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Sozialphobie - eine "natürliche" Reaktion ?

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von mrmadhatter, 13. Februar 2006.

  1. mrmadhatter

    mrmadhatter Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2005
    Beiträge:
    105
    Ort:
    OWL
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    Hallo zusammen!

    Ich habe nun schon seit mehreren Jahren ein wahnsinniges Problem... ich bin Sozialphobiker! Sozialphobie ist eine Angstneurose. Betroffene haben Angst vor Menschenansammlung und im allgemeinen Angst vor unbekannten Menschen und Situationen!

    [mehr infos auf http://www.sozialphobie.de/ ]

    Es hat sehr lange gedauert bis ich überhaupt verstanden habe was da mit mir los ist... es gab eine zeit da habe ich versucht durch meditation und entspannungsübungen meinen Ängsten entgegen zu wirken...es half mir auch sehr - doch irgendwann kam ich an einem Punkt an dem ich das Gefühl hatte nicht mehr alleine weiter zu kommen [vielleicht wars auch bloß mein Ego :confused: ]... ausserdem bekomme ich von meinen Eltern keine Unterstützung weil sie es nicht nachvollziehen können und meine Phobie für Einbildung halten [Meine Sozialphobie hat Familiäre Hintergründe und meine Eltern wollen einfach nicht wahrhaben das sie nunmal eine Teilschuld daran haben] ...weil ich also meine "Urangst" (wie ich sie gerne nenne) nicht ergründen und besiegen konnte habe ich mich an einen Psychologen gewendet. Im Moment läuft es leider wieder schleppend weil mir das Abi manchmal ganz schön zu schaffen machen kann... Referate und Vorbereitung an mündliche Prüfung... alleine der Gedanke lässt meinen Puls vor Angst höher schlagen...

    Naja jetz ist mir gerade als ich hier im Forum den Bereich "Empathie" gesehen habe der Gedanke gekommen das meine Sozialphobie vielleicht auch was mit meiner emphatischen Begabung zu tun haben könnte [ich glaube deshalb eine Begabung zu haben weil ich sehr emotional und sensibel bin...und mich Menschen und ihre Gefühle immer sehr schnell übermannen können - ausserdem hab ich manchmal das Gefühl mein Denken beruht nur auf Gefühlen... ich habe manchmal wahnsinnige Probleme rationale Dinge wie Literarische Grammatische Formen ,Politische Modelle oder Sachtexte zu verstehen, Gedichte, Musik und Prosatexte fallen mir wesentlich leichter und auch das schreiben von Gedichten und Prosatexten scheint mir zu liegen :koenig: ] naja genug von mir :weihna1
    Auf jeden Fall glaube ich langsam das Sozialphobie eine Art von Umgang mit Empathie sein kann...
    Meiner Weltanschauung nach ist alles Eins, alles ist miteinander verbunden und vernetzt... wenn nun ein "seelisch verletzter" Mensch wie ich auf andere Menschen und damit auf andere Seelen [Energien , Schwingungen etc] trifft , ist seine Seele [seine Energie, sein Aura-Körper] viel empfindsamer gegenüber den Wirkungen die auf ihn ausgeübt werden...

    nun... ist diese überempfindlichkeit eine "reine" emphatische Begabung oder einfach nur ein Krankheitsbild geprägt durch Seelische verletztungen und evtl durch eine lückenhafte Aura [ denn Aura = Seelenleben ]


    vielleicht fehlt mir auch einfach das wissen über Emphatie und ich bin garnicht "emphatisch" Veranlagt... hmm wer weiss...

    was meint ihr?
     
  2. Gabi

    Gabi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2006
    Beiträge:
    3.337
    Ort:
    Deutschland BW
    Hallo BlackSpider,

    wahrscheinlich bist Du so sensibel, daß Du Deine Mitmenschen mehr spürst, als andere. Und darum meidest Du Menschenansammlungen, weil Du mit der Vielzahl der Empfindungen nicht zurecht kommst, bzw. versuchst Dich durch Deine Angst davor zu schützen.

    Wenn Du die Einheit empfindest, dann sei dankar dafür ! Die Menschen sind auf der Suche danach und Du versteckst Dich vor ihr. Kann das natürlich nicht Bestimmtheit sagen, aber es scheint mir so zu sein.

    Wie bei allen anderen Dingen gilt hier auch: annehmen. Also, Deine Angst spüren, nicht darüber nachgrübeln, wo sie herkommt, sondern sie als einen Teil von Dir annehmen. Mit ihr leben. Leichter gesagt als getan, ich weiß, aber mehr kann ich Dir im Moment da auch nicht zu sagen.

    Ich kenne jemanden, der wirklich absolut in der Einheit lebt, bzw. sich ihrer vollkommen bewußt ist und daher auch die Seelen der anderen nicht nur spürt, sondern sie IST. Er kann Dir sicher helfen : www.ichbin.de

    Liebe Grüße
    Gabi
     
  3. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
    Beiträge:
    26.439
    da wir uns ja offensichtlich emphatisch unterhalten können, lese ich aus Deinem Post einen in Deinem Alter erstaunlich definierten Geist und einen Wahrnehmungsapparat (Denken, Fühlen, Sehen etc.), der auf mehreren Ebenen funktioniert. Ich Deinem Alter hatte ich das Problem, daß mein Geist meinen Körper so "überstrahlt" hat, daß ich meinen Körper nicht wirklich spüren konnte. Weil ich in meiner Wahrnehmung keinen körperlichen Bezugspunkt hatte, den ich spüren konnte, war meine Wahrnehmung immer nach außen gerichtet- damit meine ich nicht die Materie, sondern die Gefühle und Gedanken, die Erlebnisse in mir verursachten. Obwohl diese Denken und Fühlen eigentlich in uns drin stattfinden, habe ich sie als "von außen an mich herangetragen" empfunden. Ich war eben "bewußt" und bin es immer gewesen. Andere haben nicht dieses "Glück"...

    Bei mir hat es in der Kindheit und Jugend dazu geführt, daß ich mich häufig in den Kleiderschrank zurück gezogen habe und sobald Wetter war, habe ich mir das Zelt im Garten aufgebaut und habe dort geschlafen. Im Haus unter einem Dach mit meiner Familie konnte ich nicht gut schlafen, das war mir zu nah, obwohl ich ein eigenes Zimmer hatte und wir zu viert auf 150 qm wohnten. Die Belästigung bei uns zuhause, unter der ich am meisten gelitten habe, war das zeternde Geschreie meiner immer rechthaben-wollenden Schwestern und meiner Mutter und das ständige Musizieren von Kindern (einschließlich meiner Person), die einfach eben Musik machen wie Kinder und das hört sich eben grausam an.

    Auch heute- daran wird sich auch niemals nichts ändern- empfinde ich mein Leben lieber nicht- die Emotionen, die ich erleben muß, um mich aus allem zu lösen, die erlebe ich. Mir hat es übrigens geholfen, mich mit dem tibetischen Buddhismus auseinander zu setzen- hier wird das Leben mit seinen Emotionen und Gedanken klar und lichtvoll als Leiden erkannt. Und vor Leiden- na, davor habe ich tatsächliche eine Phobie, das ist menschlich und göttlich, denke ich.

    Wenn Du die ein komplett bewußtes Leben hast, dann laß es einfach entstehen. Halte ruhig Abstand- es ist nicht notwendig, sich mit Äußerem zu verbinden, die Verbindung im Inneren ist ausreichend und beinhaltet das Äußere. Mach Dir keine Sorgen- du bist auch noch sehr jung und dann noch das Abi (von Deiner Ebene aus müßte das doch völlig hirnrissiger Scheiß sein, den man da lernt).

    Liebe Grüße, RegNiDoen
     
  4. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    1.986
    Moin BlackSpider,

    ich meine zu verstehen, was Du meinst, da ich ähnliche Probleme habe.

    Ich sehe es auch so, dass es aus der Kindheit rühren kann.
    Wenn im Härtefall z.B. ein Kind kaum Kontakte mit gleichaltrigen (ausserhalb der Familie) haben darf und es von seiner Umwelt an allem was sein Verhalten hergibt kritisiert wird, ist das Kind praktisch darauf trainiert seine gesammte Aufmerksamkeit auf seine Umwelt zu richten. Es lernt auch das kleinste Signal der Stimmungen anderer zu empfangen und führt es automatisch mit sich selbst in Verbindung, um darauf wie gewünscht zu reagieren.
    Im Grunde fördert diese Erziehung im o.g. Beispiel die emphatischen Fähigkeiten die jeder in sich trägt imens, aber sie lässt die Fähigkeit im sozialen Miteinander völlig verkümmern!

    Mit der durch die Erziehung besonders ausgeprägten Sensitivität, versucht der heranwachsende Mensch dann seinen Mangel im sozialen Miteinander auszugleichen, und bei den meisten klappt das im kleinen Rahmen auch ganz gut.

    Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass eine Gruppe von bis zu 10 Leuten noch erträglich ist. Alles, was darüber hinaus geht, wird dann schwierig. Denn, egal, wie Du Dich selbst trainiert hast auf Deine Umwelt zu reagieren, Du empfängst die Signale anderer unweigerlich und ab einem gewissen Punkt kannst Du die Flut an Informationen nicht mehr verarbeiten. Der Mechanismus eines gesunden Geistes, die 'Schotten dicht zu machen', funktioniert nicht, immer mehr Nachrichten von aussen prasseln auf Dich ein. Resultat: Du bekommst unweigerlich die übliche Panik.

    So gesehen ist diese Form der Sozialphobie eine natürliche Reaktion auf zu viele Eindrücke von aussen.

    Was dagegen hilft ist trainieren, trainieren und nochmal trainieren, die Informationsflut, sobald man merkt, dass man sie nicht mehr verarbeitet bekommt, abzuweisen. Lernen, den natürliche Selbstschutz, den man als Neugeborenes mitgebracht hat, aber nicht behalten durfte, wieder aufzubauen.

    Vielleicht kommt das ja das Verständnis für die sog. rationalen Dinge ja mit der Zeit. Denn im Grunde, und das schriebst Du ja selbst, ist alles eins. :)
    Habt ihr schon Franz Kafka gelesen.

    Viel Erfolg!
     
    Trixi Maus gefällt das.
  5. proyect_outzone

    proyect_outzone Sehr aktives Mitglied

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    Hallo,
    mit dem Zusammenhang zwischen Emphatie und Sozialphobie hauts hin.

    Ich konnte schon von Kindesalter an den Menschen "an den Augen ablesen", was sie wirklich sind oder denken.

    Als sich dann die emphatie so nebenbei mit meinen Energieübungen mit verstärkte, wurde es mir erst richtig klar. Ich kann genau sagen, WER vor mir sitzt.

    Und es ist für mich eine Tatsache, dass ein Großteil der Menschen nicht das ist, was sie vorgeben zu sein.

    Und wenn man sieht, da ist ein Ar***loch, dann sitzt man halt nicht gern in der Nähe von demselbigen.

    [Durch ein paar Tests mit Photos unbekannter konnte ich das sogar mehrfach bestätigen]
    Gruß
    proyect_outzone
     
  6. Trixi Maus

    Trixi Maus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2005
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    naja, wenn die eigene Energie einen immer in die Nähe von Arschlöchern führt, dann muß man sicher aufpassen, wo man sich setzt. Man muß nur aufpassen, daß man für sich nicht ein falsches Ziel definiert- will man die Ablehnung, die man in sich spürt, überwinden oder will man mit dem Abgelehnten nichts mehr zu tun haben? Die phobie lebt sich mit der Zeit aus, ich erlebe es so, daß sie mit und mit weg geht, je mehr man sich der eigenen Natur wieder nähert und die heute oft merkwürdige Sicht- und Denkweise der Menschen hinter sich läßt. Man muß Selbstbewußtheit entwickeln, und das geht- wie p.o. richtig sagt, sehr gut durch Energiearbeit mit dem Körper. Für mich die Rettung, das einzige, was mir bleibt, solange ich lebe. Der Rest ist vergänglich.

    Liebe Grüße, RegNiDoen
     
  7. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
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    1.986
    Ja, z.B.! Und es birgt auch viele Gefahren! Dadurch, dass Du den Menschen als A****loch für Dich enttarnt hast, manifestierst Du ihn auch unweigerlich als A****loch. Und zwar durch Dein eigenes Verhalten.
    Ich habe für mich gemerkt, dass man dem Menschen damit ein grosses Potenzial an Möglichkeiten nimmt, sich zu 'bessern'.
    Aber manchmal kann man halt nicht aus seiner Haut. :dontknow:
     
  8. proyect_outzone

    proyect_outzone Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2004
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    1.539
    Ort:
    Bremen
    Hallo,
    diese Menschen stellen sich von ganz allein als solche da, ohne dass ich was dazutue.

    Mein Problem ist, dass ich viel zu viel Hoffung reisntecke, und stets meine, dass ich mich irre. Aber die Wahrheit kommt dann doch ans Licht.

    -----------

    Ich lass mir übrigens nie was anmmerken, wenn ich über den gegenüberstehenden negativ denke. Ich behandele stets alle Menschen höflich und so, als währen sie mir völlig unbekannt. Sie zeigen ihr verhalten mir und anderen gegenüber von ganz allein, ohne das ich was dazu tun muss.
    Gruß
    proyect_outzone
     
    safari gefällt das.
  9. LoneWolf

    LoneWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2006
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    Wien
    Du schreibst mir aus der Seele, wenn ich das mal so sagen darf. Alles ist verbunden und vernetzt.

    Auch ich sehe einen Zusammenhang zwischen psychologischen/psychiatrischen Symptomen und (unkontrollierter)Empathie. Man muss nicht unbedingt um die Welt reisen oder ein Kriegsgebiet besuchen. die Informationsflut über die Medien reicht aus um sich verbunden zu fühlen mit Elend und Leid in der Welt. Man muss nicht selbst auf eine Mine steigen um zu wissen, das es einen da zerfetzt.

    Bei mir ist das z.B. ein beteiligter Faktor einer depressiven Störung - sag ich mal, weil ich mit dem Begriff "Krankheit" nichts anfangen kann. Und das hat damit zu tun, dass ich halbbewusst "ahne", gewissen, zwischenmenschlichen Ereignissen und Verhaltensweisen auf dem blauen Planeten recht ohnmächtig gegenüber zu stehen.

    Aber nicht nur Empathie. Ich glaube auch, dass die Isolation und Abkoppelung des Menschen von der Natur eine große Rolle spielt. Empathie und Isolation von der eigenen Urnatur als Auslösemoment für psychische "Krankheitsbilder" kann ich mir gut vorstellen. aber wie gesagt; das ist nur mein persönliches, laienhaftes Empfinden. Wie weit es hier wissenschaftliche Studien gibt ist mir nicht bekannt.

    Ich weiß nur, dass ich zur Zeit zwei verschiedene Antidepressiva schlucken muss, im "lustig" zu sein :)

    l.G. Katharsix
     
  10. mrmadhatter

    mrmadhatter Mitglied

    Registriert seit:
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    Dankeschön für deine Gedanken :) Seitdem ich mir das Vergegenwärtige fallt mir das ganze gleich leichter.

    Danke für diesen Tip, ich habe mir mal ein paar Essays durchgelsesen... und seine Erfahrungen/Gedanken sind wirklich phänomenal.

    Weiss hier jmd. evtl mehr über seine Energiebilder?
    Kann man die irgendwo kostenlos bekommen oder muss man die kaufen?

    sayo...martin
     

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