Astrologie ist widerlegt. Sie ist als Humbug entlarvt worden. Doch meint ihr, es interessiert diese gläubigen Anhänger ? Nein. Sie glauben was sie glauben wollen und halten es für die Wahrheit. Nach diesem Prinzip könnte dies auch jeder andere tun und schwups, geht die Menschheit 400 Jahre zurück bis in die Zeit vor der Aufklärung und dass die Menschheit damals Glaubenskriege geführt hat, weil jeder an eine Wahrheit glaubte, die er aber nicht beweisen konnte und die auch nicht kritisch hinterfragt wurde, ist hoffentlich keinem von euch entgangen. Wenn dies die Entwicklung dieser Menschheit ist, wie sie sich Heute bereits abzeichnet, sage ich schonmal Gute Nacht.

    Nun bin ich aber sehr vom eigentlichem Thema abgeweicht. Dies zeigt aber zugleich, dass mehr hinter diesem Thema steckt als nur die Frage ob ja oder nein zur Stammzellenforschung.

    Embrionale Stammzellen mit denen man forscht haben kein Bewusstsein. Das Bewusstsein entwickelt sich erst mit der Entwicklung ihres Gehirnes. Und dass sie kein oder ein zumindest nicht ausgeprägtes Bewusstsein haben ist ein ganz entscheidender Faktor. Sie haben keine Vorstellung vom Leben oder von der Zukunft. Sie wüssten auch nicht, selbst wenn man sie foltern würde, ob das nicht einfach normal ist. Sie nehmen nur den Moment wahr. Und in diesem Stadium sind sie nicht anders als Tiere die ebenfalls nur den Moment wahrnehmen können. Darum sagen sogar Humanisten, dass das schlachten von Tieren entgegen den Vorstellungen radikaler Tierschützer, durchaus human ist, wenn man ihnen vorher zum Beispiel eine sanfte Spritze gibt. Damit versuchen sie einen Kompromiss zu schließen und auf die Gefühle der Tiere Rücksicht zu nehmen, doch liegt die Hauptaussage in ihrem Argument auch darin, dass Tiere keine Vorstellung haben was Zukunft oder Leben ist - deswegen ja auch die sanfte Spritze. Nur dem Menschen, ab einem gewissen Stadium seiner Entwicklung ist dieses Bewusstsein gegönnt.

    Was auch auffällt ist, dass die Religion des Islam die embrionale Stammzellenforschung erlaubt, die Religion des Christentums sie aber verbietet. Zumindest habe ich einen Artikel gelesen indem dies genau so drin stand. Da im Islam die Entwicklung des Bewusstseins im Gehirn berücksichtigt wird und im Christentum undifferenziert die Zelle als Leben mit einem entwickeltem Menschen gleichgesetzt wird.

    Ein Mensch, mit sagen wir mal 26 Jahren empfindet Leid im Kontext seines Bewusstseins zum Leben. Er hat Vorstellungen von der Zukunft. Er hat Vorstellungen seiner Vergänglichkeit. Er hat Vorstellungen vom Leben. Und er leidet.

    Und aus diesem Grund finde ich es ethisch richtig an Stammzellen zu forschen und empfinde es als unethisch dies zu verbieten.

    Deswegen ist der Satz, "dass es unverantwortlich sei, Leben zu töten um Leben zu heilen" ein populistischer Satz den man gerne mal in die Massen der Menschheit wirft, wenn man keine Argumente hat. Deswegen ist allein dieser Satz -> unverantwortlich, weil in der Zwischenzeit Tage, Wochen und Monate vergehen in denen auf Hoffnung sehnende Menschen weiterhin leiden müssen.

    Irgendwie ist es auch bezeichnend, dass gesunde Menschen, die keine Ahnung haben, was es bedeutet wirklich krank zu sein, einer dogmatisch religiösen abstrakten Idee eher nachlaufen als sich darum zu kümmern, kranke Menschen endlich zu heilen. Sie reden viel und handeln zu selten und wenn sie handeln, dann oft nur um sich selbst neue Möglichkeiten zu versperren, nach denen sie aber gleichzeitig die ganze Zeit suchen.

    Es ist auch nicht so, dass ich zwanghaft an dieser embrionalen Stammzellenforschung festhalte, wenn es eine bessere Methode gäbe aber es gibt derzeit keine bessere und die Möglichkeiten, die aufgrund dieser Forschung im weiteren Verlauf entstehen, sind in den machbaren Visionen mancher so gigantisch und wunderbar, dass man es wirklich tun sollte. Sodass das FÜR eindeutig dem GEGEN übergeordnet ist.

    Und darum heißt meine Überschrift PRO-Stammzellenforschung
     
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